Dez 27

An der Hebrew University of Jerusalem ist es einer Gruppe von Biomedizin-Technikern gelungen, Fleisch zu züchten ohne dafür das Leid von Tieren in Kauf nehmen zu müssen. Und ganz nebenbei verbessert man auf diese Weise auch die persönliche CO2-Bilanz.

In der Nutztierhaltung macht nicht nur das Problem der nicht artgerechten Massentierhaltung Probleme, durch lange Transporte und die Haltung an sich gelangt auch viel schädliches CO2 in die Luft. Wer sich fleischarm ernährt, der kann seinen persönlichen CO2-Fingerabdruck um bis zu 10 Prozent verringern.

Das Problem ist, viele Menschen wollen sich nicht fleischarm ernähren. Für all jene ist die folgende Entwicklung vielleicht eine gute Alternative, um künftig die Massentierhaltung nicht weiter zu unterstützen.

Reinen CO2 Gewissens Fleisch genießen

In Zusammenarbeit mit Professor Yaakov Nahmias ist es Biomedizin-Technikern gelungen, Fleisch in einer Nährstofflösung zu vermehren. Die Grundlage dafür bilden Zellen, die zum Beispiel aus der Haut von Hühnern gewonnen werden. Die entnommen Zellen schaden dem Tier nicht, aber sie sind ausgesprochen nützlich. Aus ihnen wachsen winzige Muskelgewebe.

In einem Bioreaktor wird daraus schließlich echtes Fleisch und zwar portionsgerecht und damit bereit für die Weiterverarbeitung zu Frikadellen, Hühnerschenkeln und vielem mehr.

Die Initiatoren dieses Projekts nennen sich SuperMeat und sie streben an, den Markt für Fleischprodukte für immer zu verändern und damit der Umwelt etwas Gutes zu tun. Das Fleisch soll billig sein, den Welthunger stoppen können und große Konzerne in die Knie zwingen. In kleinen Automaten soll sich nämlich jeder ganz zentral sein Fleisch selbst herstellen können. In einer ersten Crowdfounding-Kampagne konnte SuperMeat jedenfalls schon überzeugen und nahm über 200.000 Dollar ein. Noch gibt es allerdings keine Kostproben des neuen Superfleisches. Man darf gespannt sein.

Künstliches Fleisch das den Welthunger stoppen soll. Bleibt abzuwarten. Wir vergeben 3 Stämmchen.

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Dez 14

Die Müllberge, die Tag für Tag durch Coffee-to-go-Becher entstehen, sind mittlerweile ein echtes Problem für die Umwelt. Doch mit Hilfe von reCup, einem neuartigen Pfandsystem könnte das Problem schon bald verschwinden.

Coffee-to-go – Jeder trinkt ihn irgendwann. Doch an die Müllberge wird nur selten gedacht. Mit reCup könnte sich schon bald eine echte Alternative zum herkömmlichen Pappbecher etablieren. Warum sollte ein Pfandsystem in diesem Fall nicht funktionieren?

Schlimme Zahlen machen es deutlich

Wie groß die Belastung durch die Coffee-to-go-Becher tatsächlich ist, wird durch diese Zahlen erst richtig deutlich. Jedes Jahr werden allein in Deutschland 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher verbraucht. Pro Stunde kommen da etwa 320.000 Pappbecher zusammen – und das nur in Deutschland. Dadurch entstehen 40.000 Tonnen Müll pro Jahr.

Jungunternehmer schaffen Pfandsystem

Zwei Jungunternehmer aus Rosenheim haben sich überlegt, diesen Müllbergen den Kampf anzusagen. Sie haben mit reCup —- https://recup.de/  —– ein Pfandsystem ins Leben gerufen, das eigentlich überall funktionieren könnte. Wer seinen Kaffee zukünftig in einem reCup anstatt in einem Pappbecher kauft, zahlt einen Euro Pfand, bekommt aber gleichzeitig seinen Kaffee günstiger als sonst. Wird der wiederverwendbare Becher abgegeben, wird der Euro zurückgezahlt. Einfach und sehr effektiv.

