Apr 20

Kuhmist ist in der Landwirtschaft ein bewährtes Düngemittel, das zwar zum Himmel stinkt aber seinen Zweck tadellos erfüllt. Doch wer bitte möchte von einem Teller aus Kuhmist essen? Wenn es nach einem Bauer aus Italien geht, bald jeder!

Recycling der besonderen Art ist das, was die kreative Tätigkeit von Gianantonio Locatelli wohl am besten umschreiben dürfte. Der 61 Jahre alte Bauer aus Italien hat eine effiziente Möglichkeit gefunden, den anfallenden Mist seiner Kühe sinnvoll zu nutzen. Er produziert Schüsseln und Teller daraus. Und die Produktion läuft, denn immerhin nennt Locatelli mehrere Höfe sein Eigen, auf deren Feldern mehr als 3.500 Kühe grasen.

Aus Gülle wird Strom für die Höfe

Schon bevor er auf seinen Einfall kam, war Locatelli ein Mann mit Erfindungsreichtum. Seine Kühe gaben nicht nur Milch, um den beliebten Grana Padano-Hartkäse herzustellen. Aus der Gülle der Kühe wird bislang Energie gewonnen in der eigenen Biogasanlage. Den Strom nutzt der findige Bauer für die Höfe. Das Kühlwasser, welches in den Anlagen anfällt, leitet der überzeugte Recycler auch nicht einfach in die Kanalisation. Er heizt damit lieber und spart sich wertvolle Ausgaben. Die Frage blieb, was lässt sich aus den Abfällen des Dung machen, die bei der Verwertung in der Biogasanlage übrig bleiben? Die Antwort: Merdacotta.

Merdacotta – Terrakotta aus Dung

Die Bezeichnung ist ein Wortspiel aus Terrakotta-Keramik und Kuhmist. Um die eigenwillige Keramik herzustellen braucht es lediglich den Dungabfall und Lehm. Dazu kommen noch einige Geheimzutaten und fertig ist der Werkstoff, aus dem sich neben Geschirr auch Pflanzgefäße, Ziegeln oder Kacheln herstellen lassen. Wer sehen möchte wie so etwas aussieht, der kann das Museum besuchen.

Im Museo della merda  im beschaulichen Castelbosco sind sie nämlich ausgestellt, die unterschiedlichen Keramiken. Und nicht nur die Werke des kreativen Bauern haben es bis in das Museum geschafft, auch andere Produkte aus Mist sind zu sehen und die sollen zeigen, wie wertvoll und nützlich selbst Dung noch sein kann. Für so viel Erfindergeist gab es da natürlich auch einen Preis, Locatelli durfte sich bereits 2016 über den Mailänder Design Preis freuen, der ihm auf der gleichnamigen Messe verliehen wurde.

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Aug 20

Ein Gründer aus Franken tritt auf Lanzarote ein für den Erhalt der Kulturlandschaft. Mit der Gründung seines Yachtcharter-Unternehmens Lava Charter bringt der Unternehmer Segelbegeisterten und solchen, die es werden wollen, näher wie wichtig der Erhalt solcher unberührten Landstriche bzw. Archipele ist. 

Gerne featuren wir heute einen Geschäftspartner aus Franken, der mit seiner Unternehmensgründung eine kleine Vorbild-Rolle inne hat. Zunächst könnte man meinen, dass ein Charter-Betrieb der Yachten vermietet, keinen unmittelbaren ökologischen Anspruch hat. Kennt man aber die Geschäftsleitung rund um Michael Ranft, einen Unternehmer aus Bad Mergentheim und deren Geisteshaltung, ändert sich die Perspektive. Neben dem Segeln als Wert schöpfendem Faktor geht es den Initiatoren nämlich darum, Menschen für die urwüchsige Natur zu begeistern, die sich rund um Lanzarote und das gesamte Archipel der kanarischen Inseln manifestiert. Menschen, die sich für das einzigartige Segelerlebnis begeistern, sind nicht weit davon weg zum glühenden Kämpfer für den Erhalt der dort vorgefundenen Kulturlandschaft zu avancieren.

