Sep 03
Im Juni gewann Mike Miller auf dem derzeit schnellsten Elektromotorad der Welt, der E1pc (wer kreiert eigentlich so krude Namen? :-)) das renommierte TT-Zero-Rennen auf der Isle of man. Das E-Bike erreichte unter seinem erfahrenen Piloten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 152 Kilometern pro Stunde - auf hügeligem Parcour.
In elf Sekunden von 0 auf 193 Kilometer pro Stunde, 225 Sachen Spitze: Die E1pc ist das technisch stärkste E-Motorrad der Welt (P.M. berichtet). Dabei surrt die Maschine wie ein Uhrwerk statt Hornissenschwarm ähnlich zu dröhnen. Auch wenn letzterer Umstand nicht jeden Zweiradfan begeistern wird - andere Werte der E1pc beeindrucken.
Die je rund 9 Kilo schweren Lithium-Polymer-Akkus speichern 1,25 Kilowattstunden. Betrieben wird das Motorrad mit einem Elektromotor eines ehemaligen Ingenieurs des britischen Motorenherstellers Cosworth. Er wurde speziell für die Motoczysz’ Rennmaschine entwickelt. Das ölgekühlte Aggregat wiegt 35 Kilogramm und befindet sich auf der Hinterradschwinge. Bei einem Drehmoment von über 320 Nm kommt der Motor auf rund 100 PS. Das Motorrad kommt unter Rennbedingungen zwar nur zirka 64 km weit. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 152 km/h lag die E1pc im Test nur knapp unter der “Norm” von 160 km/h, der Bestleistung verbrennungsgetriebener Motorräder auf der Insel. Weitere Informationen bei golem IT News.
Jul 07
Die vollständige Stromversorgung Deutschlands über regenerative Energien ließe sich bis zum Jahr 2050 realisieren. Die aktuelle Studie des Umweltbundesamtes legt implizit nahe, dass daher eine Verlängerung der Kernkraftwerks-Laufzeiten nicht notwendig sei.
Energiepolitik unterliegt immer auch stark dem Lobbyimus, das ist eine Binsenweisheit. Unabhängige Studien können aber zumindest argumentatives Futter liefern, interessenbasierte Behauptungen zu relativieren. Die heute vorgelegte Studie des Umweltbundesamts, die im morgigen Stern oder heute bereits online veröffentlicht wird, bildet jetzt ein Szenario ab, in dem alle Regionen Deutschlands ihr volles Potenzial in Sachen regenerative Energienutzung ausschöpfen und gleichzeitig ein innerdeutscher Stromaustausch Platz greift.
Die Studie zeige, dass die Stromversorgung bis zum Jahr 2050 komplett auf erneuerbaren Energien basieren könne, es brauche nur den politischen Willen. Eine Versorgungssicherheit sei bis dahin vollständig zu gewährleisten, so Umweltbundesamt-Präsident Jochen Flasbarth. Die derzeit diskutierte Verlängerung der AKW-Laufzeiten liefere in der Studie keinen Beitrag zur Erreichung dieses postulierten Ziels. Kernkraft sei weder dienlich noch hilfreich.
Dennoch ist konsequentes Handeln gefragt. Um die Stromversorgung umzugestalten, müssten Versorger-Netze und Speichersysteme stark ausgebaut werden. Zudem müssten alle Möglichkeiten, Strom einzusparen, ausgeschöpft werden. Eine große Rolle spielt hier eine verbesserte Gebäudedämmung. Aber auch Lastmanagment und Speicheroptionen spielen eine große Rolle auf dem Weg zur vollständig regenerativen Stromversorgung. Politische Weichenstellungen seien hierzu allerdings unabdingbar. Über 100 Umwelt- und Verbraucherschützer und Entwicklungshilfsorganisationen, so der Stern, forderten jetzt die Bundesregierung auf (Zitat), “endlich auf die unzähligen Studien und Gutachten der Experten zu hören, statt Interessenpolitik für EnBW, Eon, RWE und Vattenfall zu betreiben”. Weitere Informationen bei Stern online.
