Aug 17

Manche denken an ihn, die meisten versuchen es so gut und so lange es geht nicht zu tun. Doch am Ende des Lebens steht der Tod. Daran lässt sich nicht rütteln, aber wer nachhaltig gelebt hat, kann dank eines Startups aus Sachsen auch darüber hinaus seiner Einstellung treu bleiben.

Das Leipziger Startup VON WELT fertigt minimalistisch Särge aus regionalen Hölzern ohne Metall. Damit ermöglicht das Unternehmen einen würdevollen Abschied für Menschen, die zu Lebzeiten einen nachhaltigen Lebensstil gepflegt haben.

 

Bild: Von Welt

Mit seinem Konzept schlägt das Startup neue Wege auf einem Markt ein, der dem Klischee nach eher von Traditionalisten geprägt ist, als von Innovationen. Der Unterschied zwischen dem Standardangebot und dem Startup VON WELT fällt schon beim ersten Blick auf: Statt der klassischen Sargform sind die Särge rechteckig gestaltet. Schnörkel gibt es nicht, stattdessen klare Linien und Kanten und eine einfache Nut auf der Oberseite. Als Farbe stehen Natur und – eher ungewohnt – gelb zur Auswahl.

Neben dem Design sind es aber vor allem andere Werte, die vor allem die Särge zu einem einer echten Neuheit auf dem traditionellen Bestattungsmarkt machen. Die Produkte sind konsequent nachhaltig gestaltet. Alle Holzteile sind mit einem Leim auf Quarkbasis verbunden, der Deckel wird ohne Scharniere aufgesteckt. Damit vermeidet man die Verwendung von Metall, dass in der Erde nur sehr langsam vergeht.

Bild: Von Welt

Außerdem achtet das Unternehmen auf kurze Transportwege: Das Holz kommt aus dem Schwarzwald, die Sargwäsche aus Ostsachsen und die Fertigung erfolgt in Leipzig. Für die farbige Sargvariante wird biologisch abbaubare Farbe verwendet. So entsteht ein durchweg nachhaltiges Produkt, an dem weiter gefeilt wird. Das nächste Ziel ist es die Baumwolle der Sargwäsche durch regionale Leinen zu ersetzen. Nach einem Zulieferbetrieb wird übrigens noch gesucht.

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Jul 11

Unter dem ökologischen Fußabdruck versteht man die Berechnung der Nachfrage von Biokapazitäten für einen einzelnen Menschen. Er beschreibt, dass die Nachfrage höher als das Angebot der tatsächlichen Biokapazitäten ist und die Nachfrage reguliert werden muss.

Aktuell liegt die Biokapazität bei 1,7 gha (globale Hektar). Um die Vielfalt der Tier und Pflanzenwelt aufrecht zu erhalten, muss dieser Wert verringert werden. Der weltweite Durchschnitt liegt sogar bei 2,7 gha.

Große Versandunternehmen wie DHL, DPD und Hermes sowie Versandhäuser versuchen dies mithilfe umweltfreundlichen Versands zu unterstützen und setzen auf umweltfreundliche Verpackungen. Aber nicht nur in Unternehmen wird ein größerer Drang zu Nachhaltigkeit entdeckt. Auch die Konsumenten bevorzugen bei ihren Einkäufen und ihrem Konsumverhalten ressourcenschonende Produkte und versuchen, den Klimawandel zu stoppen. Dazu zählen auch ethische Bedingungen und fair gehandelte Waren, die den Konsumenten das Gefühl geben, etwas Gutes zu tun. Natürliche Produkte und umweltfreundliche Verpackungen zeigen dem Konsumenten, inwiefern die Unternehmen ihre Verantwortung übernehmen und sich gesellschaftlich engagieren. Nachhaltigkeitsstrategien müssen dafür sorgen, dass die Herstellung von Produkten umweltfreundlich ist. Diese Pflicht stellt die Verpackungsunternehmen jedoch vor eine große Herausforderung: Während die Ressourcen geschont und deshalb weniger Rohstoffe verwendet werden sollen, darf die Stabilität und Dichtigkeit nicht reduziert werden. Qualität spielt immer noch eine große Rolle und der Schutz der Waren im Transport ist nach wie vor das Wichtigste.

