Nov 25

Im norwegischen Tofte wird ab sofort und bislang weltweit einzigartig mit einem Osmosekraftwerk Strom produziert. Am 24. November 2009 eröffnete Norwegens Prinzessin Mette-Marit dieses Bauwerk der besonderen Art. Mit der Pilotanlage soll in großem Stil getestet werden, wie erfolgreich die Energiegewinnung bei Vermischung von Süß- und Salzwasser und dem hierbei entstehenden Druck läuft.

Das Konzept des Osmosekraftwerks setzt die “natürliche, osmotische Arbeit” zur Energiegewinnung ein. Ein solches Kraftwerk nutzt also die Unterschiede des chemischen Potenzials von salzhaltigem und Süßwasser aus. Mit dem so enstehenden Druck werden Turbinen für die Stromerzeugung angetrieben.

Im Osmosekraftwerk strömt Vorgereinigtes Süßwasser über eine Leitung mit Salzwasser zusammen. So wird der osmotische Druck in dieser Leitung erhöht, was wiederum Energie erzeugt. Mit einem Teil des so entstehenden Brackwassers werden Turbinen angetrieben während rund zwei Drittel des Wassers über ein Austauschmodul den Druck des frisch zuströmenden Salzwassers erhöht. Weitere Informationen bei der Financial Times Deutschland und zum osmotischen Prinzip bei wikipedia.

Osmosekraftwerk? Das Prinzip klingt richtig gut. Da wir es nicht differenziert beurteilen können: Diplomatische 3 Stämmchen.

Nov 23

Das Corporate Design von McDonald´s wird künftig stärker am ökologischen Gedanken ausgerichtet. Alle Neueröffnungen der Burger-Kette in Deutschland werden im Zuge dessen mit grünem statt wie bisher mit rotem Logo-Grund inszeniert.

Das neu überarbeitete, grüne Logo der Fastfood-Kette Mc Donald’s kam erstmals zum Einsatz bei einem jüngst eröffneten Schnell-Restaurant am Münchner Flughafen. Das herkömmliche McDonald´s-Rot als Grundfläche unter dem gelben “M” wird im Zuge dieses visuellen Öko-Wandels durch ein Grün ersetzt. Die Financial Times Deutschland spricht von geplanten, rund 40 “grünen Neueröffnungen” in 2010 in Deutschland. 

Auch für die Burgerkette werden die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit zunehmend wichtiger. Daher bleibt es Unternehmensangaben zufolge nicht bei dem Farb-Bekenntnis. Als faktische Untermauerung dieses “ökologischeren Wegs” dient das erste energieeffiziente McDonald´s-Restaurant, das im Frühjahr 2009 in Achim bei Bremen eröffnet worden war. Eine umweltfreundlichere Einkaufspolitik ist bislang allerdings nur Lippenbekenntnis: Einige Projekte seien in Planung, spruchreif sei aber noch nichts, so ein McDonald’s-Sprecher. Weitere Informationen unter horizont.net.

Nov 13

Der Dalai Lama, Michail Gorbatschow und weitere Nobelpreisträger vor dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen ein übergreifendes Klimaabkommen gefordert. Ein entsprechendes Papier wurde mittlerweile von rund 60 Nobelpreisträgern unterzeichnet, so Informationen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung PIK.

In einem Schreiben an internationale Regierungschefs fordern erneut viele “große Köpfe”, darunter zahlreiche Nobelpreisträger, das kohlenstofflastige Wirtschaften durch nachhaltigere Konzepte zu substituieren. Der Aufruf unterstreicht die “unerbittliche Dringlichkeit des Jetzt“ , so das Handelsblatt.

Zweites Kernthema des Thesenpapiers ist die Wichtigkeit der Bekämpfung der weltweiten Armut. Man werde die bevor stehenden Aufgaben nur gemeinsam lösen oder man werde scheitern, wie der Londoner Autor des Stern-Reports, Lord Nicholas Stern, zitiert wird. Weitere Informationen auf handelsblatt.de.

Nov 05

Die Wahl zur Miss Earth gehört zu den bedeutendsten Miss-Wahlen. Im Gegensatz zu „Miss World“ gibt es allerdings ökologische Implikationen. Die Kandidatinnen müssen aktiv im Umweltschutz tätig sein.

