Sep 03
Im Juni gewann Mike Miller auf dem derzeit schnellsten Elektromotorad der Welt, der E1pc (wer kreiert eigentlich so krude Namen? :-)) das renommierte TT-Zero-Rennen auf der Isle of man. Das E-Bike erreichte unter seinem erfahrenen Piloten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 152 Kilometern pro Stunde - auf hügeligem Parcour.
In elf Sekunden von 0 auf 193 Kilometer pro Stunde, 225 Sachen Spitze: Die E1pc ist das technisch stärkste E-Motorrad der Welt (P.M. berichtet). Dabei surrt die Maschine wie ein Uhrwerk statt Hornissenschwarm ähnlich zu dröhnen. Auch wenn letzterer Umstand nicht jeden Zweiradfan begeistern wird - andere Werte der E1pc beeindrucken.
Die je rund 9 Kilo schweren Lithium-Polymer-Akkus speichern 1,25 Kilowattstunden. Betrieben wird das Motorrad mit einem Elektromotor eines ehemaligen Ingenieurs des britischen Motorenherstellers Cosworth. Er wurde speziell für die Motoczysz’ Rennmaschine entwickelt. Das ölgekühlte Aggregat wiegt 35 Kilogramm und befindet sich auf der Hinterradschwinge. Bei einem Drehmoment von über 320 Nm kommt der Motor auf rund 100 PS. Das Motorrad kommt unter Rennbedingungen zwar nur zirka 64 km weit. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 152 km/h lag die E1pc im Test nur knapp unter der “Norm” von 160 km/h, der Bestleistung verbrennungsgetriebener Motorräder auf der Insel. Weitere Informationen bei golem IT News.
Sep 01
Der US-Amerikaner Dickson Despommier gilt als Protagonist von Vertical Farming. Einer Methode, die statt der herkömmlichen Anbaumethode auf Bodenflächen auf vertikal übereinander zu staffelnde Plantagen in Hochhäusern setzt. Eine wahrlich interessante und gar nicht mal unrealsitisch anmutende Methode, Ackerbau zu betreiben.
Rund eine Milliarde Menschen hungern, das belegen Zahlen aus Juni 2009. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch an Hunger und allem voran sind es Kinder, die unschuldig dieses Schicksal leiden. Es ist legitim und dringend notwendig, sich Gedanken zu machen über neue Konzepte - zum Beispiel des Ackerbaus - die in der Lage sind, einer rapide wachsenden Weltbevölkerung Nahrung zu bieten.
Dickson Despommier ist Professor an der Universität von Columbia und plädiert weltweit und mit Nachdruck für Konzepte im Sinne des “Vertical Farming”. 80 Prozent des brauchbaren Landes seien bereits heute in landwirtschaftlicher Nutzung, so Despommier. Die Idee des Vertical farming basiert auf eigens zu entwickelnden Hochhaus-Anbauflächen, wo Pflanzen unabhängig von Sonne oder Boden auf verschiedenen Etagen produziert werden könnten. Die Idee stößt in Fachkreisen auf Interesse, ledigich die Frage der Energiegewinnung für solche Projekte ist noch völlig ungeklärt.
Hierzulande forscht die Universität Hohenheim am Vertical farming dran, so proplanta, das Informationszentrum für Landwirtschaft. Es geht zunächst um technische Voraussetzungen wie zum Beispiel die Reisernte pro Flächeneinheit zu vervielfachen. Bei einer so kontrollierten Anbaumethode hätten zudem Krankheiten und Schädlinge kaum Möglichkeiten, sich erfolgreich in Szene zu setzen. Das Postulat aus Hohenheim: Derartige von der Jahreszeit unabhängige Gewächshäuser mit zirka einem Hektar Anbaufläche auf 20 Etagen könnten den Ertrag im Vergleich zu herkömmlichen Methoden verhundertfachen.
