Sep 20

Von einem extrem spannenden Verfahren Plastikmüll in Öl bzw. Treib- und Schmierstoffe zu verwandeln berichtet euronews. Die Methode wird zur Zeit in einer Mülltrennungsanlage in Kanada getestet. Aus Plastikmüll mach‘ wertvollen Treibstoff – zu schön um wahr zu sein.

Derzeit sorgt ein Verfahren für Aufsehen, welches den vermeintlich überflüssigen Plastikabfall der Welt zu wertvollen Brennstoffen transformieren könnte. Nach Zerkleinerung wird der Plastikmüll in dem Verfahren erhitzt und durch ein Schlauchnetz geführt, bis sich die Masse in ein Gasgemisch verwandele. Daraus wiederum entstehe eine Mischung aus Benzin, Diesel, Kerosin und Schwerölen. Aus zirka zehn Kilo Plastik macht diese Maschine den Machern zufolge zehn Liter Brennstoff. Ursprünglich stamme der Ansatz aus Japan. Wenn das im großen Stil funktionieren würde, könnten sich bald Frachtschiffe auf den Weg machen und in den Meeren der Welt Plastikabfall sammeln.

Plastikmüll ist zu einem ernsten Problem für das Ökosystem und damit den Planeten geworden. Nach Angaben der NABU werden von jährlich produzierten rund 240 Millionen Tonnen zirka 2,5 Prozent – das sind rund 6,4 Millionen Tonnen Müll – in die Ozeane der Welt gespült. Pro Quadratkilometer führe das zu rund 18.000 Plastikteilen unterschiedlicher Größe. Über 70 Prozent zeigen sich nicht, sondern sinken stillschweigend auf den Meeresboden ab. Weitere 15 Prozent würden an den Küsten angespült, so die NABU. Weitere Fakten zum Thema bei euronews oder gleich hier im Bewegtbild (zwei Minuten):

Extreme Sache: Kompromisslose 5 Stämmchen.

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2 Antworten zu “Revolutionär: Erdöl aus Plastikmüll?!”

  1. Mike sagt:

    Mein Vater wollte mit einigen anderen Gesellschaftern schon vor 8 Jahren in Deutschland eine derartige Anlage bauen, eine GmbH gründen und ca. 15 Arbeitsplätze schaffen. Kosten der Anlage mit Gebäuden usw. ca. 5 Mill. Euro! Es wurde über 3 Jahre erfolglos um eine Finanzierung gekämpft. Außerdem ist es nicht so, dass man mit der Abnahme von Plasteabfällen den Gemeinden und Kreisen einen Gefallen tut … großer Irrglaube … der Plasteabfall ist schon an die Müllmafia und an Müllverbrennungsanlagen aufgeteilt. Die würden ja sonst nicht ausgelastet sein. Man läuft mit so einem Projekt in Deutschland gegen Windmühlen.Mein Vater wollte damit in Deutschland schon vor 8 Jahren eine Anlage

  2. admin sagt:

    Hallo Mike,
    Danke für Ihre Meinung bzw. Ihren Bericht!
    Viele Grüße vom
    Online Team Printzipia

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