Jun 27

Mit Lina ist es niederländischen Studenten gelungen, das erste Elektroauto aus Biomaterialien herzustellen. Das macht es besonders nachhaltig gegenüber den normalen Elektroautos. Es bleibt abzuwarten, ob Lina damit ein Einzelfall bleibt oder ob das Modell in Serie geht.

300 Kilogramm schwer, 80 Stundenkilometer schnell, 8 kW/ 11 PS stark. Lina ist die neuste Generation von Elektroautos. Oberflächlich kann das Modell zwar auch nur was die Konkurrenz zu bieten hat, und viel schneller kommen die Passagiere auch nicht mit dem Wagen voran.

Dafür steckt aber sonst ziemlich viel Gutes in dem schnittigen Fahrzeugmodell. Das gesamte Fahrgestell besteht ebenso wie die Innenausstattung und die Karosserie aus Biomaterialien. Richtig gehört, dieses Elektroauto ist im wahrsten Sinne des Wortes „bio“. Neben Bioplastik aus Zuckerrüben kommt auch Flachs zur Anwendung. Beides ist überaus stabil und wirkt auf den ersten Blick nicht anders, als der normale Kunststoff, der sonst in Autos verbaut wird. Entwickelt wurde Lina  von Studenten an der TU/ecomotive im niederländischen Eindhoven.

Lina geht auf Tour

Neben der umweltfreundlichen Hülle steckt viel Technik im Gefährt. Dazu zählt die so genannte Nahfunk NFC Technologie. Dadurch erkennt das Auto eigenständig, welcher Fahrer gerade am Steuer sitzt. Das optimiert Lina für den ökologischen Carsharing Trend. Wie gut sich das Auto aber tatsächlich im Vergleich zu seinen normalen Elektrovorgängern macht, wollten die Studenten jüngst auf dem Shell Eco-marathon herausfinden. Dieser fand Ende Mai in London statt und soll den Auftakt bilden zu einer Vorstellungsrunde im Juni, die Lina durch die ganzen Niederlande führt. Ziel ist es, auf das Projekt und seine Möglichkeiten Aufmerksam zu machen und damit vielleicht den Grundstein zu legen für eine ganze Generation neuer Bioautos.

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Jun 20

Mit einer recycelten Einkaufstasche im lustigen Design eines Meerestieres will eine indonesisch-deutsche Initiative auf ihren Kampf gegen Plastikmüll im Meer aufmerksam machen. Nun startet das Crowdfunding, damit ordentlich Kapital zusammenkommt.

Eine kleine pinke Qualle mit großen Kulleraugen, das ist das Design der Taschen von Tasini, einer indonesisch-deutschen Initiative die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, nicht nur niedliche Taschen zu entwerfen, sondern damit etwas für den Umweltschutz zu tun. Und das ist bitter nötig, denn Plastik gilt immer noch als größtes Problem für die Umwelt. Es baut sich nicht selbstständig ab und kann für Meeresbewohner außerdem zur großen Gefahr werden, wenn sie sich in Plastiktüten verheddern oder einzelne Teile verschlucken. Inzwischen schwimmen auf den Ozeanen weltweit richtige Müllteppiche. Um das künftig zu vermeiden und auf die Wichtigkeit des Verzichtes auf Plastik als Verpackungsmaterial hinzuweisen, soll es ein modisches Accessoire mit nachhaltiger Wirkung geben.

Crowdfunding für „Making Oceans Plastic Free“ gestartet

Unter dem Motto „Making Oceans Plastic Free“ soll es bald die Qualle geben, die komplett wasserabweisend ist und außerdem allein aus recyceltem Plastikabfall besteht. Zusätzlich zur Tasche sind weitere Accessoires geplant, wie zum Beispiel Schlüsselanhänger. Die Gründer unter Leitung von Wissenschaftler Roger Spanz wollen damit den Spaß am Umweltschutz wecken.

