Feb 24

Den privaten Haushalt energetisch im Griff und optimiert: das EU-Projekt SmartCoDe will ein derzeit nur auf große Lieferanten und Abnehmer zugeschnittenes System für die breite Masse zugänglich machen. Geplant sind ein vernetzes Energieaufwands-Gesamtsystem und Module unter drei Euro pro Endgerät, die Bedarfe der Einzelgeräte eruieren und in ein entsprechendes Intranet übermitteln.

Haushalte und Kleinunternehmen können sich derzeit intelligentes Energiemanagement kaum leisten, so SmartCoDe-Projektkoordinator Peter Neumann von der deutschen F&E-Institution edacentrum. “SmartCoDe” zielt auf ein zentrales Energiemanagement-System ab, welches auf in zunächst energieintensiven Haushaltsgeräten eingebauten Modulen basiert. Ein wichtiges Ziel von SmartCoDe ist es, die Stromerzeugung allgemein besser prognostizierbar zu machen. Die gewonnene Transparenz führt zu einer bedarfsgerechteren Verteilung des Energiebedarfs.

Laut Wallstreet online sollen bis Ende 2012 geeignete Methoden für das Energiemanagement entwickelt werden. Neben einem drahtlosen, kollektiven Energie-Kommunikationsnetz ist im Zuge dessen das kompakte Modul für die Energieverwaltung geplant, das sich leicht in möglichst viele verschiedene Haushaltsgeräte integrieren lässt. Vor allem verbrauchsintensive Geräte wie Kühlschrank oder Wäschetrockner vertragen im Preis-/Leistungsverhältnis wohl am ehesten die drei Euro pro Gerät für entsprechendes Energiemanagement. Bei dem EU-Projekt SmartCoDe setzt man auf die Einbindung lokaler Ökostrom-Erzeuger. Weitere Informationen bei Wallstreet online.

Wir meinen: Eine kollektive Energieinstanz (trotz Datenschutz-Bedenken): 4 Stämmchen.

Feb 22

Vor allem das Bevölkerungswachstum und die damit verbundenen Mobilitätsbedarfe sind verantwortlich für die wachsende Beliebtheit von CarSharing, also der kollektiven Leih-Nutzung von Kfz. Die US-Unternehmensberatung Frost & Sullivan kommt in ihrer aktuellen Branchenerhebung zu dem Schluss, dass sich bis 2016 in Europa geschätzte 5,5 Millionen Beteiligte zirka 77.000 Fahrzeuge nach dem bewährten Auto-auf-Zeit-Prinzip teilen werden.

CarSharing wird nicht nur aus Kostengründen immer beliebter. Ein schöner Nebeneffekt der gemeinsamen Nutzung entsprechend dafür vorgesehener Fahrzeuge ist die Reduktion von CO2-Emissionen. Zudem schaffe das Prinzip die Ausgangsbasis für Wachstum im Bereich der Elektromobilität, so die Nachrichtenplattform Pressetext. Dirk Bake vom Bundesverband CarSharing rät der Automobilindustrie, das Modell “Auto-auf-Zeit” im Auge zu behalten. Es sei wichtig, die Augen nicht vor dem Trend zu bedarfsgerechter Mobilität zu verschließen, so Blake weiter. Langfristig hält der Funktionär eine Entwicklung der Autobauer Richtung CarSharing-Service-Dienstleister für realistisch.

Derzeit werden in Deutschland rund 4.700 Autos von 165.000 CarSharing-Mitgliedern genutzt. Das ist laut pressetext.de momentan der größte Markt in Europa. Die Prognose sieht bis 2016 rund 19.000 CarSharing-Autos, genutzt von zirka 1,1 Millionen Nutzern. 270 deutsche Städte bieten heute die Möglichkeit des CarSharing. Weitere Informationen unter carsharing.de und pressetext.de.

Feb 08

Ein Hauch von Raumschiff Enterprise vernimmt man seit einigen Tagen aus Fernost. Mit “elastischem Wasser” wollen japanische Wissenschaftler ein komplett neues Material geschaffen haben. Der innovative Stoff soll zu über 97 Prozent aus Wasser bestehen, angereichert mit einer Art Ton und Polyacrylat.

Elastisches Wasser könnte laut der Zeitschrift Nature in Zukunft Plastik ersetzen. Entwickelt wurde dieser “Wasser-Gummi” an der Universität von Tokio. Die Substanz ist gel- bzw. gallertartig, durchsichtig sowie extrem elastisch. Sie lasse sich in beinahe jede beliebige Form gießen und behalte diese in einer großen Stabilität bei.

Das elastische Wasser bezieht seine “Kohärenz”, so der Nature-Artiekl weiter, aus einer Durchsetzung mit einem organisch-mineralischen Netz aus Tonmineralien. Die so entstandene Substanz sei sowohl deutlich stabiler als auch elastischer als zum Beispiel ein Wackelpudding. Wird die Belastung zu hoch, verflüssigt sich das Gel, um dann aber wieder in seinen gummiartigen Zustand zurückzukehren. Selbst bei einem physischen “Zerschneiden”, verbänden sich die Teile wieder, sobald sie erneut miteinander in Kontakt kommen, so Japanmarkt, der Newsticker zu Entwicklungen aus dem Reich der aufgehenden Sonne.

Laut Nature ließen sich in dem einem “Hydrogel” vergleichbaren Stoff zum Beispiel Proteine einbetten.  Somit werde grundsätzlich der Weg frei für Gewebe-Züchtungen und damit eine noch unabsehbare Anwendungsvielfalt in der medizinischen Forschung. Weitere Informationen bei Nature und Japanmarkt.

Das klingt aber mal richtig interessant. Wir sind kurz vor den fünf Stämmchen. Aufgrund der noch unzureichenden Informationen, der schlechten Interpretierbarkeit und dem völlig unsicheren Nutzen der Substanz gibt es dennoch nur hoffnungsvolle, aber sehr stabile 4 Stämmchen.