Mai 12

Ein weiterer Schritt im Kampf gegen den Plastikmüll scheint getan. Australische Forscher wollen ihn einsetzen, um Hygiene- und Sanitärversorgung in Entwicklungsländern sicherzustellen. 3D-Drucken ist ihr Schlüssel dafür.

3D-Drucken in Entwicklungsländern scheint auf den ersten Blick utopisch, könnte aber schon bald Alltag werden. Ein Forscherteam hat einen 3D-Drucker entwickelt, der mit Hilfe von Solarenergie in der Lage ist, wichtige Teile zur Wasserversorgung oder für Sanitäranlagen aus Plastik herzustellen – oder um genauer zu sein, sogar aus Plastikabfällen.

Solarenergie für 3D-Drucker nutzen

Australische Forscher haben ein 3D-Drucksystem entwickelt, das mit Hilfe von Solarenergie dazu beitragen soll, die Wasserversorgung und die Hygiene in Entwicklungsländern sicherzustellen. Besonders interessant ist die Tatsache, dass sie dafür ausschließlich Plastikmüll verwenden. Damit ist es dem Forscherteam gelungen, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Die Plastikmüllberge, die ebenfalls eine Ursache der teils katastrophalen Hygienezustände sind, werden damit reduziert und schaffen gleichzeitig die Voraussetzung für ein verbessertes Sanitär- und Hygienesystem.

Fokus auf Herstellung von Ersatzteilen

Die Wissenschaftler haben damit begonnen, Plastik einzuschmelzen und Pellets daraus herzustellen, die anschließend in 3D-Druckmaterial umgewandelt werden. Ziel war es, mit Hilfe des 3D-Druckers Ersatzteile, wie Hähne, Pumpen etc. herzustellen, um die Wasser- und die Hygieneversorgung in Entwicklungsregionen zu gewährleisten.

Als erstes Testgebiet sind die Salomonen-Inseln geplant. Mit 3D-WASH könnten kleinere Gemeinden unabhängiger werden und sich besser selbst versorgen. Unterstützer des Projektes ist Plan International Australia.

3D-Drucker die nicht nur gutes tun sondern auch noch umweltfreundlich sind. Wir vergeben 4 Stämmchen.

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