Das ist gerade in Indonesien sehr nötig, denn das Land gilt als einer der größten Plastiksünder auf der Welt. Derzeit gibt es 1.000 Plastiktaschen als Prototypen. Mit dem eingenommenen Kapital sollen viele weitere Tasini folgen. Eine allein ersetzt locker 400 Plastiktüten. Die Herstellung findet unter höchsten Umweltstandards direkt in Indonesien statt. Erste Kleininvestoren haben bereits etwa 4.000 Dollar bereitgestellt. 25.000 Dollar sollen nun über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo weiter gesammelt werden, um die Projektidee vollends zu realisieren.

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Apr 20

Kuhmist ist in der Landwirtschaft ein bewährtes Düngemittel, das zwar zum Himmel stinkt aber seinen Zweck tadellos erfüllt. Doch wer bitte möchte von einem Teller aus Kuhmist essen? Wenn es nach einem Bauer aus Italien geht, bald jeder!

Recycling der besonderen Art ist das, was die kreative Tätigkeit von Gianantonio Locatelli wohl am besten umschreiben dürfte. Der 61 Jahre alte Bauer aus Italien hat eine effiziente Möglichkeit gefunden, den anfallenden Mist seiner Kühe sinnvoll zu nutzen. Er produziert Schüsseln und Teller daraus. Und die Produktion läuft, denn immerhin nennt Locatelli mehrere Höfe sein Eigen, auf deren Feldern mehr als 3.500 Kühe grasen.

Aus Gülle wird Strom für die Höfe

Schon bevor er auf seinen Einfall kam, war Locatelli ein Mann mit Erfindungsreichtum. Seine Kühe gaben nicht nur Milch, um den beliebten Grana Padano-Hartkäse herzustellen. Aus der Gülle der Kühe wird bislang Energie gewonnen in der eigenen Biogasanlage. Den Strom nutzt der findige Bauer für die Höfe. Das Kühlwasser, welches in den Anlagen anfällt, leitet der überzeugte Recycler auch nicht einfach in die Kanalisation. Er heizt damit lieber und spart sich wertvolle Ausgaben. Die Frage blieb, was lässt sich aus den Abfällen des Dung machen, die bei der Verwertung in der Biogasanlage übrig bleiben? Die Antwort: Merdacotta.

Merdacotta – Terrakotta aus Dung

Die Bezeichnung ist ein Wortspiel aus Terrakotta-Keramik und Kuhmist. Um die eigenwillige Keramik herzustellen braucht es lediglich den Dungabfall und Lehm. Dazu kommen noch einige Geheimzutaten und fertig ist der Werkstoff, aus dem sich neben Geschirr auch Pflanzgefäße, Ziegeln oder Kacheln herstellen lassen. Wer sehen möchte wie so etwas aussieht, der kann das Museum besuchen.

Im Museo della merda  im beschaulichen Castelbosco sind sie nämlich ausgestellt, die unterschiedlichen Keramiken. Und nicht nur die Werke des kreativen Bauern haben es bis in das Museum geschafft, auch andere Produkte aus Mist sind zu sehen und die sollen zeigen, wie wertvoll und nützlich selbst Dung noch sein kann. Für so viel Erfindergeist gab es da natürlich auch einen Preis, Locatelli durfte sich bereits 2016 über den Mailänder Design Preis freuen, der ihm auf der gleichnamigen Messe verliehen wurde.

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Apr 05

Auf Hawaii gibt es angeblich kein Bier, in München steht ein Hofbräuhaus – dafür steht in Houston, Texas ein Wohnhaus das mehr oder weniger aus Bierdosen besteht.

Bereits 1968 begann John Milkovisch mit der Arbeit an seinem Beer Can House. Leichter als dem Haus einen neuen Anstrich zu verpassen, soll er damals gedacht hat. Was er inzwischen geschaffen hat wurde in Houston inzwischen zu einer kleinen Touristensensation. Und wahrscheinlich auch ein Biermuseum, schließlich hat Milkovisch so manche Dose von Biermarken verbaut, die es längst nicht mehr gibt.

