Jan 14

In Middelfart inmitten Dänemarks traumhafter Landschaft steht es, das erste biologische Haus. Und das verursacht keine Treibhausgase, lässt sich einfach auf- und wieder abbauen und bietet trotzdem einen exklusiven Wohnkomfort. Doch was kann das Haus, was andere Häuser nicht können?

Vorbei scheinen die Zeiten von Niedrigenergie-Häusern, denn längst gibt es neuartige, wirklich ökologische Alternativen wie das „Biologiske Hus“ in Dänemark. Hierbei handelt es sich um ein reines Upcycling-Projekt dänischer Architekten und das hat es in sich. Statt auf einem gängigen Beton-Fundament steht das dänische Haus auf einem Schraubpfahlfundament. Die Wände bestehen aus Kebony-Holz, das hat eine lange Lebensdauer und ist sehr hart und formstabil. Dach und Innenverkleidungen wurden aus unterschiedlichen Naturmaterialien gefertigt, unter anderem Stroh und Algen. Alles was verbaut ist findet seinen Ursprung in der Natur, allerdings aus nachwachsendem Anbau ohne die Landschaft auszubeuten.

Die Besonderheit ist neben der Materialauswahl aber auch die Bauweise des Hauses im praktischen Kastensystem. Dadurch ist es möglich, den Grundriss flexibel ganz den Bedürfnissen der Bewohner anzupassen. Und wollen diese umziehen, so können sie das Haus ganz einfach mitnehmen, denn es lässt sich recht unkompliziert abbauen und wieder neu zusammensetzen.

Heute einziehen und morgen nachhaltig wohnen

Noch wohnt allerdings niemand in dem Haus. Es ist Teil der Ausstellung „BIOTOPE“, eines großen Ausstellungsparks mit angeschlossenem Wissenszentrum für nachhaltiges Bauen in Middlefart. Hier können sich zukünftige Bauherren, aber auch Architekten über nachhaltiges Bauen informieren und sich inspirieren lassen von den Ideen, die dort schon Realität geworden sind. Noch steckt diese Bauform sicher in den Kinderschuhen, doch die Zukunft soll im Baubereich noch grüner werden und mit solchen einfachen Methoden und Baumaßnahmen ist das schon heute möglich.

Wir sammeln Biomüll, die Dänen bauen ein biologisches Haus. Dafür die Höchstwertung von 5 Stämmchen.

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Jan 04

Umweltschutz ist für jeden ein wichtiges Thema, und diesem können sich nun auch Jüngsten ganz spielerisch widmen. Mit dem Brettspiel „Expedition Ernte“ lernen Kinder und Erwachsene viel über die Pflanzen, deren Wachstum und Herkunft und nähern sich so Karte um Karte dem Thema Nachhaltigkeit an. Eine schöne Idee, die im kleinen Rahmen bereits erfolgreich angelaufen ist.

Das kleine Team um Alina Leber zeigt, worauf es wirklich ankommt. Eine Idee für den Umweltschutz zu entwickeln die nicht nur im Kopf und auf Flyern gut funktioniert, sondern die sich anfassen und erfahren lässt. Quasi Umweltschutz am Küchentisch. Und daran können jetzt Kinder und Erwachsene gleichermaßen teilhaben, beim Spiel „Expedition Ernte“.

Für Kinder ab 8 Jahren

Das haben die fünf Studenten der Universität Passau anlässlich des „5-Euro-Business“-Wettbewerbs entwickelt. Bestandteil des Spiels sind 70 Legekarten, auf denen die bekanntesten Obst-und Gemüsearten verzeichnet sind. Hier dürfen die Mitspieler eifrig raten, woher die einzelnen Sorten kommen, was in ihnen steckt aber auch, welche langen Wege sie in Kauf nehmen müssen bis in die heimische Küche und welche CO2-Bilanz sie zu verzeichnen haben. Das Spielbrett ist wie eine Landkarte aufgebaut, so lernen die Kleinen auch gleich noch etwas Geographie. Das Spielalter beginnt mit acht Jahren.

Tolle Spielidee auf Unterstützung angewiesen

Und weil Umweltbewusstsein bei der Entwicklung ja noch nicht aufhört, ist auch die Verpackung natürlich nachhaltig. In einem Stoffbeutel, statt in einem Pappkarton kommt „Expedition Ernte“ ganz originell bis ins eigene Haus. Sogar die Spielekarten bestehen aus recyceltem Papier. Noch wird allerdings im kleinen Rahmen produziert, denn die Spielentwickler sammeln noch Geld über EcoCrowd. Wer sich mit einer Spende an der Produktion beteiligen möchte, der kann dies über den Instagram-Account oder via Facebook (Expedition Ernte) machen. Auch eine Druckerei wird dringend gesucht, die auch kleine Abnahmemargen regeln kann und so das Spiel bald zum Erfolg trägt.