Fakt ist, das dort ansässige Charter-Unternehmen Lava Charter steht über das wirtschaftliche Interesse hinaus für die Erschließung und den natürlichen Erhalt der Kanarischen Inseln als traumhaftes, ganzjähriges Segel-Revier. Ganz im Geiste eines Cesar Manrique, der mit ähnlicher Mission und seiner architektonischen Begabung und Leidenschaft dafür sorgte, dass insbesondere die Kanaren-Insel Lanzarote mit allen aparten Eigenheiten im Gros Ihrem Naturell treu geblieben ist. Die Natur in Ihrer unberührten Form zu erhalten – das klingt nach mehr als reinem Unternehmergeist im monetären Sinne. Wir vergeben für die Mission des fränkischen Pioniers keine Umweltidee und auch keine Stämmchen. Aber eine explizite Erwähnung ist es uns in jedem Fall wert. Hier die Hauptseite der Experten Lava Charter für das Segeln rund um die Kanaren.

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Apr 11

Zum bundesweiten Energietag laden auch heuer wieder deutschlandweit viele Städte und Kommunen. Anlässlich des vor 30 Jahren verunfallten Atomreaktors in Tschernobyl läuft das Projekt aufgrund einer empfundenen Notwendigkeit alternative Energie-Projekte in der Bevölkerung erlebbar zu machen am 30 April auch in Würzburg.

Am Samstag, dem 30. April 2016 ist Tag der Erneuerbaren Energien, auch bei uns in Würzburg. Am „Unteren Markt“ stellen zahlreiche Anbieter zwischen 11 und 17 Uhr aus und berichten über neueste Trends in Sachen Solarenergie, e-Mobilität, Nachhaltigkeit und jegliche Form der Beratung rund um „energetische Themen“. Macher und Probierer dürfen sich freuen über viel Interaktives. So können vor allem Elektro-Autos und Pedelecs Probe gefahren werden.

Der deutsche Aktionstag wird anlässlich der Tschernobyl-Reaktor-Katastrophe alljährlch veranstaltet. Und spätestens seit „Fukushima“ weiß die Welt, dass Unglücke dieser Größenordnung überall und immer wieder passieren können, wo Menschen im Spiel sind. Motto ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Welt bei mehr Fokus in diese Richtung längst große Teile unserer Energie über alternative Modelle produzieren könnte. So denn der politische Wille da wäre. Im Angebot sind neben Solarenergie und Windkraft in diesem Sinne auch Geothermie, Wasserkraft und weitere, die am 30. April vorgestellt werden und teils ausprobiert und spürbar gemacht werden. Hier der Link zum bundesweiten Energietag.

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Aug 25

Ein Niedrigenergiehaus auf Rädern macht den Camping-Urlaub im Sinne der Umwelt möglich. Mit Ecocapsule wurde ein Bio Caravan entwickelt, der sämtlichen Komfort des eigenen Zuhauses in ein kompaktes Format gepresst hat.

Umweltbewusst weltweit unterwegs – so lässt sich die außergewöhnliche Idee des Bio Caravan am besten in Worte fassen. Denn Ecocapsule bietet unzählige Möglichkeiten, um der Umwelt konsequent Gutes zu tun. Mit diesem Bio Caravan entwickelt modernes Campen völlig neue Dimensionen.

Die Form

Jeder Bio Caravan des Modells Ecocapsule ist ein echtes Niedrigenergiehaus für unterwegs. Es nutzt sämtliche, zur Verfügung stehende, natürliche Ressourcen und ist mit allen Notwendigkeiten auf äußerst komfortable Weise ausgestattet. Besonders auffällig ist dabei die futuristische Form. Ecocapsule wirkt wie ein überdimensionales Ei auf Rädern, das nach und nach beeindruckende Fähigkeiten entfaltet.

Die äußere Ausstattung

Als Niedrigenergiehaus auf Rädern versorgt sich Ecocapsule fast vollständig selbst. Der Bio Caravan verfügt über diverse Solarzellen, die auf dem Dach angeordnet sind. Außerdem ist ein Windrad integriert, sodass aus beiden natürlichen Ressourcen Energie gewonnen werden kann. Auch ein Auffangbehälter für Regenwasser mit integriertem Filtersystem steht zur Verfügung.

