Nov 21

Als einer der größten Erdölförderer hatte Mexiko bislang kaum auf erneuerbare Energien gesetzt. Das Start-up Suema könnte das schon bald ändern. Mit Biogasanlagen, die durch Kakteen betrieben werden, soll dieser Bereich ausgebaut werden.

Grün: Kaktus- statt Erdöl

Der Feigen-Kaktus steht im Mittelpunkt der Arbeit des Start-up Suema. Das junge Unternehmen will die Pflanze nutzen, um Energie zu erzeugen. Damit könnten erneuerbare Energien endlich auch in Mexiko an Bedeutung gewinnen. Der Kaktus ist eine der bedeutendsten Pflanzen Mexikos. Er wird in den unterschiedlichsten Bereichen genutzt und ist, den Azteken zufolge, eine heilige Pflanze. Kaum eine mexikanische Küche kommt ohne ihn aus. Es wird damit gekocht, Medizin und Kosmetik hergestellt oder es werden auch Getränke produziert.

Die Verarbeitung zu den verschiedenen Produkten ist in der Regel aufwendig und bringt große Mengen nicht verwertbarer Reste zum Vorschein. Genau um diese Reste kümmert sich das Start-up Suema.

Energie aus Kaktusschalen

In einer Biogasanlage im Südosten von Mexiko-Stadt werden die Kaktusschalen erhitzt und mit speziellen Bakterien zusammengebracht. Ziel ist es, aus diesen schwer verwertbaren Resten Energie und Dünger herzustellen. Dies gelingt bereits mit diesem ausgeklügelten Verfahren.

Sobald die volle Kapazität der Anlage von Suema erreicht ist, sollen täglich mehr als eine Tonne Dünger und 170 Kubikmeter Biogas hergestellt werden. Aus dieser Menge Biogas können dann 175 Kilowattstunden Strom erzeugt werden.

Das Start-up Suema konnte die Stadt von der Idee überzeugen. Das Unternehmen bekam nahezu die gesamte Summe der Pilotanlage bereitgestellt. Die Kosten lagen etwa bei 840.000 US-Dollar. Großes Ziel ist es, weitere gleichartige Anlagen zu bauen, um den Anteil der erneuerbaren Energien zu steigern. Dieser soll bis 2050 etwa die Hälfte des gesamten Energiebedarfs ausmachen.

Auf Kaktus setzen, auch wenn genug Erdöl da ist? Finden wir mindestens 4 Stämmchen wert.

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Nov 15

Schon seit Jahren laufen in einigen Teilen Deutschlands so genannte Biogasanlagen, die aus Biogas Wärme und Strom erzeugen. Künftig soll das Verfahren noch einen Schritt weiter gehen. Jetzt soll im Kreis Fürstenfeldbruck die Energie direkt aus den Abfällen einer Kläranlage gewonnen und von dort aus an die Haushalte weitergeleitet werden. Ein deutschlandweit einzigartiger Plan, der nicht nur auf Befürworter stößt.

Aus Müll Energie gewinnen. Ein Konzept, dass in Deutschland schon lange viele positive Stimmen erhält und sich längst zu einem einträglichen Geschäft gemausert hat. Doch nun soll nicht nur der Müll von der Deponie eine neue Aufgabe bekommen und recycelt werden, auch der Abfall einer Kläranlage erhält eine neue Aufgabe. Jedenfalls wenn es nach den Plänen des Amperverbandes geht, der sich in der Nähe von Dachau im Landkreis Fürstenfeldbruck befindet.

Demnach soll sich der Abfallwirtschaftsverband gemeinsam mit dem Heizkraftwerk um die Weiterverarbeitung des Kläranlagennassabfalls kümmern. Dazu muss zusätzlicher Biomüll zugeführt werden, um ein verwertbares Ergebnis zu erzielen und gleichzeitig noch mehr umweltgerechte Entsorgungsarbeit zu leisten. Dafür müssten die Anwohner rund um das Kraftwerk allerdings noch mehr Biomüll sammeln als bisher. Für die Befürworter der neuen Müllpolitik keine große Schwierigkeit, würde nach ihren Angaben immer noch viel zu viel Biomüll in der normalen Abfalltonne landen und nicht vernünftig getrennt werden.

Projekt für die (Müll)Tonne?

