Dez 16

Aus Italien kommt jetzt ein ganz neuer Biotreibstoff auf den Markt. Dieser soll den Treibstoff-Verkauf revolutionieren. Der Bio-Sprit kommt aus dem norditalienischen Modena und besteht aus grünen Algen. Für Forscher verwunderlich, da Deutschland doch als Hochburg auf diesem Gebiet gilt. Trotzdem wird Biosprit hierzulande noch immer aus Palmöl und Raps gewonnen, eigentlichen Futtermitteln. Die Grünalgen könnten diesen Bedarf jetzt überflüssig machen.

Im Meer und an den Stränden gelten Algen als lästiges Übel, hervorgerufen durch biochemische Prozesse im Wasser. Doch Algen produzieren Öl und dieses wiederum eignet sich hervorragend als Bio-Treibstoff. Die italienisch-russische Unternehmergruppe Teregroup will aus dieser Erkenntnis jetzt einen großen Profit machen. Die eigens geplante Demonstrationsanlage soll künftig Algen künstlich wachsen lassen, um aus ihnen Bio-Diesel herzustellen. Dazu kommen bestimmte Algen zum Einsatz, die 16 mal mehr Masse ergeben, als vergleichbare normale Grünalgen. Neben der schnellen Produktionsmöglichkeit ist auch die Einsparung wertvollen Ackerbodens von großem Vorteil. Die Idee ist allerdings nicht neu, denn Australien, Brasilien und die USA haben bereits erste Anlagen, um mit ihren Algen-Sprit zu erzeugen.

Kosten noch unüberschaubar

Allerdings soll die neue Anlage in Italien noch effizienter sein und doppelt soviel Sprit produzieren können wie vergleichbare Anlagen. Als erste Testanlage starten die Entwickler auf 100 m² Fläche. Dort werden die Algen angebaut, geerntet und gepresst. Durch eine Anreicherung von hochpreisigen Wertstoffen wie Omega-3-Fettsäuren erreichen die Entwickler, dass sich die biologische Bilanz insgesamt verbessert. Das gewonnene Öl wird mit gängigem Methanol versetzt. Während dieses Prozesses entsteht Glycerin, welches für die Kosmetik und Pharmaindustrie weiterverwendet wird. Allerdings nicht komplett, denn Glycerin sorgt beim Öl auch dafür, dass es selbst bei sehr niedrigen Temperaturen nicht gefriert. Alles was an Restrückständen übrig bleibt, geht als Dünger an die Landwirtschaft oder wird für die Verarbeitung von Tierfutter verwendet. Bislang ist es möglich, 20 % des benötigten Sprits in Dieselfahrzeugen durch Algen-Sprit zu ersetzen.

Effiziente Versorgung für die Zukunft

Wie viel der Kraftstoff später an der Tankstelle kosten soll, steht jetzt noch nicht fest. Die erste Industrieanlage ihrer Art soll etwa 8 Million Euro kosten und könnte dann später 3 Millionen Liter Wasser fassen, um darin Algen wachsen zu lassen. Hier schlummert ein großes Potenzial, eine Fläche von 40.000 km² könnte so ausreichen, die kompletten USA mit Algen-Treibstoff zu versorgen. Diese Fläche wäre halb so groß wie das Bundesland Hessen. Noch ist der Herstellungsprozess relativ aufwändig und kostenintensiv, doch bereits jetzt hat das europäische Parlament erste Gesetze zur Untersuchung freigegeben die festsetzen, dass normaler Dieseltreibstoff zu 6 % mit Bio-Diesel vermischt werden soll. In Deutschland erreicht man schon jetzt diese Quote. Mehr zum Algensprit im Energy-Mag.

Wir geben dafür saubere 5 Stämmchen und beide Daumen nach oben.

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Nov 25

Unter Nutzung des Verdunstungskälte-Effekts ist es einem Berliner Start-Up gelungen, einen Kühlschrank zu entwickeln, der komplett ohne Stromzufuhr auskommt. Was er dagegen braucht ist Wärme, wovon es, gerade in Wüstenregionen wo er auch zum Einsatz kommen soll, genug gibt.