Die innere Ausstattung

Auch innen ist der Bio Caravan darauf ausgerichtet, möglichst viel Komfort auf engstem Raum zu schaffen. Es gibt Dusche und WC, eine Kochecke, Stauraum für persönliche Sachen, ein ausziehbares Bett und sogar einen Arbeits-/Essplatz. Damit steht einem komfortablen Camping-Urlaub nichts mehr im Wege.

Unzählige Einsatzmöglichkeiten denkbar

Aber nicht nur für einen Camping-Urlaub eignet sich dieses interessante Gefährt. Es könnte auch bei internationalen Hilfseinsätzen genutzt werden. Da die Größe so gewählt wurde, dass der Bio Caravan in einen normalen Schiffscontainer passt, ist er auf der ganzen Welt einsetzbar.

Bilder zur „Ökokapsel“ gibt’s auf der Homepage www.ecocapsule.sk

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Jan 08

Urin als Energiequelle – Die Forschung ist auf dem besten Weg, einen echten Durchbruch zu erzielen. Damit könnte Klimaschutz auf einfache Weise praktiziert werden.

Die Suche nach alternativen Energiequellen lässt die Forscher immer kreativer werden. Es klingt unglaublich, ist aber wahr: Derzeit arbeiten Wissenschaftler an einer Brennstoffzelle, die aus Urin Energie gewinnen soll.

Projekt durch Bill Gates-Stiftung gefördert

Visionär, Microsoft-Gründer und Milliardär Bill Gates hat eine Stiftung ins Leben gerufen, die sich ausschließlich mit dem Kampf gegen die Armut auf der Welt beschäftigt. Diese Stiftung unterstützt das Projekt zur Gewinnung von Energie aus Urin, so berichtet die financial Times.

Und so soll es funktionieren

Die Wissenschaftler setzen bei ihrem Projekt auf das Prinzip des bakteriellen Stoffwechsels. Dabei nutzen sie Mikroben, die die Brennstoffzelle besiedeln und für ihr Wachstum organischen Brennstoff abbauen. Während der Zellatmung werden Elektronen freigesetzt, die durch ihre ständige Bewegung innerhalb der mikrobiellen Brennstoffzelle Strom erzeugen.

Geplant ist der Einsatz dieser Methode vor allem in Entwicklungsländern. Strom ist dort nicht überall verfügbar und würde eine deutliche Steigerung der Lebensqualität bedeuten. Bill Gates und seine Frau Melinda sollen von dem Projekt begeistert sein und es mit Hilfe der Stiftung fördern.

Visionen für die Zukunft

Jedes Projekt verfolgt Visionen. Die Gewinnung von Strom aus Urin hat das Potenzial, auch in den großen Industrienationen eingesetzt zu werden. Forscher Ieropoulos sieht seine Arbeit als wichtigen Schritt zum Klimaschutz. Er könnte mit seinem Projekt einen neuen Weg schaffen, Energie auf ökologische Weise zu gewinnen. Damit verfolgt er ein großes Ziel, das mit seinen Ergebnissen schon in greifbare Nähe gerückt ist.

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Dez 03

Um alternative Möglichkeiten zur Stromerzeugung zu schaffen, arbeiten Wissenschaftler an immer neuen Methoden. Nun ist es gelungen, den dünnsten Generator der Welt zu schaffen: dieser ist sogar transparent.

Wer sich einen Generator vorstellt, denkt meist an ein unhandliches, klobiges Gerät, das Lärm macht und Strom erzeugt. Dass es durchaus andere Möglichkeiten gibt, beweisen US-amerikanische Wissenschaftler mit ihrer neuesten Entwicklung.

So ist der dünnste Generator aufgebaut

Forscher des Georgia Institute of Technology und der Columbia Engineering Hochschule haben den dünnsten Generator der Welt entwickelt. Er besteht aus mehreren Molybdändisulfid-Schichten in ungerader Anzahl, die auf einer transparenten Folie angebracht sind. Jede einzelne der Schichten ist nur ein einziges Molekül dick. Die flexible Folie ist mit jeweils einer Elektrode an den Seiten versehen. Durch das Verbiegen der Folie entsteht Strom, der mit Hilfe der Elektroden aufgenommen wird. Ein vergleichbares Prinzip kommt unter anderem auch bei elektronischen Feuerzeugen zum Einsatz.

