Mai 11

Seit dem 20. April hat der Supermarktkonzern REWE ein ganz besonderes Produkt im Sortiment: Einen Burger dessen Patty aus Insekten, statt aus gängigem Schweine- oder Rindfleisch, besteht. Noch ist der Burger lediglich in Aachen erhältlich. Schon bald sollen aber andere Supermärkte folgen.

Die Idee mag für die meisten Deutschen erst einmal eklig, zumindest aber gewöhnungsbedürftig klingen: Ein Burger, dessen Fleisch aus Insekten besteht, statt aus Schweine- oder Rinderhack. Was in anderen Ländern, speziell in vielen Teilen Asiens, längst zur normalen Küche gehört, sorgt hierzulande nach wie vor für ungläubige Gesichter. Dabei sind Insekten durchaus lecker und auch noch gesund. Natürlich nur, wenn sie richtig zubereitet sind. Das scheint beim Burger durchaus der Fall zu sein. Die Frage ist nur, wer will das wirklich essen? Wenn es nach dem Osnabrücker Start-up „Bug Foundation“ geht, hoffentlich bald viele Kunden. Das Unternehmen arbeitet nämlich eng mit dem REWE-Konzern zusammen und hat den neuartigen Burger entwickelt.

Guter Inhalt, der überzeugt?

Doch was ist eigentlich drin im Burger? Auf der Zutatenliste ist Folgendes zu lesen: „Wasser, Buffalowurm-Sojaprotein (60% Buffalowürmer Alphitobius Diaperinus, 40% BIO-Sojaproteinkonzentrat aus kontrolliert ökologischem Anbau), Rapsöl, Zwiebeln, Eiklar aus Freilandhaltung (getrocknet), Tomatenmark (Tomaten, Salz), Sojasauce (Wasser, Sojabohnen, Weizen, Salz), Senf (Wasser, Senfsaat, Essig, Salz, Zucker, Gewürze), Kartoffelstärke, Gewürze, Salz, Zitronensaft und Petersilie.“ Alles was der Kunde noch tun muss ist, den Burger aus dem Tiefkühlfach zu nehmen und ihn wahlweise im Ofen oder in der Bratpfanne knusprig anzubraten. Der fertige Burger soll dann leicht nussig und knusprig wie Erdnüsse schmecken, verspricht das Unternehmen. Einige Packungen gingen bereits erfolgreich über die Ladentheke zu einem Preis von 5,99 Euro für eine Zweierpackung. Nun will REWE den Burger bald auch in weiteren Filialen, unter anderen in Baden-Württemberg anbieten. Nachhaltiger als die normale Fleischvariante ist diese Version eines Burgers in jedem Fall, gesünder auch und für all jene eine gute Alternative, die Massentierhaltung ablehnen.

Für diese nachhaltige wie leckere Idee vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

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Mai 04

Die so genannte Waldgartenlandwirtschaft ist ein ganz ursprüngliches Prinzip zur Bewirtschaftung von Böden und zur Erhaltung deren Fruchtbarkeit. In vielen Gebieten der Erde hat man davon allerdings noch nichts gehört. Höchste Zeit also für den aus Thurgau stammenden Landwirt Ernst Götsch in Brasilien die Ära der Monokulturen zu beenden und seinen Hof erfolgreich neu zu bewirtschaften.

Monokulturen laugen die Böden aus und rauben ihnen jegliche Nährstoffe. Das Problem dabei besteht darin, dass immer dieselben Pflanzen auch immer dieselben Nährstoffe brauchen und sind diese nicht mehr ausreichend vorhanden, gehen die Kulturen ein und die Böden verdörren. Das hat zur Folge, dass große Flächen für die Landwirtschaft in vielen Teilen der Erde einfach verloren gehen. Dabei gibt es ja eine einfache Lösung zur Besserung und die stammt aus Deutschland, genauer von Ernst Götsch. Der hat sich nämlich seinen Auswanderertraum erfüllt und in Brasilien ein großes Stück Land mit Hof erworben. Das Problem dabei war, dass dieser Boden komplett ausgezerrt war von Jahrzehnten der Fehlbewirtschaftung. Die Lösung für den Landwirt sah aber keinesfalls so aus, das Land wieder zu verkaufen und sich und seine Familie woanders anzusiedeln. Er bediente sich stattdessen der Technik der so genannten Waldgartenlandwirtschaft.