Die Wahl zur Miss Earth 2009 findet heuer am 22. November auf der Insel Boracay, Philippinen statt. Eine würdige Miss Earth kann nicht lediglich “klassisch sexy” sein. Sie muss sich auch aktiv für Umweltschutzprojekte einsetzen.  ”Schönheit, die einem Zweck dient” könnte man die Idee der Miss-Earth-Wahlen betiteln. Natürlich zählen neben dem Engagement für ein oder mehrere Umweltziele ganz normal auch Schönheit, Ausstrahlung, Geist und Sicherheit auf dem Parkett. Die Siegerin wird mit ihrer Kür automatisch Sprecherin des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen UNEP. So vertritt die “schönste Nachhaltige” ein Jahr lang alle Nationen der Welt in Sachen Umweltschutz. Die „Miss Earth“ wird seit 2001 gekürt.

Die Kandidatinnen trafen sich jetzt zu einem gemeinsamen Fototermin, der seinerseits einem guten Zweck dient. Weitere Infos bzw. eine Bildstrecke unter op-online.

Die “Miss Earth” ist eine gelungene Verknüpfung aus Boulevard und sinnhaften Zielen. Das ist uns 3 Stämmchen wert.

Nov 05

Eine Heizung, die Wärme und gleichzeitig sauberen Strom erzeugt? Der Ökostromanbieter Lichtblick und Volkswagen entwickeln derzeit ein Modell, um dezentral Wärme und Strom zu erzeugen. Die Anlage soll 2010 marktreif sein.

Im Zusammenhang mit dem neuen “Zuhause-Kraftwerk” von Lichtblick VW baut Volkswagen künftig die erforderlichen Gasmotoren, die Bestandteil der Blockheizkraftwerke „Eco-Blue“ eingebaut werden. Die Wolfsburger bringen damit ihre Erfahrung in der Produktion großer Stückzahlen mit ein.

Lichtblick vertreibt die Anlagen am Markt und sorgt für die Vernetzung der einzelnen, dezentralen Kraftwerke zu einem großen Gaskraftwerk. Insgesamt sollen 100.000 Mini-Anlagen Gebäude mit Wärme versorgen und bei Bedarf Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Durch die Blockheizkraftwerke fließt der Strom unmittelbar ins allgemeine Netz. Dies ist hilfreich, wenn bei ungünstigem Wetter vorhandene Windräder und Photovoltaik den erforderlichen Strombedarf nicht zu decken in der Lage sind. Im Vergleich zu Kohle- oder Kernkraftwerk, die Stunden bzw. bis zu einem Tag benötigen um anzulaufen, stellt dies einen entscheidenden Vorteil dar.

Im Vergleich zu klassischen Wegen wird so der CO2-Ausstoß um 60 Prozent gegenüber klassischer Wärme- und Stromproduktion verringert. Kleines Problemfeld: Die Anlagen werden derzeit noch mit Erdgas betrieben. Weitere Informationen unter lichtblick.de.

Guter Ansatz. Ist uns 3 Stämmchen wert.

Nov 02

(afp) Paul van Son, designierter Chef des Wüstenstrom-Projekts “Desertec“, hat kurz nach Amtseinführung sein visionäres Projekt verteidigt. Gegenüber der Financial Times Deutschland betonte van Son, dass die Sahara als Standort für das Projekt “energietechnisch geradezu ideal sei, eigentlich ein Paradies”.

Industriestaaten sollten künftig bei der Energieerzeugung verstärkt die klimatischen Vorteile von Wüstenregionen nutzen, so Paul van Son, der neue Mann an der Spitze des ehrgeizigen Solarprojekts in der Wüste Sahara. Der 56-jährige reagiert mit seiner klaren Aussage für das groß angelegte Solarprojekt auf Kritiker, die immer wieder Zweifel an der Realisierbarkeit von Desertec anmelden. Die Projekt ist Ende vergangener Woche offiziell gestartet.

“Desertec” (wir berichteten) sieht den Bau von Solarkraftwerken in der Sahara vor. Es ist ein Investitionsvolumen von bis zu 400 Milliarden Euro vorgesehen. Ziel ist es, mit den Anlagen in den kommenden Jahren bis zu 15 Prozent des Strombedarfs von Westeuropa zu decken. Als Engpässe werden Speicherung und Transport der gewonnenen Energie gesehen.