Einsatzmöglichkeiten für den dünnsten Generator der Welt

Die Wissenschaftler haben ihre Visionen, was den Einsatz ihres Generators betrifft. Sie können sich gut vorstellen, dass er zukünftig in Kleidungsstücke integriert wird. Damit könnten Sensoren und medizinische Geräte mit Strom versorgt werden. In etwas weiterer Zukunft könnten so leistungsfähige Exemplare geschaffen werden, dass Smartphones darüber aufgeladen werden könnten.
Das enorme Potenzial dieser Entwicklung ist anhand solcher Visionen bereits mehr als deutlich erkennbar. Da die Stromerzeugung durch Bewegung und nicht durch die Nutzung natürlicher Ressourcen erfolgt, entstünde eine deutliche Entlastung der Umwelt.

Herausforderungen, die noch nicht gemeistert sind

So genial wie die Funktionsweise des dünnsten Generators auch ist, stellt sie die Forscher noch vor einige Schwierigkeiten. Um den Strom tatsächlich fließen zu lassen, muss die mechanische Bewegung zur Erzeugung in eine Richtung gehen. Dies ist bislang noch nicht umzusetzen. Vor allem, wenn man die Vision des integrierten „Jackengenerators“ betrachtet. Es ist unmöglich, sich ausschließlich in eine einzige Richtung zu bewegen, um den Strom zu erzeugen. Erfolgen Bewegungen in gegensätzlicher Richtung, löschen sich die entstehenden Ströme vollständig aus und bringen keinen Effekt.
Aber auch für die Lösung dieses beachtlichen Problems gibt es bereits Ansätze. Die Wissenschaftler legen ihre Hoffnung auf andere Materialien, die vielleicht mit entsprechenden Eigenschaften die Lösung herbeiführen könnten.

Quelle: www.ingenieur.de

 

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Jun 06

Das Sammelsystem „Der Sammeldrache“ der Interseroh GmbH ist auf soziale Einrichtungen, vor allem mit Bezug auf Kinder, ausgerichtet. Er lehrt schon in einem frühen Alter einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und animiert sogar außenstehende Unternehmen, sich an den Projekten der Kinder zu beteiligen.

Zahlreiche Sammelbehälter sieht man im Alltag herumstehen. Oft fragt man sich, ob es wirklich nützt bestimmte Dinge auf diese Weise zu entsorgen, wo doch der Weg zur eigenen Tonne so viel einfacher ist. Mit Hilfe von Sammelsystemen werden allerdings Produkt-Kreisläufe geschlossen – zur Schonung von Ressourcen, zur Verminderung des CO2-Ausstoßes und zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Um diesen Nutzen deutlicher zu machen, hat das Unternehmen Interseroh einige Sammelsysteme entwickelt, die auf soziale Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten zugeschnitten sind. Es wird klar: Jeder kann einen Beitrag leisten. Und Kinder können schon früh nachhaltiges Verhalten lernen. So beispielsweise mit dem System „Der Sammeldrache“.

Kinder und Unternehmen arbeiten Hand in Hand

Das Prinzip: Es werden kostenlose Sammelboxen zur Verfügung gestellt, in denen die jeweilige Einrichtung an eigenen Sammelstellen und mit Hilfe von Sponsoren leere Druckerpatronen und gebrauchsfähige Handys sammeln. Sobald die Boxen gefüllt sind, werden sie kostenlos abgeholt und Neue geliefert – denkbar einfach für die Sammler. Für jede volle Box erhält die Einrichtung eine feste Vergütungspauschale oder Punkte, die gegen Prämien wie Spielzeug, Tafeln, Computer und sonstigen Lernbedarf eingetauscht werden können. Die Einrichtungen werden ihre Abfälle los, leisten einen Beitrag zum Umweltschutz, bringen diesen so auch Kindern spielerisch bei und verbessern als Belohnung die eigene Ausstattung. Eine runde Sache, wie wir meinen.

Ein Wettbewerb bringt Action und Spannung in die Sammelprojekte: Ein Mal im Jahr werden bundesweit 30 zusätzliche Prämien an die besten und fleißigsten Sammler vergeben. 18.000 Schulen und Kindergärten sind bereits mit von der Partie. Außenstehende Unternehmen können sich als Sponsoren mit einbringen, indem sie für ihre gesponserte Einrichtung mit Punkte sammeln.