Übrigens, auf dem Fotodienst Flickr hat sich inzwischen auch schon eine kleine Fangemeinde gebildet, die dort ihre Fotos an einer Stelle versammelt: Beer Can House

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Dez 10

Eine kleine Brauerei mit einer großen Idee. Die Verpackungsringe ihrer Bierdosen sollen durch das enthaltene Plastik nicht länger die Natur verschmutzen, stattdessen sollen sie zu deren Erhalt beitragen. Dabei hilft eine eindrucksvolle Idee die schon jetzt für enorme mediale Aufmerksamkeit sorgt.

In den USA ist es üblich, die beliebten Sixpacks Bier mit Plastikringen zusammen zu halten. Diese sorgen nicht nur für große Müllberge, sie landen auch immer wieder in den Ozeanen und verursachen dort große Probleme.

Nicht nur die Tatsache, dass sich Plastik nicht abbaut und dort noch Jahrhunderte verweilen wird, ist beängstigend für Umweltschützer. Auch die Gefahren für kleine Meeresbewohner, die sich in den runden Öffnungen verfangen und zu Tode kommen können macht die Sache mit dem ungetrübten Biergenuss nicht besser. Bis jetzt, denn eine kleine Brauerei aus dem sonnigen Florida hat eine Idee. Sie wollen die Verpackungen künftig aus einem speziellen Ökomaterial herstellen, welches sich zu 100 Prozent biologisch abbauen lässt und nicht nur das, Fischen und Schildkröten dienen die Ringe zusätzlich als Futterquelle.

Ein einfaches Motto mit Wirkung

Nach dem Motto „Wir wollen die Fische nicht töten, wir wollen sie füttern“ sorgt die Werbeaktion der Saltwater Brewery schon jetzt für Billionen von begeisterten Fans, ohne dass die Aktion vorher groß angekündigt wurde. In Zusammenarbeit mit der New Yorker Werbeagentur WeBelievers solle die neuen Öko-Ringe nun auf den Markt kommen und natürlich im besten Fall nicht nur für das eigene Bier als Halterung dienen, sondern künftig für alle Hersteller als effizienter und umweltbewusster Ersatz herhalten. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg, doch den sozialen Medien sei Dank, mit der Unterstützung so vieler Fans ist die Werbewirkung jetzt schon enorm und damit sind die Wege geebnet für künftig noch viel mehr Verpackungen dieser Art.

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Jun 22

Ein deutscher Autoreifenhersteller entwickelt ein einzigartiges Verfahren in Sachen Nachhaltigkeit. Künftig soll der Kautschuk im Reifen aus Löwenzahn gewonnen werden. Das ist nicht nur umweltbewusst, sondern auch innovativ.

Der neue Naturkautschuk verspricht viele Vorteile für den Reifenhersteller Continental. Es soll nicht nur umweltbewusst und damit nachhaltig produzierbar sein, es soll sich auch auf die Motorschwingungen positiv auswirken. Diese reduzieren sich nachweislich und sorgen für einen besseren Gripp auf der Fahrbahn. Für so viel Innovation wurden die Entwickler bereits im Jahr 2015 sogar mit dem „Joseph-von-Fraunhofer-Preis“ geehrt. Das einzigartige „Projekt Kautschuk aus Löwenzahl“ stellt damit ganz neue Weichen für die Zukunft einer ganzen Industrie.

Innovationen für die Zukunft

Angebaut wird der neue Naturstoff im Fraunhofer Institut für Molekularbiologie. Das Entwicklungsprojekt soll langfristig dafür sorgen, dass auf günstigem Wege der Kautschuk ersetzt werden kann und zwar ganz industriell und trotzdem absolut naturnah. Bislang erreicht der Naturkautschuk einen Prozentanteil zwischen 10 und 30 Prozent, je nach Reifentyp. Das Geheimnis liegt in der Löwenzahnart. Diese stammt aus Russland und hat sich als besonders effizient gezeigt, da er auf Böden wächst, die sich aufgrund von Nährstoffarmut nicht zum Anbau von Obst und Gemüse eignen. So nimmt der Löwenzahn beim Anbau keinen wertvollen Raum ein.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Automobilen und den stark begrenzten Anbaugebieten des derzeitigen Kautschuks, bietet der Löwenzahn-Kautschuk die Chance, den Markt umweltfreundlich zu erweitern und das nicht etwa in Brasilien oder Indonesien, sondern direkt vor der eigenen Tür. Das macht das Produkt nicht nur preislich interessant, es bietet zudem die qualitativ gleichen positiven Eigenschaften wie der herkömmliche Kautschuk.