Einziger wirklich ernst zu nehmender, kritischer Faktor bislang, wir erwähnten es, sei der notwendige Energiebedarf zum Betrieb der Hochplantagen. Die Hohenheimer Forscher sind dennoch überzeugt, dass “Skyfarming” eine zukunftsweisende Technologie ist. Man rechne in zehn bis 15 Jahren mit den ersten erfolgreichen Anwendungen. Eine chinesische Anlage sei bereits in Planung: Weitere Informationen bei proplanta. Das Prinzip nochmal deutlicher macht dieser Kurzfilm hier
Vertical farming als Umweltidee: Von hier gibt es satte 4 Stämmchen.
Aug 30
Eine jährliche Reduktion der CO2-Emissionen von sechs Kohlekraftwerken und weit über 100.000 neue Arbeitsplätze errechnet die Umweltschutzorganisation Greenpeace in einem Beispielszenario. Unter Berufung auf die Studie der Ecofys Consulting prognostiziert die Umweltorganisation ein ökologisches Zukunftspaket für Wirtschaft und Umwelt.
Das neue Klima-Maßnahmenbündel, vorgeschlagen von Greenpeace, würde den Staat einerseits zirka vier Milliarden Euro per anno kosten. Andererseits würden im Gegenzug Arbeitsplätze im knapp sechsstelligen Bereich generiert und damit Sozialversicherungseinnahmen beschert. Ausgleichsoptionen sehen die Umwelt-Wächter beim Abbau umweltschädlicher Subventionen bei Kohle oder für Dienstwagen. Greenpeace schlägt unter anderem die Förderung von effizienten Haushaltsgeräten, Autos und Plusenergiehäusern vor. Zudem werden finanzielle Anreize für den Bezug von Ökostrom oder klimafreundliches Kühlen empfohlen und regionale Versuchsphasen kostenlosen Nahverkehrs.
Niklas Höhne, Mitarbeiter bei Ecofys konstatierte, dass die Berechnungen Klimaschutzmaßnahmen auch unabhängig von ökologischen Erwägungen zu einem Gebot wirtschaftlicher Vernunft machten. Höhne sieht durch das vorgeschlagene Paket jährlich rund 38 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen eingespart. Dass Klimaschutz, Arbeitsplätze und gesamtwirtschaftliche Situation sehr gut zusammenpassen wissen wir. Weitere Informationen finden bei Greenpeace hier.
Dem Zukunftspaket und seinen Initiatoren geben wir 4 Stämmchen.
Aug 27
Schmunzeln machte uns jüngst ein Beitrag in Peter Moosleitners populärwissenschaftlichem Magazin PM. Nele Husmann hat dort kurz zusammengefasst, was Bakterien eigentlich sind und was sie für uns Menschen Erstaunliches tun. Fakt ist, dass nur wenige der Einzeller wirklich krank machende Wirkung haben. Aus unserer subjektiven Sicht sind Bakterien der Ansatzpunkt für noch sehr viele, der menschlichen Lebensqualität dienenden Erfindungen.
Dass Bakterien nicht den allerbesten Ruf haben ist hinlänglich bekannt. Abgesehen von den “offensichtlichen Freunden”, die für die Herstellung von Joghurt, Käse oder Bier unerlässlich sind, fanden Wissenschaftler jüngst gänzlich neue Seiten an den Kleinst-Lebewesen. So fressen bestimmte Bakterien Fette pflanzlicher oder tierischer Herkunft in Abwasserrohren und könnten so dauerhaft Verstopfung in Küche und Bad verhindern. Andere bakterielle Artgenossen verstoffwechseln Essensreste zu Plastik oder säubern mit Öl und Benzin verschmutze Erde. Manche extrahieren radioaktives Uran aus Trinkwasser. Wieder andere können Strom aus Zucker gewinnen. Solche Mikroben lassen sich wiederum als Brennstoffzellen oder kleinste elektrische Leiter einsetzen. Bakterien helfen sogar aktiv beim Umweltschutz: In Fabrikschornsteinen ziehen sie Kohlendioxid aus den Abgasen. So wird gefährliches Treibhausgas minimiert.