Doch Innovationen beweisen, dass Sicherheit und Ökologie miteinander verbunden werden können. Die Verwendung von Materialien wie Pappe, Papier und Kunststoff reduzieren aufgrund ihres geringen Gewichts die CO2 –Emission beim Transport.

Das heutige E-Business und die damit verbundene Lieferung nach Hause sollen also nicht mehr nur verlässlich, flexibel und schnell sein, sondern auch umweltfreundlich. Das hat zur Folge, dass langfristig nachhaltige Lösungen gefunden werden müssen, um den ökologischen Fußabdruck auch für Logistikunternehmen zu minimieren. DHL, DPD, GLS, UPS und Hermes sind hier die Vorreiter und bieten einen klimaneutralen Versand an. Dabei beteiligen sie sich am Klimaschutz, indem sie den Stromverbrauch in ihren Paketzentren reduzieren und elektrobetriebene Hybrid-Fahrzeuge einsetzen.

Damit mehr Unternehmen diese Maßnahmen ergreifen und ihren Anteil an den Klimaprojekten  leisten, existiert eine weltweite finanzielle Unterstützung. Immer mehr Onlinehändler sind bereit, sich diesem Projekt anzuschließen und den umweltfreundlichen Versand anzubieten. Ein Zuschlag für Kunden wird dabei nur selten fällig.

Eine weitere Alternative sind Fahrradkurierdienste oder die Selbstabholung von bestellter Ware. Aufgrund von weiten Strecken und den Wetterbedingungen lassen sich diese Optionen nur in bestimmten Gebieten und in bestimmter Art und Weise umsetzen.

Allerdings wurde schon bewiesen, dass es durch innovative Ideen möglich ist, den Klimawandel zu stoppen und umweltfreundlich zu handeln und zu produzieren. Für weitere Informationen wenden Sie sich an derkarton.

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Jul 07

Erneuerbare Energien stehen im Mittelpunkt diverser Start-ups, über nicht wenige haben wir an dieser Stelle ja schon berichtet. Die Start-ups wollen dabei helfen, den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Einem Unternehmen aus Israel bringt jetzt einen sogenannten e-Tree auf den Markt.

E-Autos kennt man ja inzwischen, aber ein e-Baum, der außerdem noch verschiedene Funktionen erfüllt, ist schon etwas ganz Besonderes. Nun steht einer dieser Bäume in Frankreich und ist in mehrfacher Hinsicht nützlich.

Projekt e-Baum – Made in Israel & France

Die Idee zu diesem multifunktionalen Baum hatten die Entwickler des französisch-israelischen Start-ups Sologic. Sie haben sich darauf spezialisiert, Solartechnik auch für den Privatnutzer herzustellen. Mit dem e-Tree hat das Unternehmen eine besonders ästhetische Solaranlage entwickelt, die Energie erzeugt und gleichzeitig noch einige Zusatzfunktionen bietet. Der e-Baum gibt den Nutzern die Möglichkeit, ihre Smartphones direkt am Baum aufzuladen. Außerdem stellt er WLAN bereit.

Der e-Baum als neuer Dorfmittelpunkt

Was auf den ersten Blick doch fast noch skurril wirkt, könnte schon bald in vielen Gemeinden einen Teil der Energieversorgung übernehmen. Gleichzeitig könnte der Solarbaum zu einem attraktiven Treffpunkt für Jung und Alt aus der Umgebung werden. Die Idee dahinter ist eine Komfortzone mitten in der Gemeinde, die mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen kann. Im Sommer spendet die elektronische Pflanze angenehmen Schatten. Eine integrierte Dockingstation versorgt Smartphones und E-Bikes mit grüner Energie. Sogar an die Internetversorgung haben die Macher gedacht. Abends sorgt der Baum auch für ausreichende Beleuchtung.

