Sep 29
Umweltfreundliches Drucken und nachhaltiges Wirtschaften sind die Grundpfeiler der Unternehmensphilosophie von Printzipia, der unterfränkischen Ökodruckerei. Im August wurden die Würzburger nun als zertifiziertes Mitglied in der “Umweltpakt Bayern - nachhaltiges Wirtschaften im 21. Jahrhundert” aufgenommen.
Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der Wirtschaft im Freistaat. Er dient der Förderung nachhaltiger Entwicklungen aus dem eigenen Wirtschaftsprozess heraus. Mitgliedsbetriebe verpflichten sich zusätzlich zu den staatlichen Regelungen zu weiteren, freiwilligen Umweltschutzleistungen.
Bei Printzipia sei das ökologische Bewusstsein gewissermaßen im Businessplan verankert, so Geschäftsführer Thomas Zitzmann. Umweltfreundlichkeit sei allerdings eine Lebenseinstellung, die sich nicht per Dekret verordnen lasse. Wer das Prinzip nicht tief verinnerliche und im ganzen Unternehmen lebe, wird langfristig zu wenig tun. “Wir arbeiten im Sinne eines ganzheitlichen Verbesserungsprozesses ständig an unserer konsequenten, ökologischen Ausrichtung”, so Zitzmann.
Sep 25
Der „Papieratlas 2008“ wurde am 25. September 2008 an die Stadt Aachen vergeben. Die Stadt darf damit den Titel “Recyclingpapierfreundlichste Stadt Deutschlands” tragen. Neben einer Urkunde gibt es für die Nordrhein-Westfalen eine Tonne Recyclingpapier, die symbolisch überreicht wurde.
Die Verleihung des “Papieratlas 2008″ erfolgte in Berlin auf der 10. Beschaffungskonferenz unter Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. Für den Titel “Recyclingpapier freundlichste Stadt” waren 65 Städte über 100.000 Einwohner gegeneinander angetreten. Dies entsprach einer Beteiligung von rund 80 Prozent aller in dem Zusammenhang angeschriebenen Städte. Sieger sollte die Stadt sein, die im Bereich Verwaltung und Schule den höchsten Anteil an Recyclingpapier vorweisen kann. Mit einem entsprechenden Fragebogen waren die teilnehmenden Städte befragt worden nach Papierverbrauchszahlen auf Basis der Ausschreibungen aus dem Jahr 2007. Die starke Mitwirkung belege den repräsentativen Charakter der Ergebnisse, so die Verantwortlichen des “Papieratlas 2008″. Weitere Informationen: www.papieratlas.de
Ganz nett: 2 Stämmchen für die Initiatoren und
2 Stämmchen für die Stadt Aachen.
Sep 22
An der Universität Oxford ist ein Kühlschrank in Planung, der ohne Wartung und ohne Stromzufuhr auskommt. Die dadurch erreichte höchste Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit basiert auf einer eigentlich sehr alten Erfindung des Jahrhundertphysikers Albert Einstein.
Das Prinzip hinter dem „Perpetuum-mobile-Kühlschrank“ basiert auf Temperaturdifferenzen. Da die Siedetemperatur von Wasser niedriger ist als der Umgebungsdruck, kommt das Wasser im Kühlsystem eigenständig zum Kochen. Dabei werde, so die Forscher, der Umgebung Energie entzogen, was wiederum einen Kühleffekt zur Folge habe. Die minimal notwendige Energiezufuhr für die Wärmepumpe soll durch Solarenergie gedeckt werden.
Das Projekt zum Launch des neuen Kühlsystems ist auf rund drei Jahre Laufzeit angelegt. Zum Patent angemeldet haben das System ursprünglich Albert Einstein und Leo Szilard im Jahre 1930. Bis zur Marktreife können allerdings noch einige Jahre ins Land gehen, so die Wissenschaftler.
Wir meinen: Außerordentlich pfiffig. 4 von 5 Stämmchen.
Quellen: guardian.co.uk, pressetext.de
Sep 19
Den ersten recyclebaren Tintenstrahl-Drucker mit Pfandsystem und Rücknahmegarantie gibt es jetzt von Epson. Wenn nach rund 8000 Seiten die Tinte aufgebraucht ist, geht das Gerät analog einem Pfandsystem zurück an den Hersteller. Der Kunde erhält dann seine 50 Euro Pfand zurück.
Nach Ge- bzw. Verbrauch Rückgabe und Recycling: Was man sonst nur vom Flaschenpfand kennt, gibt es jetzt auch für Drucker. Die recyclebaren Geräte kommen vom Hersteller Epson. Das Modell “EC-01″ birgt fest installierte Tintenpatronen. Abhängig von der Intensität der Nutzung kann ein solches Gerät einige Jahre gute Dienste leisten. Bei der Verpackung wurde auf ökologisch schwer abbaubare Materialien verzichtet, so der Hersteller. Der Drucker werde in schlichtem braunen Karton aus Umweltpapier ausgeliefert. Auch die Bedienungsanleitung sei auf Recyclingpapier gedruckt, weitere schriftlichen Unterlagen sind auf einer CD verfügbar. Das Unternehmen Epson hat sich in einer unternehmensinternen Richtlinie “Umweltvision 2050″ auf die Fahnen geschrieben, Produkte von der Herstellung bis zum Produktende möglichst CO2-neutral zu halten.
Wir meinen: 3 von 5 Stämmchen für diese Idee.
Weitere Informationen unter www.digitalkamera.de.
Sep 06
Weltweit nur noch elektrisch betriebene Fahrzeuge, die völlig ohne Treibstoff fahren: Das ist seit 2007 die Vision von Shai Agassi, in einem früheren Leben Vorstand bei SAP. Als Gründer des Projekts Better Place schwebt dem gebürtigen Israeli hierzu ein umspannendes Netz aus Stromtankstellen vor.
Gestützt von einem Pool aus Investoren baut Agassi derzeit in Israel ein Pilotprojekt, in 2009 beginnt die Testphase. Dabei werden analog Handyverträgen Autos gratis an Kunden abgegeben. In einem vierjährigen Vertrag werden diese zur Abnahme einer bestimmten Strommenge verpflichtet. Für prognostizierte 120 Euro die Woche (”eine gute Tankfüllung”) gibt es dafür ohne Anschaffungskosten und Abschreibungen die neue, grenzenlose Mobilität. Ein landesweites Netz von Ladestationen versorgt die Fahrzeuge dann mit der benötigten Energie. Auch in Dänemark ist Better Place bereits aktiv.
Okay. Wirkt alles etwas futuristisch und die ehrgeizigen Ziele muten seltsam an. Und auch der faktische Output in Sachen Ökobilanz ist noch nicht so recht geklärt, was Herstellung und Betrieb der innovativen Flotte angeht.
Wir meinen dennoch: Satte 5 von 5 Stämmchen für dieses Mega-Projekt.
Quellen: Better Place, Tagesspiegel, Der Spiegel