Sep 11

Der Supermarktriese Rewe will etwas gegen den Plastikmüll in der Obst- und Gemüseabteilung unternehmen und versucht sich neuerdings an der Einführung von Verpackungskartons, die aus Gras bestehen. Für den Supermarkt eröffnen sich damit ganz neue Möglichkeiten, etwas für das Klima zu tun und trotzdem nicht auf Altbewährtes verzichten zu müssen. Neu ist die Idee an sich aber trotzdem nicht.

Sie riechen nicht nach Gras und sehen auch nicht so aus, trotzdem bestehen die neuen Verpackungskartons, die derzeit in vielen Filialen der Supermarktkette Rewe getestet werden, zu immerhin 40 Prozent aus dem Material, auf dem sonst zum Beispiel Fußball gespielt wird. Der restliche Bestandteil der Verpackung ist übrigens auch ein natürlicher Rohstoff, Holz. Das macht das Graspapier stabil.

Der Vorteil der neuen Verpackung liegt dabei klar auf der Hand. Gras wächst wahnsinnig schnell nach und verbraucht dabei kaum Ressourcen. In der Herstellung von Graspellets werden außerdem weniger Energie und Wasser benötigt, als dies beispielsweise bei Holzpellets der Fall ist. Das reduziert den Ausstoß schädlicher Treibhausgase und macht Gras zu einem effizienten und gefragten Rohstoff gegenüber dem herkömmlichen Papier. In Zahlen ausgedrückt würde die Umstellung von Papier zu Graspapier  rund 10 Prozent Energie einsparen oder auch eine halbe Tonne Treibhausgase bei der Produktion von einer Millionen Verpackungstrays einbehalten.

Verpackungen aus Gras: Alte Idee, neue Umsetzung!

Neben den Vorteilen der Produktion gibt es noch einen weiteren Pluspunkt. Die Trays kommen ganz ohne die Zuführung chemischer Verbindungen aus, sind also auch gut verträglich und erhöhen noch einmal die ohnehin beeindruckende Ökobilanz des Produkts. Kein Wunder also, dass Rewe derzeit testet, wie sie sich bewähren, die neuen Verpackungen. Die Idee dazu stammt übrigens nicht von der Supermarktkette selbst, sondern von der Hennefer C + G Papier GmbH, einem Tochterunternehmen der Otto Group. Die stellte bereits 2015 einen Schuhkarton her, der dank spezieller Fertigungssysteme zu 51 Prozent aus Gras bestand. An sonstigen Bestandteilen verwendete man Altpapier, eine Revolution auf dem Verpackungsmarkt.

Und die soll sich jetzt auszahlen, allerdings nicht bei den Schuhen, sondern im Lebensmittelvertrieb. Hier fallen Unmengen an Verpackungsmaterialien ein, um alle Waren auch kundenfreundlich und hygienisch einwandfrei anbieten zu können. Der überwiegende Teil ist heute Plastik, ein Rohstoff der schwer zu entsorgen ist und große Umweltprobleme mit sich bringt. Höchste Zeit also für eine Umstrukturierung und einen Blick in eine grüne Zukunft.

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Aug 10

Einen Coffee-to-go gönnte sich heute fast jeder mal, aber mit jedem Wegwerfbecher wird der Müllberg ein bisschen größer. Das ist Umweltschützern ein Dorn im Auge, denn das Papier-Plastikgemisch lässt sich kaum recyceln. Die neuen Öko-Kaffeebecher sollen dieses Problem nun lösen.

Die neu entwickelten Öko-Kaffeebecher bestehen zu 100 Prozent aus kompostierbarer Maisstärke. Plastik, Papier und andere umweltschädigenden Stoffe gehören damit der Vergangenheit an. Entwickelt haben die neuen Kaffeebecher mit positiver Umweltbilanz die Baristaz Coffee Heroes. Damit haben sie sich ein enormes Marktpotenzial erschlossen, denn laut Umfrageergebnissen der Deutschen Umwelthilfe gehören inzwischen bekennende 70 Prozent aller Deutschen zu den Coffee-to-go Trinkern und nutzen dementsprechend Wergwerf-Kaffeebecher. Mit den neuen Öko-Bechern ließe sich somit ein Müllaufkommen von 320.000 Kaffeebechern pro Stunde vermeiden bzw. eingrenzen. Diese müssten nämlich dann nicht mehr in die Mülltonne, sondern auf den Kompost und würden dort zu nutzbarer Erde.