Doch nicht alle sind von den Plänen angetan. So hält zum Beispiel Energiereferent Max Keil die Pläne für überflüssig. Er wünscht sich stattdessen eine eigene Biogasanlage. Hier wäre sichergestellt, dass auch wirklich hochwertiges Substrat gewonnen wird. Bei Klärschlamm hingegen fehlen Vergleichswerte und schlechte Ergebnisse würden schließlich niemandem etwas bringen. Er sieht deshalb die kalkulierten Ausgaben in Höhe von 2,1 Millionen Euro als Fehl investiert. Eine Machbarkeitsstudie soll dem Kreis und vor allem den Gegnern des Projekts nun Gewissheit bringen. Je nachdem, welche Ergebnisse diese hervorbringt hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Zukunft des Klärschlamms. Dann zeigt sich, ob dieser in Zukunft Teil eines gut durchdachten und umgesetzten neuen Umweltkonzepts wird oder doch einfach Dreck bleibt, der irgendwo gelagert werden muss und keinen zusätzlichen Nutzen mit sich bringt.

Wegen der Pro & Contras dieser Idee bleibt es erst einmal salomonisch bei 3 Stämmchen.

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Nov 09

Miteinander lernen, arbeiten und dabei tolle Mode entwerfen? Wie das funktioniert, wie behinderte und nicht behinderte Mitarbeiter ein soziales Miteinander nicht nur leben, sondern davon auch profitieren, das zeigt das Start Up wasni.

 Als Daniel Kowalewski im Jahr 2015 sein Unternehmen wasni gründete, hätte er sich wohl nicht ausmalen können, wie positiv seine Kunden auf diese Idee reagieren würden. Die Abkürzung wasni steht dabei für „wenn anders sein normal ist“ und erklärt damit auch gleich den Grundgedanken des Start Ups. Hinter den Mauern der gemütlichen Werkstatt arbeiten behinderte und nicht behinderte Menschen daran, etwas Schönes zu schaffen und die Kunden damit zu erfreuen. Sie produzieren Ökomode und zwar ganz nach individuellen Vorgaben. Die können die Kunden zuvor aufgeben. So dürfen sie allein bestimmen, welcher Stoff Verwendung findet, welchen Print sie haben möchten, ob der neue Hoodie Reißverschlüsse haben soll, Knöpfe oder sonst etwas. Auf diese Weise entsteht nicht nur nachhaltige Mode die wirklich geliebt wird, sie bleibt auch individuell. Jedes Stück eine Maßanfertigung.

 Wirtschaftlicher Erfolg und soziales Miteinander

Der Erfolg des letzten Jahres gibt dem Firmengründer Recht und der will nun noch mehr. Künftig sollen die Kunden den Service auch online nutzen können. Ein Konfigurator und die dazugehörige Webseite laufen bereits in der Testphase. Und für die neuen Aufgaben möchte der findige Unternehmer aus Baden-Württemberg auch die Zahl seiner Beschäftigten erhöhen und neue Mitarbeiter einstellen. Dafür braucht er eine neue Finanzspritze, weshalb die aktuelle Crowdfounding-Kampagne längst gestartet ist. Damit ist wasni auf jeden Fall ein gutes Beispiel dafür, wie gut nachhaltige Produktion und Inklusion gemeinsam funktionieren können und wie profitabel Konzepte wie dieses für alle Beteiligten sind. Dabei finden alle Produktionsschritte in Deutschland statt, schaffen neue Arbeitsplätze und kurbeln damit die Wirtschaft ein kleines bisschen an. So viel Gutes an einem Platz, das muss einfach funktionieren!

Für Inklusion und Bio vereint in Mode vergeben wir ganze 4 Stämmchen!

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Nov 01

Das Schweizer Unternehmen Greenport bietet einen ganz besonderen Leihservice an. Es gibt 100 Prozent ökologische Toiletten für Firmenfeste, private Feiern und Großveranstaltungen. Statt Wasserspülung, warten Holzspäne. Am Ende werden kleine und große Hinterlassenschaften zu Düngemittel.

