Jun 20

Mit einer recycelten Einkaufstasche im lustigen Design eines Meerestieres will eine indonesisch-deutsche Initiative auf ihren Kampf gegen Plastikmüll im Meer aufmerksam machen. Nun startet das Crowdfunding, damit ordentlich Kapital zusammenkommt.

Eine kleine pinke Qualle mit großen Kulleraugen, das ist das Design der Taschen von Tasini, einer indonesisch-deutschen Initiative die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, nicht nur niedliche Taschen zu entwerfen, sondern damit etwas für den Umweltschutz zu tun. Und das ist bitter nötig, denn Plastik gilt immer noch als größtes Problem für die Umwelt. Es baut sich nicht selbstständig ab und kann für Meeresbewohner außerdem zur großen Gefahr werden, wenn sie sich in Plastiktüten verheddern oder einzelne Teile verschlucken. Inzwischen schwimmen auf den Ozeanen weltweit richtige Müllteppiche. Um das künftig zu vermeiden und auf die Wichtigkeit des Verzichtes auf Plastik als Verpackungsmaterial hinzuweisen, soll es ein modisches Accessoire mit nachhaltiger Wirkung geben.

Crowdfunding für „Making Oceans Plastic Free“ gestartet

Unter dem Motto „Making Oceans Plastic Free“ soll es bald die Qualle geben, die komplett wasserabweisend ist und außerdem allein aus recyceltem Plastikabfall besteht. Zusätzlich zur Tasche sind weitere Accessoires geplant, wie zum Beispiel Schlüsselanhänger. Die Gründer unter Leitung von Wissenschaftler Roger Spanz wollen damit den Spaß am Umweltschutz wecken.

Das ist gerade in Indonesien sehr nötig, denn das Land gilt als einer der größten Plastiksünder auf der Welt. Derzeit gibt es 1.000 Plastiktaschen als Prototypen. Mit dem eingenommenen Kapital sollen viele weitere Tasini folgen. Eine allein ersetzt locker 400 Plastiktüten. Die Herstellung findet unter höchsten Umweltstandards direkt in Indonesien statt. Erste Kleininvestoren haben bereits etwa 4.000 Dollar bereitgestellt. 25.000 Dollar sollen nun über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo weiter gesammelt werden, um die Projektidee vollends zu realisieren.

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Apr 05

Auf Hawaii gibt es angeblich kein Bier, in München steht ein Hofbräuhaus – dafür steht in Houston, Texas ein Wohnhaus das mehr oder weniger aus Bierdosen besteht.

Bereits 1968 begann John Milkovisch mit der Arbeit an seinem Beer Can House. Leichter als dem Haus einen neuen Anstrich zu verpassen, soll er damals gedacht hat. Was er inzwischen geschaffen hat wurde in Houston inzwischen zu einer kleinen Touristensensation. Und wahrscheinlich auch ein Biermuseum, schließlich hat Milkovisch so manche Dose von Biermarken verbaut, die es längst nicht mehr gibt.

Übrigens, auf dem Fotodienst Flickr hat sich inzwischen auch schon eine kleine Fangemeinde gebildet, die dort ihre Fotos an einer Stelle versammelt: Beer Can House

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Mrz 07

Abgase sind immer noch eines der größten Probleme im Kampf für unsere Umwelt. Ehemalige MIT-Absolventen haben sich nun eine geradezu revolutionäre Idee einfallen lasse. Sie verwandeln den Schmutz einfach in etwas Sinnvolles, das täglich benötigt wird Druckertinte – genauer Air-Ink.

So einfach könnte es sein, der Luftverschmutzung endlich Herr zu werden. Wenn wir den Schmutz aus den Autoabgasen auffangen würden, könnten wir diesen in Air-Ink-Druckertinte verwandeln. So zumindest sieht die Vision der Zukunft einiger MIT-Absolventen aus.

Abgase auffangen und am Ende in Tinte verwandeln

Das indische Startup Graviky Labs hat im Laufe der vergangenen drei Jahre eine Methode entwickelt, mit der sich Abgase in Air-Ink-Druckertinte verwandeln lassen. Die Forscher gehen davon aus, die Abgase mit Hilfe von speziellen Aufsätzen einzufangen und anschließend weiterzuverwenden. Die Aufsätze sollen direkt an Auspuffanlagen und Schornsteinen angebracht werden und die Schmutzpartikel auffangen, bevor diese in die Luft gelangen können. Anschließend werden die so gewonnenen Partikel mit Hilfe chemischer Prozesse in Druckertinte umgewandelt.