Statt in die Tonne werfen, einfach Blumen einpflanzen

Bislang können nur Kunden in Mainz und Koblenz in den Genuss ihres Kaffees aus den neuen Bechern kommen und zwar in allen Baristaz Coffee Heroes Häusern. Viele weitere Städte sollen aber bald folgen. Einziger Wermutstropfen, noch ist lediglich der Becher selbst aus Maisstärke. Der Deckel allerdings lässt sich nicht kompostieren, er besteht nach wie vor aus Plastik. Das soll sich aber noch ändern, verspricht der Geschäftsführer der Kaffeehäuser Ralf Schunk. Die Entwicklung des Bechers hatte es dabei in sich, denn er musste ja nicht nur haltbar sein, sondern auch wasserdicht, eine Eigenschaft die Maisstärke für gewöhnlich nicht hat. Deshalb verwenden die Hersteller der Öko-Becher Biopolymer, einen biologisch komplett abbaubaren Bio-Kunststoff. Fast zu schön, um den Becher weg zuwerfen, deshalb schlägt das Unternehmen Baristaz Coffee Heroes in ihrer Werbekampagne auch vor, die Öko-Becher nicht in den Müll zu werfen, sondern sie stattdessen als Pflanzschale zu nutzen und damit neues Leben zu kultivieren.

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Aug 02

Das Thema Nachhaltigkeit ist längst in den Köpfen der Menschen angekommen und hat sich zum echten Trend gemausert. Und der macht auch vor dem Sommerurlaub nicht Halt, ganz im Gegenteil. Von nachhaltiger Bademode bis zur fairen Sonnencreme darf alles guten Gewissens mit in den Koffer.

Was sind eigentlich faire Bikinis und Badeanzüge? Eigentlich all solche, die zu fairen Arbeitsbedingungen mit ökologischen Materialien hergestellt wurden, am besten aus Recyclingstoffen. Überraschenderweise gibt es davon eine ganze Menge. Manche bestehen zum Beispiel aus recycelten Fischernetzen, andere Designer nutzen Ökofasern wie Baumwolle. Kunstfasern kommen nicht zum Einsatz, denn sie benötigen in der Herstellung viel Energie und Wasser, was zu einer schlechtem Umweltbilanz führen würde. Die Reste, die bei der Verarbeitung entstehen kommen zudem bei der Verwendung von Ökofasern nicht in den Müll, sondern dienen zum Beispiel als Füllungsmaterial für Bettdecken und Kissen. Zur Färbung der schicken Badeteile nutzen Label wie Mymarini eigene Wasseraufbereitungsanlagen, um auch hier möglichst sparsam mit den Ressourcen umzugehen. Statt langer Lieferwege wird alles in Europa produziert, meist in Deutschland, Österreich oder Italien. Was in den USA längst zum Standard gehört, ist also endlich auch in Deutschland angekommen. Faire Bademode ist ein echter Trend.

Nachhaltig im doppelten Sinne vor dem Sonnenbrand schützen

Was die Ökomode trotzdem nicht schafft ist, die Haut vor den gefährlichen UV-Strahlen zu schützen. Hier braucht es Sonnencreme, aber bitte in Bio-Qualität. Anders als chemische UV-Blocker nutzen die Hersteller dabei einen mineralischen Filter. Der ist vollkommen unbedenklich und so können auch Schwangere und Babys ohne Probleme die Cremes nutzen. Wichtig ist allerdings, auf entsprechenden Bio-Zertifizierungen zu achten um sicherzustellen, dass es sich wirklich um ein echtes Bio-Produkt handelt. Positiver Nebeneffekt von Bio-Sonnencreme, die Haut ist nicht nur gegen die Sonnenstrahlen geschützt, sondern in aller Regel kommen auch keine Unverträglichkeiten mehr vor.. Eine gute Bewertung in diesem Sektor haben Firmen wie Eubiona, Lavera oder auch Eco Cosmetics. Ständig kommen neue Hersteller dazu. Bio-Sonnenmilch gibt es mittlerweile in Drogerien ebenso wie in Apotheken oder einfach online.