Positive Resonanz auf e-Baum in Nevers

Obwohl der e-Baum erst seit kurzem in Nevers (Frankreich) steht, erfüllt er seinen Zweck schon in vollem Umfang. Es gibt Bänke, die zum Verweilen einladen und eine LCD-Anzeige mit allen wichtigen Informationen rund um den elektronischen Baum. Interessierte erfahren hier, wieviel Strom bereits erzeugt wurde und wie genau der Baum funktioniert.

In Gleisdorf (Österreich) steht ebenfalls ein Solarbaum. Dieser hat sich im Laufe der Jahre zu einem echten Besuchermagneten entwickelt. Gleiches ist in Nevers zu erwarten. Damit werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Besucher erfahren, wie Umweltschutz auch aussehen kann und profitieren gleichzeitig von den vielen praktischen Funktionen, die dieser Baum bietet.

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Mai 19

Die Waldmenschen haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Regenwald aufzuforsten. Damit agieren sie ganz im Sinne der Umwelt und versuchen, den ökologischen Fußabdruck wieder etwas kleiner zu machen.

Der Baumbestand im Regenwald verringert sich kontinuierlich. Dies zieht katastrophale Folgen nach sich, die sich nicht nur im Klimawandel bemerkbar machen. Eine Gruppe Idealisten, die sich den Namen Waldmenschen gegeben haben, wollen dem Regenwald etwas davon zurückgeben, was andere genommen haben.

Die Waldmenschen sehen sich als eine Gruppe von ambitionierten Menschen, die in Panama brachliegende Flächen aufkaufen, um diese dann mit Bäumen zu bepflanzen. Die große Vision der Mitglieder, den Regenwald zu schützen und zu regenerieren.

Was muss ich tun, um „Waldmensch“ zu werden?

Wer Lust hat, sich an diesem wichtigen Projekt für die Umwelt zu beteiligen, kann in sein Stückchen Land investieren. Dazu wird ein Genossenschaftsanteil erworben, mit dem die Waldmenschen Land in Panama aufkaufen. Das Prinzip ist ähnlich dem einer Wohnungsgenossenschaft, wo die Mitglieder ebenfalls Genossenschaftsanteile erwerben, mit denen dann gewirtschaftet wird.

Ein Anteil kostet 1.200 Euro. Allerdings kann dieser Betrag in monatlichen Teilbeträgen entrichtet werden. Der Anteil sorgt dafür, dass etwa 55 Bäume gepflanzt werden können. Durch das Wirtschaftsprinzip steigt der Wert aber kontinuierlich.

Gewinne für die Mitglieder

Mit dem System wollen die Waldmenschen gleich zwei positive Effekte erzielen. Einerseits soll der Baumbestand der Waldflächen wieder deutlich erhöht werden. Damit haben die Mitglieder wirklich etwas für den Umweltschutz bewirkt. Andererseits soll das Projekt auch Gewinne bringen.

Dies soll durch ein Aufforstungsprinzip gelingen, das die Partner vor Ort, Futuro Forestal, entwickelt haben. Es werden nach und nach mehrere Generationen von Bäumen auf den aufgekauften Flächen gepflanzt. Dadurch können immer wieder Bäume gefällt und verkauft werden. Die Gewinne werden dann an die Mitglieder ausgezahlt.

P.S.: Für diese Idee gewannen die Waldmenschen bereits den „Social Pitch“.

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Mai 12

Ein weiterer Schritt im Kampf gegen den Plastikmüll scheint getan. Australische Forscher wollen ihn einsetzen, um Hygiene- und Sanitärversorgung in Entwicklungsländern sicherzustellen. 3D-Drucken ist ihr Schlüssel dafür.

3D-Drucken in Entwicklungsländern scheint auf den ersten Blick utopisch, könnte aber schon bald Alltag werden. Ein Forscherteam hat einen 3D-Drucker entwickelt, der mit Hilfe von Solarenergie in der Lage ist, wichtige Teile zur Wasserversorgung oder für Sanitäranlagen aus Plastik herzustellen – oder um genauer zu sein, sogar aus Plastikabfällen.