Wir sagen: Macht Spaß und ist lehrreich, dafür ganze 5 Stämmchen

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Okt 24

Normalerweise sind Berichte und Publikationen keine leichte Kost für den Leser, in diesem Fall aber schon. Die Schweizer Franke Gruppe präsentiert ihren Nachhaltigskeitsbericht 2016 nämlich vollkommen umweltbewusst zum Aufessen. Eine geniale Idee mit echtem Mehrwert.

Als internationaler Anbieter von Großküchen, Haushaltsküchen und allen Produkten des Hygienebereichs veröffentlicht die Franke Gruppe auch Jahr für Jahr einen Bericht ihrer Arbeit. Dabei steht das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund, setzt sich das Unternehmen überaus bereitwillig für eine bessere Welt ein. Für die Veröffentlichung wählte man im Jahr 2016 aber nicht einfach nur das Thema „Nachhaltigkeit“, man setzte es gleich auch eindrucksvoll in die Tat um, indem man den kompletten Bericht inklusive anschaulicher Fotos auf essbares Papier mit Lebensmittelfarbe druckte. Ein Aufwand der sich lohnte, denn so groß waren die Werbewirkung und das Interesse an einem so simplen Dokument selten.

Ein Bericht erfüllt internationale Umweltstandards

Der Bericht selbst entstand in Zusammenarbeit mit Swisscontent. Letzteres Unternehmen zeigte sich nicht nur für die Auswahl des Designs verantwortlich, sondern übernahm auch redaktionelle Aufgaben, sowie den Druck. Inhaltlich sind dabei Kapitel über soziale Verantwortung, Ökologie, Businessaktivitäten, Nachhaltigkeitsbemühungen, Ökonomie und Produktverantwortung, sowie die Gesamtperformance und die Zukunftsziele der gesamten Franke Gruppe entstanden.

Ist alles ausgelesen, dann wandert das Papier nicht in den Müll, sondern in den Magen der hungrigen Leser. Das ist nicht nur witzig und sättigend, es untermauert zugleich das Umweltbemühen des Unternehmens und setzt damit ganz neue Maßstäbe. Nicht nur in den Köpfen der interessierten Leser, sondern auch auf internationaler Ebene, denn der Bericht erfüllt alle Anforderungen der so genannten Global Reporting Initiative (kurz GRI) und hält sich dabei an den GRI-Standard. Dabei handelt es sich um eine unabhängige Organisation, die Unternehmen, Regierungen und Organisationen hilft, ein Verständnis für Themen wie Klimawandel, Korruption und Menschenrechte aufzubauen. Gleichzeitig stellt der Bericht einen Fortschritt zum „United Global Compact“ dar.

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Aug 28

In Dritte Welt Ländern wie Indien leiden die Menschen oft unter der großen Hitze. Herkömmliche Klimaanlagen können sich trotzdem die Wenigsten leisten, denn die sind teuer in der Anschaffung und brauchen zudem auch viel Strom. Ein cleverer Tüftler hat deshalb eine Anlage entwickelt, die komplett aus Plastikflaschen besteht.

Mitten im kleinen indischen Ort Daulatdia hat Grey Dhaka eine außergewöhnliche und zugleich ungemein praktische Klimaanlage entwickelt die nicht nur billig in der Herstellung ist, sondern ganz ohne Strom auskommt. Die Idee entstammt der Notwendigkeit, sich in der Hitze trotzdem kühl zu halten und das quasi vollkommen kostenlos und ganz nebenbei auch noch umweltbewusst. Die Werkstoffe für die Klimaanlage bleiben nämlich überschaubar. Sie besteht in der Hauptsache aus Plastikflaschen, die an einem Karton befestigt werden. Die Konstruktion ist so einfach wie genial.

Bis zu fünf Grad kühlere Raumluft

Zunächst wird der Karton durchlöchert, damit dort später die Plastikflaschen hineinpassen. Dann halbiert Dhaka die Flaschen und steckt sie durch die Löcher. Die „Klimaanlage“ wird dann in Fensteröffnungen oder Türen gesteckt. Die Luft strömt durch die Plastikflaschen und wird dadurch abgekühlt. Das System funktioniert ähnlich der Atemluft, wenn das Ausatmen über gespitzte Lippen erfolgt. Auch dadurch ist die Luft kühler als beim normalen Ausatmen.