“Mikroben sind wundervoll”, das Zitat stammt von Anna Palmisano, beschäftigt beim US-Energieministerium. Viele Probleme der Menschheit könnten mit Hilfe der kleinen Helferlein gelöst werden, so die Funktionärin. Ein großer Vorteil besteht in der zu uns Menschen nahezu “komplementären” Lebensweise. So atmen Bakterien beispielsweise Nitrat, Sulfat, Schwefel, Metall oder Kohlendioxid, manche wie wir auch Sauerstoff. Es sind diese verschiedenen Atmungstypen der Mikoorgansimen, die eine hochflexible Anpassung an teils widrigste Umweltbedingungen wie Druck, extreme Hitze oder Kälte ermöglichen. Ein Brückenschlag noch zum Menschen und einer beeindruckenden Wirtsbeziehung: In unserem Mund und Darm leben alleine rund 300 verschiedene Bakterien.
Weitere Informationen beim Originalartikel in PM, der auf einen besonderen Link verweist, der sich “auf Bakterien spezialisiert” hat: Alles über Bakterien. Eine echte Ideen- und Inspirationsquelle.
Aug 24
Einfache Fenster zu effizienten Mini-Solarkraftwerken zu machen: das ist die Vision des norwegischen Unternehmens EnSol. Deren Innovation basiert auf der Nanopartikel-Technologie und verspreche, so der Anbieter, einen Wirkungsgrad von derzeit zirka 20 Prozent. EnSol rechnet mit einer Marktreife bis zum Jahr 2016.
Statt Strom einzukaufen oder mit regenerativen Technologien selbst zu produzieren, könnten Fenster und somit ganze Gebäude künftig selbst zu Stromquellen werden. Die neu entwickelte Dünnschicht-Technologie für Solarzellen der norwegischen Firma EnSol wird einfach per Sprühverfahren zum Beispiel auf Fensterscheiben aufgebracht. Eine hohe Wandlungseffizienz von 20 Prozent wird prognostiziert.
Der spezielle Spray-Film unterliege nicht den klassischen thermodynamischen Einschränkungen, die für Halbleiter-Materialien gelten, so Charlie Binns, Professor für Nanotechnologie an der University of Leicester. Sehr hohe Effizienz sei hierbei “nur eine Frage der Weiterentwicklung”, so der Entwickler gegenüber pressetext.de. Binns arbeitet an der Vermarktung der Technologie mit. Weitere Informationen unter der Originalquelle pressetext.de.
Hm. Also, wenn da was dran ist, gibt es heute mal extreme 5 Stämmchen.
Aug 18
Die Rankingliste der umweltfreundlichsten Autos führt 2010 Toyota an. Entsprechendes, so das Handelsblatt, veröffentlichte jetzt der Deutsche Verkehrsclub VCD in seiner Auto-Umweltliste 2010/2011.
Der Toyota Auris Hybrid und der Toyota Prius Hybrid teilen sich den Spitzenplatz der umweltfreundlichsten Fahrzeuge. Auch auf dem dritten Rang findet sich mit dem iQ 1.0 VVT-i ein Toyota wieder. “Klimabestes Fahrzeug” wurde der Smart fortwo coupé cdi mit 86 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer, auf Platz zwei folgt der VW Polo 1.2 TDI Blue Motion mit 87 Gramm.
Diese Umweltliste erscheint laut Handelsblatt seit 1989 und soll Umweltbewussten ein valides Ranking hinsichtlich der Umweltverträglichkeit der eigenen Anschaffung zur Verfügung stellt. Es wurden 350 Fahrzeuge untersucht, von den deutschen Herstellern findet sich nur Volkswagen in den Listen. Bewertungskriterien sind die Klimabelastung durch CO2 und die Belastung von Mensch und Umwelt durch Lärm und Schadstoffe. Allround-Sieger sind heuer klar die Hybridfahrzeuge, von denen zum ersten mal vier in den Top-Ten sind. Weitere Informationen über Google News bei AFP oder im Handelsblatt.