Jul 05
Was Flashmobs sind, sagt uns Wikipedia: Kurze, impulsive Menschenaufläufe an einem oder mehreren öffentlichen Orten, deren Teilnehmer sich spontan online über Online-Communitys, Blogs, Newsgroups oder per Handy verabreden. Zweck sind kollektive und direkte Aktionen mit einfachem “Happening-Charakter”, politischem und/oder sozialem Hintergrund. Nun gibt es seit einiger Zeit ein Umweltpendant, das von den Protagonisten als Carrotmob bezeichnet wird. Die Karotte - Carrot - steht hier für die Umweltschutz-Motivation des Carrotmob.
Der erste Carrotmob Hamburgs fand jetzt bei dem türkischen Obst- und Gemüsehändler Yesilimirk in der Schanzenstraße 5 in 20357 Hamburg statt. Die Devise: Türkisch Einkaufen für das Klima! Aktuelle Infos im Facebook Profil der Karotten-Aktivisten. Der Händler Senel Aktas hatte sich aufgrund besonderen Engagements für den Klimaschutz für die Aktion qualifiziert. Der Nutzen: Neben jeder Menge Publicity sind ganz konkret 700 Euro zusammen gekommen für den Türken. Die Einzelaktion wäre sicher kaum der Rede wert. In der Summe können solche Aktionen aber ein größeres Potenzial aktivieren und in größeren Städten den Richtigen höhere Umsätze bescheren. Ach ja, bei uns gibt’s die Stämmchen. Bei den Carrotmobs weisen die Pappmöhren den Anhängern den Weg. Nochwas: Wer selbst sowas vorhat kann hier mal nachlesen: Idee Carrotmob.
Prinzip Carrotmob: Ist uns gute 3 Stämmchen wert.
Jul 02
In manchen, laut dem freien Wiki Esowatch, esoterisch anmutenden Zirkeln wird derzeit eine Theorie diskutiert, die unser Weltbild verändern könnte, so denn was dran ist. Die provokativ-deftige Behauptung: Erdöl sei grundsätzlich ein regenerativer, also “nachwachsender Energieträger”! Stellen wir’s einfach neutral zur Diskussion:
Das Ende des Ölzeitalters wurde in den siebziger Jahren zirka um die Jahrtausendwende prognostiziert. Dass das schwarze Gold nach wie vor sprudelt und immer neue Vorkommen aufgetan werden, ist eine dem faktisch entgegen stehende Tatsache. Aktuelle Studien gehen nun davon aus, dass die Erdölvorkommen erst in rund 30 bis 40 Jahren zur Neige gehen. Dass diese Verknappungsprognosen die Ölpreise und damit die Profite der Ölkonzerne konstant halten bzw. zu steigern in der Lage sind, erschließt sich jedem Marktwirtschaftler. Der Umkehrschluss eines “Kartells des Bösen” ist allerdings nicht minder spekulativ. Worum geht es?
Fakt ist, dass die derzeitige Lehrmeinung davon ausgeht, Erdöl entstehe durch abgestorbene Biomasse unter Druck & Hitze im Bereich des Erdmantel. Dieser biologische Ursprung des Öls impliziert die Endlichkeit des Vorkommens. Ans Tageslicht gezogen wird jetzt die Theorie eines Wissenschaftlers, der in den fünfziger Jahren Erdöl einen nicht-biologischen Ursprung attestierte. Die Annahme: Ölfelder bildeten sich durch natürliche, chemische Prozesse im Erdinneren. Entspräche dies der Wahrheit könnte man von nicht-endlichen bzw. klassisch regenerativen Vorkommen ausgehen.
