Dez 23

Der Österreicher Gerald Berger hat eigenen Angaben zufolge die physikalischen Gesetze auf den Kopf gestellt. In der heimischen Garage habe der Erfinder einen Apparat entwickelt, der aus sich selbst heraus mehr Energie erzeugt, als er verbraucht. Vollmundig spricht der Mann aus dem Burgenland bereits von einem Füllhorn, das die ganze Welt mit unbegrenztem Strom versorge, so das Boulevard-Magazin rooster24.com.

Bergers Maschine bestehe aus einem 24 Volt-Gleichstrommotor, so das Magazin, zwei Lkw-Batterien und einem Hydraulikmotor mit zugehöriger Ölpumpe. Angetrieben werde mit vom Erfinder konzipiertem Getriebe und Generator. Der Output belaufe sich derzeit auf 170 Ampere bei aufgewendeten 100 Ampere.

Physiker bremsen die euphorischen Versprechungen des Burgenländers bereits aus. Nach landläufiger Physik kann es das Perpetuum Mobile nicht geben. Allerdings gab es bis Albert Einsteins Relativitätstheorie auch keinen gekrümmten Raum und nur eine absolute Zeit.
Quellen: rooster24.com, shortnews.de

Wir können die „Erfindung“ naturgemäß nicht beurteilen. Daher: Wir bleiben dran und erst mal ein neugierig interessiertes 1 Stämmchen.

Dez 13

Die Weltwirtschaftskrise trifft die Automobilhersteller mit voller Härte. In den westlichen Industrienationen stagniert die Nachfrage nach Autos bzw. bricht ein, herkömmliche Märkte scheinen weitgehend gesättigt. Eine umgreifende Angst und die damit verbundene Konsumzurückhaltung tun ihr übriges. Liegt der Ausweg für eine ganze Branche im Ökoauto?

Krisenzeit ist immer auch Chancenzeit. Fiat-Boss Sergio Marchionne sagt in der SZ von heute voraus, dass es bald weltweit nur noch sechs Autohersteller gebe. Im gleichen Artikel fragt der Verfasser rhethorisch ob es denn überhaupt die Großen der Branche sein müssen, die “überleben”. Eine gewagte Aussage? Vielleicht ist es genau jetzt der richtige Zeitpunkt, mit einem konsequenten Projekt “Ökoauto” weltweit zu punkten.

Was spräche denn gegen die “Öko Motoren Werke” oder einen “Elektro-Benz”? Okay, an den Brandnamen sollte noch gefeilt werden - die Marschroute und Unternehmensphilosophie allerdings ist klar: Die Entwicklung eines erschwinglichen Fahrzeugs für den Individualverkehr. Mit eigenem Markennamen, produziert und angetrieben in Reinkultur nach umweltverträglichen Maximen. Dazu ein selbstkritisches Management, das sich einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess in diesem Sinne unterordnet.

Eine Utopie? Sicher. Aber man darf ja mal spinnen. Spinner von heute sind oft die Visionäre von Morgen. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass eine “Umwelt-Druckerei” eine florierende Geschäftsidee sein könnte?
Quellen: ORF, Süddeutsche

Dez 12

“Gestalten Sie das Klima von morgen” konstatieren die Macher des Welt Klimarechners auf der Website des wwf. Mit dem interaktiven Tool können diverse Auswirkungen länderspezifischer Emissions-Senkungen durchgespielt werden.

Was bedeutet es für die globale Erwärmung, wenn China in Sachen Emissionspolitik so weiter macht wie bisher und Europa zurückfährt? Welche Auswirkungen hätte ein Alleingang der Amerikaner? Welche Rolle spielt die EU in Sachen Klimawandel? Der Rechner steigt und fällt je nach “gespielter Maßnahme” um Grad Celsius Erwärmung und basierend auf statistisch ermittelten Durchschnittszahlen. Je zwei vordisponierte Szenarien zeigen Resultate für „handeln“ bzw. “nicht handeln”.

Zu jeder durchspielten Aktion wird eine Auswertung geliefert. Ausgeworfen wird der jeweils zu erwartende globale Temperaturanstieg im Stil von “was bedeuten langfristig zwei, was drei Grad Klimaerwärmung?” Ziel ist neben der Bewusstseinsbildung die Sammlung von “Volkes Stimme” zum Thema. Es soll bekräftigt werden, dass ein Großteil der Bevölkerung an einer intelligenten Klimapolitik interessiert ist. Der WWF tritt ein für eine Reduzierung der Treibhausgase bis 2050 um mindestens 80 Prozent.
Quelle: wwf Welt Klimarechner

Witzig gemacht, ganz nettes Projekt: 2 Stämmchen