Neue Fruchtbarkeit geschenkt

Das Grundprinzip ist eine vielfältige Bewirtschaftung der Böden. Alles was dabei an Abfallprodukten anfällt, bleibt wo es ist und durchläuft den Prozess der Fermentierung. Dabei zersetzt sich alles und wird zu neuen Nährstoffen für den Boden umgewandelt. Der Boden erhält seine Fruchtbarkeit zurück, der Ertrag ist gesichert. Das dauert zwar eine Weile, aber es lohnt sich, denn heute bewirtschaftet der Landwirt sehr erfolgreich seinen Hof und baut die unterschiedlichsten Gemüse-, Getreide- und Obstsorten an. Das Grundprinzip hierbei ist so einfach wie genial: Schon seit Millionen von Jahren existieren die unterschiedlichsten Pflanzen auf der Erde. Sie wachsen zunächst. Nach deren Sterben nehmen die Böden die Abfälle wieder in sich auf, um daraus neues Leben zu schaffen. Die Menschen haben bloß vergessen, die Natur gewähren zu lassen und haben den Böden stattdessen ihrer Grundlage zur Fruchtbarkeit beraubt. Bleibt zu hoffen, dass Beispiele wie die von Ernst Götsch dabei helfen können, die Landwirtschaft in vielen Teilen der Welt neu zu überdenken und damit wieder erfolgreich zu betreiben.

Wir bleiben gespannt und vergeben 4 von 5 Stämmchen für diese tolle Idee.

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Apr 26

Seit März gibt es in den Regalen deutscher großer Supermärkte die neue Marke „Share“. Hierbei handelt es sich um ein Angebot mit sozialem Hintergrund, denn für jedes verkaufte Produkt spendet der Gründer Geld für Entwicklungsprojekte. Dabei will er allerdings auch verdienen. Doch wie passt das zusammen?

Einer der Mitbegründer von „Share“ ist Sebastian Stricker. Der ist bekannt für die Entwicklung einer App mit dem Namen „Share the Meal“. Durch die App können Nutzer Essensrationen für hungernde Kinder spenden. 20 Millionen Rationen wurden bislang durch die App gesammelt. Ein riesiger Erfolg! Und einer, auf dem man sich nicht ausruhen will. Stattdessen bringt „Share“ nun Produkte in den Supermarkt. Kunden können Seife, Nussriegel und vieles mehr künftig kaufen und unterstützen damit soziale Hilfsprojekte auf der ganzen Welt. Dafür hat das Unternehmen einen fixen Betrag festgelegt, der dann in das Projekt fließt. Der Rest des Geldes behält „Share“ für sich, will damit gezielt Umsatz erwirtschaften. Doch ist das Ganze dann überhaupt noch sozial oder doch reine Profitgier?

Gutes tun und Geld verdienen

Bei „Share“ ist man sich sicher, mit dieser Idee einen guten Weg einzuschlagen. Würde das ganze Geld nämlich gespendet, könnte man sich keine richtigen Unternehmensstrukturen leisten, keine neuen Entwicklungen auf den Weg bringen und mit den Kooperationspartnern auf Augenhöhe stehen. Dann wäre man allein auf Spenden angewiesen, um das komplette Projekt und die Produktion der einzelnen Angebote zu realisieren. Und das sei ein großes Problem, denn die Spendenbereitschaft in Deutschland nähme immer weiter ab, erklärt Stricker. Deshalb ist man sich sicher, mit der Kombination aus Gewinnkalkulation und Spenden einen guten und effizienten Weg gefunden zu haben. Ob das Konzept langfristig aufgeht, das zeigt erst die Zeit. Bis dahin gibt es eine ganze Reihe sozialer Projekte und Menschen, die auf ihre Weise von „Share“ profitieren.

