Sep 24
Die Nachrichtenagentur AFP berichtet heute über eine Studie der Stiftung Warentest, nach der Ökostrom nicht teurer sei als konventioneller. Auch die Vertragsbedingungen und Informationen für Verbraucher seien bei Öko-Anbietern häufig besser. Schließlich, so Warentest, seien Kunden “zufriedener” mit Ihrer Wahl. Die Stiftung ermittelte preiswerte Tarife von 16 Stromanbietern.
Zwischen 602 und 760 Euro bei den konventionellen Stromtarifen und zwischen 639 bis 764 Euro bei Ökostromtarifen lagen die günstigsten Preise, die exemplarisch für einen Jahresverbrauch von 3000 Kilowattstunden in Berlin, Essen, Paderborn und Stuttgart von der Stiftung Warntest ermittelt wurden.
In der Bundesrepublik gebe es inzwischen mehr als 10.000 Tarife. Daher rate die Stiftung Warentest Verbrauchern, sich anhand eigenem Jahresverbrauch in Verbindung mit der entsprechenden Postleitzahl durch Stromtarifrechner im Internet eine Liste zum Vergleich günstiger Angebote zu holen. Weitere Informationen auf den Seiten der Stiftung Warentest.
Sep 20
In Mumbai, Indien wurde ein öffentliches Schwimmbad mit einer dauerhaft öffentlichkeitswirksamen Aktion zum Thema Klimawandel geplant. Heraus kam eine fiktive Luftaufnahme einer Stadt mit vielen Wolkenkratzern, die als Installation unter Wasser Ihre Wirkung nicht nur auf die Schwimmer zeitigt.
Die Werbeagentur Ogilvy & Mather hatte den Auftrag, Menschen für die Tatsache des stetigen Klimawandels zu sensibilisieren. Das Bild einer versunkenen Stadt wirkt nicht unr auf die Nutzer bzw. Schwimmer ungewöhnlich und bedrohllich. Auch die virale Dimension dieser pfiffigen Aktion durch die Verbreitung der Aufnahmen über Internet macht Eindruck. Weitere Informationen im Web zum Beispiel hier und hier.
Drastische Maßnahmen, die keinem weh tun, gefallen uns besonders. Daher satte 4 Stämmchen für diesen extrem kreativen Ansatz, spektakulär und dauherhaft Wirkung zu entfalten.
Sep 18
Beim WWF läuft eine Klimaschutzaktion, die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen einlädt. Jeder, der sich berufen fühlt, soll mit einer eMail an den Direktkandidaten seiner Wahl um ein klares Bekenntnis zu dessen/deren Klimaschutzzielen bitten.
Die email Aktion des WWF fordert auf, den Direktkandidaten des je eigenen Wahlkreises um eine Position in Sachen Klimawandel zu beziehen. Sofern Antworten der jeweiligen Direktkandidaten kommen, bitten Verantwortliche des WWF, diese zur Publikmachung zur Verfügung zu stellen. Solche Antworten sollen weitergeleitet werden per E-Mail an e.kampagne@wwf.de und werden anschließend auf den Internetseiten des WWF veröffentlicht. So könne sich der Wähler ein schlüssiges Bild machen. Zudem werden so konkrete Aussagen dingfest gemacht, die hinterher einer Überprüfung standhalten sollten.
Deutschland die eigenen Klimaschutzziele erreichen wolle. Im Zuge der Aktion kommt derzeit vom WWF der Vorschlag eines umfassenden Klimaschutzgesetzes, welches die notwendige Klarheit und Transparenz in der Klimapolitik zu schaffen in der Lage wäre, so Verantwortliche. Hauptziel des WWF ist dabei die Verankerung eines Klimaschutzgesetzes im Koalitionsvertrag der künftigen Bundesregierung.Den Hauptgrund für eine schleppende, inkosistente Klimapolitik identifiziert der WWF im Fehlen klarer politischer Ziele und Regularien. Es fehle ein verständlicher, mittel- wie langfristiger Fahrplan, wie Deutschland die eigenen Klimaschutzziele erreichen wolle. Vom WWF kommt hier der Vorschlag eines umfassenden Klimaschutzgesetzes, welches die notwendige Klarheit und Transparenz in der Klimapolitik zu schaffen in der Lage wäre, so Verantwortliche. Hauptziel ist dabei die Verankerung eines Klimaschutzgesetzes im Koalitionsvertrag der künftigen Bundesregierung. Weitere Informationen in Sachen eMail-Aktion beim WWF.
