Okt 03

Kaffeesatz dient aufgrund seines hohen Stickstoffgehalts schon jetzt vielerorts als gern genutzter Dünger für Beete und Rasen. Doch mit ihm lässt sich noch viel mehr Sinnvolles anfangen. Recycling schont die Umwelt, spart den Herstellern Kosten und macht einfach Sinn, wie neuerdings ein Schweizer Forschungsprojekt deutlich macht.

Allein in der Schweiz fallen pro Jahr eine halbe Millionen Tonnen Abfälle organischer Natur pro Jahr an. Diese Zahlen gelten ausschließlich für die Lebensmittelindustrie. Kein Wunder, dass große Unternehmen bemüht sind, ihre Abfallmengen zu reduzieren und dort wo das nicht zu schaffen ist, zumindest über sinnvolle Recyclingmethoden nachzudenken.

Was wird aus dem Kaffeesatz?

Schon jetzt gehen drei Viertel aller Abfälle zurück in die Industrie und werden zu Tierfutter weiterverarbeitet. Neun Prozent der Abfälle enden auf dem Kompost, immerhin elf Prozent werden zu neuer Energie. Dass das noch besser geht, darüber sind sich Forscher am Paul Scherrer Institut (kurz PSI)  einig und deshalb haben sie ein Pilotprojekt mit dem Mega-Konzern Nestlé gestartet.

Erfreuliche Ergebnisse, aber mit Fragezeichen

Hierbei kommt es den Forschern allein auf den Kaffeesatz an, denn aus ihm lässt sich wertvolles Bio-Methan gewinnen, welches in erneuerbare Energie umgewandelt werden kann. Um Methan zu gewinnen müssen zunächst die feuchten Rückstände des Kaffees auf 450 Grad erhitzt werden. Das geschieht in einer speziellen Versuchsanlage am PSI. Neben der Erhitzung erzeugen die speziellen Geräte einen Druck von 300 bar. Ziel ist es, einen über kritischen Zustand zu erreichen, also den Moment wo der Stoff von flüssig zu gasförmig übergeht. Nur jetzt lassen sich die Mineralsalze im Kaffeesatz abtrennen.

Mit Hilfe eines Katalysators lässt sich nun Methan gewinnen. Bislang können in den ersten Versuchen schon 60 Prozent der Energie, die noch im Kaffeesatz steckt, weiterverwendet werden. Doch die Forschergruppe ist zuversichtlich, dass da bald noch mehr möglich ist. Fraglich bleibt aktuell allerdings noch, wie wirtschaftlich der gesamte Prozess dann schlussendlich auch wird.

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Sep 27

Nachhaltige Materialien bilden die Grundlage für die extravaganten Fahrradschlösser von Dalman. Diese Schlösser sind in jedem Fall ein echter Hingucker. Aber was macht sie neben den nachwachsenden Rohstoffen so besonders?

Auf den ersten Blick wird deutlich, dass diese Fahrradschlösser etwas ganz Besonderes sind. Die schicken Schlösser von Dalman Supply sind aus Hanf gefertigt und werden ausschließlich per Hand hergestellt. Doch bietet dieses Bio-Fahrradzubehör genug Sicherheit?

Sicherheit für jedes Fahrrad

Wer es gern etwas extravaganter mag, findet in den Fahrradschlössern von Dalman Supply ein interessantes Zubehör. Diese Schlösser heben sich vor allem optisch von herkömmlichen Fahrradschlössern ab. Zudem sind sie aus nachhaltigen Materialien gefertigt und folgen damit dem Trend nach umweltbewussten Produkten. Die Schlösser werden in Tennessee, in den USA per Hand gefertigt und werden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz von my Boo verkauft.

Zwei Ausführungen für jeden Bedarf

Die Hanfschlösser sind in zwei unterschiedlichen Längen erhältlich, einmal als 70-Zentimeter-Ausführung und einmal mit einer Länge von 110 Zentimetern.