Warmwasser als Kühlquelle zu nutzen, ist eine Idee, die von einem Berliner Start-up derzeit umgesetzt wird. Damit könnten in Zukunft auch arme Regionen, die nicht regelmäßig mit Strom versorgt werden, Kühlschränke nutzen. Dies könnte vor allem für die medizinische Versorgung in Afrika und Asien von großer Bedeutung sein. Sowohl Lebensmittel als auch Medikamente könnten mit dem Coolar länger haltbar gemacht werden. Inzwischen kooperiert das Start-up auch schon mit „Ärzte ohne Grenzen“, die bereits großes Interesse an der Entwicklung gezeigt haben.

Entlastung der Umwelt

Mit der neuartigen Kühlmethode könnte die Umwelt enorm entlastet werden. Damit wird der Coolar auch für Industrieländer interessant. Benötigt würden nur Wärmequellen, beispielsweise aus Solarthermie-Anlagen oder Abwärme, die sonst ungenutzt bleiben würde. Selbst die Entsorgung der Kühlschränke ist absolut unbedenklich. Denn der Coolar gehört nicht einmal auf den Sondermüll.

Verdunstungskälte-Effekt als Schlüssel

Der Coolar funktioniert mit Hilfe des Verdunstungskälte-Effekts. Destilliertes Wasser, das sich im Innenraum des Kühlschranks befindet, sorgt dafür, dass der Umgebung Wärmeenergie entzogen wird. Insgesamt lässt sich das Umwandlungsprinzip anhand des menschlichen Körpers recht gut erklären. Im Sommer, wenn es heiß ist, schwitzt er und sorgt damit für gesunde Abkühlung. Ähnlich arbeitet der Coolar.

Dafür gibt es maximale 5 von 5 Stämmchen!

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Jul 27

Recycling dient der Umweltentlastung. Aber Recycling ist nicht gleich Recycling wie die neue Entwicklung englischer und deutscher Forscher auf eindrucksvolle Weise beweist. Papier Recycling 2.0 – eine innovative Methode im Sinne der Umwelt.

Papier zu recyceln ist ja mittlerweile für viele Menschen zum Standard geworden. Dass diese Wiederverarbeitungsprozesse durch den Energieverbrauch aber auch eine Umweltbelastung darstellen, ist den Meisten nicht bewusst. Sicher ist diese nicht so stark wie die Papierherstellung selbst, könnte aber durch eine revolutionäre Entwicklung zukünftig deutlich geringer ausfallen.

Druck weg – Papier wie neu

Englische und deutsche Forscher haben eine Methode entwickelt, die eine völlig neue Art des Papier Recyclings schafft. Bedrucktes Papier wird nicht, wie sonst üblich, komplett aufbereitet, sondern per Lasertechnologie von der Druckertinte befreit. Dadurch kann es vollständig wiederverwendet werden, ohne die Umwelt so stark zu belasten, wie dies durch den üblichen Recyclingprozess der Fall wäre.

Grünes Laserlicht verdampft Druckertinte

Diese interessante Methode wurde in Zusammenarbeit der Universität of Cambridge und der Universität Nürnberg-Erlangen entwickelt. Die Wissenschaftler nutzen grünes Laserlicht, um die Druckertinte verdampfen zu lassen. Diese innovative Art des Papier Recyclings könnte die Schadstoffemissionen beim herkömmlichen Recyclingprozess um 76 Prozent reduzieren. Wer nur die Schadstoffemissionen berücksichtigt, die durch das Recycling von Kopierpapier entstehen, wird feststellen, dass diese um beeindruckende 95 Prozent herabgesetzt werden könnten.