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Feb 20

Es ist immer erfreulich, wenn Dinge die dem Umweltschutz nützen zum Trend werden. Einen solchen Aufschwung erlebt gerade das Upcycling. Dabei werden aus alten Produkten wieder neue Dinge hergestellt. Vor kurzer Zeit haben wir hier darüber berichtet, wie aus alten Jeans Kunststoff hergestellt wird – auch eine Form des Upcycling. Weil wir über dieses Thema so gerne berichten, haben wir hier eine Sammlung der 10 besten Upcycling-Ideen zusammengestellt.

Für die einen sind weggeworfene Dinge schlichtweg Müll – andere sehen in Ihnen die Grundlage etwas Neues zu schaffen. Es gibt aktuell viele Projekte die sich dem Upcycling widmen. Wir haben hier die besten Ideen zusammengetragen:

1. Praktische Umhängetaschen aus LKW-Planen
Die Schweizer Taschenmarke Freitag nutzt alte LKW-Planen als Rohstoffe für ihre Taschenproduktion. Die Planen werden zerlegt, gewaschen und zu Unikat-Taschen genäht. Selbst die Gurte der Taschen bestehen entweder aus Plane, oft aber auch aus ausrangierten Anschnallgurten.

2. Design-Mode aus Wollresten
Viele Designer arbeiten inzwischen mit dem Konzept des Upcycling. So die niederländische Humanity in Fashion-Preisträgerin Hellen van Rees. Fäden und Garnreste aus den Abfällen von Textilfirmen verarbeitet sie zu interessant-außergewöhnlichen Kleidern, die sogar von großen Namen wie Lady Gaga getragen werden.

3. Neuer Kram aus altem Kram
Bei Upcycling Deluxe gibt es Schlüsselbretter aus Büchern, Uhren aus Schallplatten, Lampen aus Pappkarton, Tierfiguren aus Flipflops und viele weitere kreative Alternativen zur Stzandard-Produktpalette. Die Materialpalette heißt hier nicht etwa „Baumwolle“ und „Leder“, sondern vielmehr „Aktenordner“, Nummernschild“, „Reis-Sack“, „Zementsack“ und „Reifen“.

4. Jeden Tag ein neues „Ding“ erschaffen
Der Blog „30 Tage 30 Dinge“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Tag aus Materialien, die andere als wertlos abstempeln würden, ein neues nützliches und schönes Objekt zu zaubern. Es blieb aber nicht bei nur 30 Werken – inzwischen ist das Projekt bei Tag 1033 angekommen. Auch externe Kreative können sich beteiligen.

5. Accessoires aus Feuerwehrschlauch
Feuerwear, ein Label aus Köln, fertigt Taschen, Handyhüllen, Gürtel und vieles mehr aus gebrauchten Feuerwehrschläuchen. Die Produkte der Kölner haben durch das besondere Material, Gebrauchsspuren und Aufdrucke aus dem Gebrauch einen coolen und interessanten Look. Außerdem sind sie allesamt wetterfest.

6. Mitmach-Upcycling auf Pinterest
Die „Upcycling-Tuesday“-Seite auf Pinterest veröffentlicht jeden Dienstag neue Ideen, wie auch im Kleinen Upcycling betrieben werden kann. Zu Hause nachmachen möglich und gewünscht. Vom Gummistiefel-Blumentopf bis zum Kinder-Karton-Schloss.

7. Schicke Taschen aus Plastikflaschen
Matt and Nat (wie Material und Natur) produzieren Taschen aus ausrangierten Kunststoffgetränkebehältern – das resultat sieht aus und fühlt sich an wie echtes Leder. Das Konzept der Firma heißt, laut eigener Website „Inspiration and al little bit of experimentation and MOSTLY: love“.