Großer Vorteil der Hanfschlösser ist sicherlich der vollständige Verzicht auf Plastik bei der Produktion. Ein verzinktes Stahlseil mit einer Dicke von 6,5 Millimetern bildet den Mittelpunkt dieser besonderen Schlösser. Das Stahlseil wird anschließend mit Hanf umwickelt und an den Enden mit Leder vernäht.

Beim Kauf ist zu beachten, dass es sich trotz aller optischer Schönheit und Handfertigung um ein Schloss handelt, das nicht unbedingt zur Sicherung hochwertigster Räder geeignet ist. Es kann in dem Fall als Zweitsicherung dienen, denn trotz beeindruckendem Herstellungsprinzip bleibt es immer noch ein Stahlseilschloss.

Nachhaltigkeit als besonderes Extra

Obwohl die Schlösser optisch auf jeden Fall ein echter Hingucker sind, gilt die Herstellung aus nachhaltigen Materialien als größter Pluspunkt. Mit dem Erwerb eines solchen Fahrradschlosses beweist jeder Käufer sein Umweltbewusstsein. Ein Nein zu Plastik und anderen belastenden Materialien ist ein deutliches Zeichen für ökologisches Denken und Handeln.

Wie es scheint, erobern ökologische Produkte nach und nach alle Lebensbereiche. Dieser Trend setzt sich immer weiter fort und findet immer mehr Anhänger.

Formschön und nachhaltig? Wir vergeben 4 Stämmchen!

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Sep 21

Bioprodukte erobern kontinuierlich den Alltag. Doch nun ist es einem engagierten Studenten gelungen, sogar ökologische Handyhüllen zu entwickeln. Damit setzt er den Trend nach umweltfreundlichen Produkten auf interessante Weise fort und ergänzt die bestehende Produktpalette aus vielen Lebensbereichen.

Auch Handyzubehör kann „Bio“ sein. Dies beweist ein Luzerner Student mit seinen ökologischen Handyhüllen. Diese sind fast ausschließlich aus Mais, Zucker und Öl gefertigt. Der Verkaufsstart ist für den kommenden Herbst geplant.

Erneuerbare Rohstoffe als Basis

Ein Team aus vier Schweizer Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen hat im Laufe der vergangenen zwei Jahre eine Handyhülle entwickelt, die zu 97 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt wird. Sie besteht hauptsächlich aus Mais, Pflanzenöl und Zucker. Bei der Produktion der Bio-Hüllen haben die jungen Entwickler verstärkt darauf geachtet, dass die CO2-Emission so gering wie möglich gehalten wird. Damit entsteht ein echtes Bio-Produkt, das ganz im Sinne der Umwelt gefertigt ist.

Marktstart für Herbst geplant

Schon im Herbst sollen die ersten Handyhüllen aus Mais, Zucker und Pflanzenöl in die Verkaufsregale kommen. Sie werden voraussichtlich 29 Schweizer Franken kosten. Wann die Cases in Deutschland verkauft werden, ist noch unklar. Die ersten Hüllen sollen für das iPhone 6, 6s und 7 erhältlich sein. Es sind bereits zahlreiche Farben und Designs geplant.

Finanzierung per Crowdfunding

Die ersten Produktionskosten sollen per Crowdfunding zusammengetragen werden. Es wird erwartet, dass etwa 100.000 Cases pro Jahr umgesetzt werden können. Obwohl der Markt der Bio-Produkte in allen Sparten hart umkämpft ist, sind ökologische Handyhüllen derzeit noch kaum am Markt vertreten. Deshalb stehen die Chancen für diese speziellen Bio-Cases äußerst gut.

Sollten sich die Prognosen bestätigen, sind auch Handyhüllen für weitere Smartphone-Modelle geplant. Das gesamte Projekt appelliert an das Umweltbewusstsein eines jeden Einzelnen.

Wir sind gespannt und vergeben 4 Stämmchen.