Von Außen sehen die neuen Toilettenkabinen irgendwie gemütlich aus. Sie sind aus Tannenholz gefertigt, haben ein niedliches kleines Herz an der Tür und sind im Inneren sogar mit einem Blumentopf ausgestattet. Nach dem Öffnen des Toilettendeckels erwartet den Gast aber eine ganz besondere Funktionsweise. Statt Wasserspülung und Plastik gibt es eine Lage Stroh, darauf eine Lage Aktivkohle und Sägemehl. Letzteres sorgt dafür, dass keine unangenehmen Gerüche entstehen, egal ob ein großes oder ein kleines Geschäft verrichtet wird. Entworfen hat diese besondere Toilette Marc Haueter. Das Ziel ist es, jede Ausscheidung zu recyceln und so umweltbewusst zu nutzen.

Terra Preta – Idee von Ureinwohnern am Amazonas

Dazu muss zunächst das Gemisch aus den Toiletten auf 800 Grad erhitzt werden. Dadurch sterben Schadstoffe und Hormone in den Ausscheidungen ab. Zurück bleiben wertvolle Düngestoffe wie Phosphor und Stickstoff, die sich dann als organisches Düngemittel nutzen lassen. Und das ist in den Augen der drei Mitbegründer von Greenport so wertvoll, dass einfach kein Tropfen verschwendet wird.

Die Idee dazu haben sie sich eigentlich von den Ureinwohnern des Amazonas-Regenwaldes abgeschaut. Auch die recyceln ihre Ausscheidungen weiter. Aus ihnen entsteht schwarze Erde, Terra Preta. Das verteilen die Ureinwohner auf den Feldern und gewinnen dadurch fruchtbare Erde auf der all das wächst, was ihr Volk nährt. Trotz all der Vorteile gilt die Wiederverwertung von menschlichen Fäkalien nach wie vor als gesellschaftliches Tabu unserer heutigen Zeit. Deshalb muss das Unternehmen Greenport noch einige Hürden überwinden, ehe ihr Geschäftsmodell wirklichen Erfolg erzielen kann.

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Okt 24

Normalerweise sind Berichte und Publikationen keine leichte Kost für den Leser, in diesem Fall aber schon. Die Schweizer Franke Gruppe präsentiert ihren Nachhaltigskeitsbericht 2016 nämlich vollkommen umweltbewusst zum Aufessen. Eine geniale Idee mit echtem Mehrwert.

Als internationaler Anbieter von Großküchen, Haushaltsküchen und allen Produkten des Hygienebereichs veröffentlicht die Franke Gruppe auch Jahr für Jahr einen Bericht ihrer Arbeit. Dabei steht das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund, setzt sich das Unternehmen überaus bereitwillig für eine bessere Welt ein. Für die Veröffentlichung wählte man im Jahr 2016 aber nicht einfach nur das Thema „Nachhaltigkeit“, man setzte es gleich auch eindrucksvoll in die Tat um, indem man den kompletten Bericht inklusive anschaulicher Fotos auf essbares Papier mit Lebensmittelfarbe druckte. Ein Aufwand der sich lohnte, denn so groß waren die Werbewirkung und das Interesse an einem so simplen Dokument selten.

Ein Bericht erfüllt internationale Umweltstandards

Der Bericht selbst entstand in Zusammenarbeit mit Swisscontent. Letzteres Unternehmen zeigte sich nicht nur für die Auswahl des Designs verantwortlich, sondern übernahm auch redaktionelle Aufgaben, sowie den Druck. Inhaltlich sind dabei Kapitel über soziale Verantwortung, Ökologie, Businessaktivitäten, Nachhaltigkeitsbemühungen, Ökonomie und Produktverantwortung, sowie die Gesamtperformance und die Zukunftsziele der gesamten Franke Gruppe entstanden.

Ist alles ausgelesen, dann wandert das Papier nicht in den Müll, sondern in den Magen der hungrigen Leser. Das ist nicht nur witzig und sättigend, es untermauert zugleich das Umweltbemühen des Unternehmens und setzt damit ganz neue Maßstäbe. Nicht nur in den Köpfen der interessierten Leser, sondern auch auf internationaler Ebene, denn der Bericht erfüllt alle Anforderungen der so genannten Global Reporting Initiative (kurz GRI) und hält sich dabei an den GRI-Standard. Dabei handelt es sich um eine unabhängige Organisation, die Unternehmen, Regierungen und Organisationen hilft, ein Verständnis für Themen wie Klimawandel, Korruption und Menschenrechte aufzubauen. Gleichzeitig stellt der Bericht einen Fortschritt zum „United Global Compact“ dar.

