Okt 27

Eine übersichtliche und umfassende Möglichkeit, den im eigenen Haushalt versteckten Energiefressern auf die Schliche zu kommen, bietet der Online-Ratgeber CO2 online. Mit den einzelnen Energie- bzw. Strom-Ratgebern kann durch Aufklärung und damit Transparenz in Haushalten und Büros global Kohlendioxid und individuell Geld eingespart werden.

Das Wissen, was genau energetisch vor sich geht im eigenen Haushalt ist der erste Schritt etwas zum besseren, also hin zum Energiesparverhalten zu verändern. Auf co2online.de zeigen mannigfaltige Tools bzw. Rechner, wie sich Haushaltsgeräte in Sachen Energieverbrauch “verhalten”. So berechnet der StandbyCheck den Basisstromverbrauch ebenso wie zum Beispiel die Verluste durch Standby-Funktion von elektrischen Geräten. Der praktische SolardachCheck zeigt, inwieweit spezifische Dachmodalitäten für eine Solarthermie- bzw. Photovoltaikanlage in Frage kommen. Der zugehörige Förderratgeber findet für die geplanten Modernisierungsmaßnahmen die passenden Förderprogramme der Kommune, des Landes und des Bundes: So werden die Förder- und Maßnahmenprofile aufeinander abgestimmt. Ein Ökostrom-Tarifrechner zeigt die Energiequellen von Ökostromanbietern ebenso wie den CO2-Ausstoß des jeweiligen Energiemixes abhängig vom Verbrauch. So erhalten Ökostrom-Kunden wichtige Informationen zu den Ökostromtarifen und deren Zustandekommen.

Der Energiesparrechner ist ein kostenloser Service der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft CO2-online. Die Organsisation engagiert sich seit über sieben Jahren für den Klimaschutz. Erklärtes Ziel ist es, den von Privathaushalten verursachten Heizenergie- und Stromverbrauch zu mindern und damit die weltweiten CO2-Emissionen über die vielen, kleinen Verbrauchsstellen zu reduzieren. Hier geht es zu dem wirklich außerordentlich praktischen Tool.

Rechner sind schöne Gimmicks mit Transparenz als praktischem Nutzen: Wir geben gerne 4 Stämmchen auf diese Kumulierung von praktischen Online-Tools.

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Okt 26

Der Titel “Bundeshauptstadt im Klimaschutz” geht heuer nach Freiburg im Breisgau. Gewürdigt wurde damit das Konzept, mit dem die Stadt Freiburg den eigenen Kohlendioxidausstoß mindere. Verliehen wird der Titel von der deutschen Umwelthilfe. Der Wettbewerb sei “Ansporn, die Vision einer C02-neutralen Stadt durchzusetzen”, so wird Oberbürgermeister Dieter Salomon zitiert.

Die Green City Freiburg im Breisgau kann sich jetzt “Bundeshauptstadt im Klimaschutz” nennen: Die Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik nahm am Montag in Berlin die Auszeichnung entgegen. Der Titel geht erstmals nach Freiburg. Im Wettbewerb waren 72 andere Kommunen. Freiburg hat sich mit ihrer ehrgeizigen Umweltpolitik und einem politischen und bürgerschaftlichen Bekenntnis zu erneuerbaren Energiequellen als Green City weltweit einen Namen gemacht. Wenn es um nachhaltiges Energiemanagement geht, überzeugt Freiburg Green City mit einer Vielzahl ökologischer, technischer und organisatorischer Lösungen. Weitere Informationen zum Thema bei Yahoo News über DAPD und auf der Website von Freiburg im Breisgau

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Okt 22

Aus dem neuen Bericht des USA-Meteorologiedienstes NOAA vom 22. Oktober 2010 geht hervor, dass die Erderwärmung ungebremst weiter geht. In dieser so genannten Artic Report Card sprechen die Fachleute davon, dass die andauernd hohen Temperaturen des kanadischen Arktisgebietes und Grönlands, der Rückgang der Sommereisfläche sowie die bisher größte Abnahme der Schneefläche in der nördlichen Hemisphäre dieses Ergebnis zeigen.

Die Artic Report Card ist ein Bericht im Auftrag der US-Regierung. Demnach hat sich der durchschnittliche Temperaturanstieg im Jahr 2009 in der Arktisregion zwar etwas verlangsamt. Die Lufttemperatur sei im ersten Halbjahr des jahres 2010 allerdings stark angestiegen. So liege die Monatstemperatur in Nordkanada durchschnittlich vier Grad über der Norm. Auf dem Festland gemessene Temperaturwerte bestätigen, dass die Klimaerwärmung in der Arktis mit einem starken Ausschlag bei den Temperaturschwankungen einhergehe.