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Sep 11

Der Supermarktriese Rewe will etwas gegen den Plastikmüll in der Obst- und Gemüseabteilung unternehmen und versucht sich neuerdings an der Einführung von Verpackungskartons, die aus Gras bestehen. Für den Supermarkt eröffnen sich damit ganz neue Möglichkeiten, etwas für das Klima zu tun und trotzdem nicht auf Altbewährtes verzichten zu müssen. Neu ist die Idee an sich aber trotzdem nicht.

Sie riechen nicht nach Gras und sehen auch nicht so aus, trotzdem bestehen die neuen Verpackungskartons, die derzeit in vielen Filialen der Supermarktkette Rewe getestet werden, zu immerhin 40 Prozent aus dem Material, auf dem sonst zum Beispiel Fußball gespielt wird. Der restliche Bestandteil der Verpackung ist übrigens auch ein natürlicher Rohstoff, Holz. Das macht das Graspapier stabil.

Der Vorteil der neuen Verpackung liegt dabei klar auf der Hand. Gras wächst wahnsinnig schnell nach und verbraucht dabei kaum Ressourcen. In der Herstellung von Graspellets werden außerdem weniger Energie und Wasser benötigt, als dies beispielsweise bei Holzpellets der Fall ist. Das reduziert den Ausstoß schädlicher Treibhausgase und macht Gras zu einem effizienten und gefragten Rohstoff gegenüber dem herkömmlichen Papier. In Zahlen ausgedrückt würde die Umstellung von Papier zu Graspapier  rund 10 Prozent Energie einsparen oder auch eine halbe Tonne Treibhausgase bei der Produktion von einer Millionen Verpackungstrays einbehalten.

Verpackungen aus Gras: Alte Idee, neue Umsetzung!

Neben den Vorteilen der Produktion gibt es noch einen weiteren Pluspunkt. Die Trays kommen ganz ohne die Zuführung chemischer Verbindungen aus, sind also auch gut verträglich und erhöhen noch einmal die ohnehin beeindruckende Ökobilanz des Produkts. Kein Wunder also, dass Rewe derzeit testet, wie sie sich bewähren, die neuen Verpackungen. Die Idee dazu stammt übrigens nicht von der Supermarktkette selbst, sondern von der Hennefer C + G Papier GmbH, einem Tochterunternehmen der Otto Group. Die stellte bereits 2015 einen Schuhkarton her, der dank spezieller Fertigungssysteme zu 51 Prozent aus Gras bestand. An sonstigen Bestandteilen verwendete man Altpapier, eine Revolution auf dem Verpackungsmarkt.

Und die soll sich jetzt auszahlen, allerdings nicht bei den Schuhen, sondern im Lebensmittelvertrieb. Hier fallen Unmengen an Verpackungsmaterialien ein, um alle Waren auch kundenfreundlich und hygienisch einwandfrei anbieten zu können. Der überwiegende Teil ist heute Plastik, ein Rohstoff der schwer zu entsorgen ist und große Umweltprobleme mit sich bringt. Höchste Zeit also für eine Umstrukturierung und einen Blick in eine grüne Zukunft.

Verpackungen die am Boden wachsen? Das ist uns 3 Stämmchen wert.

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Sep 04

Der Mensch hält sich einen großen Teil seiner Zeit in den eigenen vier Wänden auf und damit er das nicht nur mit gutem Gewissen sondern auch in bester Gesundheit tun kann, ist das Thema „nachhaltiges Wohnen“ längst zum Schlüsselbegriff der modernen Wohnkultur geworden. Doch wie einfach geht das und welche Vorteile hat es?

Tipp 1: Einfach Wasser sparen!

Es gibt viele Methoden, um im eigenen Haushalt Wasser zu sparen. Das tut nicht nur der Umwelt gut, auch der Geldbeutel wird es einem danken. Statt ausgiebigem Vollbad hilft es da schon, schnell unter die Dusche zu springen. Das erfrischt, reinigt ebenso gut, benötigt aber viel weniger Wasser. Beim Einseifen, ebenso wie beim Zähneputzen darf der Wasserhahn dann ausgedreht werden, auch das hilft effizient beim Wassersparen.