Dann kann der Urlaub ja kommen! Welche Ideen haben Sie noch, um auch im Urlaub nachhaltig leben zu können? Hinterlassen Sie uns doch einfach eine Idee in den Kommentaren.

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Jul 21

Autofahren in Großstädten ist längst kein Vergnügen mehr. Deshalb bevorzugen immer mehr Menschen kleinere, wendigere Fahrzeuge. Das Berliner Start-up unu hat diese Entwicklung aufgegriffen und einen kompakten Elektroroller auf den Markt gebracht.

Elektroroller können eine echte Bereicherungen in Großstädten sein, in denen das hohe Verkehrsaufkommen zu einer Belastung für Verkehrsteilnehmer und Anwohner wird. Das Start-up Unu hat nun einen Elektroroller entwickelt, der allen Ansprüchen gerecht wird.

Autofahrer ohne starke Nerven und robuste Abwehrkräfte haben keine Chance mehr

Wer in der Großstadt zuhause ist, braucht gerade in der Hauptverkehrszeit starke Nerven. Mit dem Auto ist es geradezu unmöglich, schnell von A nach B zu gelangen. Vor allem in den Sommermonaten beherrscht außerdem der Smog die City. Dann sind neben starken Nerven auch starke Abwehrkräfte gefragt. Der Elektroroller des Berliner Start-ups unu könnte die Lösung für diese Probleme sein. Er entlastet sowohl Nerven als auch Gesundheit.

Der Elektroroller der Zukunft? Umweltbewusst und schnell aufgeladen

Mit dem Elektroroller will unu zeigen, dass umweltbewusste Verkehrsmittel durchaus komfortabel und leistungsfähig sein können. Der Roller zeichnet sich durch ein gut durchdachtes Gesamtkonzept aus. Er verfügt über leistungsstarke Akkus, die eine Reichweite von 50 bis 100 Kilometern ermöglichen. Innerhalb von fünf Stunden sind die Akkus vollständig aufgeladen.

Der verbaute Motor bringt Geschwindigkeiten bis 45 km/h – geradezu ideal für den City-Verkehr. Diverse Extras wie zum Beispiel eine verlängerte Sitzbank oder das automatische LED-Frontlicht bringen deutlich mehr Komfort als herkömmliche Motorroller.

Der City-Flitzer ist in sieben neuen Lackfarben erhältlich. Die individuelle Konfiguration des Wunschrollers ist ganz bequem online möglich. Der Preis liegt je nach Ausstattung etwa bei 1.799 Euro.

Probefahrten können selbstverständlich beim Hersteller vereinbart werden.

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Apr 28

Alles was am Wegesrand wächst, darf auch geerntet werden und das ganz ohne offizielle Erlaubnis. Ein gefundenes Fressen für alle Gesundheitsbewussten und damit die ihre persönliche Erntefläche auch finden, hilft ein Portal weiter.

Der Name Mundraub darf ruhig wörtlich genommen werden, denn es geht den Erfindern des Portals darum, alle Schlemmerplätze in ganz Deutschland auf einer digitalen Karte darzustellen. Das soll Interessierten dabei helfen, die leckersten Äpfel und schmackhaftesten Erdbeeren zu finden. Und das Beste daran, den Mundräubern kann niemand etwas, denn es ist erlaubt und sogar willkommen, alles Freiwachsende zu ernten und zu verwenden. Das spart den Städten und Gemeinden viel Arbeit, hält die Flora in Schuss und schmeckt noch dazu hervorragend.

Und Ernteflächen gibt es viele. Neben Streuobstwiesen sind das Obstbäume auf brachliegenden Feldern oder Obsthecken am Straßenrand. Doch nicht nur Obst gehört zu den kostenlosen Leckereien auf dem Spaziergang durch die Natur. Auch Nussbäume und Gemüsebeete sind mitunter ganz bewusst da zu finden, wo es die Pflücker auch ernten können als Alternative zur normalen Wiese.

