Apr 28

Alles was am Wegesrand wächst, darf auch geerntet werden und das ganz ohne offizielle Erlaubnis. Ein gefundenes Fressen für alle Gesundheitsbewussten und damit die ihre persönliche Erntefläche auch finden, hilft ein Portal weiter.

Der Name Mundraub darf ruhig wörtlich genommen werden, denn es geht den Erfindern des Portals darum, alle Schlemmerplätze in ganz Deutschland auf einer digitalen Karte darzustellen. Das soll Interessierten dabei helfen, die leckersten Äpfel und schmackhaftesten Erdbeeren zu finden. Und das Beste daran, den Mundräubern kann niemand etwas, denn es ist erlaubt und sogar willkommen, alles Freiwachsende zu ernten und zu verwenden. Das spart den Städten und Gemeinden viel Arbeit, hält die Flora in Schuss und schmeckt noch dazu hervorragend.

Und Ernteflächen gibt es viele. Neben Streuobstwiesen sind das Obstbäume auf brachliegenden Feldern oder Obsthecken am Straßenrand. Doch nicht nur Obst gehört zu den kostenlosen Leckereien auf dem Spaziergang durch die Natur. Auch Nussbäume und Gemüsebeete sind mitunter ganz bewusst da zu finden, wo es die Pflücker auch ernten können als Alternative zur normalen Wiese.

Frische Früchte vom Baum direkt in den Mund

Und die „Mundräuber“ sind organisiert. Sie planen Treffen pünktlich zur Erntezeit und helfen sich dann gegenseitig beim Pflücken. Dabei entstehen nette Plaudereien und echte Freundschaften. Ganz am Rande lohnt sich die Arbeit natürlich auch, denn frischer sind Obst und Gemüse nicht zu bekommen und noch dazu vollkommen kostenlos. Über 20 Personen gehören inzwischen zum Ernteteam rund um Berlin und nach und nach kommen noch viel mehr dazu. Die Karte zeigt ihnen nicht nur, wo es die besten Leckereien gibt sondern auch, welche Sorten wo wachsen. Ein Blick auf den Kalender verrät dann, wann es die ersten Treffen gibt, denn in Gemeinschaft ist das Erlebnis einfach schöner und noch viel effizienter.

Nach über sechs Jahren auf dem Markt wächst das Start-up rasant weiter, mehr als 16.000 Fundorte sind verzeichnet. Damit aber nicht jeder unkontrolliert pflückt gibt es bestimmte Regeln. So ist das Ernten in ausgewiesenen Naturschutzgebieten ebenso untersagt, wie das organisierte Abernten. Jeder darf so viel pflücken, bis er nichts mehr tragen kann. Wer nicht sicher ist, ob an den jeweiligen Stellen wirklich geerntet werden darf, der sollte besser nachfragen, rät der Betreiber der Webseite.

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Apr 20

Kuhmist ist in der Landwirtschaft ein bewährtes Düngemittel, das zwar zum Himmel stinkt aber seinen Zweck tadellos erfüllt. Doch wer bitte möchte von einem Teller aus Kuhmist essen? Wenn es nach einem Bauer aus Italien geht, bald jeder!

Recycling der besonderen Art ist das, was die kreative Tätigkeit von Gianantonio Locatelli wohl am besten umschreiben dürfte. Der 61 Jahre alte Bauer aus Italien hat eine effiziente Möglichkeit gefunden, den anfallenden Mist seiner Kühe sinnvoll zu nutzen. Er produziert Schüsseln und Teller daraus. Und die Produktion läuft, denn immerhin nennt Locatelli mehrere Höfe sein Eigen, auf deren Feldern mehr als 3.500 Kühe grasen.

Aus Gülle wird Strom für die Höfe

Schon bevor er auf seinen Einfall kam, war Locatelli ein Mann mit Erfindungsreichtum. Seine Kühe gaben nicht nur Milch, um den beliebten Grana Padano-Hartkäse herzustellen. Aus der Gülle der Kühe wird bislang Energie gewonnen in der eigenen Biogasanlage. Den Strom nutzt der findige Bauer für die Höfe. Das Kühlwasser, welches in den Anlagen anfällt, leitet der überzeugte Recycler auch nicht einfach in die Kanalisation. Er heizt damit lieber und spart sich wertvolle Ausgaben. Die Frage blieb, was lässt sich aus den Abfällen des Dung machen, die bei der Verwertung in der Biogasanlage übrig bleiben? Die Antwort: Merdacotta.

