Feb 26

Elektroautos sollen künftig als virtuelle Kraftwerke und Stromspeicher genutzt werden können. Dazu gibt es erste Geschäftsmodelle, die aber noch in den Anfangsphasen der Entwicklung stecken. Was davon künftig zu realisieren ist hängt in erster Linie auch davon ab, wie die Kunden ihr Elektroauto aufladen und dieses nutzen.

Das Forschungsprojekt „Demand Response – das Auto als aktiver Speicher und virtuelles Kraftwerk“ von enercity ist derzeit nicht viel mehr als eine Ausstellungsfläche zum Thema Elektromobilität in einem Schaufenster in Niedersachsen. Das Projekt basiert auf einem Praxistest mit 40 Fahrzeugen privater und gewerblicher Nutzung von insgesamt 30 unterschiedlichen Fahrzeugtypen des enercity-Fuhrparks. Ermittelt werden sollten für einen möglichen Ausbau des aktuellen E-Mobilnetzes. Der Forschungszeitraum bezog sich auf das Jahr 2015.

Stromnetze besser ausgleichen

Als Ergebnis fassen die Forscher zusammen, dass die derzeit auf dem Markt befindlichen Lademodelle für Elektroautos für den Nutzer zu erreichen sind und sich einfach handhaben lassen. Auf diese Weise können Sie gut in den Alltagsablauf integriert werden und weisen zudem einen hohen Grad an Flexibilität auf. Dabei wurden 90 Prozent des tatsächlichen Energiebedarfs flexibel aufgeladen, was wiederum zu einer Stabilisierung des Stromnetzes beigetragen hat und dieses auch langfristig entlasten kann. Insgesamt akzeptierten die Nutzer die Möglichkeiten der Ladestation und nutzen das netzgesteuerte Laden an den unterschiedlichen Ladepunkten flächendeckend aus. Stellvertretend für viele unterschiedliche Städte in Deutschland fand der Praxistests in diesem Fall in Salzgitter, Hannover und Nienburg statt.

Lässt sich Nutzerverhalten steuern?

Um die Ergebnisse umfangreicher zu gestalten gab es vier unterschiedliche Lernbedingungen unter denen die Nutzer auswählen konnten. Die Entscheidung fiel zwischen beliebigen Ladezeiten, einem definierten Aufladefenster, dem Laden mit erneuerbaren Energien oder dem Stromnetz geführten Laden. Grundsätzlich ließen sich die Nutzer davon nicht in die Irre leiten und luden weiter nach ihrem persönlichen Rhythmus. Dieser lag schwerpunktmäßig zwischen 6:00 Uhr und 8:00 Uhr am Abend, in Zeiten der höchsten Stromnachfrage. Das hätte natürlich negative Folgen auf die Belastung des Stromnetzes, wenn künftig viel mehr Elektroautos unterwegs wären, hier heißt es also die Lastspitzen zu senken und Stromnetz stabilisierend das Laden möglich zu machen.

Eine Regelung hinsichtlich der Zeitfenster würde also durchaus Sinn machen. Eine Planung für die Nutzung von erneuerbaren Energien ist hingegen schwierig durchzuführen, denn das Solar- und Windaufkommen ändert sich ja, je nach Wetterlage. Hier ist also gezieltes Umweltmanagement gefragt ,um auch diesen Punkt künftig zu berücksichtigen. Detailliertere Information folgen in wenigen Monaten, wenn die Abschlussberichte vorliegen.

Quelle: www.oekonews.at

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Eine Antwort zu “E-Autos als Baustein der Energiewende”

  1. Julia L sagt:

    Hallo,

    solche E- Autos können nicht Wende einläuten. Die Autobauer müssten bei den EU-Geldern viel weiter sein. Auch sind die Kaufbedingungen für den Kunden sehr schlecht. Der Käufer erwirbt das Auto, doch besteht nicht für die Akkus/ Batterien das Besitzrecht. Diese müssen ebenfalls versichert und bezahlt werden. Nicht selten wird auch eine monatliche Leihgebühr von den Autobauern verlangt. Solange die Hersteller nur die finanziellen Sachen in den Augen haben, kann und wird der Wechsel nicht funktionieren.

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