Für diese clevere Unterstützung von Hilfsprojekten vergeben wir 4 von 5 Stämmchen.

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Apr 14

In Gersthofen nahe Augsburg entstehen individuelle und einzigartige Bad- und Interieur-Objekte aus Sand und Plastik. Die kommen direkt aus dem Drucker und sind ganz nach Kundenwunsch gefertigt. Inzwischen fragen sogar Architekten an und die ersten Objekte finden ihren Weg zum Endkunden. Bis dahin war es ein langer Weg.

Das bayerische Start-up Sandhelden fertigt im 3-D Druckverfahren Objekte für den Bad- und Interieur-Bereich und zwar aus Plastikmüll und Sand. Den Müll finden die  beiden Gründer Peter Schiffner und Laurens Faure in den Weltmeeren, denn da gibt es schließlich genug davon. Die mikrofeinen Plastikteile vergiften die Meeresbewohner und führen zum Artensterben. Viele Organisationen beschäftigen sich inzwischen mit der Reinigung des Wassers. Und was dort abgefischt wird, landet vielleicht schon bald im Drucker und wird zu einem neuen schicken Designobjekt. Die Idee dazu kam den Gründern bereits 2014, seit 2017 schließlich fertigen Sie direkt in Gersthofen ihre Objekte. 40 bis 50 sind es bereits pro Monat, die Zahlen sollen sich natürlich in den nächsten Jahren noch deutlich nach oben steigern.

Einen komplett nachhaltigen Kreislauf schaffen

Das Verfahren ist eigentlich denkbar einfach. Systematisch werden Plastikpartikel und Klebstoff aufeinander geschichtet, bis daraus ganze Objekte entstehen. Eines der ersten dieser Art war ein Waschbecken. Die Druckobjekte sind stabil, individuell weil sie nach eigenen Wünschen angefertigt werden, und natürlich zu 100 Prozenz ökologisch. Statt mit Plastik funktioniert das komplette Drucksystem auch  mit Sand. Deshalb kann der Name der Firma „Sandhelden“ überhaupt zu Stande. Um das Verfahren weiter zu verbessern haben sich die Gründer mit dem Fraunhofer-Institut zusammengetan und forschen nach neuen Möglichkeiten, die recycelten Materialien noch besser zu verwerten. Ganz nach dem Motto: Solange es einen Mehrwert hat und etwas Sinnvolles bei herauskommt, probieren wir es aus. Allein schon die Technik so weiterzuentwickeln, dass das Plastik wirklich zu 100 Prozent vom Drucker wiederverwendet werden kann war ein langer und schwieriger Prozess. Damit der Kunststoff nämlich nicht einfach schmilzt beim Druckprozess, muss es zuvor schockgefroren werden. Nun ist es den Firmengründern gelungen, auch dieses Problem in den Griff zu bekommen und damit einen wirklich nachhaltigen Kreislauf als Unternehmen zu schaffen.

Für diese außergewöhnliche wie nachhaltige Idee vergeben wir ganze 4 von 5 Stämmchen.

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Apr 03

Pachtverträge sind inzwischen auch in der Landwirtschaft Gang und Gebe, doch weisen diese viele Lücken auf die es jetzt zu schließen gilt und zwar mit dem aktuellen Naturschutzprojekt des NABU. Ziel ist es, für mehr Biodiversität zu sorgen und so die Natur in ihrer ganzen Artenvielfalt zu unterstützen.

Das Projekt mit dem Titel „Fairpachten“ bietet künftig ein umfassendes und kostenloses Beratungsangebot für Pächter und Verpächter von landwirtschaftlich genutzten Grundstücken an. Im Vordergrund steht die Frage nach einer bedarfsgerechten Maßnahme zur weiteren Nutzung. Schwerpunktmäßig geht es darum, ökologische und umweltschonende Bewirtschaftungsmethoden ohne schädliche Pestizide zu besprechen, Ackerstreifen richtig anzulegen und die Grünlandnutzung  möglichst effizient zu gestalten. So soll es künftig besser möglich sein, für eine vielfältige Landwirtschaft zu sorgen und die Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten und nach Möglichkeit sogar zu bereichern.