Solarenergie für 3D-Drucker nutzen

Australische Forscher haben ein 3D-Drucksystem entwickelt, das mit Hilfe von Solarenergie dazu beitragen soll, die Wasserversorgung und die Hygiene in Entwicklungsländern sicherzustellen. Besonders interessant ist die Tatsache, dass sie dafür ausschließlich Plastikmüll verwenden. Damit ist es dem Forscherteam gelungen, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Die Plastikmüllberge, die ebenfalls eine Ursache der teils katastrophalen Hygienezustände sind, werden damit reduziert und schaffen gleichzeitig die Voraussetzung für ein verbessertes Sanitär- und Hygienesystem.

Fokus auf Herstellung von Ersatzteilen

Die Wissenschaftler haben damit begonnen, Plastik einzuschmelzen und Pellets daraus herzustellen, die anschließend in 3D-Druckmaterial umgewandelt werden. Ziel war es, mit Hilfe des 3D-Druckers Ersatzteile, wie Hähne, Pumpen etc. herzustellen, um die Wasser- und die Hygieneversorgung in Entwicklungsregionen zu gewährleisten.

Als erstes Testgebiet sind die Salomonen-Inseln geplant. Mit 3D-WASH könnten kleinere Gemeinden unabhängiger werden und sich besser selbst versorgen. Unterstützer des Projektes ist Plan International Australia.

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Mrz 30

In den Niederlanden gibt es bereits einen Radweg, der tatsächlich Energie erzeugt. Aber in diesem Projekt schlummert noch weitaus mehr Potenzial, denn Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Windräder und Solarpanels sind schon lange Jedermann ein Begriff, wenn es um erneuerbare Energien geht. Aber dass ein Radweg Strom erzeugen kann, wird von einem niederländischen Startup auf eindrucksvolle Weise demonstriert.

Testphase mit beeindruckenden Ergebnissen beendet

Vor einiger Zeit wurde in den Niederlanden ein Radweg mit einem neuen Belag versehen. Der Radweg ist mit Solarzellen bedeckt und erzeugt genug Strom, um zwei Haushalte vollständig zu versorgen. In Zeiten der Ressourcenknappheit ist dies eine geradezu revolutionäre Möglichkeit, Energie zu erzeugen.

Ganze 70 Meter ist der Radweg lang. Allerdings gibt es bereits Pläne, diesen auf 100 Meter auszudehnen. Obwohl die Anfangsphase teilweise problematisch war, weil sich aufgrund verschiedenster Witterungseinwirkungen die Solarpanels ablösten, gestaltete sich das Ergebnis überaus positiv.

Zukünftig Straßen als Solarflächen?

Es gibt bereits Pläne, die auch Straßen als Solarflächen in Betracht ziehen. Großer Vorteil wäre die Größe dieser Flächen. Außerdem lassen sich die einzelnen Module auf einfache Weise austauschen, falls es doch einmal zu einem Defekt kommen sollte. Dieser würde sich nur auf die eine Platte auswirken, während die anderen weiter arbeiten könnten. Hier setzt zum Beispiel auch das Unternehmen Solmove an, auch wenn die Idee hierzulande noch nicht auf ganz so große Begeisterung stößt wie bei unseren niederländischen Nachbarn.

Kosten – Nutzen

Experten haben errechnet, dass die Betreiber eines solchen Radwegs bereits nach 15 Jahren ihre Kosten erstattet bekämen. Danach würden Gewinne erzielt werden. Die Kosten für die Solarpanels könnten in naher Zukunft weiter sinken, wenn die Produktionsmenge steigt. Kalifornien hat schon Interesse an einem Solarradweg angemeldet. Vielleicht ist dies ja ein Durchbruch im Kampf gegen Ressourcenknappheit und Umweltverschmutzung.

 

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Mrz 17

Wasser gehört zu den am stärksten verbrauchten Rohstoffen unserer Erde, was viele aber gar nicht wissen, auch Sand ist ein überaus gefragter Rohstoff. Auch wenn es ums Thema Recycling geht.  