Becher bis zu 500 Mal wiederverwenden und dann recyceln

Diese speziellen Becher können bis zu 500 Mal wiederverwendet werden. Sie werden vor Ort gereinigt und wieder eingesetzt. Die Becher bestehen aus Polypropylen und sind voll recycelbar. Sie werden in Deutschland produziert. Wer einen Deckel dazu haben möchte, bekommt einen kompostierbaren und somit umweltfreundlichen Deckel dazu. Das schlichte Design hat ebenfalls einen Grund. Es soll die Nutzer davon abhalten, die Becher einfach zu behalten. Schließlich soll das Prinzip funktionieren.

Eine wache Idee für die wir 3 Stämmchen vergeben.

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Dez 06

Aus Altem Neues machen: In diesem Fall aus U-Bahn Sitzbezügen schicke Designertaschen die ihre ganz eigene Geschichte erzählen, eine Modeidee der besonderen Art. Mit viel Geduld und noch mehr Kreativität gehen zwei Münchner Designer neue Wege.

Wer eine Tasche des Labels Kurzzug sein Eigen nennt, der trägt damit auch ein Stück Geschichte spazieren. Jede Tasche ist ein Unikat und zwar nicht nur aufgrund ihrer Verarbeitung, sondern in erster Linie aufgrund der Herkunft des Materials aus dem sie geschaffen wurden. Das stammt nämlich nicht aus einer Manufaktur, es stammt aus Münchner U-Bahnen, genauer aus ausrangierten Zügen. Bevor das Kunstleder der Sitze nämlich auf den Müll wandert, nehmen sich die beiden Designer Wolfgang Bischoff und Jörg Schleburg den Stoffen an und lassen sie zu schicken neuen Taschen umarbeiten.

Kurzzug – Design mit Geschichte

Bis dahin war es allerdings ein langer Weg, denn allein 1,5 Jahre dauerte es, bevor die Idee Realität werden konnte. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich kein Ansprechpartner für das Anliegen finden wollte, die alten Bezüge zu recyclen und sie nicht einfach kostspielig zu entsorgen. Kaum war das endlich geschafft, mussten die beiden kreativen Köpfe Geld sammeln, um die Idee auch in die Tat umzusetzen. Sie starteten eine Crowdfounding-Kampagne und erreichten das Herz vieler Modefans.

Die 30.000 Euro Marke war schnell geknackt und damit der Weg frei für die Produktion. Die findet in Italien statt. Dorthin verschicken die Designer die Stoffe und lassen in aufwendigen Fertigungsverfahren Taschen herstellen. Die kosten dann ab etwa 300 Euro, je nach Größe und Ausführung. Demnächst soll es eine Sonderkollektion geben, aus mit Graffiti besprayten Stoffen, extra bunt und noch außergewöhnlicher als ohnehin schon. Abnehmer finden sich genug für die Taschen und die leben längst nicht nur in München, sondern auch in Hamburg, Berlin und über die Grenzen Deutschlands hinweg.

Innovativ und stylisch, das belohnen wir mit 3 Stämmchen.

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Nov 18

Wissenschaftler des  französisch-japanischen Forschungslabor NextPV planen in Zukunft, Solarballons in den Himmel zu schicken und so das Energieproblem auf der Erde zu lösen.

Die Idee: Über den Wolken ist nicht nur die Freiheit laut Schlagersänger Reinhard Mey grenzenlos, sondern auch die Sonneneinstrahlung. Die ließe sich nutzen, um viel mehr Solarenergie zu erzeugen, als dies aktuell möglich ist, selbst an wolkenverhangenen Tagen. Diese Möglichkeit der fast grenzenlosen Stromerzeugung vor Augen, tüfteln französische und japanische Wissenschaftler derzeit an einer Revolution. Sie wollen gasgefüllte Ballons in den Himmel steigen und von ihnen die Solarenergie aufsaugen lassen. Die gewonnene Energie sollen die Ballons dann zum Boden leiten und damit die Energiegewinnung mächtig ankurbeln.

Dabei streben die Wissenschaftler eine Flughöhe von sechs Kilometern an, denn oberhalb der teilweise dichten Wolkendecke ist die Intensität des Sonnenlichts bis zu fünf Mal stärker als am Boden. Der Strom, der dadurch gewonnen werden kann, soll dabei nicht nur unmittelbar umgesetzt werden für die Haushalte und Unternehmen, aus ihm soll durch Elektrolyse zusätzlich Wasserstoff entstehen. Eingefasst in einer Brennstoffzelle ließe sich auf diese Weise immer nur so viel Energie freigeben, wie wirklich gebraucht wird.