Sep 12
Batterien, die in erster Linie aus Papier und Salzwasser bestehen, könnten in naher Zukunft die klassische Akkuherstellung ergänzen oder gar revolutionieren. Forscher am Angström Laboratorium der Universität Uppsala haben festgestellt, dass die grüne Alge Cladophora Ausgangspodukt für außerordentlich umweltfreundliche Akkus sein könnte.
Akkus aus Algen? Diese Möglichkeit postuliert derzeit ein Forscherteam aus Angström/Schweden. Die Alge Cladophora weise eine spezielle Zellulose-Struktur auf, diese habe eine vergleichsweise große Oberfläche, so Gustav Nyström, Doktorand am Angström Laboratorium. Nach Überziehen dieser Struktur mit einer 50 Nanometer dicken Schicht aus Polymer Polypyrrol kam ein neuartiges Elektrodenmaterial heraus, das in Akkus zum Einsatz kommen kann. Man habe “eine Batterie geschaffen”, die fast nichts wiege und neue Kapazitäts- und Geschwindigkeitsrekorde zu brechen in der Lage sei im Bereich der Polymer-Zellulose-basierten Batterien, so Nyström. Derzeit könne der Algen-Akku zwar mit herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus noch nicht mithalten. Diese Feststellung sei jedoch unabhängig vom Hauptziel der Forscher, neue Anwendungsmöglichkeiten für die Technologie zu eröffnen. Die außerordentlich einfache Produktion schaffe vor allem gute Optionen für Bau und Einsatz in Entwicklungsländern, so die beteiligte Wissenschaftlerin Stroemme.
Die “Algen-Batterie”, so die Entwicklung zu einem Wert schöpfenden Ergebnis kommt, ist ein Parade-Beispiel für Synergieeffekte im Rahmen interdisziplinärer Forschung. Maria Stroemme, Professorin für Nanotechnologie und ebenso in vorderster Reihe projektbeteiligt, hatte sich lange Zeit mit pharmazeutischen Anwendungen der Cladophora-Zellulose beschäftigt. Zum materialwissenschaftlichen Durchbruch und damit der Option eines wirklich revolutionären Energiespeichers kam es erst durch die Kooperation mit dem Chemiker Leif Nyholf. Weitere Informationen hier.
Aus Laiensicht schwierig. “Dem Klang nach” gibt’s allerdings satte 4 Stämmchen.
Sep 04
Am Berliner Gendarmenmarkt wurden jetzt mit Freiwilligen 1.000 handgefertigte Eisfiguren auf der Freitreppe des Konzerthauses aufgestellt. Die pfiffige Kunstaktion unterstützt eine aktuelle WWF-Studie zu den bedrohlichen Auswirkungen der arktischen Verhältnisse auf das globale Klima.
“So schnell schmilzt die Arktis” könnte eine Kernbotschaft der WWF-Aktion “schmelzende Eismenschen” sein. Die kleinen, fragilen Skulpturen, die jetzt am Berliner Gendarmenmarkt ihr kurzes Dasein fristeten, wurden von der brasilianischen Künstlerin Néle Azevedo angefertigt und von einem Freiwilligen-Heer aufgestellt. Die Eismänner- und frauen zerfallen binnen 30 Minuten und fungieren als deutliches Symbol für die massiven Gefahren für Mensch und Natur durch den Klimawandel. Weitere Informationen beim WWF.
Starke Idee: 3 Stämmchen