8. Alltagsmode aus Texitlindustrie-Resten
„Ist es wirklich sinnvoll neue Stoffe herzustellen, solange riesige Mengen an Abfall aus der Textilindustrie jeden Tag auf der Müllkippe landen oder verbrannt werden?“ Hinterfragen die Berliner Designer von ALUC auf ihrer Website. Das Label verwendet Reste aus der Textilproduktion um außergewöhnliche Kleider vollkommen nachhaltig herzustellen. Sogar bei der Entsorgung von Resten und bei der Auswahl zusätzlicher Materialien (z.B. Knöpfe) wird auf Recycling geachtet.

9. Stylische Gitarren aus Skateboards
Ezequiel Galasso holt alte und ramponierte Skateboards zurück und schenkt ihnen ein zweites Leben. Der Argentinier hat den hohen Wert der Überbleibsel des zugegeben verschleißlastigen Sportgerätes entdeckt. Die kaputten Boards sind oft mit Liebe stylisch aufgemotzt worden und waren sehr teuer. Statt abgefahrenen Rollbrettern im Müll gibt es also abgefahrene Musikinstrumente auf der Bühne.

10. Shoppen nach Material
By HipCycle, einem Online-Handel für Upcycle-Produkte, kann zwar nach ganz normalken Kategorien eingekauft werden, aber auch nach dem gewünschten Material. Auch hier sind natürlich alle Materialien aus zweiter Hand, egal ob Taucheranzüge oder Elektroschrott.
Egal ob für den Garten, ob Geschenke, Schmuck oder Mobiliar – hier findet sich fast alles.

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Okt 14

Das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft macht sein Landesumweltportal nun über eine neue App zugänglich. Die ist nicht nur optisch ansprechend gestaltet, sondern liefert die gefragten Informationen auch standortgenau.

„Meine Umwelt“ die neuste der neuen Apps zum Thema Umwelt, kommt von ganz oben. Das Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gab den Auftrag. Von der Entwicklung bis hin zur Betreuung der App list das Ministerium präsent, die Umsetzung selbst wurde von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz gemacht. Ein Schritt in die richtige Richtung, unserer Meinung nach, diesmal von ganz offizieller Seite. Die Applikation entstand übrigens im Rahmen der Länderkooperation Landesumweltportale. Portale also, die das Wissen der Landesverwaltung zum Thema Umwelt zusammenfasst und online für alle Welt zugänglich macht. Durch „Meine Umwelt“ wird diese Information jetzt noch einfacher und komfortabler zugänglich.

Umweltinformationen ganz neu aufbereitet

Natürlich kann ganz klassisch auf das Umweltportal zugegriffen werden, Stichwortsuchen selbstverständlich möglich. Darüber hinaus liefert die App aber noch viel spezifischer Umweltdaten. Gegliedert nach den Rubriken Luft, Wasser, Energie, Risiko- und Schutzgebiete. Auch Attraktionen und andere erlebnispädagogische Angebote können gesucht werden, aufgeteilt nach den Überbegriffen Wasser, Boden oder Natur. Das besondere daran: Die verschiedenen Informationen sind Standortgenau abrufbar, die Daten speziell auf Ihren Aufenthaltsort abgestimmt. Pegelstände und Daten zur Luftqualität Vorort beispielsweise sind zugänglich. Sogar Benachrichtigungen, wenn beispielsweise bestimmte Pegelstände überschritten werden kann der Nutzer einrichten.

Regionaler Bezug als großer Vorteil – momentan aber auch noch als Einschränkung

Momentan gibt es die App nur für Vorreiter Baden-Württemberg, die Rheinland-Pfalz folgt in Kürze und andere Bundesländer schließen sich hoffentlich bald an. Die Planung läuft. Wer gerne eine Benachrichtigung hätte, wenn „Meine Umwelt“ auch für sein Bundesland optimiert wurde, schreibt einfach eine E-Mail an meine.umwelt.app@um.bwl.de. Visualisiert werden die Informationen in der App durch detailgenaue Karten und Luftbilder, die vom aktuellen Standort abgerufen werden können. Verschiedene Symbole markieren dann relevante Informationen, die per Fingertipp aufgerufen werden können. Ein weiterer Fingertipp führt dann zu weiteren Informationen und zur integrierten Suchmaschine.