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Okt 19

Gartenmöbel sollten nicht nur schön aussehen und zum gemütlichen Beisammensitzen einladen, sie sollten auch robust sein und wenn es geht, nachhaltig. Genau hier wird es für Outdoorfans schwierig, denn es gilt, die Spreu vom Weizen zu trennen, ohne Abstriche an Nutzbarkeit und Design machen zu müssen.

Doch was sind nachhaltige Gartenmöbel eigentlich? Das sind all jene Sessel, Bänke und Tische, die besonders schonend mit der Umwelt umgehen. Nur weil ein Stuhl beispielsweise aus Holz ist heißt das noch nicht automatisch, dass er auch nachhaltig ist. Auf die Sorte und die Herkunft kommt es an. Teakholz zum Beispiel ist äußerst beliebt in der Herstellung von Gartenmöbel und Terrassen, denn das Holz ist nicht nur schön anzusehen, es gilt auch als besonders robust.

Regenwälder schonen

Um an den edlen Rohstoff zu gelangen werden allerdings in den meisten Fällen wertvolle Wälder abgeholzt, hier helfen auch die Herkunftssiegel oftmals nicht weiter. Deshalb ist es ratsam, komplett auf Teak zu verzichten und sich stattdessen nach Alternativen umzusehen. Eichenholz aus speziell dafür angelegten Waldflächen bietet sich ebenso an wie Hölzer, die aus ehemaligen Fässern und Paletten recycelt wurden. Die haben noch dazu eine wundervolle Patina und bringen ihr eigenes Flair mit auf die Terrasse oder den Balkon.

Leicht wie ein Hängesessel

Daneben gibt es eine ganze Menge anderer Materialien, die inzwischen in nachhaltigen Outdoor-Möbeln Verwendung finden. Recycelter Kunststoff zum Beispiel, wie er von der Manufaktur Scheeg genutzt wird, um daraus Sonnensegel und ähnliches herzustellen oder auch Lavabasalt. Das gibt es sogar auf dem Mond. Der Basalt gilt als ausgesprochen witterungsbeständig und ist dabei sehr leicht. Ideal also, um daraus geheime Militärflugzeuge zu bauen oder eben schicke Hängesessel, denen Wind und Regen garantiert nichts anhaben können.

Fast ebenso leicht sind Möbel aus Materialien, die ebenfalls recycelt werden konnten. Dazu gehören natürlich auch Stoffe, die sich dann in gemütlichen Polstern und Kissen wiederfinden. Es gibt also eine Vielzahl von Möglichkeiten, für welche Möbel sich der Gartenfreund entscheidet liegt allein im eigenen Geschmack.

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Okt 11

Mit jeder Take-away Verpackung eines durchschnittlichen Essens fallen rund 40 g Abfall an. Wer regelmäßig Essen zum Mitnehmen ordert, der sammelt sich damit schnell einen großen Müllberg an. Um den Müll zu reduzieren gibt es seit 2015 das so genannte Tiffin Projekt.

Statt Einwegverpackung zu Mehrwegverpackungen zu greifen, das ist das Ziel des Tiffin Projekts. Hier haben Interessierte die Möglichkeit, sich über die gleichnamige Plattform einzuloggen und sich nach Restaurants umzuhören, die Tiffin Verpackungen anbieten. Hierbei handelt es sich um handliche Blechdosen, die sich immer wieder reinigen und wiederverwenden lassen. Pro Tag beträgt die Leihgebühr hierfür 50 Cent. Dabei ist es den Machern hinter Tiffin aber wichtig zu betonen, dass sie an den 50 Cent nichts verdienen. Das Geld dient lediglich dafür, kostendeckend arbeiten zu können und somit das Projekt noch lange weiterzuführen. Und bislang scheint der Erfolg den Machern Recht zu geben, denn Tiffin gibt es bereits seit 2015 und noch ist kein Ende abzusehen. Immer mehr Partner finden sich, um Tiffin zu unterstützen und ihren Kunden diese einzigartige Verpackungsform für ihr Essen anzubieten.