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Apr 12

800.000 Tonnen Chicoréewurzel landen pro Jahr im Müll. Sie sind das Überbleibsel der jährlichen Salatproduktion. Dabei haben sie für die Wissenschaft und Technik ein ungeheuren Wert, denn aus ihnen lässt sich die Grundbasis für die Kunststoffherstellung gewinnen. Wissenschaftler tüfteln jetzt an den Feinheiten.

Aus ganz normalen Chicoréewurzel kann Hydroxymethylfurfural (kurz HMF) gewonnen werden. Dieses wird durch die verbliebenen Kohlenhydrate gebildet, die nicht für die Produktion der Chicoréeblätter von der Pflanze genutzt werden. Bislang landeten die übrigen Bestandteile, die nicht in die Lebensmittelindustrie gingen, in der Abfalltonne. Dabei ist der Gewinnungsprozess eigentlich gar nicht so kompliziert und das Ergebnis lohnenswert. Wissenschaftler an der Universität in Hohenheim tüfteln deswegen an einem Verfahren, die Chicoréewurzeln gezielter zu nutzen und das in immer gleicher Qualität.

Kontrollierte Zucht-Bedingungen im Labor

Möglich machen das kontrolliert Bedingungen im Labor. Für den Chicorée kein ungewöhnlicher Ort, denn auch das verzehrfertige Gemüse landet nach einigen Monaten auf dem Feld zunächst zur weiter Züchtung im Labor, ehe es nach etwa ein bis zwei Jahren für den Markt geerntet werden kann. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Anzucht des Wurzelgemüses nicht von den sonstigen Anzuchtbedingungen. In diesem Fall wird allerdings die eigentliche Wurzel nicht weggeworfen, sie durchläuft stattdessen mehrere Verfahren von der Zerkleinerung bis zu einer Erhitzung über 200 Grad. Dadurch löst sich das HMF aus den übrigen Bestandteilen und kann für die spätere Produktion von Kunststoff gewonnen werden.

Für Kunststoffproduktion und Biogas gleichermaßen interessant

Bislang geschah das aus Erdöl, doch das ist weder gut für die Umwelt, noch rentabel. Das HMF aus dem Gemüse ist sehr viel hochwertiger, denn dadurch können zum Beispiel dünnhäutigere PET-Flaschen erzeugt werden. Außerdem lässt es sich perfekt für die Produktion von Polyester, Nylon und Perlon einsetzen. Bis zur fertigen Produktion allerdings müssen noch elf weitere Bestandteile dazu kommen. Damit das langfristig gelingt und auf Erdölbestandteile verzichtet werden kann ist es allerdings noch ein langer Weg, denn zunächst muss die Produktion von HMF stabil laufen und das ganze Jahr hindurch Rohstoffe verfügbar gemacht werden. Bislang gilt Chicorée allerdings als Saisonware. Die Arbeit an diesem Thema lohnt sich, denn im Großhandel bringt ein Kilo HMF 2.000 Euro ein. Das kann neben der Produktion von Kunststoff auch für die Erzeugung von Biogas verwendet werden. Ein natürliches Produkt mit Zukunftscharakter.

Quelle: www.uni-hohenheim.de

Für diese Idee vergeben wir volle Punktzahl: satte 5 Stämmchen!

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Mrz 18

In armen Regionen leiden viele Menschen darunter, kein sauberes Trinkwasser konsumieren zu können. Schwedische Wissenschaftler haben eine mobile Wasserfilteranlage entwickelt, die unabhängig vom örtlichen Stromnetz arbeitet. Mit Hilfe von Solarzellen wird genug Energie gewonnen, um die Filteranlagen betreiben zu können. Auf diese Weise werden Krankheiten bereits im Vorfeld verhindert.