Die der geltenden Lehrmeinung des biologischen Erdöl-Ursprungs widerstreitende Theorie wirkt gewagt aber nicht absurd: Laut NASA ließen sich beispielsweise Beweise für eine nicht-biologsche Ölentstehung auf dem Planeten Mars nachweisen, so die Freie Allgemeine. Die für die Entstehung von Methan auf dem Mars verantwortlichen, selbstredend nicht-biologischen Reaktionen ließen dann weiter auch darauf schließen, dass die regenerative Entstehung von Erdöl auf dem Mars grundsätzlich denkbar sei. Öl sei, so die kolportierte Meinung, auf dem Mars nur nicht entdeckt worden bislang, da es schlicht komplizierter nachzuweisen sei als Methan. Wie gesagt: Klingt weit hergeholt. Weiß jemand mehr? Wir stoßen das nur aus grundsätzlichem Interesse an.
Weitere Informationen im polarisierenden Onlinemagazin Freie Allgemeine des Verlags Public Lounge, dessen Arbeit teils kritisch diskutiert wird. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die hier aus Drittquellen aufgearbeiteten Informationen in keiner Weise unserer Meinung entsprechen, sondern lediglich eine wertfreie journalistische Reflexion von öffentlich zugänglichen Online-Artikeln darstellt.
Mai 26
Die besten 100 Tipps den schönsten Tag im Leben “umweltfreundlich zu gestalten” sammelt jetzt das Büchlein “Grün heiraten”. Für 7,95 Euro stünde dann der “trendigen, natürlichen und ökologisch korrekten Hochzeit”, nichts mehr im Wege.
Der Markt der Ratgeber boomt weltweit. So wundert es sicher nicht, wenn das 84-seitige Nachschlagwerk “Grün heiraten” viele begeisterte Abnehmer findet. Umweltfreundlich heiraten sei viel einfacher als Mann oder Frau vermute heißt es da auf dem Klappentext. Die ökologische Hochzeit gebe ein gutes Gefühl und mache einfach Spaß, so die Autoren, Pardon Lektoren. Zu lesen gibt es 100 Vorschläge, den eigenen Hochzeitstag der grünen Idee unterzuordnen. Angefangen von den dekorativen Topf- statt Schnittpflanzen /-blumen. Über die Wahl der romantischen “Bio-Location” für das Fest. Bis hin zu nützlichen Checklisten, umweltfreundichen Bezugsquellen und einschlägigen Internet-Adressen. Das farbig illustrierte Werk gibt’s bei Amazon oder im Buchladen Ihrer Wahl.
Die nicht unpfiffige Idee ist uns 2 Stämmchen wert.
Apr 01
Eilmeldung: Bundesaußenminister Guido Westerwelle soll sich für die Tierschutzorganisation Peta nackt ausgezogen und ablichten haben lassen. Die Aktion “Lieber nackt als im Pelz” ist eine wiederkehrende Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA, die schon zahlreiche Stars zum Nacktsein anmiert hat.
Was haben Pamela Anderson, Alicia Silverstone und Charlize Theron mit Guido Westerwelle gemeinsam? Richtig, alle haben sich ausgezogen gegen Pelzproduktion. Die Tierschutzorganisation PETA weist mit den nackten Tatsachen drastisch auf das Leiden von Tieren auf Pelzfarmen hin. Trotz eines ramponierten Ansehens gehe Westerwelle mit seiner Aktion mutig in die Offensive, um seine Bekanntheit für einen guten Zweck nutzen, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA Deutschland e. V.. Der Link zum Eilticker in dieser Sache differenziert das Westerwelle-Projekt näher.
Mrz 05
Der Urlaub in eigener oder nahe gelegener Region ist nicht nur öko-logistisch eine sinnvolle Sache. Im wahrsten Wortsinne “ganz natürlich ausspannen” hat auch etwas Meditatives, Echtes, Urwüchsiges.
Keine Angst, wir von Printzipia avancieren jetzt nicht zu den klassischen Ökos, die nur noch in Birkenstocks rumlaufen, Tofu essen und Flugreisen abschwören. Obwohl etwas weniger Luftfahrt - vor allem wenn es um den privaten Urlaubsflieger geht - der Umwelt sicher gut tun würde. Eine erholsame Umweltidee und Alternative zu Bali, Tenneriffa oder der Dominikanischen Republik ist dennoch ein Urlaub auf dem nahe gelegenen Bauernhof. Immer mehr Genießer suchen heute Erhol-Oasen auf dem Lande, inmitten blühender Wiesen und zwischen Insekten und Kuhglocken.