Das Startup hat sich vorgenommen, die Prozesse so zu vervollkommnen, dass die Druckertinte an den Endverbraucher verkauft werden kann. Mit Hilfe einer Crowdfunding Kampagne wurde dieses Vorhaben inzwischen finanziert. Dass der angestrebte Betrag von 14.000 US-Dollar schnell überschritten wurde, beweist, welch enormes Potenzial in dieser Idee steckt.

Air-Ink-Stifte für Endverbraucher

Die Entwickler der Druckertinte haben diese treffenderweise Air-Ink getauft. Sie soll in Stiften verkauft werden. Die Idee klingt vielleicht erst einmal merkwürdig. Aber nur die Abgase, die ein einziges Auto mit Verbrennungsmotor innerhalb einer halben Stunde bis etwa 40 Minuten „produziert“, sind in einem Stift verarbeitet. So wird dem Verbraucher direkt vor Augen geführt, wie viel Abgase tatsächlich die Umwelt belasten.

Dies könnte noch einen weiteren positiven Effekt nach sich ziehen. Die Verbraucher könnten auf diese Weise ein höheres Umweltbewusstsein entwickeln und vielleicht zukünftig sogar mehr Wege ohne Auto erledigen.

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Dez 10

Eine kleine Brauerei mit einer großen Idee. Die Verpackungsringe ihrer Bierdosen sollen durch das enthaltene Plastik nicht länger die Natur verschmutzen, stattdessen sollen sie zu deren Erhalt beitragen. Dabei hilft eine eindrucksvolle Idee die schon jetzt für enorme mediale Aufmerksamkeit sorgt.

In den USA ist es üblich, die beliebten Sixpacks Bier mit Plastikringen zusammen zu halten. Diese sorgen nicht nur für große Müllberge, sie landen auch immer wieder in den Ozeanen und verursachen dort große Probleme.

Nicht nur die Tatsache, dass sich Plastik nicht abbaut und dort noch Jahrhunderte verweilen wird, ist beängstigend für Umweltschützer. Auch die Gefahren für kleine Meeresbewohner, die sich in den runden Öffnungen verfangen und zu Tode kommen können macht die Sache mit dem ungetrübten Biergenuss nicht besser. Bis jetzt, denn eine kleine Brauerei aus dem sonnigen Florida hat eine Idee. Sie wollen die Verpackungen künftig aus einem speziellen Ökomaterial herstellen, welches sich zu 100 Prozent biologisch abbauen lässt und nicht nur das, Fischen und Schildkröten dienen die Ringe zusätzlich als Futterquelle.

Ein einfaches Motto mit Wirkung

Nach dem Motto „Wir wollen die Fische nicht töten, wir wollen sie füttern“ sorgt die Werbeaktion der Saltwater Brewery schon jetzt für Billionen von begeisterten Fans, ohne dass die Aktion vorher groß angekündigt wurde. In Zusammenarbeit mit der New Yorker Werbeagentur WeBelievers solle die neuen Öko-Ringe nun auf den Markt kommen und natürlich im besten Fall nicht nur für das eigene Bier als Halterung dienen, sondern künftig für alle Hersteller als effizienter und umweltbewusster Ersatz herhalten. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg, doch den sozialen Medien sei Dank, mit der Unterstützung so vieler Fans ist die Werbewirkung jetzt schon enorm und damit sind die Wege geebnet für künftig noch viel mehr Verpackungen dieser Art.

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Okt 26

Innovative Ideen in Sachen Umweltschutz können auch so aussehen: Man nehme mehrere Plastikflaschen und lässt daraus Kleidung entstehen. Klingt erst einmal seltsam, wird aber bereits von einem Unternehmen namens Teeki praktiziert.

Plastik als Ausgangsstoff für die Produktion von Kleidung zu verwenden, ist eine Idee, die in den USA und in Großbritannien bereits erfolgreich umgesetzt wird. Damit ist es gelungen, eine Methode zu entwickeln, Plastikflaschen noch besser zu recyceln. Ganz im Sinne der Umwelt werden diese so dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt.

Recyclinggleichung: 25 Plastikflaschen = 1 Yoga-Hose

Dank der innovativen Methode von Teeki erhält das Recycling von PET-Flaschen eine völlig neue Dimension. Dabei hat sich das Unternehmen auf die Produktion von Active-Wear spezialisiert und benutzt dafür Plastikflaschen als Ausgangsmaterial. Was im ersten Moment noch etwas seltsam klingt, könnte ein großer Schritt dahin sein, den Plastikbergen ein Ende zu setzen oder sie zumindest umweltgerecht deutlich zu reduzieren.

