Apr 29

Lauscht man den Verlautbarungen der Atomindustrie, wird man mittelfristig auf den Betrieb von Kernkraftwerken nicht verzichten können. Die Behauptung, es sei noch lange Jahre unmöglich ohne die sog. Brückentechnologie auszukommen, steht gemäß eines neuen Gutachtens der Universität Flensburg auf wackeligen Füßen.

Lobbyarbeit ist integraler Bestandteil eines demokratischen Staatswesens, daran wird sich auch in Zukunft wenig ändern. Umso wichtiger ist es, diesem von wirtschaftlichen Interessen geleiteten Treiben harte Fakten entgegen zu setzen. Eine Studie der Uni Flensburg, die jüngst in der TAZ berichtet wird dokumentiert, dass der Atomausstieg bis 2015 und bei entsprechendem politischem Willen möglich sei. Gleichzeitig wird gezeigt, wieder endgültige Umstieg auf regenerative Energien bis 2030 ermöglicht werden kann. Es gebe hierbei weder Stromengpässe noch Stromimporte, so Professor Olav Hohmeyer. Langfristig gerechnet blieben auch Strompreise und CO2-Emissionen stabil, so der Flensburger Uni-Mann: „Es wird kein Flackern und schon gar keinen Stromausfall geben. Wir werden nur den Strom mehr nutzen, den wir selbst produzieren.“ (Quelle TAZ).

Die neue Modellrechnung ist optimistischer als die von Greenpeace und eine weitere der Sachverständigenrats für Umweltfragen. Deren Wandelungsszenarien sehen ebenso einen Atomausstieg bis 2015 vor. Der komplette Umstieg auf erneuerbare Energien wird dort aber erst bis 2050 als realistisch angesehen. Alle drei Modelle kommen ohne Stromlücke und ohne Atomkraft aus, so die TAZ. Hier der Link zur Studie auf dem Server der deutschen Umwelthilfe.

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