Tipp 2: Plastik verbannen!

Plastik gilt als größtes Problem für die Umwelt, denn es verseucht die Ozeane und baut sich alleine nicht ab. Deshalb ist es sinnvoll, im eigenen Haushalt bestmöglich auf Plastik zu verzichten. Zum Einkaufen tut es auch eine Tasche aus Jute oder eine Kiste, um alles zu verstauen und keine Plastiktüten verwenden zu müssen. Verpackungen aus Plastik lassen sich ebenfalls oft vermeiden, indem Obst und Gemüse auf dem Markt direkt in den Einkaufskorb wandern oder statt zur Dosenware auf welche aus dem Glas zurückgegriffen wird. Also Augen auf, beim Einkauf!

Tipp 3: Warme Gedanken machen!

Speziell im Winter lieben kleine Frostbeulen die wohlige Wärme aus der Heizung. Damit die Tag und Nacht verfügbar ist, braucht es eine Menge Heizenergie. Dabei reicht es schon aus, die Thermostate auf 20 Grad herunter zudrehen und das vor allen Dingen in den Schlafräumen. Schon schläft es sich besser und nebenbei fällt ein Viertel weniger Heizenergie an.

Tipp 4: Second Hand kaufen!

Mode und Möbel lassen sich wunderbar aus zweiter Hand anschaffen. Das spart viel Geld und schont die Umwelt, denn es muss nicht erst aufwendig neues Mobiliar oder Kleidung produziert werden. In den Kleinanzeigen über Zeitung und Internet findet sich inzwischen ein wirklich breites Angebot an Second Hand Waren.

Tipp 5: Strom sparen!

Im Haushalt stecken oft Geräte in der Steckdose, die gar nicht genutzt werden. Deshalb Toaster, Kaffeemaschine und Drucker nur einstecken, wenn sie einen Zweck erfüllen sollen. Ansonsten verbrauchen diese auch im Schlafmodus Strom. Ein Wechsel zu Ökostrom lohnt sich ebenfalls, denn hier wird der Strom zu fairen Bedingungen produziert und die Umwelt nicht zusätzlich geschädigt. Die Kosten dafür sind inzwischen kaum höher als für normalen Strom, mit etwas Glück gibt es dazu sogar noch verlockende Wechselprämien.

Umweltbewusst leben geht also ganz einfach, ohne allzu großen Verzicht – und am Ende spart man auch noch Geld.

4 Stämmchen für das Beachten dieser Tipps!

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Aug 28

In Dritte Welt Ländern wie Indien leiden die Menschen oft unter der großen Hitze. Herkömmliche Klimaanlagen können sich trotzdem die Wenigsten leisten, denn die sind teuer in der Anschaffung und brauchen zudem auch viel Strom. Ein cleverer Tüftler hat deshalb eine Anlage entwickelt, die komplett aus Plastikflaschen besteht.

Mitten im kleinen indischen Ort Daulatdia hat Grey Dhaka eine außergewöhnliche und zugleich ungemein praktische Klimaanlage entwickelt die nicht nur billig in der Herstellung ist, sondern ganz ohne Strom auskommt. Die Idee entstammt der Notwendigkeit, sich in der Hitze trotzdem kühl zu halten und das quasi vollkommen kostenlos und ganz nebenbei auch noch umweltbewusst. Die Werkstoffe für die Klimaanlage bleiben nämlich überschaubar. Sie besteht in der Hauptsache aus Plastikflaschen, die an einem Karton befestigt werden. Die Konstruktion ist so einfach wie genial.

Bis zu fünf Grad kühlere Raumluft

Zunächst wird der Karton durchlöchert, damit dort später die Plastikflaschen hineinpassen. Dann halbiert Dhaka die Flaschen und steckt sie durch die Löcher. Die „Klimaanlage“ wird dann in Fensteröffnungen oder Türen gesteckt. Die Luft strömt durch die Plastikflaschen und wird dadurch abgekühlt. Das System funktioniert ähnlich der Atemluft, wenn das Ausatmen über gespitzte Lippen erfolgt. Auch dadurch ist die Luft kühler als beim normalen Ausatmen.

