Mrz 05
Der Urlaub in eigener oder nahe gelegener Region ist nicht nur öko-logistisch eine sinnvolle Sache. Im wahrsten Wortsinne “ganz natürlich ausspannen” hat auch etwas Meditatives, Echtes, Urwüchsiges.
Keine Angst, wir von Printzipia avancieren jetzt nicht zu den klassischen Ökos, die nur noch in Birkenstocks rumlaufen, Tofu essen und Flugreisen abschwören. Obwohl etwas weniger Luftfahrt - vor allem wenn es um den privaten Urlaubsflieger geht - der Umwelt sicher gut tun würde. Eine erholsame Umweltidee und Alternative zu Bali, Tenneriffa oder der Dominikanischen Republik ist dennoch ein Urlaub auf dem nahe gelegenen Bauernhof. Immer mehr Genießer suchen heute Erhol-Oasen auf dem Lande, inmitten blühender Wiesen und zwischen Insekten und Kuhglocken.
Zudem gleicht die Auszeit auf dem Bauernhof einem kleinen, genüsslichen Bildungsurlaub: Wer lernen will, wie man Brot bäckt, Kühe gemolken und Tiere gefüttert werden, ist hier genau richtig. Nicht zu vergessen: Oft ist die ländliche Idylle von findigen Landwirten bzw. regionalen Tourimusmanagern noch garniert mit schönen Wellness-Angeboten. Weitere Informationen kumuliert die Seite Bauernhofurlaub, deren Macher wir hiermit unbekannterweise herzlich grüßen aus dem Frankenländle. Hier geht’s lang zur Ferien-auf-dem-Bauernhof-Website.
Mrz 01
Nach dem reißenden publizistischen Erfolg des Magazins “Landlust” und dem Pendant “Landidee” schickt jetzt auch der Axel-Springer-Verlag eine verwandte Publikation an den Start. „Landpartie – Raus ins Glück“ gibt vor einen frischen Frühlings-Mix rund um “Natur, Ruhe und Entspannung” zu zeigen.
Der ökologische Anspruch der Bevölkerung, die Liebe zum Recycling und Selbermachen sowie den gesellschasftlichen Trend hin zur Natur: Das sind die Trends, auf die jetzt auch die Springer-Publikation Landpartie reflektiert. Ein Magazin, so die Macher, zum Entdecken, Erleben, Selbermachen, Genießen und Wohlfühlen. Themen der zunächst einmalig geplanten Sonderausgabe sind gesundes Einkaufen in Hofläden, Wellness-Ausflüge mit Tieren oder der Blick in private, besonders schöne Gärten. Zudem ist bei dem Bild-der-Frau-Tochter-Magazin eine ganze Ratgeberschiene implementiert: Die Palette reicht von den “100 besten Hausmitteln aus der Natur” bis zu “Landküche-Rezepten” bis hin zu Tipp sund Tricks gemütlicher Wohndekoration.
Mit dem Titel Landpartie wolle man bei Springer/Bild-der-Frau Sehnsucht nach Erholung, “echten Erlebnissen” und “Bodenhaftung” stillen, so Sandra Immoor, Chefredakteurin bei Bild der Frau. Man gönne den Lesern eine “Verschnaufpause” von Stress und Alltag. Das zunächst als Unikat und Testpublikation geplante Sonderheft erscheint am 19. März 2010 zu einem Verkaufspreis von 2,20 Euro.
Feb 24
Den privaten Haushalt energetisch im Griff und optimiert: das EU-Projekt SmartCoDe will ein derzeit nur auf große Lieferanten und Abnehmer zugeschnittenes System für die breite Masse zugänglich machen. Geplant sind ein vernetzes Energieaufwands-Gesamtsystem und Module unter drei Euro pro Endgerät, die Bedarfe der Einzelgeräte eruieren und in ein entsprechendes Intranet übermitteln.
Haushalte und Kleinunternehmen können sich derzeit intelligentes Energiemanagement kaum leisten, so SmartCoDe-Projektkoordinator Peter Neumann von der deutschen F&E-Institution edacentrum. “SmartCoDe” zielt auf ein zentrales Energiemanagement-System ab, welches auf in zunächst energieintensiven Haushaltsgeräten eingebauten Modulen basiert. Ein wichtiges Ziel von SmartCoDe ist es, die Stromerzeugung allgemein besser prognostizierbar zu machen. Die gewonnene Transparenz führt zu einer bedarfsgerechteren Verteilung des Energiebedarfs.
Laut Wallstreet online sollen bis Ende 2012 geeignete Methoden für das Energiemanagement entwickelt werden. Neben einem drahtlosen, kollektiven Energie-Kommunikationsnetz ist im Zuge dessen das kompakte Modul für die Energieverwaltung geplant, das sich leicht in möglichst viele verschiedene Haushaltsgeräte integrieren lässt. Vor allem verbrauchsintensive Geräte wie Kühlschrank oder Wäschetrockner vertragen im Preis-/Leistungsverhältnis wohl am ehesten die drei Euro pro Gerät für entsprechendes Energiemanagement. Bei dem EU-Projekt SmartCoDe setzt man auf die Einbindung lokaler Ökostrom-Erzeuger. Weitere Informationen bei Wallstreet online.
Wir meinen: Eine kollektive Energieinstanz (trotz Datenschutz-Bedenken): 4 Stämmchen.