Recycling-Kosten könnten drastisch reduziert werden

Bei neu entwickelten Methoden spielen häufig die Kosten eine wichtige Rolle. Oftmals scheitern geniale Projekte an deren Ineffizienz. Doch in diesem Falle scheint es anders zu sein. Denn das Papier Recycling per Lasertechnologie ist günstiger als die umfassenden Prozesse der herkömmlichen Papier Aufbereitung. Von uns gibt es dafür ganze 5 Stämmchen!

Methode gefunden bei trendsderzukunft.de

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Jun 05

Sollte es tatsächlich möglich sein, die regelrechte Verschwendung von Lebensmitteln mit Hilfe eines winzigen Stickers einzudämmen? Die Erfindung des Bump Mark könnte dazu beitragen. Denn dieses Label zeigt den Frischegrad von Lebensmitteln an, ohne dabei das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum zu berücksichtigen.

Jahr für Jahr werden nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW elf Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt. Diese große Menge kommt sicher auch dadurch zustande, dass sich viele Verbraucher ausschließlich am aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum orientieren und gar nicht prüfen, ob ein Lebensmittel noch frisch ist oder nicht. Mit dem innovativen Bump Mark, einem Haltbarkeitslabel zum Anfassen, könnte sich diese Zahl deutlich verringern.

Ein Label zum Anfassen

Verbraucher wollen genau wissen, wie frisch ihre Lebensmittel sind. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt dazu eigentlich nur eine etwaige Richtlinie. Keinesfalls müssen Lebensmittel verdorben sein, wenn das aufgedruckte Datum überschritten ist. Immer noch landen unzählige Lebensmittel im Müll, obwohl sie eigentlich noch absolut in Ordnung sind. Dieser Tatsache sagt nun eine junge Engländerin mit ihrer innovativen Entwicklung den Kampf an.

Solveiga Pakstaite ist erst 22 Jahre jung und hat mit ihrem Bump Mark bereits etwas geschaffen, das die Lebensmittelbranche innerhalb kürzester Zeit erobern könnte. Bump Mark ist ein Haltbarkeitslabel zum Anfassen. In dem Label sind Proteine in Form einer Gelatine enthalten, die ebenso verderblich sind, wie Fleisch und Milchprodukte.

Funktioneller Aufkleber mit großer Genauigkeit

Der Aufkleber wird auf dem Produkt platziert. Ertasten die Verbraucher, dass sich die enthaltene Gelatine verflüssig hat und kleine „Bumps“ (Erhebungen) zu spüren sind, sind sowohl das Protein im Aufkleber als auch das Lebensmittel verdorben.

Das Frische-Label der Engländerin soll bei Fleisch, Fisch, Fruchtsäften und Milchprodukten zum Einsatz kommen. Auch die Herstellung des neuartigen Aufklebers ist kostengünstig, da das benötigte Protein in der Fleischherstellung zu den Abfallprodukten gehört.

Ursprünglich ein anderes Ziel

Solveiga Pakstaite ist Industriedesignerin und hatte ursprünglich das Ziel, ein Label zu kreieren, auf dem blinde Menschen das Haltbarkeitsdatum von Lebensmitteln ertasten können. Als sie erkannte, dass ihre Idee allen Menschen nützlich sein könnte, schlug sie quasi zwei Fliegen mit einer Klappe. Inzwischen haben bereits große Konzerne Kontakt zu der jungen Frau aufgenommen. Unter anderem hat auch Coca Cola Interesse bekundet.

Wir wünschen viel Erfolg mit dieser grandiosen Idee. Von uns dafür satte 5 Stämmchen!

Mehr dazu unter www.design-by-sol.com und green.wiwo.de

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Apr 24

Liebe Freunde aus der Region: Am Samstag und Sonntag, also ab Morgen, stehen die Ampeln in Bad Neustadt/Saale auf Grün für Freunde der E-Mobilität. Dann nämlich heißt es im Landkreis Rhön-Grabfeld „Die Zukunft ist elektrisch!“ Alle Interessierten können dort e-Fahrzeuge kennenlernen, sich informieren und diese auch selbst ausprobieren.