Merdacotta – Terrakotta aus Dung

Die Bezeichnung ist ein Wortspiel aus Terrakotta-Keramik und Kuhmist. Um die eigenwillige Keramik herzustellen braucht es lediglich den Dungabfall und Lehm. Dazu kommen noch einige Geheimzutaten und fertig ist der Werkstoff, aus dem sich neben Geschirr auch Pflanzgefäße, Ziegeln oder Kacheln herstellen lassen. Wer sehen möchte wie so etwas aussieht, der kann das Museum besuchen.

Im Museo della merda  im beschaulichen Castelbosco sind sie nämlich ausgestellt, die unterschiedlichen Keramiken. Und nicht nur die Werke des kreativen Bauern haben es bis in das Museum geschafft, auch andere Produkte aus Mist sind zu sehen und die sollen zeigen, wie wertvoll und nützlich selbst Dung noch sein kann. Für so viel Erfindergeist gab es da natürlich auch einen Preis, Locatelli durfte sich bereits 2016 über den Mailänder Design Preis freuen, der ihm auf der gleichnamigen Messe verliehen wurde.

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Apr 05

Auf Hawaii gibt es angeblich kein Bier, in München steht ein Hofbräuhaus – dafür steht in Houston, Texas ein Wohnhaus das mehr oder weniger aus Bierdosen besteht.

Bereits 1968 begann John Milkovisch mit der Arbeit an seinem Beer Can House. Leichter als dem Haus einen neuen Anstrich zu verpassen, soll er damals gedacht hat. Was er inzwischen geschaffen hat wurde in Houston inzwischen zu einer kleinen Touristensensation. Und wahrscheinlich auch ein Biermuseum, schließlich hat Milkovisch so manche Dose von Biermarken verbaut, die es längst nicht mehr gibt.

Übrigens, auf dem Fotodienst Flickr hat sich inzwischen auch schon eine kleine Fangemeinde gebildet, die dort ihre Fotos an einer Stelle versammelt: Beer Can House

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Mrz 30

In den Niederlanden gibt es bereits einen Radweg, der tatsächlich Energie erzeugt. Aber in diesem Projekt schlummert noch weitaus mehr Potenzial, denn Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Windräder und Solarpanels sind schon lange Jedermann ein Begriff, wenn es um erneuerbare Energien geht. Aber dass ein Radweg Strom erzeugen kann, wird von einem niederländischen Startup auf eindrucksvolle Weise demonstriert.

Testphase mit beeindruckenden Ergebnissen beendet

Vor einiger Zeit wurde in den Niederlanden ein Radweg mit einem neuen Belag versehen. Der Radweg ist mit Solarzellen bedeckt und erzeugt genug Strom, um zwei Haushalte vollständig zu versorgen. In Zeiten der Ressourcenknappheit ist dies eine geradezu revolutionäre Möglichkeit, Energie zu erzeugen.

Ganze 70 Meter ist der Radweg lang. Allerdings gibt es bereits Pläne, diesen auf 100 Meter auszudehnen. Obwohl die Anfangsphase teilweise problematisch war, weil sich aufgrund verschiedenster Witterungseinwirkungen die Solarpanels ablösten, gestaltete sich das Ergebnis überaus positiv.

Zukünftig Straßen als Solarflächen?

Es gibt bereits Pläne, die auch Straßen als Solarflächen in Betracht ziehen. Großer Vorteil wäre die Größe dieser Flächen. Außerdem lassen sich die einzelnen Module auf einfache Weise austauschen, falls es doch einmal zu einem Defekt kommen sollte. Dieser würde sich nur auf die eine Platte auswirken, während die anderen weiter arbeiten könnten. Hier setzt zum Beispiel auch das Unternehmen Solmove an, auch wenn die Idee hierzulande noch nicht auf ganz so große Begeisterung stößt wie bei unseren niederländischen Nachbarn.

Kosten – Nutzen

Experten haben errechnet, dass die Betreiber eines solchen Radwegs bereits nach 15 Jahren ihre Kosten erstattet bekämen. Danach würden Gewinne erzielt werden. Die Kosten für die Solarpanels könnten in naher Zukunft weiter sinken, wenn die Produktionsmenge steigt. Kalifornien hat schon Interesse an einem Solarradweg angemeldet. Vielleicht ist dies ja ein Durchbruch im Kampf gegen Ressourcenknappheit und Umweltverschmutzung.

 

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Mrz 17

Wasser gehört zu den am stärksten verbrauchten Rohstoffen unserer Erde, was viele aber gar nicht wissen, auch Sand ist ein überaus gefragter Rohstoff. Auch wenn es ums Thema Recycling geht.  