Frische Früchte vom Baum direkt in den Mund

Und die „Mundräuber“ sind organisiert. Sie planen Treffen pünktlich zur Erntezeit und helfen sich dann gegenseitig beim Pflücken. Dabei entstehen nette Plaudereien und echte Freundschaften. Ganz am Rande lohnt sich die Arbeit natürlich auch, denn frischer sind Obst und Gemüse nicht zu bekommen und noch dazu vollkommen kostenlos. Über 20 Personen gehören inzwischen zum Ernteteam rund um Berlin und nach und nach kommen noch viel mehr dazu. Die Karte zeigt ihnen nicht nur, wo es die besten Leckereien gibt sondern auch, welche Sorten wo wachsen. Ein Blick auf den Kalender verrät dann, wann es die ersten Treffen gibt, denn in Gemeinschaft ist das Erlebnis einfach schöner und noch viel effizienter.

Nach über sechs Jahren auf dem Markt wächst das Start-up rasant weiter, mehr als 16.000 Fundorte sind verzeichnet. Damit aber nicht jeder unkontrolliert pflückt gibt es bestimmte Regeln. So ist das Ernten in ausgewiesenen Naturschutzgebieten ebenso untersagt, wie das organisierte Abernten. Jeder darf so viel pflücken, bis er nichts mehr tragen kann. Wer nicht sicher ist, ob an den jeweiligen Stellen wirklich geerntet werden darf, der sollte besser nachfragen, rät der Betreiber der Webseite.

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Feb 08

Das Unternehmen Shiftphones will mit dem Shift 12 „Tablop“ ein interessantes Hybridgerät auf den Markt bringen, das vor allem die Umweltfreunde begeistern wird. Es soll das erste nachhaltige Notebook werden, das am Markt erhältlich ist.

Ein nachhaltiges Notebook könnte viele Anhänger finden. Das Unternehmen Shiftphones —-https://www.shiftphones.com/—- hat mit seiner neuesten Entwicklung, einem Hybriden aus Tablet und Laptop, ein Gerät konzipiert, das durchaus einen Blick wert sein könnte.

Hybridgerät Shift 12 „Tablop“

Bei dem Gerät handelt es sich um eine Kombination aus Tablet und Laptop, weshalb die Herstellerfirma Shiftphones es auch als „Tablop“ bezeichnet. Hochwertige Komponenten sorgen für ein hohes Arbeitstempo. Selbstverständlich wurde darauf geachtet, möglichst Energiesparende Bauteile einzusetzen. Auf die genaue Auflistung der technischen Daten möchte ich an dieser Stelle verzichten. Viel wichtiger ist das Nachhaltigkeitskonzept, mit dem Shiftphones dieses Gerät entwickelt hat.

Austauschbare Teile, Energiesparende Komponenten

Insgesamt hat Shiftphones sehr stark darauf geachtet, dass das Shift 12 einen nachhaltigen Charakter bekommt. So sind die Akkus für Tablet- und Tastaturteil gleichermaßen austauschbar. Ein erweiterbarer Festplattenspeicher gehört ebenso zu dem Nachhaltigkeitskonzept wie die Möglichkeit, das Gerät einfach zu reparieren, anstatt es sofort entsorgen zu müssen.

Ein ganz großer Pluspunkt könnte auch die Tatsache, dass Shiftphones darauf bedacht ist, alte Geräte beim Kauf eines Shift-Gerätes anzukaufen. Diese werden dann anderweitig eingesetzt, wodurch auch deren Nutzungsdauer deutlich gesteigert wird. All dies hat durchweg positive Auswirkungen auf die Umwelt.

Fairness groß geschrieben

Grundsätzlich versucht das kleine, hessische Familienunternehmen alle Abläufe fair zu gestalten. So wird zum Beispiel sehr genau darauf geachtet, woher die Bauteile bezogen werden. Die Zusammenarbeit erfolgt ausschließlich mit kleinen chinesischen Betrieben, wodurch eine faire Bezahlung, normale Arbeitszeiten und gute Arbeitsbedingungen gewährleistet sind. Außerdem verzichtet das Unternehmen Shiftphones auf die Verwendung von Coltan. Alternative Lösungen für den Gebrauch von Zinn und Gold werden gesucht.

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Feb 01

In vielen deutschen Städten herrscht sprichwörtliche dicke Luft. Luftverschmutzung, Feinstaub & Co. können einem das Wohnen in der Stadt oft vermiesen. Zwar verfügen die meisten Städte je nach Größe auch über eine oder mehrere Parkanlagen, wer allerdings nicht gerade einen Park in der Nachbarschaft hat, bekommt davon wenig mit.

