Nov 29
Mit “Ecobrake” kommt jetzt ein biologisch abbaubarer Bremsbelag für Schienenfahrzeuge auf den Markt. Die umweltfreundlichen Verschleißartikel seien wartungsfrei und hielten im Schnitt mit rund 100.000 Kilometern fünf Mal so lang wie herkömmliche Bremsbeläge, so der Hersteller.
Die Innovation “Ecobrake” stammt von dem auf Bremstechnik spezialisierten Unternehmen Italian Brakes. Vollständig aus biologisch abbaubaren Materialien gefertigt, komme der innovative Bremsbelag ohne Asbest aus, so der Anbieter. Er sei leichter, geräuschärmer, langlebiger und mit einem Stückpreis von rund 40 Euro sogar noch um rund 50 Prozent günstiger als klassische Beläge.
Das System ist bereits von der Deutschen Bahn auf Geschwindigkeiten um 300 km/h und Betriebstemperaturen von zirka 900 Grad Celsius erfolgreich getestet worden, so der Anbieter. 3,5 Millionen Euro Entwicklungskosten steckten bislang in dem Projekt. Die nach UNI EN ISO 9001 zertifizierten “Ecobrakes” können auch für U-Bahnen eingesetzt werden.
Wir vergeben 3 Stämmchen für diese pfiffige Verquickung von Ökologie und Ökomonie.
Quellen: Italian Brakes, pressetext.de
Nov 19
Mehr eine lustige Sache ist das Rennen eines Elektroautos gegen zwei klassische Speed-Boliden, das wir jüngst beim Quersurfen im Web gefunden haben. Zunächst tritt der Writespeed X1 gegen einen Ferrari Modena und in der Folge gegen einen Porsche Carrera an. Wie auf dem Video eindrucksvoll zu bestaunen ist, sehen weder der Italiener noch der Zuffenhausener Land. Zur kleinen Verteidigung für die Benziner: Natürlich ist das Elektroauto nicht auf klassische Nutzung, sondern speziell nur für solche Experimente gebaut worden. Beeindruckend ist es aber schon irgendwie. Und es zeigt klar wohin die Reise geht. Und zwar langfristig ohne irgendwelche Einbußen in Sachen Geschwindigkeit und sicher auch nicht an Komfort etc. Für die Kritiker: Okay, das Rennen fand schon im Jahr 2006 statt. Für pfiffig genug als Kurzbericht im Printzipia zu erscheinen, halten wir es dennoch.
Nov 15
Im chilenischen Regenwald stießen Forscher auf einen Pilz, der aus Pflanzenresten einen dieselähnlichen Treibstoff herstellen kann. Der so genannte „Gliocladium roseum“ diene gewissermaßen als Katalysator, nicht-fossile Energiequellen in brennbare Kohlenwasserstoffverbindungen umzuwandeln, so das Handelsblatt.
Den innovativen Biotreibstoff stelle der „Diesel-Pilz“ direkt aus Cellulose, also den Hauptbestandteilen von Pflanzen und Papier her. Auch Stängel und Sägemehl werden von „Gliocladium roseum“ verdaut. Das so entstehende Gemisch sei dem handelsüblichen Diesel viel ähnlicher, als man es bisher bei anderen Pilzen und Bakterien beobachtet habe, so die Forschergruppe um den Botaniker Gary Strobel. Das neue Treibstoffgemisch erhielt den Namen Mykodiesel, nach dem griechischen Wort myces für Pilz. Grundsätzlich ist es nichts Neues, wenn Mikroorganismen eingesetzt werden um Kohlenwasserstoffe herzustellen. Normalerweise bedarf es aber – anders als bei Gliocladium – eines weiteren Verarbeitungsschrittes. Weitere Informationen über das Handelsblatt/Umwelt.
Okay, ist keine Idee. Aber vielleicht eine schöne Entwicklung, daher: 3 Stämmchen.
Nov 11
Nicht wirklich neu aber umso dringlicher ist der von Al Gore angestoßene Film “An Inconvinient Truth” oder zu Deutsch “Eine unbequeme Wahrheit”. Aufgezeigt werden die dramatischen Folgen des Klimawandels und die irreversiblen Folgen eines stoischen “Weiter-wie-bisher” der Industrinationen. Es ist mutig, den Film anzusehen und faktisch unmöglich davon unbeeindruckt zu bleiben, an welchem Punkt wir weltweit bereits stehen. Einschlägige Links: Eine unbequeme Wahrheit/der Film, Wikipedia zu Film und Inhalten, An inconvinient truth/Originalversion.
Wir vergeben für die drastische Art wach zu rütteln 4 Stämmchen.