Dabei gibt es Sand doch im Überfluss, schließlich überdecken Wüsten einen großen Teil der Erdoberfläche. Doch Wüstensand eignet sich nicht als Rohstoff zur Produktion von Smartphones, Pharmaprodukten oder Beton. Es muss Strandsand sein und damit der nicht irgendwann komplett verschwindet, müssen Bierliebhaber jetzt extra viel trinken.

Wie aus einer Bierflasche Sand werden kann, mit dieser Frage hat sich die DB Breweries Brauerei in Neuseeland näher beschäftigt. Schon lange ist den Verantwortlichen bewusst, wie bedeutsam der Umweltschutz ist und das es wichtig ist, sich zu engagieren. Dass dabei ausgerechnet ihre Bierflaschen helfen, was ein glücklicher Zufall in der Entwicklung!

Clevere Marketingstrategie zum Schutz der Strände

Gemeinsam mit der Colenso BBDO Werbeagentur ist jetzt aus der Idee eine große Marketingmaschine ins Rollen geraten, die überall begeisterte Fans findet. Im Vordergrund dabei steht ein ganz besonderer Recycling-Apparat der in der Lage ist, aus dem Glas der Bierflaschen Sand herzustellen und zwar in so einer Qualität, dass die Industrie ihn einsetzen kann. Eine geniale Recyclingstrategie, die so bestimmt bald Nachahmer finden dürfte.

Dabei ist die Funktionsweise des Recyclingautomaten so einfach wie genial. Die Maschine saugt die Flasche ein, zermahlt sie dann in kleinste Partikel und sortiert den Glassand heraus. Aus jeder Flasche kann auf diese Weise 200 Gramm Sand gewonnen werden. Das Produkt geht dann direkt der Industrie zu, die ihrerseits keinen wertvollen Strandsand mehr verwenden muss und damit den Abbau stoppen kann. Das schützt die Strände nachhaltig und verhindert außerdem, dass durch den Bierkonsum neuer Müll anfallen kann. Eine sehr durchdachte Lösung die dazu animieren soll, es dem Unternehmen nicht nur gleichzutun und bald überall diese praktischen Automaten aufzubauen aber auch, das nächste Bier guten Gewissens genießen zu können.

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Mrz 07

Abgase sind immer noch eines der größten Probleme im Kampf für unsere Umwelt. Ehemalige MIT-Absolventen haben sich nun eine geradezu revolutionäre Idee einfallen lasse. Sie verwandeln den Schmutz einfach in etwas Sinnvolles, das täglich benötigt wird Druckertinte – genauer Air-Ink.

So einfach könnte es sein, der Luftverschmutzung endlich Herr zu werden. Wenn wir den Schmutz aus den Autoabgasen auffangen würden, könnten wir diesen in Air-Ink-Druckertinte verwandeln. So zumindest sieht die Vision der Zukunft einiger MIT-Absolventen aus.

Abgase auffangen und am Ende in Tinte verwandeln

Das indische Startup Graviky Labs hat im Laufe der vergangenen drei Jahre eine Methode entwickelt, mit der sich Abgase in Air-Ink-Druckertinte verwandeln lassen. Die Forscher gehen davon aus, die Abgase mit Hilfe von speziellen Aufsätzen einzufangen und anschließend weiterzuverwenden. Die Aufsätze sollen direkt an Auspuffanlagen und Schornsteinen angebracht werden und die Schmutzpartikel auffangen, bevor diese in die Luft gelangen können. Anschließend werden die so gewonnenen Partikel mit Hilfe chemischer Prozesse in Druckertinte umgewandelt.

Das Startup hat sich vorgenommen, die Prozesse so zu vervollkommnen, dass die Druckertinte an den Endverbraucher verkauft werden kann. Mit Hilfe einer Crowdfunding Kampagne wurde dieses Vorhaben inzwischen finanziert. Dass der angestrebte Betrag von 14.000 US-Dollar schnell überschritten wurde, beweist, welch enormes Potenzial in dieser Idee steckt.

Air-Ink-Stifte für Endverbraucher

Die Entwickler der Druckertinte haben diese treffenderweise Air-Ink getauft. Sie soll in Stiften verkauft werden. Die Idee klingt vielleicht erst einmal merkwürdig. Aber nur die Abgase, die ein einziges Auto mit Verbrennungsmotor innerhalb einer halben Stunde bis etwa 40 Minuten „produziert“, sind in einem Stift verarbeitet. So wird dem Verbraucher direkt vor Augen geführt, wie viel Abgase tatsächlich die Umwelt belasten.