Solarballons: Der Traum vom Fliegen

Ein ausreichend großer Ballon könnte das Zehnfache der eigenen Tagesproduktion speichern. Schon in zwei Jahren soll der erste Prototyp bereit sein für die Testphase. Bis dahin müssen die Wissenschaftler noch so einige Probleme lösen. Zum Beispiel die Frage klären, wie hoch die Ballons steigen dürften, um den Flugverkehr nicht zu gefährden und wie am besten mit den kilometerlangen Kabeln zu verfahren ist. Trotzdem ist die Idee von der enormen Anziehungskraft von Solarballons revolutionär und es bleibt abzuwarten, wann tatsächlich die ersten Ballons den Himmel bevölkern und für neue Energie sorgen. Langfristig ließe sich vielleicht so der Ausstieg von den herkömmlichen Energiequellen wie Atomenergie und Kohlekraft noch schneller schaffen. Zumindest ist die Idee aber eine weitere Möglichkeit das Spektrum der Erneuerbaren Energieformen zu erweitern und so vergeben wir 3 Stämmchen.

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Okt 19

Inzwischen gibt es eine große Anzahl an Modelabeln, die bei der Produktion ihrer Produkte auf deren Nachhaltigkeit achten, doch gute und fair produzierte Laufschuhe zu finden ist nach wie vor schwierig. Die großen Label wie Nike und Adidas führen zwar ein hochwertiges Sortiment, jedoch lassen sich wirkliche Aspekte von Nachhaltigkeit nicht finden, das stellt auch die Stiftung Warentest fest.

Die Wege zu nachhaltigen Produktionsverfahren sind lang, die zu wirklich fairen Laufschuhen scheinen noch länger zu sein. Das liegt nicht nur am mangelnden Engagement vieler Hersteller, sondern auch am Anspruch des Verbrauchers. Sportschuhe müssen nicht nur gut sitzen, sie sollten perfekt federn und atmungsaktiv sein. Ansprüche, die sich mit speziellen Materialien auf synthetischer Basis gut umsetzen lassen, leider belasten die aber auch die Umwelt, da sie erdölbasiert sind.

Und nicht nur das. Das Ursprungsland der meisten Sportschuhe ist nach wie vor China, ein Land in dem kaum faire Produktionsbedingungen zu finden sind. Ein Niedriglohnsektor eben, und das bei Schuhkosten von 100 bis 400 Euro im Handel. Zwar gibt es erste Anstöße, die Laufschuhe künftig auch nachhaltiger zu produzieren, aber diese Anstrengungen stecken noch in den Kinder-Laufschuhen.

Kleine bis mittlere Traditionsunternehmen setzen auf Nachhaltigkeit

Zu diesem Ergebnis kam jüngst auch die Stiftung Warentest. Die wollte wissen, welche Laufschuhe bestehen den Nachhaltigkeitstest? Dazu hatte sie alle großen Hersteller zum Fragebogeninterview eingeladen, um mal hinter die Kulissen zu schauen. Dabei blieben viele Fragen zu den Produktionsbedingungen weiter unbeantwortet, mancher Hersteller wollte sich erst gar nicht zu Wort melden und verweigerte eine Teilnahme am Test.

Darum bekamen Nike, Asics und New Balance auch gleich die Beurteilung „mangelhaft“. Erste Versuche, nachhaltige Laufschuhe auf hohem Niveau herzustellen, die finden sich dann aber doch noch und zwar bei Traditionsfirmen wie Lunge, Bär oder Brütting. Alle Schuhe sind „Made in Germany“ aus hochwertigem Leder und in echter Handarbeit. Dafür müssen Verbraucher allerdings tiefer in die Tasche greifen. Das liegt auch daran, dass wer in Deutschland produziert EU-Standards erfüllt. Das betrifft dann nicht nur die zu zahlenden Löhne, sondern auch anspruchsvolle Umweltstandards.

Umwelt und, nicht zu vergessen, Qualität sollten einem aber dann vielleicht doch den höheren Preis im Schuhgeschäft wert sein, oder etwa nicht?

Vorteile überwiegen die Nachteile, das ist uns 3 Stämmchen wert.