„Fairpachten“ voraussichtlich bis 2023

Dafür hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) im Januar 2018 dieses einmalige Projekt gestartet. Enden soll es voraussichtlich im Jahr 2023. Dafür stehen Fördergelder in Höhe von 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Dafür sollen unter anderem bundesweit und dezentral Berater eingesetzt werden, die Interessierte entsprechend beraten. Die Beratung selbst soll ehrenamtlich ablaufen in speziell dafür eingerichteten Regionalstellen.

Teilnahme am Projekt soll allen zugute kommen

Der NABU erhofft sich eine rege Teilnahme am „Fairpachten“-Modell, denn das kommt schließlich auch den Partnern zugute. Die lernen nicht nur etwas über den Umweltschutz, sie bilden sich auch im Ackerbau und vielen weiteren Bereichen der Landwirtschaft weiter und können so die gepachteten Flächen effizienter bewirtschaften. Das treibt die Ernte voran, sorgt für gute Erträge und hält die Erde gesund für künftige Jahre erfolgreicher Landwirtschaft.

Das Schlüsselwort in diesem Zusammenhang ist Biodiversität, was die UN-Biodiversitätskonvention beschreibt als: „Die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter unter anderem Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören“. Zusammengefasst ergibt sich daraus eine Win-Win-Situation. Es gibt fachliches Know-how was zu einem besseren Ertrag führt für die Pächter und geschützte Bedingungen für die Umwelt.

Bioversität geht uns alle an, deshalb 4 von 5 Stämmchen aus unserer Redaktion.

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Mrz 27

Immer wieder geht es darum, dass Menschen ihr Handeln mehr hinterfragen sollten. Lieber die nachhaltige Alternative wählen, als das Handelsübliche, was meist sowohl den Menschen, als auch der Natur nicht unbedingt Gutes tut. Dazu braucht es aber eine Welt voller Wahlmöglichkeiten, voller junger Menschen, die Wirtschaft anders denken und kreieren wollen: gemeinwohlorientierter und solidarischer. Es ist so wichtig, sich darin gegenseitig zu ermutigen, zu träumen und auch verrückte oder auf den ersten Blick unrealistische Ideen möglich werden zu lassen. Durch Unterstützung in vielerlei Hinsicht, ob Ermutigung, Wertschätzung, Geld oder dem Weitererzählen ihrer Projekte.

Lesen Sie dazu einen Gastbeitrag von Cynthia und Hannah, die seit letztem Sommer an ihrer Vision von umweltfreundliche Menstruationsschwämme verfügbar  zu machen.

Was das ist? Ein Naturprodukt aus dem Meer als Hygieneprodukt für die Menstruation.

Klingt erstmal gewöhnungsbedürftig? Dann lass dich inspirieren! Schwämme kann man nachhaltig ernten, sie sind leicht zu handhaben und simpel zu reinigen. Sie können nicht nur Menstruationsbeschwerden lindern, sondern sind auch noch gut verträglich für den weiblichen Körper. Sie trocknen weder die Schleimhäute aus noch sind sie mit irgendwelchen Schadstoffen behandelt. Man kann sie bis zu vier Perioden wiederverwenden und danach einfach kompostieren.

Jetzt klingt es vielleicht doch ziemlich cool, oder? Warum es das noch nicht gibt? Das haben sich die beiden auch gefragt und wollen das nun ändern!

Warum Schwämme nachhaltig sind

Jährlich entstehen Berge von Müll durch die Nutzung von Tampons und Binden.  Abgesehen davon ist ihre Produktionsweise umweltschädlich. Der Schwamm dagegen kann nachhaltig geerntet werden. Zwar gibt es für das Meer keine Biosiegel, doch man kann kontrollieren, dass nur jeweils zwei Mal im Jahr an einem Ort geerntet werden darf. Außerdem kann man die Schwämme entweder vor der Ernte einmal ausdrücken, sodass sich die Poren verteilen können oder aber man erntet den Schwamm nicht komplett ab. In beiden Fälle ist genug Zeit zum Nachwachsen!