Ganz im Sinne des Web 2.0 können Nutzer von „Meine Umwelt“ auch selbst durch die App aktiv werden. Warum immer nur bei Blitzern zum Telefon greifen? Hochwasser und Ambrosia-Standorte können von Nutzern gemeldet werden, um die App zu verbessern und immer akkurater werden zu lassen. Weitere Melde-Projekte sind in Arbeit. Je mehr Menschen sich hier beteiligen, desto nützlicher wird das Ganze. „Meine Umwelt“ ist übrigens für Apple- und Android-Produkte zu haben, dabei erfordert es mindestens iOS 4.3 oder die Android Version 2.3.3. Grundsätzlich ist „Meine Umwelt“ mit einem „hybriden“ Ansatz konstruiert, soll also auf verschiedenen Plattformen einsetzbar sein. Die App an sich ist, dankenswerter Weise, übrigens gänzlich kosten- und werbefrei.

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Sep 20

„Fair-Teiler“ erfreuen sich in letzter Zeit auf facebook größter Popularität und Aufmerksamkeit. Durch die lokalen facebook-Gruppen kann Mann und Frau vertauschen, verkaufen und verschenken. Wahre Fundgruben, die sich signifikant zeit- und aufwandseffizienter abwickeln lassen, als die Fahrt zum Flohmarkt. Und die dabei für die richtige Einstellung zu Wieder- und Weiterverwertung und –verwendung sorgen.

Stuttgart, Würzburg, Berlin, Nürnberg, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Bonn, Karlsruhe, Ulm,… Über 35 deutsche Städte nennen schon eine Fair-Teiler-Gruppe ihr Eigen. Die Gruppen erhalten täglich immensen Zuwachs. Einige haben in der Mitgliederzahl bereits die 6000er-Grenze geknackt.

Wer ein facebook-Profil hat – also praktisch jeder – kann hier mit Hilfe eines einfachen Klicks Mitglied werden. Dabei entstehen keine Verpflichtungen und keine Kosten. Einmal Mitglied kann der facebook-User in die Gruppe sein Hab und Gut per Mausklick feil bieten. Am liebsten inklusive Fotografie und kurzer Beschreibung. Der für den Einen längst in Vergessenheit geratene Staubfänger in der hintersten Ecke des Schranks ist oft für den Nächsten der Schatz, nach dem er schon ewig gesucht hat.

Der Anbietende „Fairteiler“ kann einen festen Preis verlangen, die Interessenten bieten lassen, sich eine bestimmte DVD im Tausch wünschen, für das Angebotene nach einem Umzugshelfer fragen, sich eine selbst gemachte Marmelade oder eine Packung Ferrero Küsschen wünschen. Nicht zu selten wird in diesen Gruppen auch verschenkt. Sei es, um sich den Sperrmüll zu sparen, oder einfach, weil man anderen eine Freude machen möchte.

Unter tausenden Mitgliedern ist immer mindestens einer dabei, der sich für die angebotene Sache interessiert. Oft entstehen sogar regelrechte Auktionen um begehrte Stücke. Hat sich ein Abnehmer für die Keller verstopfenden und Stauplatz raubenden Sachen gefunden, folgt eine kurze und immer sehr freundliche Absprache per facebook-Chat. Der Glückliche holt das erworbene Stück beim Anbieter zu Hause oder an einem praktischen, zentralen Treffpunkt ab. Es wird bar, in Süßigkeiten, mit Tauschgut oder mit einem dankbaren Lächeln bezahlt.

Auch Gesuche sind in den Gruppen gern gesehen – nach schlichtweg allem: Nach einem Sofa für die WG. Nach der letzten Zutat für den Sonntagskuchen, weil man vergessen hat, das die Läden zu haben. Nach einer Wohnung. Nach dem Schrank, den IKEA einen Monat zu früh aus dem Sortiment genommen hat. Nach einem Ferienjob. Nach einem Geburtstagsgeschenk für die Nichte. Gerade bei sehr offenen Anfragen erweist sich die Community der Fair-Teiler-Gruppen stets als äußerst kreativ und hilft nach Kräften, das perfekte Teil zu finden.

Interesse am Online-Flohmarkt kann durch eine einfache facebook-Suche nach „Fair-Teiler“ und der nächstgelegenen größeren Stadt gestillt werden. Eine grundsätzliche facebook-Seite für alle Fair-Teiler gibt es ebenfalls.

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