Vier mal schon haben die Fans der Elektromobilität bei ihrem Branchen-Event getagt. Am Wochenende und damit dem 25. und 26. April findet nun im fünften Anlauf die „Fahrzeugschau Elektromobilität“ in Bad Neustadt statt. Dort gibt es viel neues zu erfahren rund um das Thema Elektrofahrzeuge. Alles freilich zum Beschnuppern und ausgiebigen Ausprobieren. Höhepunkt der Veranstaltung sei das Fahrzeug InnoTruck der TU München. Der Hybrid-Lkw besteche durch sein futuristisches Aussehen, das von keinem Geringeren als Altmeister Colani gestaltet worden ist. Als Publikums-Attraktion sehen die Verantwortlichen die „Formula Students“, die e-mobile Rennwagen vorstellen werden.

Die Veranstaltung ist an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet und lädt zu einem familienfreundlichen Bummel und der Interaktion auf dem gefüllten Festplatz ein. Der Eintritt ist gemäß einer Pressemitteilung frei. Wer es noch nicht wusste, die Stadt Bad Neustadt ist die erste bayerischen Modellstadt für Elektromobilität. Hier geht’s zur Website.

Das Event, die Idee und das Engagement der Verantwortlichen bekommen von uns ganz einfach mal satte 5 Stämmchen.

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Feb 27

Viele Logistik Unternehmen sind inzwischen werbewirksam auf den Trend „Nachhaltigkeit“ und „CO2“-Neutral“ aufgesprungen. Das klimafreundliche Engagement definiert sich dabei durch sparsame Fahrzeuge, Hybridflotten oder einfache Ausgleichszahlungen, die Umweltschutzprojekten zu Gute kommen. Diese Tendenz ist schon sehr lobenswert. Trotzdem liegt in vielen Fällen der Verdacht nah, dass hier eine Marketingstrategie eher als Ursache in Frage kommt denn ein ökologisches Gewissen der Unternehmen und Konzerne. Ein Berliner Start-Up dagegen möchte die urbane Logistik langfristig und nachhaltig revolutionieren – Ökologie als Grundgedanke des kompletten Geschäftsmodels. Statt auf Verbrennungsmotoren setzt Velogista auf Lastenräder. Damit wird nicht nur Feinstaub und CO2-Austoß vermieden. Für das Stadtbild ergeben sich weitere nennenswerte Vorteile.

Per Schwerlastrad will ein Berliner Startup das Transportwesen in Städten revolutionieren. Das Vorhaben wirkt gewagt, dennoch birgt die Idee Potenzial. Täglich sind unzählige Transporter, Kastenwagen und Motorroller in den deutschen Städten zur Auslieferung von Waren und Eilpost unterwegs. Vor allem die gewerblichen Lieferungen machen dabei einen immensen Anteil des Treibens aus. Genau hier knüpft Velogista an: umweltfreundliche und intelligent organisierte Gütertransporte mit speziellen Fahrrädern innerhalb der Stadt.
Ein Schwerlastrad kann mit bis zu 250 kg beladen werden und bietet Platz für eine Europalette. Für viele Transportaufträge bereits ausreichend. Der Fahrer radelt durch einen Elektromotor unterstützt mit einer Akkuladung bis zu 100km.
Die Klimabilanz überzeugt: Zwei dieser Fahrräder im Einsatz sparen im Vergleich zu einem klassischen Dieselfahrzeugen innerhalb eines Jahres etwa 10.000 kg CO2 ein. Hier spielt auch das Gewicht eine entscheidende Rolle. Die Rechnung ist einfach: ein 80 Kilogramm Schwerlastrad kann mit sehr viel weniger Energie fortbewegt werden als ein Sprinter (Leergewicht ca. zwei Tonnen).