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Okt 12

Kastanien liegen jetzt im Herbst überall auf den Straßen und in den Wäldern. Aus ihnen lassen sich nicht nur süße Figuren gemeinsam mit dem Nachwuchs basteln, auch zum Waschen eignen sich Kastanien hervorragend. Wie das geht zeigt die folgende Anleitung.

Kastanien säumen überall die Wege, sobald es Herbst wird. Gerade die Exemplare, die sich nicht verspeisen lassen erfüllen dabei einen ganz anderen, praktischen Nutzen. Sie sind ein hervorragendes Waschmittel und das ist zudem kostenlos verfügbar, man findet sie selbst in der Stadt.

Alles was es zur Herstellung braucht sind eine Hand voll Kastanien, etwas Wasser und Muskelkraft. Zunächst die Kastanien waschen und etwa acht bis zehn Exemplare zur Seite legen. Diese mit dem Messer in kleine Stücke zerteilen, in ein Glas geben und das Glas anschließend mit Wasser auffüllen. Das Ganze für mindestens zwei Stunden, noch besser über Nacht, stehen lassen.

Kastanien: Reinigungsmittel direkt aus der Natur

Durch das Einweichen lösen sich die Saponine aus der Kastanie. Die haben, ähnlich wie Seife, gute Reinigungseigenschaften. Die ausgelösten Saponine lassen sich nun einfach gemeinsam mit dem Wasser abgießen. Nun die Mischung in den Waschmittelbehälter der Waschmaschine füllen, die gewünschte Waschtemperatur (mindestens 40 Grad) einstellen und schon entfaltet das kostenlose Waschmittel aus der Natur seine Wirkung.

Heraus kommt Wäsche die nicht nur sauber ist, sondern auch noch angenehm riecht. Der einzige Nachteil an dem Naturprodukt ist der, dass es alle zwei bis drei Tage ausgetauscht werden muss, da es sonst anfängt zu riechen. So ist ständiger Vorrat von Nöten, zumindest so lange, bis alle Kastanienbäume ihre Früchte verloren haben.

Kostenlos und umweltfreundlich! Dafür vergeben wir 3 Stämmchen.

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Sep 05

Dank innovativer Technologien gelingt es mittlerweile, immer mehr Plastikmüll aus den Meeren zu entfernen. Doch was passiert mit den gesammelten Müllmengen? Das Unternehmen ByFusion hat sich etwas sehr Interessantes einfallen lassen, es baut aus altem Plastikmüll neue Häuser.

Die Fertigung von Plastikmüll-Bauelementen für den Hausbau hat das Unternehmen in den Fokus der Umweltmagazine gerückt. Denn dieses Unternehmen nutzt gesammelten Plastikmüll aus den Meeren, um Baustoffe herzustellen.

Ein Haus aus Plastikmüll klingt anfangs vielleicht wenig verlockend. Doch die Idee dahinter könnte einem großen Problem effizient entgegenwirken. Der aus den Meeren gesammelte Plastikmüll wird von dem amerikanischen Unternehmen in Plastikblöcke gepresst. Diese können die unterschiedlichsten Formen und Größen haben. Auch die Dichte wird je nach geplantem Verwendungszweck individuell angepasst. Die entstandenen Blöcke werden RePlast genannt.

Fast 100 Prozent CO2 neutral

RePlast ist fast zu 100 Prozent CO2 neutral. Während der Fertigung des recycelten Plastikmaterials werden keinerlei Giftstoffe freigesetzt. Dadurch werden Gebäude, die mit RePlast hergestellt werden, besonders umweltfreundlich.

Bislang kommen die Plastikblöcke vor allem bei Straßenbegrenzungen und in Mauern zum Einsatz. Für die Zukunft sollen aber noch zahlreiche weitere Einsatzgebiete geschaffen werden, für die die Eigenschaften der Blöcke ganz individuell angepasst werden.

Ein hervorragender Wärmespeicher

RePlast-Blöcke können Betonblöcke nicht ersetzen, aber Bauprojekte auf wirkungsvolle Weise ergänzen. So sind diese Plastikblöcke beispielsweise in der Lage, Wärme hervorragend zu speichern. Damit wäre es denkbar, diese als Dämmung im Hausbau einzusetzen. Auch als Lärmschutz könnten die RePlast-Elemente gute Dienste leisten. Umweltfreundliche Bauprojekte könnten mit Hilfe dieser neuartigen Bauelemente bereichert werden.

