Mrz 09

Eine positivere CO2-Emissionsbilanz und ganz nebenbei mehr als 100 Million Euro bei den Heizkosten einsparen? Das klappt mit einer transparenten Heizkostenabrechnung im Standardverfahren. Doch wie hängen Verständlichkeit und Klimaschutz zusammen? Und was gibt es für Privathaushalte zu beachten?

Etwas für die Umwelt tun und gleichzeitig Geld sparen klingt nach einem perfekten Plan. In der Tat können Energiekosten mit ganz einfachen Mitteln erheblich zurückgeschraubt werdendarauf weist das Umweltbundesamt hin. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist eine übersichtliche Heizungsabrechnung. Sie sollte nicht nur für jede Wohnung den gleichen Aufbau haben, sondern auch wichtige Informationen zum energetischen Zustand vom Gebäude aufführen, sowie einen Vergleich mit den Vorjahresdaten beigelegt haben. All dies wäre elektronisch gestaffelt möglich und würde keinen weiteren Aufwand von Seiten des Hausbesitzers bedürfen. Allein diese neue optische Form soll dabei helfen, pro Jahr bis zu 40 Euro Euro einzusparen.

Der Mehraufwand demgegenüber für ausführlichere Heizkostenabrechnungen läge bei etwa 15 Euro. Würde man diesen Betrag auf die rund 80 Millionen Haushalte in Deutschland aufrunden die von diesem Thema betroffen sind, dann summiert sich dies auf einen Betrag von 460 bis über 900 Million Euro pro Jahr.

Nebenkosten runter, Umweltbewusstsein rauf

Durch das eingesparte Geld ließen sich nicht nur die Nebenkosten herunterschrauben, ganz nebenbei würden auch die CO2-Emissionswerte sinken und zwar bis zu 3,3 Millionen Tonnen im Jahr. Nun will die Bundesregierung prüfen, inwieweit sich die durchgeführten Forschungen aus der Theorie in die Praxis übertragen lassen. Darauf soll ein konkreter Umsetzungsvorschlag folgen. Schon jetzt bestünde durchaus die Möglichkeit, die Pläne frühzeitig umzusetzen und so für einen Vorteil zu sorgen, allerdings werden viele ermittelte Werte gar nicht genutzt. Es fehlt an einer übersichtlichen Darstellung und einer vernünftigen Auswertung.

Erste Muster liegen vor

Doch ohne eine solche Auswertung kann natürlich kein Mieter und auch kein Vermieter dazu motiviert werden, etwas am Verbrauch zu ändern und gezielt Energie zu sparen. Gleiches gilt natürlich auch für Eigenheimbesitzer, allerdings beziehen sich die Forschungen auf den größeren Teil der Wohnungsmieter, da diese über 50 Prozent des deutschen Wohngebäudebestandes ausmachen. Hier lohnt sich eine Änderung bei der Heizkostenverordnung demnach enorm. Bislang gibt es nach Diskussion zwischen Vermieterverbänden und Verbrauchern ein erstes Muster, das bereits jetzt vorliegt und verwendet werden kann. Dieses ist zusätzlich auch in elektronischer Form vorhanden und mit einem QR-Code ausgestattet.

Quelle: www.oekonews.at

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