Außerdem werden die Straßen weniger beansprucht. Lastwagen verursachen bekanntermaßen Straßenschäden wie Schlaglöcher und nutzen die Asphaltdecke mehr ab. Auch können die wendigen Räder viel näher an die Zielorte heranfahren, beispielsweise direkt an den Hintereingang eines Lokals. Große Transporter haben bekanntermaßen ihre Probleme in engen Seitenstraßen, parken in zweiter Reihe oder besetzen Privat- und Behindertenparkplätze.
Weiter ist die Gründung von sog. Logistik-Hubs ist geplant. Von dort aus sollen Waren von LKW und Zügen aufgenommen und in der Stadt verteilt werden. Eine gut durchdachte Streckenführung soll Fahrwege einsparen und den Stadtverkehr zukünftig nicht nur in Berlin so zusätzlich entlasten.

Unter http://velogista.de/ ist es bereits möglich Transporte zu buchen, oder auch über die Schwerlasträder zu werben. Wer das Projekt unterstützen möchte steht die Möglichkeit offen Genossenschaftsanteile über die Velogista Homepage zu erwerben.

Wirklich mal wieder ein sinnvolles Projekt! Wir hoffen bald die gelben Räder auch außerhalb Berlins anzutreffen! Von uns gibt es hierzu schon einmal ganze 5 Stämmchen.

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Feb 10

Offshore-Windkraftanlagen sind ein wichtiger Schritt in Richtung Energiewende. Doch Wartung und Reparatur gestalten sich häufig als kostenintensiv und schwer zu realisieren. Neue Technologien bringen nun Hoffnung auf effizientere Abläufe.

Offshore-Windkraftanlagen sind extremen Belastungen ausgesetzt. Mitten im Meer sind sie gegenüber den verschiedenen Witterungseinflüssen ungeschützt und müssen dementsprechend robust und widerstandsfähig sein. Deshalb sind Kontrollen und Wartungsmaßnahmen, insbesondere an den Rotorblättern, immer wieder notwendig. Oftmals sind die Rotorblätter sogar beschädigt und müssen repariert werden. Eine geeignete Lösung, um diese Maßnahmen vor Ort durchzuführen, gab es bislang nicht.

Herkömmliche Maßnahmen ineffektiv und kostenintensiv

Bislang konnten Windkraftanlagen nur schwer vor Ort gewartet werden. Bei Schäden mussten die Rotorblätter mühselig abmontiert und mit Schiffen zur Reparatur an Land gebracht werden. Dadurch entstanden bisher hohe Kosten, die durch eine mögliche Reparatur vor Ort vermieden werden könnten. Auch der Zeitverlust war nicht unerheblich. Während der gesamten Reparaturdauer konnte keine Energie gewonnen werden. Dadurch kam es zu weiteren Verlusten.

Genau diesen Ansatz nutzten die findigen Köpfe der Gebr. Käufer GmbH und entwickelten ein System, das genau diese Reparatur vor Ort möglich macht.

Spezielle Befahrtechnik on- und offshore einsetzbar

Das Unternehmen Gebr. Käufer GmbH gilt als Spezialist in Sachen Befahrtechnik. Es hat sich bislang vorwiegend auf Befahrsysteme zur Fassaden- und Glasreinigung konzentriert. Doch die Tatsache, dass es bislang kein geeignetes System gab, um auch Offshore-Windkraftanlagen vor Ort zu warten und zu reparieren, ließ sie nicht los. Schließlich entwickelten sie ein Befahrsystem, das die Inspektion, Wartung und erforderliche kleinere Reparaturen an den Rotorblättern auch auf hoher See möglich macht.

Das Ergebnis der langen Entwicklungsarbeit spricht für sich. Die neuartige Befahranlage K-BP-O erfüllt alle Voraussetzungen, um endlich wirtschaftlich zu reparieren und zu warten. Die Rotorblätter sind um die 60 Meter lang und wiegen bis zu 25 Tonnen. Um diese abzumontieren und an Land zu bringen, musste bislang ein riesiger Aufwand betrieben werden. Die neue Befahranlage der Gebr. Käufer GmbH arbeitet mit einem elektrisch verfahrbaren Teleskoparm und einer Seilarbeitsbühne, die sich den Anforderungen vor Ort ganz individuell anpassen lässt. Auf diese Weise gelangen die Servicetechniker sicher nach oben, um die Rotorblätter genau zu inspizieren.