Zudem gleicht die Auszeit auf dem Bauernhof einem kleinen, genüsslichen Bildungsurlaub: Wer lernen will, wie man Brot bäckt, Kühe gemolken und Tiere gefüttert werden, ist hier genau richtig. Nicht zu vergessen: Oft ist die ländliche Idylle von findigen Landwirten bzw. regionalen Tourimusmanagern noch garniert mit schönen Wellness-Angeboten. Weitere Informationen kumuliert die Seite Bauernhofurlaub, deren Macher wir hiermit unbekannterweise herzlich grüßen aus dem Frankenländle. Hier geht’s lang zur Ferien-auf-dem-Bauernhof-Website.
Dez 24
Liebe Kunden, Partner und Freunde von Printzipia,
Danke für ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2009. Wir wünschen Ihnen von Herzen fröhliche Weihnachten und einige erholsame Tage “zwischen den Jahren”. Auf ein ereignisreiches 2010. Zum ausklingenden Jahr haben wir noch ein echtes Schmankerl der humoristischen Zunft. Acht Minuten Bauchkrämpfe sind annähernd garantiert:
Fröhliche Weihnachten mit Wolfgang und Anneliese
Viele Grüße
Ihr Team von Printzipia
Dez 19
Angesichts der ernüchternden Ergebnisse aus Kopenhagen (Klimagipfel) nehmen wir uns eines aktuellen, positiven und konstruktiveren Themas zur Weihnachtszeit an. Die Idee statt Wegwerf-Geschenkpapier einen innovativen Weg einzuschlagen, eröffnet nicht nur neue Wege für die Verpackungsindustrie in Sachen Nachhaltigkeit. Ziemlich pfiffig. Die Japaner nennen das “Medium” Furoshiki. Wer seine Neugier jetzt nicht mehr bremsen kann, spitzt mal hier rein:
Umweltidee Recyclebares “Geschenkpapier” (Podcast / 2:45 min).
Wir geben unumwunden 3 von 5 Stämmchen.
Dez 03
Mit einer innovativen Idee zu Weihnachten begeistern zwei neugegründete Firmen in Kanada Ihre Kunden. Im Angebot sind “ökologisch vorbildliche” Miet-Christbäume mitsamt Anlieferung und Abholung.
Für rund 100 Dollar kann sich der umweltbewusste Kanadier ab sofort seinen Christbaum zum Fest zur Miete holen. Für diesen Betrag bringen die Mitarbeiter der kanadischen Unternehmen “Evergrow Christmas Trees” bzw. “Carbonsync Christmas” einen Öko-Weihnachtsbaum mitsamt Topf vor die Tür. Inklusive ist die Abholung nach zirka drei Wochen - ganz nach Vereinbarung. Carbonsync plant, seine Bäume je nach der feierlichen Nutzung an Umweltgruppen weiterzugeben, die diese für Wiederaufforstungsprojekte nutzen können. Evergrow hingegen beabsichtigt seine Pflanzen an eine Baumschule zu übergeben, die dann bis zum kommenden Weihnachtsfest sozusagen in Pflege gehen. Auf Wunsch gibt es für den Kunden alle Jahre wieder dieselbe Pflanze.
Klassisch wachsen Christbäume sechs bis zwölf Jahre lang, um dann für nur ein Weihnachtsfest benutzt und dann auf dem Müll zu enden, so ein Verantwortlicher von Carbonsync. Lebendige Mietbäume helfen, der Luft Kohlendioxid zu entziehen und dienen damit nachhaltig dem Klimaschutz. Weitere Informationen beim Donaukurier.
Wir bewerten diese Knaller-Idee mit satten 4 von 5 Punkten. Einschränkung gibt es nur, da die Logistik-Frage “von der Baumschule zum Abnehmer und zurück” noch ungeklärt ist.