Mrz 01

Bereits vor hunderten von Jahren wussten die Menschen die positiven Eigenschaften von Spinnenseide für sich zu nutzen. Sie hielt Einzug in die Medizin und ist heute ein ebenso wichtiger Bestandteil in der Technik und Wissenschaft. Eine echte Meisterleistung, die die kleinen ungeliebten Insekten da vollbringen, und die Möglichkeiten sind noch längst nicht erschöpft.

Spinnenseide ist eines der vielen Naturprodukte, die künstlich geschaffenen meilenweit voraus sind. Eine Radnetzspinne kann gleich sieben unterschiedliche Qualitäten von Fäden produzieren, angefangen von sehr reißfest bis zu ausgesprochen dehnbar. Manche davon besitzen einen zusätzlichen Kleber durch den sie einen extra starken Halt erzielen, manche kommen ganz ohne Kleber aus. Nicht umsonst wird das Spinnennetz auch als Spinnenseide bezeichnet. Sie ist nicht nur in der Lage, der Spinne Nahrung zu beschaffen, sie hilft auch in unterschiedlichen Disziplinen wie der Medizin und der Technik dem Menschen enorm weiter. So kann sie die Wundheilung fördern, das Immunsystem stärken und ist dabei absolut hitzestabil und sogar biologisch abbaubar. Im menschlichen Körper ist es so möglich, quasi ein neues Gewebe aufzubauen und neue Hautschichten nachzuzüchten. Für Opfer von Verbrennungen eine einmalige Behandlungsmöglichkeit. Sogar als Nervenimplantat lässt sich Spinnenseide nutzen, denn sie spinnt sich einfach über die geschädigten Bereiche und repariert diese dabei.

Nützlich für Gewebe, Haut und vielem mehr

Dabei können Mediziner sicher und ausgiebig mit der Spinnenseide agieren, denn eine einzelne Radnetzspinne schafft 200 Meter neue Fäden in der Woche. Noch ist das Ende der Möglichkeiten in diesem Segment nicht erreicht. Schon seit dem Jahr 2006 führt die Medizinische Hochschule in Hannover im Labor ihre Forschungen mit der Spinnenseide fort. Aus ihr sollen künftig auch Gewebeimplantate in Serie gehen, die mittels 3-D Druckers passend für den Patienten hergestellt werden und so zum Beispiel bei einem Herzinfarkt wertvolle Dienste leisten. Die Gefahr von Abstoßungsreaktionen oder Entzündungen ist nahezu ausgeschlossen, der besonderen Beschichtung der Fäden sei Dank. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Anwendungsideen noch in diesem Naturprodukt stecken.

Quelle:www.trendsderzukunft.de

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather

Einen Kommentar schreiben