Mit den höheren Temperaturen steigt grundsätzlich die Häufigkeit von Bränden. Zudem tauen die Dauerfrostböden in vielen Regionen auf. Laut Artic Score Card schmelzen darüber hinausin der Arktis die Gletscher weiter. Die Eisfläche in Grönland, so der Bericht, verringere sich jährlich um 120 Quadratkilometer. Es sind nicht nur die frei werdenden Wassermassen, die massive globale Probleme in dem Zusammenhang erahnen lassen.  Weitere Informationen bei AFP oder bei der Russische Agentur für internationale Informationen RIA Nowosti.

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Okt 18

Es gilt schon jetzt als das Vermächtnis des vor wenigen Tagen unerwartet verstorbenen Hermann Scheer. Sein Buch “Der energhetische Imperativ: 100 jetzt: Wie der vollständige Wechsel hin zu regenerativen Energien möglich ist.” Franz Alt rezitiert in seinem Blog den leidenschaftlichen Verfechter einer energiepolitischen Wende dergestalt, dass ganz Europa bis 2030 zu einhundert Prozent aus regenerativen Energiequellen gespeist werden könnte. Wenn nur die politischen Weichen richtig gestellt würden.

Hermann Scheer spricht in seinem neuen Buch gewissermaßen posthum über den “weit greifendsten, wirtschaftlichen Strukturwandel seit Beginn des Industriezeitalters“. Gemeint ist der Wandel in der Energiewirtschaft von einigen, wenigen Anbietern hin zu einer Vielzahl von Anbietern und Empfängern, gewissermaßen der Sozialisierung der Energiewirtschaft. Gewinner einer solch umfassenden Wende wären Millionen Hausbesitzer, Handwerker, Bauern und der gesamte Mittelstand, so Scheer. Schon heute ist in Südspanien oder auch in Kalifornien und Israel der Strom vom eigenen Dach günstiger, als der konventionelle aus der Steckdose.

Das Buch prognostziert, dass der Anteil erneuerbaren Stroms in Deutschland von heute 19 bis 2020 auf 60 Prozent gesteigert werden könne. Voraussetzungen wären eine 30 Prozent gesteigerte Energieeffizienz, ein sogenanntes “Repowering” älterer, kleiner Windkrafträder, die Verdoppelung der kleinen Wasserkraft und der Ausbau der Windkraft in allen Bundesländern wie in den letzten zehn Jahren in Sachsen-Anhalt. Das Magazin „Scientific America“ gab 2009 Hermann Scheer recht: Der gesamte Weltenergieverbrauch könne bis 2030 erneuerbar produziert werden.

Erneuerbare Energien, so Scheers Tenor, brauchen kleine, dezentrale Strukturen. Darin lägen auch die entscheidenden gesellschaftspolitischen Chancen. „Dass sich die erneuerbaren Energien vollständig durchsetzten, habe “die Natur vorentschieden”. Franz Alt sieht Hermann Scheer als Pionier und politischen Realisten an. Für den 100-prozentigen Umstieg seien vier ordnungspolitische Grundsätze entscheidend (Quelle Franz Alt, sonnenseite.com):

  • den bleibenden Vorrang für erneuerbare Energien im Strommarkt
  • den Vorrang für erneuerbare Energien in der Raumordnungspolitik und öffentlichen Bauleitplanung
  • eine grundlegende  Umwandlung der Energiesteuern zu einer Schadstoffbesteuerung und
  • eine stringente Gestaltung der Energie-Infrastruktur als Gemeinschaftsgut.

Scheers Buch und politisches Vermächtnis sei, so Franz Alt, gut lesbar und spannend. Er bezeichnet es gar als doe “wichtigste Agenda 21“. Ein Buch, das Hoffnung mache und Bedenkenträger widerlege. Vor alem läute es das Ende der Ausreden ein. Weiter Informationen bei Franz Alt im Blog.

Wir können die Zahlen nicht beurteilen. Die These allerdings, dass der politische Wille bei Fragen einer möglichen Energiewende eine Hauptrolle spielt, ist offensichtlich. Danke, Hermann Scheer: 4 Stämmchen.