Der Kühlungseffekt ist unmittelbar, allerdings sind dem System Grenzen gesetzt. Es schafft es, die Raumtemperatur um etwa fünf Grad abzusenken und das dauerhaft, solange es eben installiert ist. Mehr ist allerdings nicht möglich, dann braucht es schon die elektrischen Anlangen, um eine intensive Kühle zu erreichen. Gesünder für Mensch und Umwelt ist diese Plastikvariante in jedem Fall und noch dazu ein hilfreicher Beitrag zum Recycling in einem Land, in dem das Thema noch vollkommenes Neuland ist.

Eine recycling Idee die dazu noch einfach umzusetzen ist. Wir sagen: 5 Stämmchen.

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Jun 27

Mit Lina ist es niederländischen Studenten gelungen, das erste Elektroauto aus Biomaterialien herzustellen. Das macht es besonders nachhaltig gegenüber den normalen Elektroautos. Es bleibt abzuwarten, ob Lina damit ein Einzelfall bleibt oder ob das Modell in Serie geht.

300 Kilogramm schwer, 80 Stundenkilometer schnell, 8 kW/ 11 PS stark. Lina ist die neuste Generation von Elektroautos. Oberflächlich kann das Modell zwar auch nur was die Konkurrenz zu bieten hat, und viel schneller kommen die Passagiere auch nicht mit dem Wagen voran.

Dafür steckt aber sonst ziemlich viel Gutes in dem schnittigen Fahrzeugmodell. Das gesamte Fahrgestell besteht ebenso wie die Innenausstattung und die Karosserie aus Biomaterialien. Richtig gehört, dieses Elektroauto ist im wahrsten Sinne des Wortes „bio“. Neben Bioplastik aus Zuckerrüben kommt auch Flachs zur Anwendung. Beides ist überaus stabil und wirkt auf den ersten Blick nicht anders, als der normale Kunststoff, der sonst in Autos verbaut wird. Entwickelt wurde Lina  von Studenten an der TU/ecomotive im niederländischen Eindhoven.

Lina geht auf Tour

Neben der umweltfreundlichen Hülle steckt viel Technik im Gefährt. Dazu zählt die so genannte Nahfunk NFC Technologie. Dadurch erkennt das Auto eigenständig, welcher Fahrer gerade am Steuer sitzt. Das optimiert Lina für den ökologischen Carsharing Trend. Wie gut sich das Auto aber tatsächlich im Vergleich zu seinen normalen Elektrovorgängern macht, wollten die Studenten jüngst auf dem Shell Eco-marathon herausfinden. Dieser fand Ende Mai in London statt und soll den Auftakt bilden zu einer Vorstellungsrunde im Juni, die Lina durch die ganzen Niederlande führt. Ziel ist es, auf das Projekt und seine Möglichkeiten Aufmerksam zu machen und damit vielleicht den Grundstein zu legen für eine ganze Generation neuer Bioautos.

Für dieses biologische transportmittel vergeben wir 5 Stämmchen.

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Jun 20

Mit einer recycelten Einkaufstasche im lustigen Design eines Meerestieres will eine indonesisch-deutsche Initiative auf ihren Kampf gegen Plastikmüll im Meer aufmerksam machen. Nun startet das Crowdfunding, damit ordentlich Kapital zusammenkommt.

Eine kleine pinke Qualle mit großen Kulleraugen, das ist das Design der Taschen von Tasini, einer indonesisch-deutschen Initiative die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, nicht nur niedliche Taschen zu entwerfen, sondern damit etwas für den Umweltschutz zu tun. Und das ist bitter nötig, denn Plastik gilt immer noch als größtes Problem für die Umwelt. Es baut sich nicht selbstständig ab und kann für Meeresbewohner außerdem zur großen Gefahr werden, wenn sie sich in Plastiktüten verheddern oder einzelne Teile verschlucken. Inzwischen schwimmen auf den Ozeanen weltweit richtige Müllteppiche. Um das künftig zu vermeiden und auf die Wichtigkeit des Verzichtes auf Plastik als Verpackungsmaterial hinzuweisen, soll es ein modisches Accessoire mit nachhaltiger Wirkung geben.

Crowdfunding für „Making Oceans Plastic Free“ gestartet

Unter dem Motto „Making Oceans Plastic Free“ soll es bald die Qualle geben, die komplett wasserabweisend ist und außerdem allein aus recyceltem Plastikabfall besteht. Zusätzlich zur Tasche sind weitere Accessoires geplant, wie zum Beispiel Schlüsselanhänger. Die Gründer unter Leitung von Wissenschaftler Roger Spanz wollen damit den Spaß am Umweltschutz wecken.