Etwa 25 Plastikflaschen werden gebraucht, um eine Yoga-Hose entstehen zu lassen. Dabei setzt das Unternehmen zusätzlich auch bei der Herstellung auf Umweltfreundlichkeit, die entsprechende Produktionsstätte wird durch Solaranlagen betrieben.

Leggings mit tollen Eigenschaften

Nicht nur in Sachen Design versucht man sich bei Teeki einiges einfalle zu lassen, sondern bringt auch noch weitere Eigenschaften mit. So sind beispielsweise die Leggings antibakteriell und können etwa gut zum Surfen getragen werden. Das Material ist strapazierfähig und für so für die meisten Fitness-Aktivitäten geeignet. Das gesamte Active-Wear-Sortiment erfreut sich bereits großer Beliebtheit.

Plastik: Besorgniserregende Zahlen

Plastik braucht mehr als 400 Jahre, um von selbst zu verrotten. Vor allem in den Meeren richten Plastikabfälle große Umweltschäden an. Tiere fressen sie und sterben an den Folgen. Es wird geschätzt, dass bis 2017 etwa 19,1 Millionen Tonnen PET-Verpackungen verbraucht werden. Mit Hilfe normalen Recyclings wird es kaum möglich sein, diese Massen umweltgerecht zu entsorgen. Umso interessanter ist die innovative Idee von Teeki, die ihren Anteil dazu beiträgt, der drohenden Überflutung zu entkommen.

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Aug 09

Eine völlig neue Art des Grillens ermöglicht der Solar-Dogger, der vollständig auf Solar-Energie setzt. So werden Kohle, Gas und Strom überflüssig, wenn es darum geht, Würstchen zu grillen. Die interessante Technologie bietet noch viel Spielraum in der Weiterentwicklung.

Grillen-to-go – so oder so ähnlich lässt sich das Grillen mit dem Solar-Dogger am besten beschreiben. Diese interessante Art zu grillen ist tatsächlich für unterwegs gedacht. Sie funktioniert mit Solar-Energie und sorgt für den schnellen Hot-Dog zwischendurch.

Würstchen in der Röhre

Der Solar-Dogger ist ein praktisches Gerät für unterwegs. Wichtigste Bauteile sind sicherlich die beiden Parabolreflektoren, die die Sonnenenergie einfangen. Diese sorgen dafür, dass die vorhandene Solar-Energie verdreifacht wird. In dem praktischen Solar-Dogger können zwei Würstchen gleichzeitig gegrillt werden. Diese werden in eine Röhre aus feuerfestem Glas gesteckt, die sich dann auf bis zu 288 Grad Celsius erhitzt.

In zehn Minuten fertig

Nur etwa zehn Minuten dauert es, bis die Würstchen durch sind. Die Hitze kann nicht entweichen, weil die Röhre mit einem Deckel mit Silikonschicht vollständig abgedichtet ist. Im Inneren sorgt ein Vakuum dafür, dass sich die Hitze gleichmäßig in der ganzen Röhre verteilen kann.

Besonders praktisch ist auch die Möglichkeit, den tragbaren Griller in den unterschiedlichsten Positionen zu nutzen. Verschiedene Neigungswinkel von 0 bis 75 Grad lassen es zu, auch die letzten Sonnenstrahlen am Abend zu nutzen. Wer den Solar-Dogger kaufen möchte, muss 59 US-Dollar investieren. Allerdings wird er voraussichtlich erst im Dezember geliefert.

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Jun 22

Ein deutscher Autoreifenhersteller entwickelt ein einzigartiges Verfahren in Sachen Nachhaltigkeit. Künftig soll der Kautschuk im Reifen aus Löwenzahn gewonnen werden. Das ist nicht nur umweltbewusst, sondern auch innovativ.

Der neue Naturkautschuk verspricht viele Vorteile für den Reifenhersteller Continental. Es soll nicht nur umweltbewusst und damit nachhaltig produzierbar sein, es soll sich auch auf die Motorschwingungen positiv auswirken. Diese reduzieren sich nachweislich und sorgen für einen besseren Gripp auf der Fahrbahn. Für so viel Innovation wurden die Entwickler bereits im Jahr 2015 sogar mit dem „Joseph-von-Fraunhofer-Preis“ geehrt. Das einzigartige „Projekt Kautschuk aus Löwenzahl“ stellt damit ganz neue Weichen für die Zukunft einer ganzen Industrie.