Das Start-up Green City Solutions bietet dagegen eine Möglichkeit, die weit kleiner und flexibler als eine Parkanlage ist und die im Gegensatz zur Bepflanzung etwa mit Bäumen auch in kurzer Zeit zur Verfügung steht. Der sogenannte City Tree benötig schließlich weit weniger Zeit, bis er an Ort und Stelle zur Verfügung steht.

Dieses Begrünungssystem besteht im Wesentlichen aus mit speziellen Moosen bewachsenen Wand. Zwar kann man diese Pflanzenwand auch nicht gerade übersehen, dafür das sie laut Hersteller aber im Jahr so viel Feinstaubpartikel bindet wie 275 Bäume und etwa 30 kg Kohlendioxid, kommt die Wand dem Betrachter fast schon wieder klein vor. Und sie kann sozusagen für sich selbst sorgen und steuert sich automatisch. Sensoren für Luftqualität, Temperatur und Regenmenge sowie ein integrierter Regenwassertank mit Solarstrom-Pumpsystem versorgt die Moose automatisch mit der notwendigen Wassermenge.

Außerdem lassen sich die City Trees zu WLAN-Hotspots oder E-Bikeladestationen umfunktionieren. Ganz billig ist der Spaß allerdings nicht. Bei rund 20.000 Euro je City Tree dürften sich wohl eher wohlhabendere Städte für das Produkt interessieren.

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Jan 25

Ein entspannter Abend im Pub ist für viele Briten schier undenkbar. Kein Wunder eigentlich, dass gerade hier Forscher emsig daran tüfteln eine Methode zu entwickeln, wie sich die Bierherstellung klimafreundlich gestalten lässt. Eine Bohne soll es nun richten.

Zum Bierbrauen braucht es als Grundlage eine Stärkequelle, damit die Gärung überhaupt stattfinden kann. Besonders ökologisch aber auch ziemlich ungewöhnlich ist es dabei dicke Bohnen zu nutzen. Wie das funktioniert und vor allem, wie das schmeckt, gute Frage.

Pete Iannetta ist Forscher am James Hutton Institute im englischen Dundee und dort liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Klimaschutz. Warum also nicht Bier klimafreundlich machen, dachte sich der emsige Wissenschaftler und das ist ihm jetzt gelungen. Auf dem Etikett seiner Biere steht neben den üblichen Inhaltsstoffen wie Hopfen, Hefe, Wasser und Gerstenmalz eine ganz besondere Zutat: Dicke Bohnen. Die sollen dem Bier einen leicht nussigen Geschmack verleihen und kamen in ersten Geschmacksproben bei den Bierverkostern gar nicht mal schlecht an.

Methode zum Brauen mit Bohnen ist top secret

Bohnen-Brauer Pete Iannetta stellte seine Entwicklung entsprechen nicht auf einer Fachmesse für Braukunst vor, sondern auf der Jahrestagung der „Britischen Ökologischen Gesellschaft“ und das hat seinen Grund. Es ging dem Forscher nämlich nicht darum, einen besonders exquisiten Geschmack zu kreieren, sondern ein Bier zu brauen, das klimafreundlich ist und einen sehr kleinen ökologischen Fingerabdruck hinterlässt.

Einsatz von Gerste macht Bierbrauen ökologisch problematisch

Was viele nämlich gar nicht wissen, beim Brauen von Bier wird viel Gerste benötigt. Um diese in großer Menge anzubauen braucht es stickstoffhaltigen Dünger. Der ist schädlich für den Boden und damit auch für das Klima. Bohnen hingegen sind günstiger, genügsamer und brauchen keinen Dünger. Trotz aller Vorteile der Bohnen, sie sind nicht einfach einzusetzen, es braucht spezielle Techniken und die sind natürlich streng geheim.

Die ersten 4.000 Flaschen sind bereits abgefüllt und können in Schottland probiert werden. Derweil sind die Forscher schon wieder in die Labore zurückgekehrt. Sie wollen als nächsten Coup ein Bier entwickeln, in dem die Gerste vollständig fehlt und das trotzdem schmeckt, wie jedes andere Bier.

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Dez 27

An der Hebrew University of Jerusalem ist es einer Gruppe von Biomedizin-Technikern gelungen, Fleisch zu züchten ohne dafür das Leid von Tieren in Kauf nehmen zu müssen. Und ganz nebenbei verbessert man auf diese Weise auch die persönliche CO2-Bilanz.