Dies könnte noch einen weiteren positiven Effekt nach sich ziehen. Die Verbraucher könnten auf diese Weise ein höheres Umweltbewusstsein entwickeln und vielleicht zukünftig sogar mehr Wege ohne Auto erledigen.

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Feb 21

„Joining Bottles“ – unter diesem Motto hat die britische Designerin Micaella Pedros eines ihrer neuesten Projekte gestellt. Sie gibt damit leeren Plastikflaschen sozusagen ein neues Leben, eine neue Funktion.

Die Massen an Plastik die täglich weggeworfen werden dürften eines der größten Umweltprobleme sein. Neben Einkaufstüten & Co. dürften auch gebrauchte Plastikflaschen ihren Anteil an den stetig steigenden Müllbergen haben. Und Flaschenpfand hin oder her, nicht alle Plastikflaschen werden in den Recyclingkreislauf aufgenommen.

Die Designerin Micaella Pedros geht einen anderen Weg, sie betreibt Upcycling. Die ausgedienten Flaschen werden als Einzelteile in neue Möbel verbaut. Natürlich sind die Überreste der Plastikflaschen nicht die einzigen verwendeten recycelten Materialien der Möbelstücke – und was nicht recycelt wird, stammt zumindest aus der Region.

Hauptaufgabe der Flaschen ist es Nägel und Schrauben zu ersetzen. Dafür werden sie zugeschnitten und mithilfe eines Industrieföns einfach in Form geschmolzen, auf diese Weise werden die einzelnen Bauteile fix verbunden.

Wie das Ganze funktioniert, kann man in diesem Video sehen:

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Feb 08

Das Unternehmen Shiftphones will mit dem Shift 12 „Tablop“ ein interessantes Hybridgerät auf den Markt bringen, das vor allem die Umweltfreunde begeistern wird. Es soll das erste nachhaltige Notebook werden, das am Markt erhältlich ist.

Ein nachhaltiges Notebook könnte viele Anhänger finden. Das Unternehmen Shiftphones —-https://www.shiftphones.com/—- hat mit seiner neuesten Entwicklung, einem Hybriden aus Tablet und Laptop, ein Gerät konzipiert, das durchaus einen Blick wert sein könnte.

Hybridgerät Shift 12 „Tablop“

Bei dem Gerät handelt es sich um eine Kombination aus Tablet und Laptop, weshalb die Herstellerfirma Shiftphones es auch als „Tablop“ bezeichnet. Hochwertige Komponenten sorgen für ein hohes Arbeitstempo. Selbstverständlich wurde darauf geachtet, möglichst Energiesparende Bauteile einzusetzen. Auf die genaue Auflistung der technischen Daten möchte ich an dieser Stelle verzichten. Viel wichtiger ist das Nachhaltigkeitskonzept, mit dem Shiftphones dieses Gerät entwickelt hat.

Austauschbare Teile, Energiesparende Komponenten

Insgesamt hat Shiftphones sehr stark darauf geachtet, dass das Shift 12 einen nachhaltigen Charakter bekommt. So sind die Akkus für Tablet- und Tastaturteil gleichermaßen austauschbar. Ein erweiterbarer Festplattenspeicher gehört ebenso zu dem Nachhaltigkeitskonzept wie die Möglichkeit, das Gerät einfach zu reparieren, anstatt es sofort entsorgen zu müssen.

Ein ganz großer Pluspunkt könnte auch die Tatsache, dass Shiftphones darauf bedacht ist, alte Geräte beim Kauf eines Shift-Gerätes anzukaufen. Diese werden dann anderweitig eingesetzt, wodurch auch deren Nutzungsdauer deutlich gesteigert wird. All dies hat durchweg positive Auswirkungen auf die Umwelt.

Fairness groß geschrieben

Grundsätzlich versucht das kleine, hessische Familienunternehmen alle Abläufe fair zu gestalten. So wird zum Beispiel sehr genau darauf geachtet, woher die Bauteile bezogen werden. Die Zusammenarbeit erfolgt ausschließlich mit kleinen chinesischen Betrieben, wodurch eine faire Bezahlung, normale Arbeitszeiten und gute Arbeitsbedingungen gewährleistet sind. Außerdem verzichtet das Unternehmen Shiftphones auf die Verwendung von Coltan. Alternative Lösungen für den Gebrauch von Zinn und Gold werden gesucht.