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Okt 15

Einer der großen Vordenker eines neuen Energiezeitalters, Hermann Scheer ist gestern Mittag verstorben. Der SPD Politiker Scheer war seit 1980 Mitglied des Bundestages, 1998 erhielt er den Weltsolarpreis und im Jahr 1999 den Alternativen Nobelpreis. Vom amerikanischen Time Magazine wurde Scheer zu einem der “Heros for the Green Century“, sprich als Held des grünen Jahrhunderts ausgezeichnet.

Der jüngst verstorbene Hermann Scheer wird für sein nachhaltiges Umweltengagement unvergessen bleiben. “Wir stehen vor dem größten Strukturwandel seit Beginn des Industriezeitalters” hatte der Öko-Aktivist ohne Scheuklappen und ideologische Dogmen einmal gesagt. Er reflektierte damit auf die Demokratisierung der Stromwirtschaft und die offensichtliche Umverteilung der Eigentums- bzw. Machtverhältnisse in der Energieversorgung: Statt einiger weniger Eigentümer bzw. Energieproduzenten werden wir hunderttausende, vielleicht Millionen Eigner und Produzenten haben, so der Politiker. Empfehlenswert ist der Film “Die 4. Revolution” von Carl Fechner, bei dem Scheer mitwirkte.

Analog dem sogenannten Web 2.0, das Pate steht für eine “Demokratisierung der Kommunikation” und dem Cloud Computing,  bei dem dynamisch vernetzt Rechenleistung kumuliert und damit im Kollektiv potenziert wird greift ein analoger Prozess in der Energiewirtschaft. Die steigende Zahl der privaten Solardächer, Windkraftanlagen und Biomasse-Verwerter, die untereinander vernetzt werden, spricht hier eine deutliche Sprache. Weitere Informationen bei der SZ und bei Wikipedia.

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Okt 04

US-Forscher haben jetzt ein photoelektrochemisches System entwickelt, das sich selbst regenerieren kann. Dies könnte einer der entscheidenden Schritte sein, Sonnenlicht analog der hocheffektiven, natürlichen Photosynthese* in chemische Energie umzuwandeln: Die Regenerationsfähigkeit der Moleküle gilt als Haupt-Engpass bei der erfolgreichen Nachahmung der Natur.

Sonnenenergie in chemische umwandeln: Diese natürliche Fähigkeit stünde dem Menschen in seinen Nachhaltigkeitsbemühungen gut zu Gesicht.  Eines der praktischen Probleme ist, dass Sonnenstrahlen – obwohl natürlich Initiator der Photosythese – auch ein destruktives Potenzial haben. Die Moleküle der rezipierenden Pflanzen, Algen und diversen Bakterien, die für die Transformation des Lichts verantwortlich sind, werden bei ihrer Tätigkeit nämlich aufgespalten. Hier zeigt sich aber auch “die Klasse” der Natur. Fakt ist, dass diese über erstaunlich effiziente Mechanismen der Selbstreparatur verfügen und sich immer wieder regenerieren können.

Eben diesen Regenerationseffekt des ständigen Auseinanderbrechens und wieder Zusammenfügens haben die US-Forscher unter Michael Strano nun mit Hilfe diverser Komponenten in Nanogröße imitiert. Das synthetische System besteht aus sieben Bestandteilen. Dies sei das umfangreichste, zur Selbstregeneration fähige System bislang. Die Praxis vom Auseinanderbrechen und der Wiederherstellung haben die Forscher im Labor in mehreren Zyklen wiederholt. Nach rund 14 Stunden Wandelung konnten die künstlichen Zellen immer noch so gut Licht umwandeln wie zum Start der Versuchsreihe.

Der Wirkungsgrad liegt derzeit bei der neuen Technologie bei zirka 40 Prozent liegt. Soviel einfallende Lichtenergie wird also in chemische umgewandelt. Das entspricht rund dem Doppelten des Wertes, den die besten der heute handelsüblichen Solarzellen erziele. Eine Steigerung auf 100 Prozent bei vollständiger Imitation der Photosynthese sehen die Forscher als möglich an. Die Quelle für diesen Text findet sich beim ORF. Wer sich für die Studie interessiert findet sie hier.

Das klingt gut, wenn auch noch “relativ”: Daher erst mal 3 Stämmchen.

*Knoff Hoff: Klassisch transferieren bei der Photosythese Pflanzen, Algen und diverse Bakterien elektromagnetische in chemische Energie. Die Umwandlung geschieht mittels Farbstoffen, die Licht absorbieren. Hieraus werden Kohlenhydrate hergestellt, die von den Rezipienten wiederum für Wachstum und Stoffwechsel verwendet werden können.

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