Mrz 27

„Was kostet Strom wirklich?“ ist der Titel eines interessanten Dossiers von Greenpeace aus dem Jahre 2010, das uns gerade wieder über den virtuellen Weg gelaufen ist. Ehrlich gesagt lag es hier etwas verwaist auf der Festplatte. Damals ging es um den heute wohl noch immer aktuellen Vergleich der gesamtgesellschaftlichen Kosten von Atomenergie, Kohle und erneuerbaren Energien.

Das Dokument Was kostet Strom wirklich? liefert Zahlen zu den tatsächlichen Kosten der Energieproduktion. Grundlage der Untersuchuung sind  Literaturrecherchen, Interviews und eigene methodische Überlegungen von Swantje Küchler und Bettina Mayer, der beiden Ersteller. Die Studie zeige eigenen Angaben zufolge eine weitgehend vollständige Zahlenreihe aller mittel- und unmittelbaren Förderungen von erneuerbaren Energien, Atomenergie sowie Stein- und Braunkohle für die 40 Jahre zwischen 1970 und 2010. So werde ein systematischer Vergleich der staatlichen Förderungen dieser Energieträger möglich. Demnach wird Strom aus regenerativen Energien mit durchschnittlich 2,2 Cent pro Kilowattstunde gefördert. Deutlich darunter liegen Stein- und Braunkohle mit 1,2 Cent pro Kilowattstunde. Am meisten Geld floß der Studie zufolge mit Abstand in die Förderung der Atomenergie mit 4,1 Cent pro Kilowattstunde.

Aus der Studie ergeben sich somit Daten für die Errechnung einer gesamtgesellschaftichen Kostenbelastung. Als Resultat errechneten die Macher, dass die Gesellschaft für eine Kilowattstunde aus Windstrom rund 7,6 Cent zahle. Wasserstrom schlage mit 6,5 Cent zu Buche. Und die Gesamtkosten für Strom aus Braun- und Steinkohlekraftwerken summierten sich auf 12,1 Cent, für Atomstrom sogar auf 12,8 Cent pro Kilowattstunde. Im Ergebnis legen Küchler und Meyer dar, dass schon heute erneuerbare Energien günstiger seien als die konventionellen Energieträger. Nämlich dann, wenn außer dem Strompreis noch die Kosten für staatliche Förderungen und die der Umwelt- und Klimabelastung einbezogen würden. Quelle: greenpeace-energy.de

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