Innovation die uns 3 Stämmchen wert ist.

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Mrz 23

Klimaschutz als Schreckgespenst für die Wirtschaft? Im Gegenteil, das Thema entwickelt sich immer mehr zum Innovationstreiber. Auch in Nordrhein Westfalen, wo die Initiative „1.000 Schritte in die Zukunft“ einige besonders gelungene Projekte vorstellt.

Die ersten Schritte sind angeblich immer die schwersten, gerade wenn man sich in Sachen Klimaschutz ehrgeizige Ziele gesetzt hat. Mehr als 160 davon hat die Initiative „1.000 Schritte in die Zukunft“ der Klima.Expo NRW aber immerhin schon geschafft. Die 1.000 Schritte wollen die Macher bis zum Jahr 2022 erreicht haben, dafür suchen sie derzeit fleißig nach Projekten, Innovationen oder engagierten Personen rund um das Thema Klimaschutz.

Ihnen geht es dabei auch darum, dass alte Vorurteil zu widerlegen, Umweltschutz würde der Wirtschaft schaden. Schon die ersten erreichten Schritte scheinen aber eher zu belegen, wie wichtig Innovationen im Klimaschutz für die einheimische Wirtschaft sind. So konnten Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum etwa einen Katalysator entwickeln, der durch die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff künftig dabei helfen soll überschüssigen Strom aus Windrädern oder Photovoltaikanlagen besser zu speichern. Kollegen an der gleiche Uni entwickelten ein Messsystem gegen die Überdünnung von Böden und helfen und helfen damit gleichzeitig Landwirten und der Umwelt.

Auszeichnung für besonders gelungene Klimaschutzprojekte

Allerdings ist Klimaschutz natürlich keine reine Aufgabe für die Wissenschaft, um das gemeinsame Ziel zu erreichen kann auch jeder Einzelne seinen Beitrag leisten. Das muss nicht gleich die aufwendige neue Dämmung für das Eigenheim sein, obwohl die Initiative auch hier auf eine Innovation auf ihrer Webseite verweisen kann. Der Klassiker ist es hierbei sicher im eigenen Unternehmen Fahrgemeinschaften zu organisieren.

Auch bei der Initiative „1.000 Schritte in die Zukunft“, kann übrigens jeder mitmachen. Mit ihrer Webseite und den Auftritten in diversen Social Media Kanälen möchten die Initiatoren eine zentrale Präsentationsplattform für innovative Ideen zum Klimaschutz schaffen. Die Projekte selbst werden zusätzlich von einem Expertenteam bewertet. Die besten Projekte werden dann von der Klima.Expo NRW öffentlich ausgezeichnet. Diese Projekte sollten dann aber besonders innovativ sein, nachhaltig wirken, und sowohl ökologische, wie ökonomische Vorteile bieten. Eine ausführliche Beschreibung der Bewertungskriterien, sowie die Kontaktdaten findet man auf der Webseite KlimaExpo.NRW.

Ganz nette Sache, 3 Stämmchen dafür.

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Sep 22

Erneuerbare Energien könnten um eine weitere Quelle ergänzt werden: Forschern ist es gelungen, verdunstendes Wasser als Energiequelle zu nutzen und damit sogar ein Spielzeugauto zu bewegen. Mit Hilfe eines neuartigen Systems könnte der Prozess der Verdunstung schon bald in verschiedenen Bereichen genutzt werden.

Forschern der New Yorker Columbia University ist es gelungen, zwei Geräte zu entwickeln, mit deren Hilfe die Verdunstungsenergie gezielt eingesetzt werden kann. Dabei handelt es sich einerseits um eine Apparatur, die einem künstlichen Muskel ähnelt und andererseits um eine Art Feuchtigkeitsmühle. Beide nutzen die Energie, die während des Verdunstungsprozesses freigesetzt wird.

