Mrz 23

Lebensmittelhersteller schreiben auf ihre Produktverpackungen häufig diverse, werbliche Claims wie „Ökologisch angebaut“,  „100% natürlich“,  oder „Für eine saubere Welt“. Doch was hat es damit auf sich? Dem geht der englische Psychologe und Wissenschaftler David Goleman auf den Grund und behauptet: mehr als Vertuschung bezwecken solche Claims nicht.

Das Thema Greenwashing ist zum beliebten „Sport“ von Marketingabteilungen geworden. Blumige Aussagen wie „Für unsere Umwelt“ oder „dem Klima zuliebe“ prangen allenthalben auf Produkten und Werbemitteln. So werben zum Beispiel Bekleidungshersteller mit „Baumwolle, die ohne Pestizideinsatz gewonnen wurde“. Dass jedoch zur Herstellung von nur einem T-Shirt rund 2700 Liter Wasser benötigt werden – für Pflanzung und Heranwachsen der Baumwolle – wird verschwiegen. Umweltfreundlich soll es klingen, dem wird vieles untergeordnet. Auch der Slogan „Anbau ökologisch“ ist beliebt, genauso wie „Eier vom Bauernhof“. Der Erfolgsautor Daniel Goleman, Verfasser von „Emotionale Intelligenz“ merkt ernüchternd an: Kein industriell hergestelltes Produkt verdiene den Namen „umweltfreundlich“. Dies zumindest sei laut Süddeutscher Zeitung das Credo aus seinem Buch „Ecological Intelligence“.

Im Kern wirbt Goleman um einen kritischen Blick auf die Welt der sogenannten Öko-Produkte. Trotz aller beruhigenden Claims der Werbeindustrie. Auch wenn der Anbau ökologisch ist, der ganzheitliche Prozess der „Produktwerdung“ bis zur Rückführung in den natürlichen Ökokreislauf sei es oft nicht. Nur eine solche, holistische Anschauung mache Sinn und diesen „Schuh“ sollten sich alle ökologisch arbeitenden Unternehmen anziehen.

Die Agentur Terra Choice untersucht Ökoerzeugnisse auf tatsächliche Umweltfreundlichkeit. Für eine gezielte Täuschung der Konsumenten, halten die Verantwortlichen gemäß SZ den Slogan „100% natürlich“. Laut Agentur ist dieser Spruch nur Ausdruck einer Verschleierung dafür, dass die im Produkt enthaltenen Stoffe hochschädlich sind.  Fazit: Wem nicht ausschließlich der Preis, sondern auch die Ökobilanz von wichtig ist, der findet hier ein wenig Hilfestellung:

Bewertung von Produkten nach gesundheitlichen und ökologischen Gesichtspunkten.

Zusammenstellung des Schadstoffaustoßes deutscher Firmen vom Bundesumweltamt
CO2 Rechner von Greenpeace

Quelle: Sueddeutsche.de

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