Mai 27

Die nach Medienberichten unter anderem durch unzureichende Sicherheitsmaßnahmen verursachte Ölpest im Golf von Mexiko hat Louisiana erreicht.

Wer die Auswirkungen der amerikanischen Ölpest 2010 ein wenig auf sich wirken lassen möchte … hier haben ein paar findige Fotografen Eindrücke gesammelt, die im Boston Globe veröffentlicht wurden. Ziemlich bitter die Fotoreihe “Ölpest erreicht Louisiana”.

Mai 26

Die besten 100 Tipps den schönsten Tag im Leben “umweltfreundlich zu gestalten” sammelt jetzt das Büchlein “Grün heiraten”. Für 7,95 Euro stünde dann der “trendigen, natürlichen und ökologisch korrekten Hochzeit”, nichts mehr im Wege.

Der Markt der Ratgeber boomt weltweit. So wundert es sicher nicht, wenn das 84-seitige Nachschlagwerk “Grün heiraten” viele begeisterte Abnehmer findet. Umweltfreundlich heiraten sei viel einfacher als Mann oder Frau vermute heißt es da auf dem Klappentext. Die ökologische Hochzeit gebe ein gutes Gefühl und mache einfach Spaß, so die Autoren, Pardon Lektoren. Zu lesen gibt es 100 Vorschläge, den eigenen Hochzeitstag der grünen Idee unterzuordnen. Angefangen von den dekorativen Topf- statt Schnittpflanzen /-blumen. Über die Wahl der romantischen “Bio-Location” für das Fest. Bis hin zu nützlichen Checklisten, umweltfreundichen Bezugsquellen und einschlägigen Internet-Adressen. Das farbig illustrierte Werk gibt’s bei Amazon oder im Buchladen Ihrer Wahl.

Die nicht unpfiffige Idee ist uns 2 Stämmchen wert.

Mai 25

Bis zum Jahr 2020 wollen die Scheichs der arabischen Emirate mit Masdar City die erste CO2-freie Stadt errichtet haben. Auf Ihrer Reise durch die Golfregion hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das geplante Mammut-Ökoprojekt besucht.

Deutschland sei stolz, an dem Hightech-Projekt Masdar City verantwortlich mitwirken zu können, so die  Kanzlerin während Ihres Besuchs in der Golfregion. In infrastrukturelle Maßnahmen und Bauarbeiten für Masdar City sind bereits jetzt viele deutsche Firmen fest eingebunden und beteiligt. Architekt Sir Norman Foster (Commerzbank Tower in Frankfurt am Main, Kuppel des Berliner Reichstagsgebäudes) laboriert seit 2006 an dem ehrgeizigen Projekt im Golf-Wüstensand. Die Vision: Masdar City soll vollständig über erneuerbare Energien versorgt werden. Erreicht werden sollen der Status einer Sonderwirtschaftszone mit Weltruf und die Ansiedlung von rund 1500 Unternehmen, die im Bereich erneuerbarer Energien tätig sind. Zudem soll Masdar City Sitz der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien werden. Ab 2020 sollen in Masdar City etwa 50.000 Menschen leben. Kosten wurden bislang mit 17,5 Milliarden Euro veranschlagt.

Für die Bundesrepublik bestehen Angela Merkel zufolge gute Mitwirkungsmöglichkeiten in den Bereichen Infrastruktur, in der chemischen und der Gasindustrie sowie bei modernen Antriebstechnologien. Beide Länder haben bereits deutsche Bau- und Lieferverträge für Msdar City unterschrieben. Weitere Informationen bei tagesschau.de und bei Wikipedia. Und hier noch ein kurzes Video.

Klingt wie eine gute Sache: 4 Stämmchen.

Mai 19

Die Weltwetterorganisation WMO hat den April 2010 als wärmsten vierten Monat aller Zeiten identifiziert - das heißt seit Beginn derartiger Messungen. Laut der Nachrichtenagentur AFP meldet der Dienst eine kombinierte Durchschnittstemperatur auf Erdoberfläche und Ozeanen von 14,5 Grad Celsius im April.

Daten der US-Wetterbehörde NOAA lieferten jetzt den Nachweis, dass der April 2010 der wärmste April bisher gewesen sei. Mit 0,8 Grad Celsius über dem Schnitt von 13,7 Grad seit Beginn derartiger Messungen im Jahre 1880 stellte 2010 einen signifikanten Ausschlag in diesem Sinne dar.  Besonders in Kanada und Alaska, aber auch im Osten der USA, in Südasien und Nordfrika sowie in Australien und in Nord-Russland wurden wärmere Temperaturen als gewöhnlich gemessen. Einer der Verursacher für das April-Phänomen, so die NOAA, sei das Wetterphänomen El Niño. Das bereits seit Mitte 2009 beobachtete Naturereignis sorgt vor allem für stark erhöhte Wassertemeperaturen im mittleren und östlichen Pazifik. Weitere Informationen bei Yahoo News (über AFP).

Mai 11

Ideen rund um Ökologie und Umweltengagement stellten am 10. Mai Gründer auf dem Green Venture Summit 2010 in Berlin vor. Zweck war allem voran das Netzwerken zwischen den Innovativen und potenziellen Investoren. Das Green Venture Summit soll laut den Begründern Jan Michael Hess und Sarik Weber eine sich wiederholende Kongressreihe werden.