Das ist gerade in Indonesien sehr nötig, denn das Land gilt als einer der größten Plastiksünder auf der Welt. Derzeit gibt es 1.000 Plastiktaschen als Prototypen. Mit dem eingenommenen Kapital sollen viele weitere Tasini folgen. Eine allein ersetzt locker 400 Plastiktüten. Die Herstellung findet unter höchsten Umweltstandards direkt in Indonesien statt. Erste Kleininvestoren haben bereits etwa 4.000 Dollar bereitgestellt. 25.000 Dollar sollen nun über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo weiter gesammelt werden, um die Projektidee vollends zu realisieren.

Wir sind gespannt und vergeben ganze 5 Stämmchen.

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Apr 20

Kuhmist ist in der Landwirtschaft ein bewährtes Düngemittel, das zwar zum Himmel stinkt aber seinen Zweck tadellos erfüllt. Doch wer bitte möchte von einem Teller aus Kuhmist essen? Wenn es nach einem Bauer aus Italien geht, bald jeder!

Recycling der besonderen Art ist das, was die kreative Tätigkeit von Gianantonio Locatelli wohl am besten umschreiben dürfte. Der 61 Jahre alte Bauer aus Italien hat eine effiziente Möglichkeit gefunden, den anfallenden Mist seiner Kühe sinnvoll zu nutzen. Er produziert Schüsseln und Teller daraus. Und die Produktion läuft, denn immerhin nennt Locatelli mehrere Höfe sein Eigen, auf deren Feldern mehr als 3.500 Kühe grasen.

Aus Gülle wird Strom für die Höfe

Schon bevor er auf seinen Einfall kam, war Locatelli ein Mann mit Erfindungsreichtum. Seine Kühe gaben nicht nur Milch, um den beliebten Grana Padano-Hartkäse herzustellen. Aus der Gülle der Kühe wird bislang Energie gewonnen in der eigenen Biogasanlage. Den Strom nutzt der findige Bauer für die Höfe. Das Kühlwasser, welches in den Anlagen anfällt, leitet der überzeugte Recycler auch nicht einfach in die Kanalisation. Er heizt damit lieber und spart sich wertvolle Ausgaben. Die Frage blieb, was lässt sich aus den Abfällen des Dung machen, die bei der Verwertung in der Biogasanlage übrig bleiben? Die Antwort: Merdacotta.

Merdacotta – Terrakotta aus Dung

Die Bezeichnung ist ein Wortspiel aus Terrakotta-Keramik und Kuhmist. Um die eigenwillige Keramik herzustellen braucht es lediglich den Dungabfall und Lehm. Dazu kommen noch einige Geheimzutaten und fertig ist der Werkstoff, aus dem sich neben Geschirr auch Pflanzgefäße, Ziegeln oder Kacheln herstellen lassen. Wer sehen möchte wie so etwas aussieht, der kann das Museum besuchen.

Im Museo della merda  im beschaulichen Castelbosco sind sie nämlich ausgestellt, die unterschiedlichen Keramiken. Und nicht nur die Werke des kreativen Bauern haben es bis in das Museum geschafft, auch andere Produkte aus Mist sind zu sehen und die sollen zeigen, wie wertvoll und nützlich selbst Dung noch sein kann. Für so viel Erfindergeist gab es da natürlich auch einen Preis, Locatelli durfte sich bereits 2016 über den Mailänder Design Preis freuen, der ihm auf der gleichnamigen Messe verliehen wurde.

In vielerlei Hinsicht umweltfreundlich: 5 Stämmchen!

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Apr 05

Auf Hawaii gibt es angeblich kein Bier, in München steht ein Hofbräuhaus – dafür steht in Houston, Texas ein Wohnhaus das mehr oder weniger aus Bierdosen besteht.

Bereits 1968 begann John Milkovisch mit der Arbeit an seinem Beer Can House. Leichter als dem Haus einen neuen Anstrich zu verpassen, soll er damals gedacht hat. Was er inzwischen geschaffen hat wurde in Houston inzwischen zu einer kleinen Touristensensation. Und wahrscheinlich auch ein Biermuseum, schließlich hat Milkovisch so manche Dose von Biermarken verbaut, die es längst nicht mehr gibt.

Übrigens, auf dem Fotodienst Flickr hat sich inzwischen auch schon eine kleine Fangemeinde gebildet, die dort ihre Fotos an einer Stelle versammelt: Beer Can House

Recycling in völlig neuer Dimension, wir vergeben 5 Stämmchen.