Diese neuartige Befahranlage für Rotorblätter von Offshore-Windkraftanlagen ist die erste ihrer Art, die TÜV-geprüft auf dem Markt ist. Die Nachfrage ist entsprechend groß.

Wirklich eine großartige und vor allem nützliche Erfindung. Dafür gibt es von uns 5 Stämmchen!

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Okt 15

Ein Ruhstorfer Erfinder stellt eine 9-Volt-Batterie vor, mit der er ein bis zwei große Autobatterien laden kann. Mit diesem Strom könne in der Folge über einen Wechselrichter ganz klassisch Strom erzeugt werden. Die Sache ist noch in den Kinderschuhen, wird aber fleißig ausgebaut. Außerdem sind vom selben Erfinder auch noch andere viel versprechende Projekte in der Mache.

Eine herkömmliche 9-Volt-Batterie, die eine Autobatterie speist, die dann ihrerseits ein wirkungsvoller Stromversorger wird. Die Konzepte und Ideen für seine Erfindungen seien, wie der Ruhsdorfer Erfinder Richard Ritter einräumt, gar nicht wirklich seine eigenen. Schon vor Jahrzehnten habe es Konzepte gegeben, die zwar ggf. Potenzial gehabt hatten, dann aber im Sande verliefen. Solche Ideen spürt der Umwelttechniker heute auf und entwickelt sie weiter. Richard Ritter hat sich in seiner Ideenwerkstatt in Ruhstorf „Saubere Energie“ zur Aufgabe gemacht.

Schon seit über zwanzig Jahren arbeitet Ritter immer wieder an ökologisch nachhaltigen Projekten. So hat er zum Beispiel bereits Anfang der 90er eine Produktion aufgebaut, die rein biologischen Innenputz herstellt und Speicherturbinen entwickelt, die bis zu einem Drittel mehr Leistung bringen können, als klassische Speicherräder. Seine Konzepte sind klein angelegt, oft aber, wie Ritter selbst betont, auf größere Projekte übertragbar. Dabei ist für den Erfinder immer die Schonung der Natur Priorität. Erste Erfolge mit solchen kleineren Projekten, die teilweise sogar mit Preisen ausgezeichnet wurden, inspirierten Richard Ritter, weiter zu denken. Er arbeitet an weiteren Verbesserungen zum Thema Wasserenergie und zur Warmwassererzeugung. Außerdem mutet vor allem Ritters neuestes Projekt wie ein Hammer an: Völlig ohne Wind, Sonne, Luft und erst recht ohne Kernspaltung oder Kohle produziert der Erfinder Wechselstrom. Ökologisch und preisgünstig also. Wie genau?

Aus Strom wird – ganz plötzlich – viel mehr Strom

Der Tüftler hat es geschafft, ausschließlich mit 9-Volt-Batterien, zwei große Autobatterien voll zu laden. Dabei reicht ein 9-Volt-Block für circa 30 Minuten Ladezeit. Konkret gesagt: Das Gerät wird mit Energie gefüttert und gibt fünf bis acht Mal so viel Energie wieder aus. Das weiterführende Ziel heißt dann, mit Hilfe des Stroms in der Autobatterie und einem Wechselrichter Wechselstrom zu produzieren. Wechselstrom – also den uns vertrauten, ganz normalen Strom, wie wir ihn in jeder Steckdose haben. In Fachkreisen stößt die neuartige Entwicklung bereits auf viel Begeisterung. Mehrere Patentinhaber arbeiten inzwischen an Weiterentwicklungen von Ritters Idee. Nächstes Etappenziel ist gerade, die 9-Volt-Batterie nur noch als „Starter“ für das Strom erzeugende Gerät zu verwenden und sie dann abzuschalten. So stünde die restliche Energie der Batterie danach der Autobatterie als Ladestrom zur Verfügung.