Innovationen für die Zukunft

Angebaut wird der neue Naturstoff im Fraunhofer Institut für Molekularbiologie. Das Entwicklungsprojekt soll langfristig dafür sorgen, dass auf günstigem Wege der Kautschuk ersetzt werden kann und zwar ganz industriell und trotzdem absolut naturnah. Bislang erreicht der Naturkautschuk einen Prozentanteil zwischen 10 und 30 Prozent, je nach Reifentyp. Das Geheimnis liegt in der Löwenzahnart. Diese stammt aus Russland und hat sich als besonders effizient gezeigt, da er auf Böden wächst, die sich aufgrund von Nährstoffarmut nicht zum Anbau von Obst und Gemüse eignen. So nimmt der Löwenzahn beim Anbau keinen wertvollen Raum ein.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Automobilen und den stark begrenzten Anbaugebieten des derzeitigen Kautschuks, bietet der Löwenzahn-Kautschuk die Chance, den Markt umweltfreundlich zu erweitern und das nicht etwa in Brasilien oder Indonesien, sondern direkt vor der eigenen Tür. Das macht das Produkt nicht nur preislich interessant, es bietet zudem die qualitativ gleichen positiven Eigenschaften wie der herkömmliche Kautschuk.

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Jun 10

Als Antwort auf die Atomkatastrophe von Tschernobyl und den darauf folgenden Anti-Atomprotesten gründete die damalige Bundesregierung unter Leistung von Helmut Kohl das Bundesumweltministerium. Dieses sollte die Themen Naturschutz, Umweltschutz und Reaktorsicherheit vereinen. Das Vorhaben scheint geglückt, denn inzwischen ist das Ministerium 30 Jahre alt.

In Berlin trafen sich die aktuelle Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gemeinsam mit ihren Vorgängern und zahlreichen geladenen Gästen zu einem Festakt zu Ehren des 30jährigen Bestehens. In ihrer Rede lobte die Ministerin das gute Ansehen der deutschen Umweltpolitik, auch international. Die hohen Umweltstandards haben dazu geführt, das Waldsterben einzudämmen, die Mülltrennung stärker zu etablieren und damit letztendlich auch zu einer stabilen Volkswirtschaft geführt, freut sich Hendricks. Trotzdem gäbe es auf der Welt noch viel zu tun, denn das Natursterben gehe weiter. Immer noch werden große Waldflächen gerodet, landet giftiger Plastikmüll in den Weltmeeren und führt zum Sterben vieler Meeresbewohner und der anhaltende Klimawandel tue sein Übriges, um Konflikte zwischen den Menschen zu schüren. Deshalb gäbe es noch immer viele Herausforderungen für das Bundesumweltministerium und jeden einzelnen Bürger, warnt die engagierte Politikerin in ihrer Rede.

Ein Festival zu Ehren der Umwelt

Der Festakt war dabei nicht der einzige Höhepunkt zum Thema Umwelt, dem sich die Politik in diesen Tagen widmete. Vom 7. bis zum 8. Juni lud Bundespräsident Joachim Gauck zur „Woche der Umwelt“ ein. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der „Deutschen Stiftung Umwelt“ statt und hatte sich zum Ziel gesetzt, neue Ideen zu den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit vorzustellen und zu diskutieren. Geladen waren deshalb rund 200 Unternehmen, Verbände und Institute. Ab 13 Uhr am 8. Juni durften sich auch Bürger informieren und teil haben an den Ergebnissen der Vorträge und Ausstellungen. Wer die Termine verpasst hat, für den gibt es vom 10. bis zum 11, September eine neue Chance. Beim „Festival der Zukunft“ wird es um das Thema „Umweltpolitik 3.0 gehen“. Veranstalter des Festivals ist das Bundesumweltministerium, eingeladen sind alle Interessierten, Projektbegründer und Initiativen, die sich mit der Umweltpolitik als Ganzes und besonderen Themen als Einzelnes auseinandersetzen.

Quelle: PM Bundesumweltministerium

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Apr 12

800.000 Tonnen Chicoréewurzel landen pro Jahr im Müll. Sie sind das Überbleibsel der jährlichen Salatproduktion. Dabei haben sie für die Wissenschaft und Technik ein ungeheuren Wert, denn aus ihnen lässt sich die Grundbasis für die Kunststoffherstellung gewinnen. Wissenschaftler tüfteln jetzt an den Feinheiten.

Aus ganz normalen Chicoréewurzel kann Hydroxymethylfurfural (kurz HMF) gewonnen werden. Dieses wird durch die verbliebenen Kohlenhydrate gebildet, die nicht für die Produktion der Chicoréeblätter von der Pflanze genutzt werden. Bislang landeten die übrigen Bestandteile, die nicht in die Lebensmittelindustrie gingen, in der Abfalltonne. Dabei ist der Gewinnungsprozess eigentlich gar nicht so kompliziert und das Ergebnis lohnenswert. Wissenschaftler an der Universität in Hohenheim tüfteln deswegen an einem Verfahren, die Chicoréewurzeln gezielter zu nutzen und das in immer gleicher Qualität.