Aug 17
Analog einem Fahrrad aber lediglich mit der Kraft des Fahrers wird das Human Car betrieben, ein Patent aus den USA. Wenn’s denn sein soll gibt’s das Gefährt inklusive Elektromotor für Steigungen oder besonders lange Strecken. In den USA sorgt damit seit 2010 Charles S. Greenwood für Furore. Der Erfinder ist eigenen Worten zufolge seit 1968 an der Entwicklung seines pfiffigen Gefährts.
Fred Feuerstein lässt grüßen: Im Bereich des Individualverkehrs - ggf. auch darüber hinaus - gibt es aus USA einen revolutionären Ansatz, sich fortzubewegen. Das sogenannte Human Car ist ein leichtes Viersitzer-Cabrio mit je zwei Personen vorne und ggf. zwei weiteren hinten, die Ihre Oberkörper einsetzen, um die Antriebskraft des Gefährts auf die Straße zu bannen. Die Bewegung ist der des Ruderns ähnlich, wenn auch nicht so anstrengend. Das Lenken übernehmen die beiden vorderen Fahrer per Bewegung der Sitzfläche. Rund 100 Kilometer pro Stunde und mehr seien ohne große Mühe zu erreichen, so das Nachrichtenportal dnews.
Das muskelkraftgetriebene Auto könne dem Hersteller zufolge auch von Senioren oder körperlich Behinderten angepasst werden können, da nur wenige Bewegungen Start und Fahrt ermöglichten. Mit einigen wenigen Oberkörperbewegungen geht das Fahrzeug auf Tor. Interessierte sehen sich kurze Info-Videos auf youtube an oder direkt auf der Erfinder-Website einen entsprechenden Beitrag von CNN.
Sehr schöne Idee. Wir geben satte 4 Stämmchen.
Jul 26
Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbands, hat jetzt ein Ende der Patentierungsmöglichkeit von Pflanzen und Tieren verlangt. Ein entsprechendes Verbot gehöre zwingend in die Biopatentrichtlinie der Europäischen Union. Die mahnenden Worte richten sich direkt an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, die sich in Brüssel für eine Änderung der vorherrschenden Richtlinie einsetzen solle.
Dass Tiere oder Pflanzen niemals “patentiert” werden können - vor 50 Jahren hätte man das wohl als Binsenweisheit angesehen. Dass dem niocht so ist und eine solche Entwicklung drastische Folgen haben kann, unterstrich in den letzten tagen wiederholt der Deutsche Bauernverband. Es könne nicht gewünscht sein, dass irgendwann Konzerne und Aktionäre über Tier- und Pflanzenzucht und damit über die Schöpfung bestimmten. Bauernpräsident Sonnleitner spricht von unzulässigen “Eigentumsrechten an der Schöpfung” und unethischen Zuständen.
Der Hintergrund: Momentan berät das EU-Patentamt über zwei Pflanzenpatente. Eines wurde 2002 von dem britischen Unternehmen “Plant Bioscience” für eine Brokkolisorte angemeldet, so Associated Press. Die Sorte habe einen außerordentlich hohen Gehalt an Senföl, welches vor Krebs schützen solle. Das zweite Patent stammt vom israelischen Landwirtschaftsministerium und zielt auf eine Tomatensorte mit sehr geringem Wassergehalt. Beide Fälle sind nicht gentechnisch veränderte Sorten.
Grundsätzlich fordert der Baunernverband, klassische Züchtungsverfahren von jeglicher Patentierung frei zu halten. Man müsse sich mit der prinzipiellen Frage auseinandersetzen, was als nicht patentierbare Züchtung bezeichnet und ab wann Verfahren als technisch einzustufen seien, so dass sie patentierbar seien. Derzeit sehe die Biopatentrichtlinie keine klare Definition vor und postuliert, dass “im wesentlichen biologische” Züchtungsverfahren nicht zu patentieren sind. Weitere Informationen bei Yahoo News und dem Deutschen Bauernverband.