Die Vision, die Richard Ritter zu seinen Experimenten führt, heißt vor allem „Unabhängigkeit“ und „Naturschutz“. Er will seinen Beitrag tun, um Menschen von Großkonzernen und Co. unabhängig mit Energie zu versorgen, ohne dabei die Umwelt zu belasten oder auszuschlachten. Dazu sucht er gerade fleißig Mitstreiter, die sich am Bau einer größeren Anlage beteiligen.

Tolle Sache. Die „Idee Richard Ritter“ ist uns 5 Stämmchen wert.

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Okt 10

Eine originelle Erfindung krempelt derzeit den Milch- aber auch den Textilmarkt um. Aus alter Milch wird Kunststoff, aus Kunststoff werden Klamotten, Bezüge und so weiter. Die Herstellung, die Verwendung und die Entsorgung des Milch-Biopolymers sind gesund für den Mensch und schonen die Umwelt. Und ansonsten unnötig verschwendete Rohstoffe werden sinnvoll genutzt.

Jedes Jahr werden zirka 1,9 Millionen Tonnen Milch entsorgt, weil sie sich nicht mehr zum Verzehr eignet. Und das allein in Deutschland. Die „verdorbene“ Milch mag nutzlos wirken, sie enthält spannenderweise aber immer noch wertvolle Inhaltsstoffe. Das Milcheiweiß Kasein beispielsweise macht die übrig gebliebene Milch von unvermeidbarem Abfall zu einem wertvollen Rohstoff, der genutzt werden will. Auf der Suche nach chemisch unbehandelter Kleidung für einen erkrankten Verwandten stieß Anke Domaske auf eine Idee aus den dreißiger Jahren: Klamotten aus Biopolymeren auf Basis von Milchproteinen. Damals war die Herstellung solcher Kunststoffe nur sehr aufwändig und mit vielen Chemikalien zu bewerkstelligen.

Diese Idee aufgegriffen und weiterentwickelt, in einer kleinen Küche, mit Zutaten aus dem Supermarkt und mit einem Budget von knapp 200 Euro entwickelte Domaske aus Milch einen Biopolymer. „Qmilk“ – ein Kunststoff, aus dem Fasern für Kleidung und sonstige Textilien hergestellt werden können. Die Herstellung von einem Kilogramm Qmilk dauert um die fünf Minuten und zwei Liter Wasser. Sie garantiert ein Minimum an CO2-Emissionen und produziert keine Abfälle. Der Prozess funktioniert sehr energieeffizient.

Vorteilhaft für den Menschen, vorteilhaft für die Umwelt

Qmilk wirkt antibakteriell und temperaturregulierend, bieten einen natürlichen UV-Schutz und wurden dermatologisch streng auf jedwede Schadstoffe geprüft. Auch die Umwelt freut sich da: Die Bestandteile der chemikalienfreien Faser sind vollkommen natürlich und nachwachsend. Die Faser selbst ist deshalb auch innerhalb weniger Wochen kompostierbar. Textilien aus Qmilk sind haptisch mit Seide vergleichbar und sind leicht zu färben.

Anke Domaskes Idee wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Darunter der Mode und Textil Innovationspreis und der Ehrenpreis Sustainatopia Honor. Qmilk genießt inzwischen außerdem die Unterstützung verschiedenster Stiftungen, als Beispiel sei hier die Deutsche Bundestiftung Umwelt genannt. Auch das Fernsehen ist schon das ein oder andere mal über die Textilien-Innovation gestolpert. Die große Show der Naturwunder, sowie Welt der Wunder – Schau dich schlau stellten die Milchfaser bereits vor. Und für die, die das ganze Procedere nochmals visueller erklärt haben wollen wird Qmilk bald auch in der Sendung mit der Maus vorgestellt werden.

