Mai 13

Ernährung von Mensch und Tier und der Klimaschutz stehen im engen systemischen Zusammenhang. Fleisch bzw. dessen Verstoffwechselung ist als Klimaschädling bereits entlarvt. Dass nun auch fleischlose Lebensmittel nachhaltig am Klimawandel beteiligt sein sollen, ist eine neuere Erkenntnis. Als Bösewicht wird das Palmöl entlarvt, das aufgrund des günstigen Preises von vielen Lebensmittel Produzenten als pflanzliches Fett verwendet wird. Palmöl war nicht zuletzt wegen der schlechten Klimabilanz von Biosprit in den Medien.

Tierische Produkte haben eine schlechte Klimabilanz, nach Fleisch kommen direkt die Milchprodukte. Nun könnte man sinnieren, dass ein Wechsel zu Margarine, einem pflanzlichen Fett nicht nur gesünder ist sondern nebenbei auch der Umwelt gut tue. Ein Blick auf die Zutatenliste allerdings verrät diverse Sünden, die Margarine-Hersteller begehen. Mit Folgen. So steckt hinter dem zunächst harmlosen Pflanzenfett häufig Palmöl. Verwenden Hersteller andere Pflanzenfette, wie Rapsöl, geben sie dies auch gerne an. Für die Palmöl-Plantagen allerdings werden große Flächen Regenwald gerodet. Nicht selten auch noch durch Brandrodung, wodurch zusätzliches CO2 freigesetzt wird.

90 Prozent des Palmöls werden in der Lebensmittelindustrie verwendet, beispielsweise in Margarine, Fertiggerichten oder Speiseeis. Die übrigen zehn Prozent werden zur Hälfte in der Kosmetik Industrie verwendet. Lediglich fünf Prozent wandern in die Herstellung von Biokraftstoffen. Wer also Biokraftstoffe wegen der Abholzung des Regenwaldes meidet, sollte auch in der Ernährung auf eventuell verstecktes Palmöl achten. Zwar gibt es nachhaltig produziertes Palmöl jedoch ist dies leider die Ausnahme. Weitere Augen öffnende und  nützliche Informationen für Verbraucher zum Thema Palmöl in einem Bericht beim Westdeutschen Rundfunk.

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