Jul 25
Ein aktueller Artikel der Mainpost berichtet über die Beschleunigung des Projekts Desertec. Demnach soll bereits ab 2015 Strom aus der marokanischen Wüste nach Europa fließen. Der projektierte Energiepark ist die erste solarthermische Anlage in Zentralmarokko und soll eine Größenordnung von 250 Megawatt haben.
Größer als die derzeit größte Solar-Anlage, die in der US-Amerikanischen Mojave-Wüste steht ist die Vision des Desertec-Startprojekts in Marokko. Damit wurde von den Verantwortlichen ein Areal mit starker Sonneneinstrahlung geringem Staubaufkommen gewählt. So wird Desertec-Chef Paul van Son von der Mainpost zitiert.
Die Vision Desertec sieht vor, vorerst einen Teil des Stromverbrauchs nordafrikanischer Länder aus Wind- und Solarkraft zu gewinnen. Dieses zunächst als Zuschussgeschäft geplante Projekt baut drauf, dass die Kosten schneller sinken werden als Pessimisten vorhersagen, so der Mainpost-Artikel. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass Forschung und Nutzung poltische auf ein neues Fundament gehoben werden. im chronologisch nächsten Schritt soll zusätzlicher Strom hergestellt werden, der über Gleichstrom-Leitungen seinen Weg nach Europa finden soll. Im Klartext bedeute dies: Zum Ausklang des Jahres 2015 könnte Europa erstmals von Wüstenstrom profitieren. Als größte Engpässe gelten in der Branche Speicherung und Transport von regenerativ erzeugter Energie. Weitere Informationen bei der Mainpost und der Süddeutschen.
Jul 07
Die vollständige Stromversorgung Deutschlands über regenerative Energien ließe sich bis zum Jahr 2050 realisieren. Die aktuelle Studie des Umweltbundesamtes legt implizit nahe, dass daher eine Verlängerung der Kernkraftwerks-Laufzeiten nicht notwendig sei.
Energiepolitik unterliegt immer auch stark dem Lobbyimus, das ist eine Binsenweisheit. Unabhängige Studien können aber zumindest argumentatives Futter liefern, interessenbasierte Behauptungen zu relativieren. Die heute vorgelegte Studie des Umweltbundesamts, die im morgigen Stern oder heute bereits online veröffentlicht wird, bildet jetzt ein Szenario ab, in dem alle Regionen Deutschlands ihr volles Potenzial in Sachen regenerative Energienutzung ausschöpfen und gleichzeitig ein innerdeutscher Stromaustausch Platz greift.
Die Studie zeige, dass die Stromversorgung bis zum Jahr 2050 komplett auf erneuerbaren Energien basieren könne, es brauche nur den politischen Willen. Eine Versorgungssicherheit sei bis dahin vollständig zu gewährleisten, so Umweltbundesamt-Präsident Jochen Flasbarth. Die derzeit diskutierte Verlängerung der AKW-Laufzeiten liefere in der Studie keinen Beitrag zur Erreichung dieses postulierten Ziels. Kernkraft sei weder dienlich noch hilfreich.
Dennoch ist konsequentes Handeln gefragt. Um die Stromversorgung umzugestalten, müssten Versorger-Netze und Speichersysteme stark ausgebaut werden. Zudem müssten alle Möglichkeiten, Strom einzusparen, ausgeschöpft werden. Eine große Rolle spielt hier eine verbesserte Gebäudedämmung. Aber auch Lastmanagment und Speicheroptionen spielen eine große Rolle auf dem Weg zur vollständig regenerativen Stromversorgung. Politische Weichenstellungen seien hierzu allerdings unabdingbar. Über 100 Umwelt- und Verbraucherschützer und Entwicklungshilfsorganisationen, so der Stern, forderten jetzt die Bundesregierung auf (Zitat), “endlich auf die unzähligen Studien und Gutachten der Experten zu hören, statt Interessenpolitik für EnBW, Eon, RWE und Vattenfall zu betreiben”. Weitere Informationen bei Stern online.