Dez 03

Um alternative Möglichkeiten zur Stromerzeugung zu schaffen, arbeiten Wissenschaftler an immer neuen Methoden. Nun ist es gelungen, den dünnsten Generator der Welt zu schaffen: dieser ist sogar transparent.

Wer sich einen Generator vorstellt, denkt meist an ein unhandliches, klobiges Gerät, das Lärm macht und Strom erzeugt. Dass es durchaus andere Möglichkeiten gibt, beweisen US-amerikanische Wissenschaftler mit ihrer neuesten Entwicklung.

So ist der dünnste Generator aufgebaut

Forscher des Georgia Institute of Technology und der Columbia Engineering Hochschule haben den dünnsten Generator der Welt entwickelt. Er besteht aus mehreren Molybdändisulfid-Schichten in ungerader Anzahl, die auf einer transparenten Folie angebracht sind. Jede einzelne der Schichten ist nur ein einziges Molekül dick. Die flexible Folie ist mit jeweils einer Elektrode an den Seiten versehen. Durch das Verbiegen der Folie entsteht Strom, der mit Hilfe der Elektroden aufgenommen wird. Ein vergleichbares Prinzip kommt unter anderem auch bei elektronischen Feuerzeugen zum Einsatz.

Einsatzmöglichkeiten für den dünnsten Generator der Welt

Die Wissenschaftler haben ihre Visionen, was den Einsatz ihres Generators betrifft. Sie können sich gut vorstellen, dass er zukünftig in Kleidungsstücke integriert wird. Damit könnten Sensoren und medizinische Geräte mit Strom versorgt werden. In etwas weiterer Zukunft könnten so leistungsfähige Exemplare geschaffen werden, dass Smartphones darüber aufgeladen werden könnten.
Das enorme Potenzial dieser Entwicklung ist anhand solcher Visionen bereits mehr als deutlich erkennbar. Da die Stromerzeugung durch Bewegung und nicht durch die Nutzung natürlicher Ressourcen erfolgt, entstünde eine deutliche Entlastung der Umwelt.

Herausforderungen, die noch nicht gemeistert sind

So genial wie die Funktionsweise des dünnsten Generators auch ist, stellt sie die Forscher noch vor einige Schwierigkeiten. Um den Strom tatsächlich fließen zu lassen, muss die mechanische Bewegung zur Erzeugung in eine Richtung gehen. Dies ist bislang noch nicht umzusetzen. Vor allem, wenn man die Vision des integrierten „Jackengenerators“ betrachtet. Es ist unmöglich, sich ausschließlich in eine einzige Richtung zu bewegen, um den Strom zu erzeugen. Erfolgen Bewegungen in gegensätzlicher Richtung, löschen sich die entstehenden Ströme vollständig aus und bringen keinen Effekt.
Aber auch für die Lösung dieses beachtlichen Problems gibt es bereits Ansätze. Die Wissenschaftler legen ihre Hoffnung auf andere Materialien, die vielleicht mit entsprechenden Eigenschaften die Lösung herbeiführen könnten.

Quelle: www.ingenieur.de

 

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