Manche Frauen haben viele Beschwerden vor und während der Menstruation. Es entstehen Spannungen und Krämpfe. Weil der Schwamm so flexibel und leicht anpassbar ist, sowie der Vagina keine Feuchtigkeit entzieht, kann er diese Beschwerden aufheben.

 Relevant für die Welt?

Ohja! Leider sind Frauen noch immer in manchen Lebensbereichen sehr benachteiligt. Der weibliche Körper, Menstruation, der Zyklus, das sind alles Themen, die noch nicht leicht über die Lippen gehen. Das kann aber geändert werden. Wenn wir drüber sprechen, uns gegenseitig erzählen, wie das bei uns ist und fragen, wie Frauen sich und ihre Körper während, vor oder nach der Menstruation und des Eisprungs wahrnehmen. Wenn die Gesellschaft Frauen erlaubt, nicht mehr jeden Tag gleich funktionieren zu müssen, sondern sie ihre zyklische Natur selbstbewusst und liebevoll leben können. Wenn Männer die Frauen verstehen lernen und achten in ihrer Andersartigkeit. Es braucht keine Gleichheit oder Anpassung, sondern schlichtweg eine Gleichwertigkeit der wundervollen Vielfalt auf der Erde. Und dazu möchte dieses Projekt beitragen!

Hier ist der Link zu ihrer Crowdfunding Kampagne. Ende April werden die jungen Frauen an das levantische Meer reisen, um dort vor Ort mit Schwammtaucher/innen in Kontakt kommen zu können. Ihnen ist wichtig, dass sie persönlich sichergehen können, dass die Schwämme nachhaltig geerntet werden. Über umweltfreundliche Wege gelangen sie nach Deutschland und werden dort in Baumwollsäckchen verpackt in Drogeriemärkten und Bioläden verfügbar sein werden.

Für die Unternehmensgründung und Verwirklichung dieses Traums brauchen sie eure Hilfe!

Erzählt es in die Welt, spendet selber oder schickt gute Energien.

Für eine Welt, in der Frauen sich, ihre Körper liebend, dem zyklischen Fluss des Lebens hingeben möchten.

Web: www.startnext.com/lunaspongia

Wir von der Printzipia-Redaktion geben dafür 4 von 5 Stämmchen

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Mrz 23

Speisen kurz vor dem Verfallsdatum, Obst und Gemüse mit kleinen Ecken und Kanten und Verpackungen die schon einmal bessere Zeiten gesehen haben. In den Reste-Supermarkt kommt alles, was im normalen Supermarkt längst aussortiert worden wäre und die Kunden freuen sich.

Seit kurzem gibt es in Berlin-Charlottenburg ein ganz besonderes Geschäft das auf den Namen SirPlus hört. Allgemein ist er schlicht als Reste-Supermarkt bekannt. Und der ist etwas ganz besonderes, da er als solches einmalig in Deutschland ist. Hier kommen nämlich ausschließlich Waren in die Regale, die aus Restaufkäufen stammen, kurz vor dem Verfallsdatum stehen oder einfach nicht mehr ganz so frisch aussehen.

Um diese Speisen und Getränke trotzdem an den Mann zu bringen haben sich die Betreiber dieses ganz besondere Ladenkonzept ausgedacht. Hier bekommen Kunden die waren bis zu 70 Prozent günstiger als im normalen Supermarkt und die freut das natürlich, denn so lässt sich ordentlich sparen. Da ist es auch zu verschmerzen, dass die Auswahl an Artikeln natürlich begrenzt ist und sich ständig ändert. Ein festes Warensortiment wäre mit dem Geschäftskonzept auch schwierig umzusetzen.