Künstlicher Muskel mit Unterstützung von Sporen

Das Prinzip des künstlichen Muskels ist recht einfach zu erklären. Die Forscher um Ozgur Sahin nutzten dafür Sporen des Heubazillus. Grundlage bildeten die Eigenschaften der Sporen, die sich je nach Luftfeuchtigkeit ausdehnen oder wieder zusammenziehen. Die Wissenschaftler nahmen eine dünne Folie und trugen beidseitig eine Sporenschicht auf. Sobald die Luftfeuchtigkeit hoch genug war, dass die Sporen das Wasser aufnahmen, dehnten sie sich aus. Gaben sie jedoch Feuchtigkeit ab, zogen sie sich wieder zusammen. In Folge dessen wellte sich die Folie oder wurde wieder glatt.

Ein kastenartiges Gerät, in dessen Inneren die Forscher den „künstlichen Muskel“ platziert hatten, zeigte deutlich, wie viel Energie bei dem Prozess freigesetzt wird. Da direkt über der Wasseroberfläche die Verdunstung am stärksten ist, platzierten die Forscher ihr Gerät dort und veränderten mit Hilfe von Klappen die Luftfeuchtigkeit im Inneren. Es war zu beobachten, dass die freigesetzte Energie neben der Klappenbewegung auch noch das Leuchten von LEDs möglich machte.

Prinzip Feuchtigkeitsmühle

Ein weiteres Gerät nutzt ebenfalls den künstlichen Muskel, allerdings in erweiterter Form. Es handelt sich um eine Feuchtigkeitsmühle, deren Schaufeln aus den künstlichen Muskeln mit den Sporen des Heubazillus bestehen. Am Ende der Schaufeln ist ein Kunststoffblock angebracht, sodass sich mit dem Ausdehnen oder Zusammenziehen der „Muskeln“ der Masseschwerpunkt verlagert und eine Bewegung entsteht. Auf diese Weise gelang es, ein Spielzeugauto zu bewegen.

Obwohl die Energiegewinnung aus Verdunstung noch sehr gering ist, könnte diese Energiequelle in Zukunft so weiterentwickelt werden, dass sie die erneuerbaren Energien wirkungsvoll ergänzen kann. Wir vergeben hierfür 3 Stämmchen und warten ab, wie es hier weiter geht.

Quellen: spiegel.de, cleanenergy-project.de

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Aug 28

Müllberge bedrohen unsere Umwelt. Und genau deshalb beschäftigen sich immer mehr Unternehmen mit der Entwicklung umweltgerechter Methoden zu deren Reduzierung. Eine der neuesten Innovationen in diesem Bereich ist ein Straßenbelag aus Plastikmüll, der dem Asphalt echte Konkurrenz machen könnte.

Lässt sich der Plastikmüll der Meere doch noch für etwas Sinnvolles verwenden? Genau dieser Frage hat sich ein niederländisches Bauunternehmen angenommen und eine erstaunliche Antwort gefunden. Das Unternehmen will aus dem Meeresmüll Straßenbeläge entstehen lassen. Damit könnte die Bedrohung zahlreicher Arten sinken und gleichzeitig im Sinne der Umwelt gebaut werden.

Vorteile der Plastikstraßen

Das niederländische Bauunternehmen will den Plastikmüll der Meere dazu nutzen, Radwege und Fahrbahnen mit einem Kunststoffbelag zu versehen. Diese Methode soll mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sie soll deutlich günstiger sein als die herkömmliche Asphaltierung, und außerdem soll der Belag auch länger haltbar sein. Gleichzeitig würden sich die Müllberge deutlich reduzieren.

Projekt Plastic Road

Aus den Abfällen sollen kastenartige Gebilde hergestellt werden, die innen hohl sind. Diese werden dann verlegt und bei Bedarf mit Kabeln und Abflussrohren versehen. Da die Plastikelemente deutlich leichter als herkömmlicher Asphalt sind, werden die Arbeiten am Fundament vereinfacht. Dies würde den Straßenbau beschleunigen und reduziere gleichzeitig die Kosten.

Besonders interessant ist auch der enorme Temperaturbereich, dem die „Plastic Road“ standhalten soll. Von Minus 40 Grad bis plus 80 Grad Celsius soll es keinerlei Beeinträchtigungen geben. Das bedeutet weniger Instandhaltungsmaßnahmen als bei asphaltierten Straßen. Die Lebensdauer der neuartigen Straßenbeläge soll etwa dreimal so lang sein wie bei Asphaltbelägen. Klingt super – wir sind gespannt wie sich das Projekt entwickelt. Vorab gibt’s von uns 3 Stämmchen.

Quelle: www.handelsblatt.com

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