Dabei gibt es Sand doch im Überfluss, schließlich überdecken Wüsten einen großen Teil der Erdoberfläche. Doch Wüstensand eignet sich nicht als Rohstoff zur Produktion von Smartphones, Pharmaprodukten oder Beton. Es muss Strandsand sein und damit der nicht irgendwann komplett verschwindet, müssen Bierliebhaber jetzt extra viel trinken.

Wie aus einer Bierflasche Sand werden kann, mit dieser Frage hat sich die DB Breweries Brauerei in Neuseeland näher beschäftigt. Schon lange ist den Verantwortlichen bewusst, wie bedeutsam der Umweltschutz ist und das es wichtig ist, sich zu engagieren. Dass dabei ausgerechnet ihre Bierflaschen helfen, was ein glücklicher Zufall in der Entwicklung!

Clevere Marketingstrategie zum Schutz der Strände

Gemeinsam mit der Colenso BBDO Werbeagentur ist jetzt aus der Idee eine große Marketingmaschine ins Rollen geraten, die überall begeisterte Fans findet. Im Vordergrund dabei steht ein ganz besonderer Recycling-Apparat der in der Lage ist, aus dem Glas der Bierflaschen Sand herzustellen und zwar in so einer Qualität, dass die Industrie ihn einsetzen kann. Eine geniale Recyclingstrategie, die so bestimmt bald Nachahmer finden dürfte.

Dabei ist die Funktionsweise des Recyclingautomaten so einfach wie genial. Die Maschine saugt die Flasche ein, zermahlt sie dann in kleinste Partikel und sortiert den Glassand heraus. Aus jeder Flasche kann auf diese Weise 200 Gramm Sand gewonnen werden. Das Produkt geht dann direkt der Industrie zu, die ihrerseits keinen wertvollen Strandsand mehr verwenden muss und damit den Abbau stoppen kann. Das schützt die Strände nachhaltig und verhindert außerdem, dass durch den Bierkonsum neuer Müll anfallen kann. Eine sehr durchdachte Lösung die dazu animieren soll, es dem Unternehmen nicht nur gleichzutun und bald überall diese praktischen Automaten aufzubauen aber auch, das nächste Bier guten Gewissens genießen zu können.

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Mrz 07

Abgase sind immer noch eines der größten Probleme im Kampf für unsere Umwelt. Ehemalige MIT-Absolventen haben sich nun eine geradezu revolutionäre Idee einfallen lasse. Sie verwandeln den Schmutz einfach in etwas Sinnvolles, das täglich benötigt wird Druckertinte – genauer Air-Ink.

So einfach könnte es sein, der Luftverschmutzung endlich Herr zu werden. Wenn wir den Schmutz aus den Autoabgasen auffangen würden, könnten wir diesen in Air-Ink-Druckertinte verwandeln. So zumindest sieht die Vision der Zukunft einiger MIT-Absolventen aus.

Abgase auffangen und am Ende in Tinte verwandeln

Das indische Startup Graviky Labs hat im Laufe der vergangenen drei Jahre eine Methode entwickelt, mit der sich Abgase in Air-Ink-Druckertinte verwandeln lassen. Die Forscher gehen davon aus, die Abgase mit Hilfe von speziellen Aufsätzen einzufangen und anschließend weiterzuverwenden. Die Aufsätze sollen direkt an Auspuffanlagen und Schornsteinen angebracht werden und die Schmutzpartikel auffangen, bevor diese in die Luft gelangen können. Anschließend werden die so gewonnenen Partikel mit Hilfe chemischer Prozesse in Druckertinte umgewandelt.

Das Startup hat sich vorgenommen, die Prozesse so zu vervollkommnen, dass die Druckertinte an den Endverbraucher verkauft werden kann. Mit Hilfe einer Crowdfunding Kampagne wurde dieses Vorhaben inzwischen finanziert. Dass der angestrebte Betrag von 14.000 US-Dollar schnell überschritten wurde, beweist, welch enormes Potenzial in dieser Idee steckt.