Für einen grünen Fußabdruck von Gastronom & Gast

12 Partner sind bereits gefunden, die sich durch Werbung und Ausgabe der Boxen aktiv beteiligen. Ziel ist es, bald deutschlandweit aktiv sein zu können. Jeder neue Teilnehmer erhält nach der Anmeldung zunächst 5 Euro als Startguthaben. Das kann er einlösen und den neuen Service testen. Neben dem Startguthaben lockt der Earth-Counter. Der zeigt an, wie viel Müll durch das Projekt eingespart werden konnte. Eine zusätzliche Motivation, selbst ein aktives Tiffin-Mitglied zu werden und den Umweltschutz aktiv voranzutreiben. Mehr Informationen zum Projekt selbst und den Möglichkeiten, sich einzubringen, die gibt es auf der Webseite unter: www.dastiffinprojekt.org.

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Okt 03

Kaffeesatz dient aufgrund seines hohen Stickstoffgehalts schon jetzt vielerorts als gern genutzter Dünger für Beete und Rasen. Doch mit ihm lässt sich noch viel mehr Sinnvolles anfangen. Recycling schont die Umwelt, spart den Herstellern Kosten und macht einfach Sinn, wie neuerdings ein Schweizer Forschungsprojekt deutlich macht.

Allein in der Schweiz fallen pro Jahr eine halbe Millionen Tonnen Abfälle organischer Natur pro Jahr an. Diese Zahlen gelten ausschließlich für die Lebensmittelindustrie. Kein Wunder, dass große Unternehmen bemüht sind, ihre Abfallmengen zu reduzieren und dort wo das nicht zu schaffen ist, zumindest über sinnvolle Recyclingmethoden nachzudenken.

Was wird aus dem Kaffeesatz?

Schon jetzt gehen drei Viertel aller Abfälle zurück in die Industrie und werden zu Tierfutter weiterverarbeitet. Neun Prozent der Abfälle enden auf dem Kompost, immerhin elf Prozent werden zu neuer Energie. Dass das noch besser geht, darüber sind sich Forscher am Paul Scherrer Institut (kurz PSI)  einig und deshalb haben sie ein Pilotprojekt mit dem Mega-Konzern Nestlé gestartet.

Erfreuliche Ergebnisse, aber mit Fragezeichen

Hierbei kommt es den Forschern allein auf den Kaffeesatz an, denn aus ihm lässt sich wertvolles Bio-Methan gewinnen, welches in erneuerbare Energie umgewandelt werden kann. Um Methan zu gewinnen müssen zunächst die feuchten Rückstände des Kaffees auf 450 Grad erhitzt werden. Das geschieht in einer speziellen Versuchsanlage am PSI. Neben der Erhitzung erzeugen die speziellen Geräte einen Druck von 300 bar. Ziel ist es, einen über kritischen Zustand zu erreichen, also den Moment wo der Stoff von flüssig zu gasförmig übergeht. Nur jetzt lassen sich die Mineralsalze im Kaffeesatz abtrennen.

Mit Hilfe eines Katalysators lässt sich nun Methan gewinnen. Bislang können in den ersten Versuchen schon 60 Prozent der Energie, die noch im Kaffeesatz steckt, weiterverwendet werden. Doch die Forschergruppe ist zuversichtlich, dass da bald noch mehr möglich ist. Fraglich bleibt aktuell allerdings noch, wie wirtschaftlich der gesamte Prozess dann schlussendlich auch wird.

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Sep 27

Nachhaltige Materialien bilden die Grundlage für die extravaganten Fahrradschlösser von Dalman. Diese Schlösser sind in jedem Fall ein echter Hingucker. Aber was macht sie neben den nachwachsenden Rohstoffen so besonders?

Auf den ersten Blick wird deutlich, dass diese Fahrradschlösser etwas ganz Besonderes sind. Die schicken Schlösser von Dalman Supply sind aus Hanf gefertigt und werden ausschließlich per Hand hergestellt. Doch bietet dieses Bio-Fahrradzubehör genug Sicherheit?

Sicherheit für jedes Fahrrad

Wer es gern etwas extravaganter mag, findet in den Fahrradschlössern von Dalman Supply ein interessantes Zubehör. Diese Schlösser heben sich vor allem optisch von herkömmlichen Fahrradschlössern ab. Zudem sind sie aus nachhaltigen Materialien gefertigt und folgen damit dem Trend nach umweltbewussten Produkten. Die Schlösser werden in Tennessee, in den USA per Hand gefertigt und werden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz von my Boo verkauft.