Doch woher kommen die Lebensmittel und wie funktioniert die Zuliefererkette? Große Supermarktketten wie zum Beispiel die Metro verkaufen dem Reste-Supermarkt gegen kleines Geld ihre abgelaufenen Waren und beschädigten Produkte. Das spart ihnen die Entsorgungskosten und ist natürlich auch umweltbewusst. Der Reste-Supermarkt transportiert die Waren direkt ins Geschäft und stellt sie dort seinen Kunden zur Verfügung. Gerade jene mit einem geringen Monatsbudget für Lebensmittel freuen sich darüber und übersehen großzügig die Ablaufdaten.

Schließlich sind nachweislich Lebensmittel auch danach noch einige Tage genießbar. Eine Konkurrenz zu den Tafeln im Berliner Umland stellt der Reste-Supermarkt übrigens nicht dar. Er bekommt nur Speisen und Getränke, die von den Tafeln nicht mehr benötigt werden. Insgesamt also eine sehr gute Lösung im Umgang mit Lebensmitteln, die vielleicht bald Schule macht.

Spart Geld und schont die Umwelt, 4 von 5 Stämmchen!

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Mrz 05

Ein Elf-Familienhaus, das sich vollständig selbst mit Energie versorgen kann, ist das neueste Projekt der Umwelt Arena Schweiz. Hier wurden interessante Perspektiven geschaffen, die eine ganzjährige Versorgung mit erneuerbaren Energien gewährleisten.

Photovoltaikanlagen in Kombination mit anderen faszinierenden Anlagen könnten schon bald Grundvoraussetzung dafür sein, dass sich Mehrfamilienhäuser komplett selbst mit Energie versorgen können. Ein interessantes Projekt der Umwelt Arena Schweiz eröffnet völlig neue Möglichkeiten.

Zukunftsweisendes Projekt zur Entlastung der Umwelt

Das Mehrfamilienhaus-Magazin hat vor kurzem über ein interessantes Projekt der Umwelt Arena Schweiz berichtet. Da das Thema derartig faszinierend war, greifen wir es heute in diesem Artikel auf. Es handelt sich um ein Projekt, das ein Elf-Familienhaus umfasst, das sich ganzjährig selbst mit Energie versorgen kann. Dies gelingt durch das perfekte Zusammenspiel verschiedener Komponenten.

Als Basis dient eine Photovoltaikanlage, die auf dem Dach und an den Fassaden montiert ist. Das neuartige System dieser Anlage umfasst eine Hakenhalterung, an der die Platten auf einfache Weise angebracht werden können. Da sie einzeln montiert werden, lassen sie sich ebenso wieder entfernen, um sie gegebenenfalls zu reparieren oder auszutauschen.

Unterstützung durch Power-to-Gas-Anlage

Da in den Sommermonaten mehr Energie erzeugt als eigentlich verbraucht wird, musste nach einer Möglichkeit der Zwischenspeicherung gesucht werden. Dadurch sollten dann die Wintermonate überbrückt werden, in denen meist ein Energiedefizit entsteht, weil die Photovoltaikanlage nicht genug produzieren kann.

Die Unterstützung erfolgt in diesem Projekt durch eine Power-to-Gas-Anlage, die die überschüssige Energie in Wasserstoff umwandelt. Anschließend wird dieses mit Hilfe von Kohlendioxid in Methangas umgewandelt. Das entstandene Methangas wird dann ins Netz eingespeist und damit quasi zwischengelagert. In den Wintermonaten kann dieses dann bei Bedarf abgerufen und verwendet werden.

Dabei kommt die Hybridbox zum Einsatz. Diese reagiert entsprechend des Bedarfs.

Erneuerbare Mobilität ebenfalls integriert

Auch an die Fahrer von Elektro- und Gas-Fahrzeugen wurde bei der Umsetzung des energieautarken Mehrfamilienhauses gedacht. Diese können mit Hilfe der vorgestellten Technologien ihre Fahrzeuge zukünftig direkt am Haus aufladen bzw. betanken.