Air-Ink-Stifte für Endverbraucher

Die Entwickler der Druckertinte haben diese treffenderweise Air-Ink getauft. Sie soll in Stiften verkauft werden. Die Idee klingt vielleicht erst einmal merkwürdig. Aber nur die Abgase, die ein einziges Auto mit Verbrennungsmotor innerhalb einer halben Stunde bis etwa 40 Minuten „produziert“, sind in einem Stift verarbeitet. So wird dem Verbraucher direkt vor Augen geführt, wie viel Abgase tatsächlich die Umwelt belasten.

Dies könnte noch einen weiteren positiven Effekt nach sich ziehen. Die Verbraucher könnten auf diese Weise ein höheres Umweltbewusstsein entwickeln und vielleicht zukünftig sogar mehr Wege ohne Auto erledigen.

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Feb 21

„Joining Bottles“ – unter diesem Motto hat die britische Designerin Micaella Pedros eines ihrer neuesten Projekte gestellt. Sie gibt damit leeren Plastikflaschen sozusagen ein neues Leben, eine neue Funktion.

Die Massen an Plastik die täglich weggeworfen werden dürften eines der größten Umweltprobleme sein. Neben Einkaufstüten & Co. dürften auch gebrauchte Plastikflaschen ihren Anteil an den stetig steigenden Müllbergen haben. Und Flaschenpfand hin oder her, nicht alle Plastikflaschen werden in den Recyclingkreislauf aufgenommen.

Die Designerin Micaella Pedros geht einen anderen Weg, sie betreibt Upcycling. Die ausgedienten Flaschen werden als Einzelteile in neue Möbel verbaut. Natürlich sind die Überreste der Plastikflaschen nicht die einzigen verwendeten recycelten Materialien der Möbelstücke – und was nicht recycelt wird, stammt zumindest aus der Region.

Hauptaufgabe der Flaschen ist es Nägel und Schrauben zu ersetzen. Dafür werden sie zugeschnitten und mithilfe eines Industrieföns einfach in Form geschmolzen, auf diese Weise werden die einzelnen Bauteile fix verbunden.

Wie das Ganze funktioniert, kann man in diesem Video sehen:

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Jan 19

Carlo Ratti wird seinem Ruf als innovativer Designer mit unverwechselbarem Gespür für neue Trends mit diesem interessanten Projekt wieder einmal vollkommen gerecht. Sein Fitnessstudio ist ein echter Vorreiter in Sachen Erneuerbarer Energien.

Sich selbst fit halten und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun – das könnte mit dem schwimmenden Fitnessstudio auf der Seine möglich werden. Designer Carlo Ratti demonstriert mit seiner Idee, wie einfach es sein kann, erneuerbare Energien geschickt zu nutzen.

Ein Fitnessstudio mit Blick in die Zukunft

Erneuerbare Energien werden immer wichtiger. Deshalb dachte sich der italienische Designer Carlo Ratti, dass ein Fitnessstudio das ideale Objekt sei, um selbst erzeugte Energie sinnvoll zu nutzen. Mit jeder Bewegung wird Energie freigesetzt. Doch bisher verpuffte die Energie der Sportler einfach ungenutzt. Das Fitnessstudio von Carlo Ratti nutzt die freigesetzte Energie der Sportler, um das „Fitness-Boot“ anzutreiben. Dadurch erhalten die Sportbegeisterten eine tolle Motivation und werden mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt. Während des Trainings können die Sportler nun den Blick ans Ufer genießen und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich ihr Fitness-Boot bewegt.

Solar-Energie zur Unterstützung

Sollte einmal nicht genug Energie „erstrampelt“ werden, sorgen Solarpanels dafür, dass das schwimmende Fitnessstudio trotzdem in Bewegung bleibt und mit Strom versorgt wird. Sollte es aber vorkommen, dass mehr Energie vorhanden ist als eigentlich notwendig, wird diese zwischengespeichert und bei Bedarf genutzt. Alle Fitnessgeräte sind so umgerüstet, dass die Sportler beim Training genau sehen, wie viel Energie sie erzeugen. Außerdem sorgen die Glaswände dafür, dass sie sich jederzeit am Ausblick erfreuen können.

Das Konzept „Paris Navigation Gym“ von Carlo Ratti überzeugt durch eine geschickte Kombination aus Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein.

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