Drei Unternehmensgruppen, die Qmilch IP GmbH, die Qmilch Holding GmbH und die Qmilch Deutschland GmbH, sind es inzwischen, die sich mit dieser nachhaltigen Idee für die Bekleidungsindustrie beschäftigen. Sie sammeln nicht mehr „verkehrsfähige“ Milch von Bauern in ganz Deutschland. Und suchen immer nach weiteren Spendern. Ein speziell entwickeltes Logistik-System soll die Sammlung optimieren um so die Menge an ungenutzter Milch auf ein Minimum herunter zu brechen. Langfristiges Ziel von Qmilk: Den deutschen, aber auch den internationalen Milchmarkt zu revolutionieren. Weitere Informationen und die Möglichkeit, sich selbst zu beteiligen finden Sie auf der Website von Qmilk.

Dafür vergeben wir volle 5 Stämmchen!

 

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Sep 12

Umso größer das Projekt umso unbedarfter und jugendlich-frecher muss man wohl sein. Die Weltmeere vom Plastikmüll befreien? Weiterhin völlig begeistert sind wir von dem jungen Boyan Slat, der sich mit zarten 19 Jahren dieses scheinbar unbewältigbare Projekt auf die Fahnen geschrieben hat. Gerne weisen wir in dem Zusammenhang im Text auf die Spenden-Plattform des Studenten für Luft- und Raumfahrttechnik hin, der für sein gigantisches Vorhaben natürlich noch Geld braucht. 

Wer die Weltmeere von Plastikmüll befreien möchte – wir sprechen hier von einer Fläche von rund 360 Millionen Quadratkilometern, ein paar Süßwasser abgezogen – den schaut man erst mal mitleidig an. Das konnte aber den jungen Boyan Slat nicht abhalten seine Vision weiterzuverfolgen. Hier sehen Sie den Burschen bei einer Rede vor einem ausgesuchten Publikum bei TED:

Zu der Innovation: Anstatt eines Netzes besteht der gigantische Müllschlucker aus einem schwebenden Ausleger. Dessen Filteranlagen können nicht nur den Plastikmüll abfischen, sie verschonen dabei auch Lebewesen wie Fische oder Plankton, denn darauf kommt es freilich an. Slat zufolge verbrauche die Maschine weder Benzin noch Strom. Der riesige Filter-Apparat wird von Sonnenenergie und den Gezeiten betrieben. Würde das Konzept umgesetzt, dann wäre die derzeit nur im Modell vorgestellte Anlage so effizient, dass es nur rund fünf Jahre brauchte, den gesamten Plastikmüll in allen Weltmeeren zu beseitigen, so die Hochrechnung. Ganz nebenbei könnten aber durch das Recycling der gesammelten Abfälle rund 500 Millionen US-Dollar pro Jahr gewonnen werden. Dies entspräche um ein Vielfaches den prognostizierten Ausgaben für Entwicklung und Produktion der Anlage.

So. Und dieser junge Mann hat nun die Ocean Cleanup Foundation gegründet, um genug Mittel für die Weiterentwicklung seiner Innovation und gigantischen Umweltschutzmaschine zu beschaffen. Spenden Sie im eigenen Sinn für dieses Mega-Projekt. Hier geht es zur Website.

Zum Hintergrund: Das viele Plastik, das sich schon heute in den Ozeanen befindet, zersetzt sich über Jahrzehnte und sondert dabei stetig Schadstoffe ab. Diese kleinsten Plastikteilchen töten unzählige Tiere. So wird zum Beispiel bei Seevögeln die Verdauung behindert, die Tiere können nicht mehr fressen und verhungern. Zudem – und spätestens das geht uns alle an: Diese Kleinstteile kommen über die normale Nahrungskette schließlich auf ihren Teller, denn wir verzehren letztlich Fische und Meeresprodukte.

Diese Idee ist so gigantisch wie aberwitzig und genial: Nochmal 5 Stämmchen.

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