Die Bereitstellung mobiler Wasserfilteranlagen, die mit Hilfe von Solarenergie arbeiten, ist ein gemeinschaftliches Projekt der Firma Watersprint und des Yunus Centers in Bangladesch. Die Anlagen werden aufgestellt und anschließend von Einheimischen geleitet. Sie verkaufen das saubere Trinkwasser für wenig Geld und haben damit eine kleine Einnahmequelle.

MPC – Micro Production Centers

Die solarbetriebenen Wasserfilteranlagen heißen MPC – Micro Production Centers und sind mit einer einzigen Solarzelle versehen. Die gesamte Anlage wiegt 16 Kilogramm. Da der Stromverbrauch sehr gering ist, lädt die Solarzelle außerdem eine integrierte Batterie auf. Diese kommt nachts zum Einsatz, wenn kein Sonnenlicht zur Verfügung steht. Damit arbeitet das gesamte System absolut unabhängig von der örtlichen Stromversorgung.

Die Überwachung der Geräte erfolgt mit Hilfe eines Wifi-Moduls und integrierter Software, die die Betreiber sofort per SMS informiert, sollte es zu Unregelmäßigkeiten kommen.

Notwendigkeit

Da es aktuell mehr als 750 Millionen Menschen auf der Welt gibt, die keine Möglichkeit haben, sauberes Trinkwasser zu nutzen, liegt die Notwendigkeit solcher mobiler Wasserfilteranlagen ganz klar auf der Hand. Inzwischen hat auch die UN die Wichtigkeit solcher Anlagen bestätigt, indem ein Vertrag über die Bereitstellung von 500 weiteren MPCs in Bangladesch geschlossen wurde. Anschließend sollen dann auch andere Länder mit diesen Geräten versorgt werden.

Das ist uns ganze 5 Stämme wert!

Quelle: green.wiwo.de, www.watersprint.se

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Jan 22

Bei einem einzigen Duschgang fließen im Schnitt 20 bis 40 Liter Wasser in den Abfluss. Da kommt auf lange Sicht ganz schön etwas zusammen. Für diejenigen, die ihren Wasserbrauch auch der Umwelt zu liebe etwas regulieren möchten, gibt es bald einen Duschkopf, der wirklich dabei helfen kann effizienter zu duschen. Und das sogar recht pfiffig, wie wir meinen.

In unserer Gesellschaft ist es inzwischen üblich täglich zu duschen. Was je nach Beruf und sportlicher Betätigung auch legitim ist. Unbestritten ist, dass tägliches Duschen weder der Haut noch der Umwelt gut tun. Jetzt könnte das Duschen durch eine neue Entwicklung geradezu revolutioniert werden. Jedenfalls hilft sie dabei, das wertvolle Nass nicht zu verschwenden und gleichzeitig den Geldbeutel zu schonen: Ein pfiffiger Duschkopf namens Hydrao, erfunden im schönen Frankreich.

So funktioniert der innovative Duschkopf

Der Duschkopf leuchtet in verschiedenen Farben, die jederzeit genau über den Wasserverbrauch informiert. Leuchtet der Duschkopf grün, liegt der Verbrauch bei 0-10 Litern. Wird er blau, sind 10-30 Liter verbraucht. Rote Farbe zeigt einen Verbrauch von 30-50 Litern an. Kritisch wird es, wenn das Rot beginnt zu blinken. Dann ist das eigentliche Limit von 50 Litern erreicht und überschritten. Selbstverständlich kann das Limit ganz individuell angepasst werden.

Statistiken und konkrete Auswertungen

Aber der Duschkopf kann noch viel mehr. Er verbraucht keinen Strom, um in den verschiedenen Farben aufzuleuchten. Die Energie wird einfach aus dem Wasserfluss gewonnen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit den Hydrao mit dem Smartphone zu koppeln. Über die zugehörige App werden Statistiken zum Wasserverbrauch erstellt. So bekommt man eine kläre Übersicht über die Ersparnis.