Zwei Ausführungen für jeden Bedarf

Die Hanfschlösser sind in zwei unterschiedlichen Längen erhältlich, einmal als 70-Zentimeter-Ausführung und einmal mit einer Länge von 110 Zentimetern.

Großer Vorteil der Hanfschlösser ist sicherlich der vollständige Verzicht auf Plastik bei der Produktion. Ein verzinktes Stahlseil mit einer Dicke von 6,5 Millimetern bildet den Mittelpunkt dieser besonderen Schlösser. Das Stahlseil wird anschließend mit Hanf umwickelt und an den Enden mit Leder vernäht.

Beim Kauf ist zu beachten, dass es sich trotz aller optischer Schönheit und Handfertigung um ein Schloss handelt, das nicht unbedingt zur Sicherung hochwertigster Räder geeignet ist. Es kann in dem Fall als Zweitsicherung dienen, denn trotz beeindruckendem Herstellungsprinzip bleibt es immer noch ein Stahlseilschloss.

Nachhaltigkeit als besonderes Extra

Obwohl die Schlösser optisch auf jeden Fall ein echter Hingucker sind, gilt die Herstellung aus nachhaltigen Materialien als größter Pluspunkt. Mit dem Erwerb eines solchen Fahrradschlosses beweist jeder Käufer sein Umweltbewusstsein. Ein Nein zu Plastik und anderen belastenden Materialien ist ein deutliches Zeichen für ökologisches Denken und Handeln.

Wie es scheint, erobern ökologische Produkte nach und nach alle Lebensbereiche. Dieser Trend setzt sich immer weiter fort und findet immer mehr Anhänger.

Formschön und nachhaltig? Wir vergeben 4 Stämmchen!

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Sep 21

Bioprodukte erobern kontinuierlich den Alltag. Doch nun ist es einem engagierten Studenten gelungen, sogar ökologische Handyhüllen zu entwickeln. Damit setzt er den Trend nach umweltfreundlichen Produkten auf interessante Weise fort und ergänzt die bestehende Produktpalette aus vielen Lebensbereichen.

Auch Handyzubehör kann „Bio“ sein. Dies beweist ein Luzerner Student mit seinen ökologischen Handyhüllen. Diese sind fast ausschließlich aus Mais, Zucker und Öl gefertigt. Der Verkaufsstart ist für den kommenden Herbst geplant.

Erneuerbare Rohstoffe als Basis

Ein Team aus vier Schweizer Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen hat im Laufe der vergangenen zwei Jahre eine Handyhülle entwickelt, die zu 97 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt wird. Sie besteht hauptsächlich aus Mais, Pflanzenöl und Zucker. Bei der Produktion der Bio-Hüllen haben die jungen Entwickler verstärkt darauf geachtet, dass die CO2-Emission so gering wie möglich gehalten wird. Damit entsteht ein echtes Bio-Produkt, das ganz im Sinne der Umwelt gefertigt ist.

Marktstart für Herbst geplant

Schon im Herbst sollen die ersten Handyhüllen aus Mais, Zucker und Pflanzenöl in die Verkaufsregale kommen. Sie werden voraussichtlich 29 Schweizer Franken kosten. Wann die Cases in Deutschland verkauft werden, ist noch unklar. Die ersten Hüllen sollen für das iPhone 6, 6s und 7 erhältlich sein. Es sind bereits zahlreiche Farben und Designs geplant.

Finanzierung per Crowdfunding

Die ersten Produktionskosten sollen per Crowdfunding zusammengetragen werden. Es wird erwartet, dass etwa 100.000 Cases pro Jahr umgesetzt werden können. Obwohl der Markt der Bio-Produkte in allen Sparten hart umkämpft ist, sind ökologische Handyhüllen derzeit noch kaum am Markt vertreten. Deshalb stehen die Chancen für diese speziellen Bio-Cases äußerst gut.

Sollten sich die Prognosen bestätigen, sind auch Handyhüllen für weitere Smartphone-Modelle geplant. Das gesamte Projekt appelliert an das Umweltbewusstsein eines jeden Einzelnen.

Wir sind gespannt und vergeben 4 Stämmchen.

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