Der Kühlungseffekt ist unmittelbar, allerdings sind dem System Grenzen gesetzt. Es schafft es, die Raumtemperatur um etwa fünf Grad abzusenken und das dauerhaft, solange es eben installiert ist. Mehr ist allerdings nicht möglich, dann braucht es schon die elektrischen Anlangen, um eine intensive Kühle zu erreichen. Gesünder für Mensch und Umwelt ist diese Plastikvariante in jedem Fall und noch dazu ein hilfreicher Beitrag zum Recycling in einem Land, in dem das Thema noch vollkommenes Neuland ist.

Eine recycling Idee die dazu noch einfach umzusetzen ist. Wir sagen: 5 Stämmchen.

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Aug 21

Die tägliche Dusche verbraucht nicht nur Wasser, sondern auch Energie. Damit niemand mehr die Ausrede hat aus Energiesparsamkeitsgründen nicht zu duschen, hat ein finnisches Start-up eine Dusche entwickelt, die das Wasser recyceln kann.

Eine einzige Minute Duschen schlägt mit einem Wasserverbrauch von 15 Litern zu Buche. So laufen, je nach Länge des Duschvorgangs, locker bis zu 100 Litern Wasser durch den Duschkopf. Und da wir ungern kalt duschen, muss dieses zuvor natürlich aufwendig erhitzt werden. Das bringt unterm Strich eine sehr klägliche Klimabilanz. Deshalb haben finnische Forscher nun ein System entwickelt, mit dem sich der Wasserverbrauch auf ein Minimum reduzieren lässt und der Körper trotzdem sauber wird.

Die neue Dusche mit dem klangvollen Namen Showerloop sammelt nämlich das Duschwasser auf und pumpt es zurück in die Dusche. Dabei achteten die Entwickler Eduard Kobak und Jason Selvaran darauf, dass verbrauchte Wasser wieder neu aufzubereiten, niemand möchte sich schließlich dreckiges Wasser über den Kopf laufen lassen.

Stundenlang duschen ohne je mehr als 10 Liter Wasser zu verbrauchen

Eine Showerloop ist aus diesem Grund nicht nur mit einem Auffangbehälter ausgestattet, die das Duschwasser auffängt und an den Duschkopf zurück leitet. Sie verfügt auch über ein spezielles Filtersystem, in dem das Wasser zuvor gereinigt und von Schmutz befreit wird. Im ersten Schritt fängt der Filter den groben Schmutz, wie Haare und Hautschuppen, auf. Der nächste Filter besteht dann aus Mikrofasern die kleineren Schmutz auffangen können. Darauf folgt ein sandgefüllter Filter für noch kleinere Mikropartikel. Zum Schluss folgt Aktivkohle, die filtert Chemikalien, Gerüche und Farben heraus, ehe das Wasser nochmals UV-gefiltert wird, was es sterilisiert.

Dadurch erreicht das Wasser erneut Trinkwasserqualität, allerdings nicht in einem Klärwerk, sondern verborgen im Boden im eigenen Badezimmer. Die Filter arbeiten bei all den Prozessen so schnell, dass das Wasser dabei kaum abkühlt und nur minimal wieder aufgewärmt werden muss. Ein zusätzlicher Sparfaktor, denn die Energie zum Heizen fällt ebenfalls gering aus. Insgesamt eine sehr umweltbewusste Methode die es ermöglicht, selbst bei stundenlangem Duschen kein schlechtes Gewissen gegenüber den Verbrauchwerten haben zu müssen, denn die bleiben stets konstant.

Für den Reue freien Dusch-Genuss vergeben wir 4 Stämmchen.

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Aug 17

Manche denken an ihn, die meisten versuchen es so gut und so lange es geht nicht zu tun. Doch am Ende des Lebens steht der Tod. Daran lässt sich nicht rütteln, aber wer nachhaltig gelebt hat, kann dank eines Startups aus Sachsen auch darüber hinaus seiner Einstellung treu bleiben.

