Jun 25
Nach Eröffnung im Juli vergangenen Jahres - wir berichteten - freuen sich die Verantwortlichen des Klimahaus Bremerhaven großer Resonanz. Rund 800.000 Besucher fanden bereits den Weg in die Öko-Lehrstätte mit Spaß- und Staunfaktor.
“Die Erwartungen wurden weit übertroffen” zitiert Yahoo News über DDP Energiehaus-Geschäftsführer Arne Dunker Bezug nehmend auf eigene Prognosen. Das Klimahaus hatte am 27. Juni 2009 für das Publikum geöffnet. In der mannigfaltigen Ausstellung können Wissens- und Erlebnishungrige auf rund 11.500 Quadratmetern eine Reise durch die Klimazonen unternehmen.
Zirka zwei Drittel der Gäste seien gezielt aufgrund des Klimahauses nach Bremerhaven gereist. 85 Prozent aller Besucher waren Auswärtige. Künftig sollen weitere touristische Märkte erschlossen werden. So wollen die Verantwortlichen Busunternehmer mehr in das Vertriebskonzept integrieren. Im Gespräch sind vor allem Schulklassenfahrten. Es ist in Planung ein eigenes Schulprogramm aufzulegen. Weitere Informationen beim Klimahaus.
Jun 23
Einen neuen Ansatz in der Klimatechnologie haben jetzt US-Forscher vorgestellt. Die innovative Anlage DEVap kombiniert gegensätzliche Kühlmechanismen, verzichtet auf FCKW und setzt spezielle Membranen ein.
Umweltfreundlicher als klassische Klimaanlagen soll die neu entwickelte Klimatechnologie DEVap aus USA sein. Prognostiziert werden laut Pressetext Lösungen, die bis zu 90 Prozent weniger Strom brauchen als die momentan besten Geräte mit Kompressorkühlung. Auf FCKW und Co. werde komplett verzichtet. Eric Kozubal, Entwickler und Ingenieur am National Renewable Energy Laboratory (NREL) spricht von einer revolutionären Kombination sich zuvor gegenseitig behindernder Verfahren in der Klimatechnologie: das Entziehen von Luftfeuchtigkeit bzw. das Senken von Temperatur. Diese grundsätzlich widerstreitenden Vorgänge verhinderten bislang eine effiziente Klimatechnologie.
Die Lösung des DEVap-Konzept liegt in speziellen, dünnen Membranen. Deren hydrophobe, also Wasser abweisende Eigenschaft führt dazu, dass sich Wasser in Tropfen niederschlägt, anstatt die Membran zu durchdringen. Dadurch würden die Trockenmittel und die Feuchtigkeit vom Luftstrom getrennt, konstatiert Kozubal. Für den Feuchtigkeitsentzug wird statt Silica eine Salz-Kombination verwendet. Der Output besteht konsequent in trockener, kühler Luft. Der Strombedarf des “Desiccant-Enhanced eVaporative air conditioner”, kurz DEVap ist für trockene Wüstengebiete ebenso brauchbar wie in tropischem Klima. Laut Herstellerangaben liegt der Stromverbrauch zwischen der Hälfte und ganzen 90 Prozent niedriger.
Das DEVap-Konzept soll nach jüngst erfolgter Patentanmeldung kleiner und einfacher werden, so die Entwickler. Zudem solle die Wärmeübertragung perfektioniert werden, um das System günstiger zu machen. Geplant ist ein Lizenzmodell, das den weltweiten Vertrieb über interessierte Partnerunternehmen organisieren soll. Weitere Informationen bei NREL bei pressetext oder bei tecchannel.
Klingt sehr gut. Wir stehen auf ökologischen Unternehmergeist, denn das ist die einzige wirklich nachhaltige Sache. 4 Stämmchen.
Jun 14
Noch im Juni bringt Symbioprint, ein baden-württembergischer Druckerzubehör-Händler, Biotoner für Laserdrucker auf Sojabasis auf den europäischen Markt. Zunächst sind Deutschland und Frankreich auserkorene Märkte für “Soyprint”, der Flüssigkeit, die im Druckerbereich das herkömmliche Erdöl ersetzt.
Ursprünglich stammt der Ansatz der Soja-Druckertinte aus den USA. Das Unternehmen PRC Technologies hatte bereits Ende 2009 Tonerpatronen auf Basis von Sojabohnen entwickelt um damit den Erdöl-Anteil zu ersetzen. Soja-Toner sollen signifikant umweltfreundlicher sein, zudem sei die Herstellung aufgrund des nachwachsenden Grundstoffs günstiger, so eine Pressemitteilung.