4 Stämmchen von uns, für dieses Rundumsorglospaket in Sachen Energiegewinnung

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Feb 15

Alleine am Laptop zu sitzen und zu arbeiten mag technisch zwar völlig genug sein, aber manch junge Gründer oder sogenannte Digitale Nomaden fehlt dann auf die Dauer doch etwas Gesellschaft. Die Lösung des Problems: Coworking Spaces

In Coworking Spaces arbeiten Gründer und Digitalarbeiter zusammen, die jeder für sich ein eigenes Unternehmen haben, sich aber die Ressourcen eines Großraumbüros teilen. Und vielleicht nebenbei auch gleich interessante Kontakte knüpfen können. Thematisch sind diese Angebote an sich offen, werden aber in der Regel Leuten genutzt, die in irgendeiner Art und Weise mit der Digitalisierung zu tun haben.

Es gibt allerdings auch eine Handvoll Coworking Spaces, die sich speziell das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben haben. Die Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V. betreibt in Berlin beispielsweise den PulsRaum. Die Coworking Spaces von Social Impact finden sich in Berlin, Duisburg, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und Stuttgart.

Berlin auch Hotspot für Unterstützung nachhaltiger Gründer

Weiter im Süden gibt es den Grünhof, ein Inkubator für Startups, aber auch generell für nachhaltige Projekte und die Kreativszene in Freiburg. Wie bei den meisten anderen Angeboten auch, sorgt die Community dafür, dass mehr im Angebot ist als ein Schreibtisch, ein Drucker und natürlich WLAN. Die Macher des Grünhofs organisieren außerdem Mentoring oder Coaching.

Das betahaus in Hamburg und Berlin sticht aus der Reihe hervor, da es eine Mitgliedschaft verlangt. Dafür findet dort aber auch schon mal eine Veranstaltung von Google, Zalando oder der Bahn statt.

Das sind natürlich nur ein paar Beispiele. Kennen Sie in Ihrer Umgebung auch Coworking Spaces, die sich speziell an Gründer und Digitalarbeiter im Bereich Nachhaltigkeit und Ökologie engagieren, oder als Inkubatoren in diesem Bereich fungieren? Dann schreiben Sie uns doch einfach einen Kommentar.

Nachhaltigkeit gilt auch in der Digitalisierung, für solche Projekte geben wir 4 von 5 Sternchen.

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Jan 28

In kaum einem Alter wachsen Kinder schneller als in den ersten Jahren. Frischgebackene Eltern kennen dass, der Strampler der gestern noch gepasst hat, ist heute schon mindestens eine Nummer zu eng. Was bleibt ist die Kleidungsstücke entweder für eventuell noch kommende jüngere Geschwister aufzuheben, oder die Dinge an Freunde oder Familie weiterzugeben. So oder so, auf jeden Fall müssen dann auch neue Anziehsachen für den Nachwuchs geordert werden.

Aber warum eigentlich, es geht auch noch anders. Das Online-Portal kilenda beispielsweise verkauft Kindermode, Mode für werdende Mütter, aber auch Spielzeug nicht, sondern bietet die Produkte zur Vermietung an.

Das Prinzip ist schnell erklärt, die Eltern suchen sich auf der Webseite ein Produkt aus und bekommen es nach Hause geliefert. Dort können sie – bzw. der Nachwuchs – es solange nutzen, bis die Kleidung zu klein oder das Spielzeug langweilig geworden ist. Gezahlt werden muss eine Leihgebühr, die maximal aber dem Kaufpreis entspricht. Dabei versprechen die Macherinnen eine tagesgenaue Abrechnung.

Das sich hinter dem Grundsatz „Leihen, statt Kaufen“ natürlich auch der Nachhaltigkeitsgedanken versteckt, liegt auf der Hand. Kinderkleidung aus der die Sprösslinge herausgewachsen sind landet nicht auf dem Müll, sondern wird wiederverwendet. Die Macherinnen haben auch mal ausgerechnet, wie die Umwelt profitiert, wenn ein Kinder-T-shirt weniger produziert wird. Rund 6.300 Liter Wasser können eingespart werden, und ein einziges T-Shirt trägt am Ende mit knapp drei KG zum CO2-Ausstoss bei.

Für so viel Engagement geben wir 4 Stämmchen.

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