Das Leipziger Startup VON WELT fertigt minimalistisch Särge aus regionalen Hölzern ohne Metall. Damit ermöglicht das Unternehmen einen würdevollen Abschied für Menschen, die zu Lebzeiten einen nachhaltigen Lebensstil gepflegt haben.

 

Bild: Von Welt

Mit seinem Konzept schlägt das Startup neue Wege auf einem Markt ein, der dem Klischee nach eher von Traditionalisten geprägt ist, als von Innovationen. Der Unterschied zwischen dem Standardangebot und dem Startup VON WELT fällt schon beim ersten Blick auf: Statt der klassischen Sargform sind die Särge rechteckig gestaltet. Schnörkel gibt es nicht, stattdessen klare Linien und Kanten und eine einfache Nut auf der Oberseite. Als Farbe stehen Natur und – eher ungewohnt – gelb zur Auswahl.

Neben dem Design sind es aber vor allem andere Werte, die vor allem die Särge zu einem einer echten Neuheit auf dem traditionellen Bestattungsmarkt machen. Die Produkte sind konsequent nachhaltig gestaltet. Alle Holzteile sind mit einem Leim auf Quarkbasis verbunden, der Deckel wird ohne Scharniere aufgesteckt. Damit vermeidet man die Verwendung von Metall, dass in der Erde nur sehr langsam vergeht.

Bild: Von Welt

Außerdem achtet das Unternehmen auf kurze Transportwege: Das Holz kommt aus dem Schwarzwald, die Sargwäsche aus Ostsachsen und die Fertigung erfolgt in Leipzig. Für die farbige Sargvariante wird biologisch abbaubare Farbe verwendet. So entsteht ein durchweg nachhaltiges Produkt, an dem weiter gefeilt wird. Das nächste Ziel ist es die Baumwolle der Sargwäsche durch regionale Leinen zu ersetzen. Nach einem Zulieferbetrieb wird übrigens noch gesucht.

Nachhaltig bis über den Tod hinaus – wir geben 4 Stämmchen.

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Aug 10

Einen Coffee-to-go gönnt sich heute fast jeder mal, aber mit jedem Wegwerfbecher wird der Müllberg ein bisschen größer. Das ist Umweltschützern ein Dorn im Auge, denn das Papier-Plastikgemisch lässt sich kaum recyceln. Die neuen Öko-Kaffeebecher sollen dieses Problem nun lösen.

Die neu entwickelten Öko-Kaffeebecher bestehen zu 100 Prozent aus kompostierbarer Maisstärke. Plastik, Papier und andere umweltschädigenden Stoffe gehören damit der Vergangenheit an. Entwickelt haben die neuen Kaffeebecher mit positiver Umweltbilanz die Baristaz Coffee Heroes. Damit haben sie sich ein enormes Marktpotenzial erschlossen, denn laut Umfrageergebnissen der Deutschen Umwelthilfe gehören inzwischen bekennende 70 Prozent aller Deutschen zu den Coffee-to-go Trinkern und nutzen dementsprechend Wergwerf-Kaffeebecher. Mit den neuen Öko-Bechern ließe sich somit ein Müllaufkommen von 320.000 Kaffeebechern pro Stunde vermeiden bzw. eingrenzen. Diese müssten nämlich dann nicht mehr in die Mülltonne, sondern auf den Kompost und würden dort zu nutzbarer Erde.