Kontrollierte Zucht-Bedingungen im Labor

Möglich machen das kontrolliert Bedingungen im Labor. Für den Chicorée kein ungewöhnlicher Ort, denn auch das verzehrfertige Gemüse landet nach einigen Monaten auf dem Feld zunächst zur weiter Züchtung im Labor, ehe es nach etwa ein bis zwei Jahren für den Markt geerntet werden kann. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Anzucht des Wurzelgemüses nicht von den sonstigen Anzuchtbedingungen. In diesem Fall wird allerdings die eigentliche Wurzel nicht weggeworfen, sie durchläuft stattdessen mehrere Verfahren von der Zerkleinerung bis zu einer Erhitzung über 200 Grad. Dadurch löst sich das HMF aus den übrigen Bestandteilen und kann für die spätere Produktion von Kunststoff gewonnen werden.

Für Kunststoffproduktion und Biogas gleichermaßen interessant

Bislang geschah das aus Erdöl, doch das ist weder gut für die Umwelt, noch rentabel. Das HMF aus dem Gemüse ist sehr viel hochwertiger, denn dadurch können zum Beispiel dünnhäutigere PET-Flaschen erzeugt werden. Außerdem lässt es sich perfekt für die Produktion von Polyester, Nylon und Perlon einsetzen. Bis zur fertigen Produktion allerdings müssen noch elf weitere Bestandteile dazu kommen. Damit das langfristig gelingt und auf Erdölbestandteile verzichtet werden kann ist es allerdings noch ein langer Weg, denn zunächst muss die Produktion von HMF stabil laufen und das ganze Jahr hindurch Rohstoffe verfügbar gemacht werden. Bislang gilt Chicorée allerdings als Saisonware. Die Arbeit an diesem Thema lohnt sich, denn im Großhandel bringt ein Kilo HMF 2.000 Euro ein. Das kann neben der Produktion von Kunststoff auch für die Erzeugung von Biogas verwendet werden. Ein natürliches Produkt mit Zukunftscharakter.

Quelle: www.uni-hohenheim.de

Für diese Idee vergeben wir volle Punktzahl: satte 5 Stämmchen!

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Mrz 18

In armen Regionen leiden viele Menschen darunter, kein sauberes Trinkwasser konsumieren zu können. Schwedische Wissenschaftler haben eine mobile Wasserfilteranlage entwickelt, die unabhängig vom örtlichen Stromnetz arbeitet. Mit Hilfe von Solarzellen wird genug Energie gewonnen, um die Filteranlagen betreiben zu können. Auf diese Weise werden Krankheiten bereits im Vorfeld verhindert.

Die Bereitstellung mobiler Wasserfilteranlagen, die mit Hilfe von Solarenergie arbeiten, ist ein gemeinschaftliches Projekt der Firma Watersprint und des Yunus Centers in Bangladesch. Die Anlagen werden aufgestellt und anschließend von Einheimischen geleitet. Sie verkaufen das saubere Trinkwasser für wenig Geld und haben damit eine kleine Einnahmequelle.

MPC – Micro Production Centers

Die solarbetriebenen Wasserfilteranlagen heißen MPC – Micro Production Centers und sind mit einer einzigen Solarzelle versehen. Die gesamte Anlage wiegt 16 Kilogramm. Da der Stromverbrauch sehr gering ist, lädt die Solarzelle außerdem eine integrierte Batterie auf. Diese kommt nachts zum Einsatz, wenn kein Sonnenlicht zur Verfügung steht. Damit arbeitet das gesamte System absolut unabhängig von der örtlichen Stromversorgung.

Die Überwachung der Geräte erfolgt mit Hilfe eines Wifi-Moduls und integrierter Software, die die Betreiber sofort per SMS informiert, sollte es zu Unregelmäßigkeiten kommen.

Notwendigkeit

Da es aktuell mehr als 750 Millionen Menschen auf der Welt gibt, die keine Möglichkeit haben, sauberes Trinkwasser zu nutzen, liegt die Notwendigkeit solcher mobiler Wasserfilteranlagen ganz klar auf der Hand. Inzwischen hat auch die UN die Wichtigkeit solcher Anlagen bestätigt, indem ein Vertrag über die Bereitstellung von 500 weiteren MPCs in Bangladesch geschlossen wurde. Anschließend sollen dann auch andere Länder mit diesen Geräten versorgt werden.

Das ist uns ganze 5 Stämme wert!

Quelle: green.wiwo.de, www.watersprint.se

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