Soyprint Biotoner ersetzt den rund 40-prozentigen Erdöl-Anteil durch Soja aus nachhaltigem Anbau. Allein in Deutschland könnten bei flächendedeckendem Einsatz der Biotinte 24 Millionen Liter Erdöl pro Jahr gespart werden. Zudem fielen mit dem Erdöl die Krebs erregenden Stoffe Toluol und Benzol weg. Die Firma Symbioprint ist ab sofort europäischer Lizenznehmer. Das Produkt Soyprint reduziert die Kosten um ungefähr 20 Prozent. Weitere Informationen beim Anbieter symbioprint.de.
Auch wenn uns in Zeiten des Hungers in der Welt etwas mulmig ist, wenn hochwertige Nahrungsmittel auf diese Weise industriell verarbeitet werden - die Idee als solche hat durchaus positive Implikationen. 3 Stämmchen.
Jun 10
Ob ein Fußball unter menschenunwürdigen oder eher fairen Bedingungen produziert wurde, zeigt das Fairtrade-Siegel. Das Zeichen von Europas größter Fair Handels-Organisation Gepa dokumentiert für den Verbraucher klar, dass weder Kinder- noch Zwangsarbeit die Herstellung moralisch beschmutzt hat. Und dass die Mitarbeiter verhältnismäßig gut behandelt werden sowie gar Mitspracherechte eingeräumt bekommen.
Es sind die sozial und ökologisch engagierten Familienunternehmen in zum Beispiel Pakistan, die mit Fair-Handelsorganisationen Verträge geschlossen haben um ihren Arbeitern faire Löhne zahlen zu können. Als angemessen gilt der Lohn dann, wenn der sich im Falle Pakistans an staatlich festgelegten Mindestlöhnen orientiert. Zusätzlich werden gewerkschaftsähnliche Gruppen installiert und geduldet, die den beschäftigten Nähern und Fabrikarbeitern Entscheidungsbefugnisse einräumen, wie die Fairtrade-Prämie, also der “faire Preisaufschlag” auf das Produkt, verwendet wird. So können beispielsweise Kinder der Näherinnen und Näher in die Schule geschickt oder Gesundheitsstationen errichtet werden.
Es sind derzeit rund 141.000 Sportbälle oder anteilig fünf Prozent des Ball-Markts, die mit dem Fairtrade-Siegel pro Jahr verkauft werden. So die Fairtrade Labelling Organization International FLO, ansässig in Bonn. Zu sagen also, dass das Geschäft mit dem fairen Rundleder boome, der übertreibt. So hoffen die Näherinnen nach wie vor auf mehr Gewissen bei Funktionären und Sportball-Erwerbern sowie vor allem auf die motivatorischen Effekte der kommenden Fußball-WM in Südafrika. Weitere Informationen und weiterführende Links bei der Berliner Zeitung.
Jun 04
Nach der verheerenden Ölpest organsiert der BP-Konzern nun Kampagnen in Sachen Krisen-PR. Der Mineralölkonzern geht jetzt nach rund sieben Wochen mit einem Deeskalations-Video sanft in die Offensive.
Die schwerste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA hat massivste und noch immer nicht absehbare Folgen für die Umwelt und die von Meer und Meeresfrüchten lebenden Menschen. Die Krisen-PR des Mineralölkonzern manifestiert sich nun in einem Video, welches den immensen, bereits erlittenen Imageschaden zumindest etwas in Grenzen halten soll.
Das Commercial wirke zunächst wie ein Offenbarungseid, so Horizont, das Portal für Marketing, Werbung und Medien. Die Ölpest sei eine Tragödie, die niemals hätte passieren dürfen, hört man den CEO des Londoner Konzerns Tony Hayward beichten. In der Folge werden das Krisenmanagement und die massiven Bemühungen von BP szenisch inszeniert. Hayward konstatiert weiter, dass 30 Flugzeuge und über 1300 Schiffe im Einsatz seien, um die Küstenstreifen vor dem Öl zu schützen. Zudem wird versichert, dass die Kosten der Aufräumaktion “auf keinen Fall” von den Steuerzahlern getragen werden müssten. Das Kurzvideo läuft ausschließlich im US-Fernsehen. Darüber hinaus kämen Radio- und Onlinespots zum Einsatz, so Horizont weiter. Weitere Informationen bei unserer Quelle horizont.de.