Statt in die Tonne werfen, einfach Blumen einpflanzen

Bislang können nur Kunden in Mainz und Koblenz in den Genuss ihres Kaffees aus den neuen Bechern kommen und zwar in allen Baristaz Coffee Heroes Häusern. Viele weitere Städte sollen aber bald folgen. Einziger Wermutstropfen, noch ist lediglich der Becher selbst aus Maisstärke. Der Deckel allerdings lässt sich nicht kompostieren, er besteht nach wie vor aus Plastik. Das soll sich aber noch ändern, verspricht der Geschäftsführer der Kaffeehäuser Ralf Schunk. Die Entwicklung des Bechers hatte es dabei in sich, denn er musste ja nicht nur haltbar sein, sondern auch wasserdicht, eine Eigenschaft die Maisstärke für gewöhnlich nicht hat. Deshalb verwenden die Hersteller der Öko-Becher Biopolymer, einen biologisch komplett abbaubaren Bio-Kunststoff. Fast zu schön, um den Becher weg zuwerfen, deshalb schlägt das Unternehmen Baristaz Coffee Heroes in ihrer Werbekampagne auch vor, die Öko-Becher nicht in den Müll zu werfen, sondern sie stattdessen als Pflanzschale zu nutzen und damit neues Leben zu kultivieren.

Vielversprechend und praktisch, wir vergeben 3 Stämmchen.

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Aug 02

Das Thema Nachhaltigkeit ist längst in den Köpfen der Menschen angekommen und hat sich zum echten Trend gemausert. Und der macht auch vor dem Sommerurlaub nicht Halt, ganz im Gegenteil. Von nachhaltiger Bademode bis zur fairen Sonnencreme darf alles guten Gewissens mit in den Koffer.

Was sind eigentlich faire Bikinis und Badeanzüge? Eigentlich all solche, die zu fairen Arbeitsbedingungen mit ökologischen Materialien hergestellt wurden, am besten aus Recyclingstoffen. Überraschenderweise gibt es davon eine ganze Menge. Manche bestehen zum Beispiel aus recycelten Fischernetzen, andere Designer nutzen Ökofasern wie Baumwolle. Kunstfasern kommen nicht zum Einsatz, denn sie benötigen in der Herstellung viel Energie und Wasser, was zu einer schlechten Umweltbilanz führen würde. Die Reste, die bei der Verarbeitung entstehen kommen zudem bei der Verwendung von Ökofasern nicht in den Müll, sondern dienen zum Beispiel als Füllungsmaterial für Bettdecken und Kissen. Zur Färbung der schicken Badeteile nutzen Label wie Mymarini eigene Wasseraufbereitungsanlagen, um auch hier möglichst sparsam mit den Ressourcen umzugehen. Statt langer Lieferwege wird alles in Europa produziert, meist in Deutschland, Österreich oder Italien. Was in den USA längst zum Standard gehört, ist also endlich auch in Deutschland angekommen. Faire Bademode ist ein echter Trend.

Nachhaltig im doppelten Sinne vor dem Sonnenbrand schützen

Was die Ökomode trotzdem nicht schafft ist, die Haut vor den gefährlichen UV-Strahlen zu schützen. Hier braucht es Sonnencreme, aber bitte in Bio-Qualität. Anders als chemische UV-Blocker nutzen die Hersteller dabei einen mineralischen Filter. Der ist vollkommen unbedenklich und so können auch Schwangere und Babys ohne Probleme die Cremes nutzen. Wichtig ist allerdings, auf entsprechenden Bio-Zertifizierungen zu achten um sicherzustellen, dass es sich wirklich um ein echtes Bio-Produkt handelt. Positiver Nebeneffekt von Bio-Sonnencreme, die Haut ist nicht nur gegen die Sonnenstrahlen geschützt, sondern in aller Regel kommen auch keine Unverträglichkeiten mehr vor.. Eine gute Bewertung in diesem Sektor haben Firmen wie Eubiona, Lavera oder auch Eco Cosmetics. Ständig kommen neue Hersteller dazu. Bio-Sonnenmilch gibt es mittlerweile in Drogerien ebenso wie in Apotheken oder einfach online.

Dann kann der Urlaub ja kommen! Welche Ideen haben Sie noch, um auch im Urlaub nachhaltig leben zu können? Hinterlassen Sie uns doch einfach eine Idee in den Kommentaren. Wir vergeben jedenfalls 3 starke Stämmchen.

 

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