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Dez 10

Eine kleine Brauerei mit einer großen Idee. Die Verpackungsringe ihrer Bierdosen sollen durch das enthaltene Plastik nicht länger die Natur verschmutzen, stattdessen sollen sie zu deren Erhalt beitragen. Dabei hilft eine eindrucksvolle Idee die schon jetzt für enorme mediale Aufmerksamkeit sorgt.

In den USA ist es üblich, die beliebten Sixpacks Bier mit Plastikringen zusammen zu halten. Diese sorgen nicht nur für große Müllberge, sie landen auch immer wieder in den Ozeanen und verursachen dort große Probleme.

Nicht nur die Tatsache, dass sich Plastik nicht abbaut und dort noch Jahrhunderte verweilen wird, ist beängstigend für Umweltschützer. Auch die Gefahren für kleine Meeresbewohner, die sich in den runden Öffnungen verfangen und zu Tode kommen können macht die Sache mit dem ungetrübten Biergenuss nicht besser. Bis jetzt, denn eine kleine Brauerei aus dem sonnigen Florida hat eine Idee. Sie wollen die Verpackungen künftig aus einem speziellen Ökomaterial herstellen, welches sich zu 100 Prozent biologisch abbauen lässt und nicht nur das, Fischen und Schildkröten dienen die Ringe zusätzlich als Futterquelle.

Ein einfaches Motto mit Wirkung

Nach dem Motto „Wir wollen die Fische nicht töten, wir wollen sie füttern“ sorgt die Werbeaktion der Saltwater Brewery schon jetzt für Billionen von begeisterten Fans, ohne dass die Aktion vorher groß angekündigt wurde. In Zusammenarbeit mit der New Yorker Werbeagentur WeBelievers solle die neuen Öko-Ringe nun auf den Markt kommen und natürlich im besten Fall nicht nur für das eigene Bier als Halterung dienen, sondern künftig für alle Hersteller als effizienter und umweltbewusster Ersatz herhalten. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg, doch den sozialen Medien sei Dank, mit der Unterstützung so vieler Fans ist die Werbewirkung jetzt schon enorm und damit sind die Wege geebnet für künftig noch viel mehr Verpackungen dieser Art.

Für diesen mehrfach Nutzen vergeben wir 5 Stämmchen.

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Jun 22

Ein deutscher Autoreifenhersteller entwickelt ein einzigartiges Verfahren in Sachen Nachhaltigkeit. Künftig soll der Kautschuk im Reifen aus Löwenzahn gewonnen werden. Das ist nicht nur umweltbewusst, sondern auch innovativ.

Der neue Naturkautschuk verspricht viele Vorteile für den Reifenhersteller Continental. Es soll nicht nur umweltbewusst und damit nachhaltig produzierbar sein, es soll sich auch auf die Motorschwingungen positiv auswirken. Diese reduzieren sich nachweislich und sorgen für einen besseren Gripp auf der Fahrbahn. Für so viel Innovation wurden die Entwickler bereits im Jahr 2015 sogar mit dem „Joseph-von-Fraunhofer-Preis“ geehrt. Das einzigartige „Projekt Kautschuk aus Löwenzahl“ stellt damit ganz neue Weichen für die Zukunft einer ganzen Industrie.

Innovationen für die Zukunft

Angebaut wird der neue Naturstoff im Fraunhofer Institut für Molekularbiologie. Das Entwicklungsprojekt soll langfristig dafür sorgen, dass auf günstigem Wege der Kautschuk ersetzt werden kann und zwar ganz industriell und trotzdem absolut naturnah. Bislang erreicht der Naturkautschuk einen Prozentanteil zwischen 10 und 30 Prozent, je nach Reifentyp. Das Geheimnis liegt in der Löwenzahnart. Diese stammt aus Russland und hat sich als besonders effizient gezeigt, da er auf Böden wächst, die sich aufgrund von Nährstoffarmut nicht zum Anbau von Obst und Gemüse eignen. So nimmt der Löwenzahn beim Anbau keinen wertvollen Raum ein.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Automobilen und den stark begrenzten Anbaugebieten des derzeitigen Kautschuks, bietet der Löwenzahn-Kautschuk die Chance, den Markt umweltfreundlich zu erweitern und das nicht etwa in Brasilien oder Indonesien, sondern direkt vor der eigenen Tür. Das macht das Produkt nicht nur preislich interessant, es bietet zudem die qualitativ gleichen positiven Eigenschaften wie der herkömmliche Kautschuk.

Innovative Nachhaltigkeit in einem derart großen Wirtschaftssektor ist uns ganze 5 Stämmchen wert.

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