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Feb 01

In vielen deutschen Städten herrscht sprichwörtliche dicke Luft. Luftverschmutzung, Feinstaub & Co. können einem das Wohnen in der Stadt oft vermiesen. Zwar verfügen die meisten Städte je nach Größe auch über eine oder mehrere Parkanlagen, wer allerdings nicht gerade einen Park in der Nachbarschaft hat, bekommt davon wenig mit.

Das Start-up Green City Solutions bietet dagegen eine Möglichkeit, die weit kleiner und flexibler als eine Parkanlage ist und die im Gegensatz zur Bepflanzung etwa mit Bäumen auch in kurzer Zeit zur Verfügung steht. Der sogenannte City Tree benötig schließlich weit weniger Zeit, bis er an Ort und Stelle zur Verfügung steht.

Dieses Begrünungssystem besteht im Wesentlichen aus mit speziellen Moosen bewachsenen Wand. Zwar kann man diese Pflanzenwand auch nicht gerade übersehen, dafür das sie laut Hersteller aber im Jahr so viel Feinstaubpartikel bindet wie 275 Bäume und etwa 30 kg Kohlendioxid, kommt die Wand dem Betrachter fast schon wieder klein vor. Und sie kann sozusagen für sich selbst sorgen und steuert sich automatisch. Sensoren für Luftqualität, Temperatur und Regenmenge sowie ein integrierter Regenwassertank mit Solarstrom-Pumpsystem versorgt die Moose automatisch mit der notwendigen Wassermenge.

Außerdem lassen sich die City Trees zu WLAN-Hotspots oder E-Bikeladestationen umfunktionieren. Ganz billig ist der Spaß allerdings nicht. Bei rund 20.000 Euro je City Tree dürften sich wohl eher wohlhabendere Städte für das Produkt interessieren.

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Jan 25

Ein entspannter Abend im Pub ist für viele Briten schier undenkbar. Kein Wunder eigentlich, dass gerade hier Forscher emsig daran tüfteln eine Methode zu entwickeln, wie sich die Bierherstellung klimafreundlich gestalten lässt. Eine Bohne soll es nun richten.

Zum Bierbrauen braucht es als Grundlage eine Stärkequelle, damit die Gärung überhaupt stattfinden kann. Besonders ökologisch aber auch ziemlich ungewöhnlich ist es dabei dicke Bohnen zu nutzen. Wie das funktioniert und vor allem, wie das schmeckt, gute Frage.

Pete Iannetta ist Forscher am James Hutton Institute im englischen Dundee und dort liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Klimaschutz. Warum also nicht Bier klimafreundlich machen, dachte sich der emsige Wissenschaftler und das ist ihm jetzt gelungen. Auf dem Etikett seiner Biere steht neben den üblichen Inhaltsstoffen wie Hopfen, Hefe, Wasser und Gerstenmalz eine ganz besondere Zutat: Dicke Bohnen. Die sollen dem Bier einen leicht nussigen Geschmack verleihen und kamen in ersten Geschmacksproben bei den Bierverkostern gar nicht mal schlecht an.

Methode zum Brauen mit Bohnen ist top secret

Bohnen-Brauer Pete Iannetta stellte seine Entwicklung entsprechen nicht auf einer Fachmesse für Braukunst vor, sondern auf der Jahrestagung der „Britischen Ökologischen Gesellschaft“ und das hat seinen Grund. Es ging dem Forscher nämlich nicht darum, einen besonders exquisiten Geschmack zu kreieren, sondern ein Bier zu brauen, das klimafreundlich ist und einen sehr kleinen ökologischen Fingerabdruck hinterlässt.

Einsatz von Gerste macht Bierbrauen ökologisch problematisch

Was viele nämlich gar nicht wissen, beim Brauen von Bier wird viel Gerste benötigt. Um diese in großer Menge anzubauen braucht es stickstoffhaltigen Dünger. Der ist schädlich für den Boden und damit auch für das Klima. Bohnen hingegen sind günstiger, genügsamer und brauchen keinen Dünger. Trotz aller Vorteile der Bohnen, sie sind nicht einfach einzusetzen, es braucht spezielle Techniken und die sind natürlich streng geheim.

Die ersten 4.000 Flaschen sind bereits abgefüllt und können in Schottland probiert werden. Derweil sind die Forscher schon wieder in die Labore zurückgekehrt. Sie wollen als nächsten Coup ein Bier entwickeln, in dem die Gerste vollständig fehlt und das trotzdem schmeckt, wie jedes andere Bier.

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