Feb 12

Gerade im Bereich der Textilien sorgen unzählige Siegel und Etiketten, die die Herkunft erläutern sollen, manchmal für echte Verwirrung. Was sagen Produktsiegel und Textilvereinigungen eigentlich aus?

Wie können Verbraucher wirklich nachhaltig Hergestellte Mode erkennen? Im Normalfall ist das Produktsiegel gut sichtbar an den Textilien angebracht. Die Label der Textilvereinigungen hingegen werden häufig gar nicht verwendet. Diese Tatsache macht es für die Verbraucher schwer, wirklich fair hergestellte Produkte auf den ersten Blick zu erkennen.

Produktsiegel als eindeutiges Signal – oder doch nicht?

Befindet sich ein entsprechendes Produktsiegel an den Textilien, gehen Verbraucher davon aus, dass es sich um Textilien handelt, die nach ökologischen Standards fair hergestellt werden. Doch dies ist leider nicht immer der Fall. Denn einige Produktsiegel bewerten ausschließlich das Endprodukt. Dass aber innerhalb der gesamten Produktionskette auch Umweltvergehen geschehen können, wird unter den Tisch gekehrt. Diese Siegel können zum einen staatlich vergeben werden, wie beispielsweise der Blaue Engel und Fairtrade, oder durch Privatwirtschaft. Diese werden Sie in vielen Fällen als Marketinginstrument eingesetzt. Ein Siegel das die Einhaltung von Mindeststandards für die gesamte Produktionskette einhält ist Earth Positive. Aussagekräftige Kriterien im Bezug auf die Glaubwürdigkeit und Qualität eines Siegels sind die unabhängige Vergabe und vor allem die Kontrolle. Danach natürlich die Art und Häufigkeit der Kontrolle und die sozialen und ökologischen Standards, nach denen zertifiziert wird.

Textilvereinigungen – gleiche Standards für alle Mitglieder

Viele Unternehmen entschließen sich dazu, einer Textilvereinigung beizutreten. Dieser Schritt bedeutet, dass sie sich den vorgegebenen Standards vollständig unterwerfen und ihre Fertigungsmethoden entsprechend anpassen. Die Standards gelten in diesem Fall nicht nur für ein Produkt, sondern für die Fertigung der gesamten Produktpalette des Unternehmens. Verbraucher haben es jedoch schwer, die Mitgliedschaft in einer Textilvereinigung zu erkennen, da in den meisten Fällen keine Label in den Textilien angebracht werden.

Kontrolle der Fertigungsabläufe als größte Herausforderung

Für die „Hüter der ökologischen Nachhaltigkeit“ ist es allerdings eine enorme Herausforderung, sämtliche Schritte innerhalb einer Produktionskette der einzelnen Unternehmen genau zu überprüfen. Während die Untersuchung der Endprodukte beispielsweise auf Schadstoffe schnell erledigt ist, fällt es leider immernoch schwer, Produktionsabläufe und Arbeitsbedingungen reell zu beurteilen.

Mehr zu den Siegeln als solches unter www.ci-romero.de

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