Von uns gibt es dazu ganze 5 Stämmchen!
PS: Heute ist übrigens Tag der deutsch-französischen Freundschaft 🙂
Wir wünschen ein schönes Wochenende!

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Dez 16

Aus Italien kommt jetzt ein ganz neuer Biotreibstoff auf den Markt. Dieser soll den Treibstoff-Verkauf revolutionieren. Der Bio-Sprit kommt aus dem norditalienischen Modena und besteht aus grünen Algen. Für Forscher verwunderlich, da Deutschland doch als Hochburg auf diesem Gebiet gilt. Trotzdem wird Biosprit hierzulande noch immer aus Palmöl und Raps gewonnen, eigentlichen Futtermitteln. Die Grünalgen könnten diesen Bedarf jetzt überflüssig machen.

Im Meer und an den Stränden gelten Algen als lästiges Übel, hervorgerufen durch biochemische Prozesse im Wasser. Doch Algen produzieren Öl und dieses wiederum eignet sich hervorragend als Bio-Treibstoff. Die italienisch-russische Unternehmergruppe Teregroup will aus dieser Erkenntnis jetzt einen großen Profit machen. Die eigens geplante Demonstrationsanlage soll künftig Algen künstlich wachsen lassen, um aus ihnen Bio-Diesel herzustellen. Dazu kommen bestimmte Algen zum Einsatz, die 16 mal mehr Masse ergeben, als vergleichbare normale Grünalgen. Neben der schnellen Produktionsmöglichkeit ist auch die Einsparung wertvollen Ackerbodens von großem Vorteil. Die Idee ist allerdings nicht neu, denn Australien, Brasilien und die USA haben bereits erste Anlagen, um mit ihren Algen-Sprit zu erzeugen.

Kosten noch unüberschaubar

Allerdings soll die neue Anlage in Italien noch effizienter sein und doppelt soviel Sprit produzieren können wie vergleichbare Anlagen. Als erste Testanlage starten die Entwickler auf 100 m² Fläche. Dort werden die Algen angebaut, geerntet und gepresst. Durch eine Anreicherung von hochpreisigen Wertstoffen wie Omega-3-Fettsäuren erreichen die Entwickler, dass sich die biologische Bilanz insgesamt verbessert. Das gewonnene Öl wird mit gängigem Methanol versetzt. Während dieses Prozesses entsteht Glycerin, welches für die Kosmetik und Pharmaindustrie weiterverwendet wird. Allerdings nicht komplett, denn Glycerin sorgt beim Öl auch dafür, dass es selbst bei sehr niedrigen Temperaturen nicht gefriert. Alles was an Restrückständen übrig bleibt, geht als Dünger an die Landwirtschaft oder wird für die Verarbeitung von Tierfutter verwendet. Bislang ist es möglich, 20 % des benötigten Sprits in Dieselfahrzeugen durch Algen-Sprit zu ersetzen.

Effiziente Versorgung für die Zukunft

Wie viel der Kraftstoff später an der Tankstelle kosten soll, steht jetzt noch nicht fest. Die erste Industrieanlage ihrer Art soll etwa 8 Million Euro kosten und könnte dann später 3 Millionen Liter Wasser fassen, um darin Algen wachsen zu lassen. Hier schlummert ein großes Potenzial, eine Fläche von 40.000 km² könnte so ausreichen, die kompletten USA mit Algen-Treibstoff zu versorgen. Diese Fläche wäre halb so groß wie das Bundesland Hessen. Noch ist der Herstellungsprozess relativ aufwändig und kostenintensiv, doch bereits jetzt hat das europäische Parlament erste Gesetze zur Untersuchung freigegeben die festsetzen, dass normaler Dieseltreibstoff zu 6 % mit Bio-Diesel vermischt werden soll. In Deutschland erreicht man schon jetzt diese Quote. Mehr zum Algensprit im Energy-Mag.

Wir geben dafür saubere 5 Stämmchen und beide Daumen nach oben.

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