Dez 23

Bislang sind viele Gebäude, Bauwerke und Brücken auf der Basis von Stahlbeton gebaut. Dieser ist allerdings anfällig für Rostfraß und gilt nicht als besonders langlebig. Carbonbeton soll deshalb in Zukunft als Ersatz her, jedenfalls wenn es nach Bauplanern und Architekten geht.

Carbon ist sehr leicht, absolut widerstandsfähig und wird jetzt schon in vielen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel für den Bau von Rennfahrzeugen. Selbst bei größeren Unfällen verziehen sich die Teile aus dem neuen Werkstoff kaum, was natürlich auch für ein großes Maß an Sicherheit bei Unfällen sorgt. Das Geheimnis liegt in der Konstruktion des Werkstoff selbst. Carbonbeton besteht aus einem faserverstärktem Kunststoffnetz und Beton. Das macht es eben nicht nur vergleichsweise leicht, sondern durch die verstrickten Fasern auch sehr robust gegen Verformungen. Kein Wunder, dass längst auch Architekten diesen Werkstoff für sich entdeckt haben und künftig damit Brücken, Gebäude und vieles mehr errichten wollen.

Eine Bereicherung für den Wohnungsbau

Das könnte langfristig den Einsatz von Stahlbeton verändern. Dieser gilt bislang als Maß aller Dinge auf dem Bau, denn er ist massiv und solide. Beides Aspekte die gleichzeitig auch Nachteile mit sich bringen, denn Stahlbeton ist zum Beispiel nicht gefeit vor Rost und das sorgt dafür, dass langfristig Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten notwendig werden, ein zusätzlicher Kostenfaktor. Außerdem kann es leicht passieren, dass die einzelnen Betonschichten beim Bau zu dünn gegossen werden. Dann kann Feuchtigkeit eindringen und der Beton in der Witterung nicht mehr richtig abbinden. Der Beton platz, der darin verarbeiteten Stahl wird porös und muss dann wohl oder übel ersetzt werden.

Eine Erkenntnis, die die ehemalige Entdeckung des Franzosen Joseph Monier in Frage stellt. Er hatte nämlich bereits vor 150 Jahren bemerkt, dass Beton sehr viel stabiler wird, wenn in ihm Stahlmatten und Stangen eingearbeitet werden. Allerdings eben nur bis zu einer gewissen Belastungsgrenze, eine Grenze die Carbonbeton locker überschreiten kann. Die Entdeckung ist also keinesfalls neu, sie soll lediglich künftig ausgebaut werden auch andere Sektoren, wie den Wohnungsbau, bereichern.

Quelle: www.faz.net

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