In der Nutztierhaltung macht nicht nur das Problem der nicht artgerechten Massentierhaltung Probleme, durch lange Transporte und die Haltung an sich gelangt auch viel schädliches CO2 in die Luft. Wer sich fleischarm ernährt, der kann seinen persönlichen CO2-Fingerabdruck um bis zu 10 Prozent verringern.

Das Problem ist, viele Menschen wollen sich nicht fleischarm ernähren. Für all jene ist die folgende Entwicklung vielleicht eine gute Alternative, um künftig die Massentierhaltung nicht weiter zu unterstützen.

Reinen CO2 Gewissens Fleisch genießen

In Zusammenarbeit mit Professor Yaakov Nahmias ist es Biomedizin-Technikern gelungen, Fleisch in einer Nährstofflösung zu vermehren. Die Grundlage dafür bilden Zellen, die zum Beispiel aus der Haut von Hühnern gewonnen werden. Die entnommen Zellen schaden dem Tier nicht, aber sie sind ausgesprochen nützlich. Aus ihnen wachsen winzige Muskelgewebe.

In einem Bioreaktor wird daraus schließlich echtes Fleisch und zwar portionsgerecht und damit bereit für die Weiterverarbeitung zu Frikadellen, Hühnerschenkeln und vielem mehr.

Die Initiatoren dieses Projekts nennen sich SuperMeat und sie streben an, den Markt für Fleischprodukte für immer zu verändern und damit der Umwelt etwas Gutes zu tun. Das Fleisch soll billig sein, den Welthunger stoppen können und große Konzerne in die Knie zwingen. In kleinen Automaten soll sich nämlich jeder ganz zentral sein Fleisch selbst herstellen können. In einer ersten Crowdfounding-Kampagne konnte SuperMeat jedenfalls schon überzeugen und nahm über 200.000 Dollar ein. Noch gibt es allerdings keine Kostproben des neuen Superfleisches. Man darf gespannt sein.

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Dez 14

Die Müllberge, die Tag für Tag durch Coffee-to-go-Becher entstehen, sind mittlerweile ein echtes Problem für die Umwelt. Doch mit Hilfe von reCup, einem neuartigen Pfandsystem könnte das Problem schon bald verschwinden.

Coffee-to-go – Jeder trinkt ihn irgendwann. Doch an die Müllberge wird nur selten gedacht. Mit reCup könnte sich schon bald eine echte Alternative zum herkömmlichen Pappbecher etablieren. Warum sollte ein Pfandsystem in diesem Fall nicht funktionieren?

Schlimme Zahlen machen es deutlich

Wie groß die Belastung durch die Coffee-to-go-Becher tatsächlich ist, wird durch diese Zahlen erst richtig deutlich. Jedes Jahr werden allein in Deutschland 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher verbraucht. Pro Stunde kommen da etwa 320.000 Pappbecher zusammen – und das nur in Deutschland. Dadurch entstehen 40.000 Tonnen Müll pro Jahr.

Jungunternehmer schaffen Pfandsystem

Zwei Jungunternehmer aus Rosenheim haben sich überlegt, diesen Müllbergen den Kampf anzusagen. Sie haben mit reCup —- https://recup.de/  —– ein Pfandsystem ins Leben gerufen, das eigentlich überall funktionieren könnte. Wer seinen Kaffee zukünftig in einem reCup anstatt in einem Pappbecher kauft, zahlt einen Euro Pfand, bekommt aber gleichzeitig seinen Kaffee günstiger als sonst. Wird der wiederverwendbare Becher abgegeben, wird der Euro zurückgezahlt. Einfach und sehr effektiv.

Becher bis zu 500 Mal wiederverwenden und dann recyceln

Diese speziellen Becher können bis zu 500 Mal wiederverwendet werden. Sie werden vor Ort gereinigt und wieder eingesetzt. Die Becher bestehen aus Polypropylen und sind voll recycelbar. Sie werden in Deutschland produziert. Wer einen Deckel dazu haben möchte, bekommt einen kompostierbaren und somit umweltfreundlichen Deckel dazu. Das schlichte Design hat ebenfalls einen Grund. Es soll die Nutzer davon abhalten, die Becher einfach zu behalten. Schließlich soll das Prinzip funktionieren.

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