Geschäftsideen rund um erneuerbare Energien, intelligente Stromnetze, Energieeffizienz und nachhaltiges Wirtschaften sind die Themen eines innovativen, grünen Investment-Gipfels. Im Berliner Café Moskau, einem denkmalgeschützten Gebäude in der Karl-Marx-Allee gaben sich laut Pressetext 47 Redner und 15 Kapital suchende, grüne Startups sowie Sponsoren und Medienpartner ein Stelldichein. Das Summit ist ein Gründer- und Venture-Kapital-Treffpunkt für “grüne Ideen”. Die Einfälle und geplanten Projekte heuer reichten von der modernen, überdimensionierten Windmühle über ein Konzept effizienterer Wassernutzung bis hin zu einem neuartigen Elektromobil. Weitere Informationen bei pressetext.de (Vorbericht) und direkt unter greenvsummit.com.

Green Venture Summit? Satte 4 Punkte. Eine klasse Idee. Schade, dass wir da nicht selbst drauf gekommen sind ;-)

Mai 05

Der Anbieter Car2go bietet an einigen ausgesuchten Standorten, darunter Ulm in Deutschland, einen Carsharing-Service auf Minutenbasis. Nutzer zahlen nur exakt, was Sie auch benötigen. Einmal angekommen kann der hochflexibel Beförderte das Auto einfach stehen lassen - bis sich der nächste Car-Sharer einloggt und losfährt.

Geschäftsideen rund um die Mobilität florieren in einer von Ultra-Flexibilität geprägten Welt. So kommen auch Nutzungsentgelte für alle möglichen Services in Mode. Der Anbieter Car2go treibt das Prinzip “Nutzung nur solange ich es wirklich brauche” im Carsharing auf die Spitze. So können sich Angemeldete einfach in das Auto Ihrer Wahl setzen, sofern geortet, um es zu nutzen. Ganze 19 Cent pro Minute kostet der Spaß dann. Das Mobil wird einfach stehen gelassen, wenn der Fahrer am Zielort angelangt. Auch wenn sich die ökologische Komponente dieses Dienstes nicht unmittelbar aufdrängt: wer sich letztlich vom Kauf eines Pkws abbringen lässt zugunsten kooperativer Autonutzung. Und wenn solche Menschen darüber hinaus ja keinen Meter zuviel fahren - schließlich kostet der Dienst minütlich - dann wird der ökologische Nutzen deutlicher. Weitere Informationen bei Car2go oder im Newsletter des Trendletters.

Okay, hat was: 2 Stämmchen.

Mai 04

“Hast Du mal ne Telefonkarte parat, ich muss tanken.” So absurd das klingt, die Vision Telefonzellen zu Tankstellen für Elektroautos zu machen, ist in Österreich seit heute in der Umsetzung. Die Telekom Österreich stellte jetzt den ersten Prototypen “Telefonzelle mit integrierter Strom-Tankstelle” vor.

Die Vision flächendeckender E-Mobilität krankt unter anderem an der fehlenden Infrastruktur nutzbarer Strom-Tankstellen. In Österreich werden seit heute durch einfachen Umbau herkömmliche Telefonzellen zu Strom-Zapfsäulen erweitert. Den Service nutzen können elektrifizierte Fahrzeuge, angefangen bei Hybridautos bis hin zu E-Fahrrädern und -Mobilen. Noch in 2010 sollen 30 Telekom-Standorte entsprechend aufgerüstet werden. Man erwartet in einigen europäischen Ländern einen entsprechenden Run in Sachen E-Mobilität.

In Österreich gibt es derzeit zirka 13.500 Telefonzellen. Aufgrund Modernität sind diese geeignet für ein Aufrüsten zur E-Tankstelle. Eine solche Zelle bietet zwei Strom-Tankzapfer. Auch weitere, mit der Telefonzelle in Verbindung stehende Säulen sind vorstellbar. Weitere Informationen bei pressetext.de.

Telefonzellen als Strom-Tankstellen. Einfach und gut. 4 Stämmchen.

Mai 03

Von A wie Audi bis V wie Volkswagen laborieren laut N24 alle deutschen Autohersteller an eigenen Elektromobil-Konzepten. Einzig Porsche, so die Meldung, schlage diesen erklärten Zukunftsweg derzeit noch nicht ein.

Weltweit sind sich die Experten einig: dem E-Mobil gehört die Zukunft. Daher sind Konzepte hin zu marktfähigen Elektroautos heute bei fast allen Autobauern en vogue. Sollten die Hersteller ihre postulierten Termine einhalten, habe der Kunde in drei Jahren die Aussicht auf eine gewachsene Angebotsvielfalt, so N24 weiter. Die ersten Modelle, so das Nachrichtenmagazin weiter, seien gar bereits Ende 2012 im Handel. Weitere Informationen im Originalartikel bei N24.

Exkurs: Wer ein bißchen in sich geht, identifiziert in Sachen E-Mobilität vielleicht die eine oder andere starke Geschäftsidee. Entscheidend ist, wer sich die richtigen Fragen stellt hinsichtlich der - ggf. infrastrukturellen - Bedarfe, die in Zusammenhang stehen mit einer deutlichen Zunahme von Elektroautos.