Feb 22
Vor allem das Bevölkerungswachstum und die damit verbundenen Mobilitätsbedarfe sind verantwortlich für die wachsende Beliebtheit von CarSharing, also der kollektiven Leih-Nutzung von Kfz. Die US-Unternehmensberatung Frost & Sullivan kommt in ihrer aktuellen Branchenerhebung zu dem Schluss, dass sich bis 2016 in Europa geschätzte 5,5 Millionen Beteiligte zirka 77.000 Fahrzeuge nach dem bewährten Auto-auf-Zeit-Prinzip teilen werden.
CarSharing wird nicht nur aus Kostengründen immer beliebter. Ein schöner Nebeneffekt der gemeinsamen Nutzung entsprechend dafür vorgesehener Fahrzeuge ist die Reduktion von CO2-Emissionen. Zudem schaffe das Prinzip die Ausgangsbasis für Wachstum im Bereich der Elektromobilität, so die Nachrichtenplattform Pressetext. Dirk Bake vom Bundesverband CarSharing rät der Automobilindustrie, das Modell “Auto-auf-Zeit” im Auge zu behalten. Es sei wichtig, die Augen nicht vor dem Trend zu bedarfsgerechter Mobilität zu verschließen, so Blake weiter. Langfristig hält der Funktionär eine Entwicklung der Autobauer Richtung CarSharing-Service-Dienstleister für realistisch.
Derzeit werden in Deutschland rund 4.700 Autos von 165.000 CarSharing-Mitgliedern genutzt. Das ist laut pressetext.de momentan der größte Markt in Europa. Die Prognose sieht bis 2016 rund 19.000 CarSharing-Autos, genutzt von zirka 1,1 Millionen Nutzern. 270 deutsche Städte bieten heute die Möglichkeit des CarSharing. Weitere Informationen unter carsharing.de und pressetext.de.
Feb 08
Ein Hauch von Raumschiff Enterprise vernimmt man seit einigen Tagen aus Fernost. Mit “elastischem Wasser” wollen japanische Wissenschaftler ein komplett neues Material geschaffen haben. Der innovative Stoff soll zu über 97 Prozent aus Wasser bestehen, angereichert mit einer Art Ton und Polyacrylat.
Elastisches Wasser könnte laut der Zeitschrift Nature in Zukunft Plastik ersetzen. Entwickelt wurde dieser “Wasser-Gummi” an der Universität von Tokio. Die Substanz ist gel- bzw. gallertartig, durchsichtig sowie extrem elastisch. Sie lasse sich in beinahe jede beliebige Form gießen und behalte diese in einer großen Stabilität bei.
Das elastische Wasser bezieht seine “Kohärenz”, so der Nature-Artiekl weiter, aus einer Durchsetzung mit einem organisch-mineralischen Netz aus Tonmineralien. Die so entstandene Substanz sei sowohl deutlich stabiler als auch elastischer als zum Beispiel ein Wackelpudding. Wird die Belastung zu hoch, verflüssigt sich das Gel, um dann aber wieder in seinen gummiartigen Zustand zurückzukehren. Selbst bei einem physischen “Zerschneiden”, verbänden sich die Teile wieder, sobald sie erneut miteinander in Kontakt kommen, so Japanmarkt, der Newsticker zu Entwicklungen aus dem Reich der aufgehenden Sonne.
Laut Nature ließen sich in dem einem “Hydrogel” vergleichbaren Stoff zum Beispiel Proteine einbetten. Somit werde grundsätzlich der Weg frei für Gewebe-Züchtungen und damit eine noch unabsehbare Anwendungsvielfalt in der medizinischen Forschung. Weitere Informationen bei Nature und Japanmarkt.
Das klingt aber mal richtig interessant. Wir sind kurz vor den fünf Stämmchen. Aufgrund der noch unzureichenden Informationen, der schlechten Interpretierbarkeit und dem völlig unsicheren Nutzen der Substanz gibt es dennoch nur hoffnungsvolle, aber sehr stabile 4 Stämmchen.
Jan 28
Bis ungefähr um den Beginn des 19. Jahrhunderts war der Mensch nicht signifikant beteiligt an der Erwärmung des Klimas. Eine Simulation des Max-Planck-Instituts hält unsere Vorfahren daher für am Erwärmungsprozess unschuldig.
Korallenwachstum trage dazu bei, dass Ozeane weniger CO2 absorbieren. Das ist ein Teilergebnis der Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Meteorologie, veröffentlicht in der Zeitschrift “Geophysical Letters”. Zudem ist der Mensch der Studie zufolge nicht schuld daran, dass der Anteil von Kohlendioxid / CO2 in der Atmosphäre in den vergangenen 8000 Jahren signifikant gestiegen ist. Dies gelte bis zum Einsetzen der industriellen Revolution vor rund 200 Jahren.
Die vorgelegten Analysen widersprechen der klassischen Vermutung, dass der Mensch schon seit Jahrtausenden das Klima beeinflusse. Man war davon ausgegangen, dass durch den Menschen ggf. sogar das Einsetzen der nächsten Eiszeit verzögert wurde. Weitere Informationen unter pressetext.de.
Jan 21
“Wirtschaft für den Menschen” lautet der verheißungsvolle Untertitel des neuen Magazins Enorm. Chefredakteur Thomas Friemel, Ex-Redakteur bei Max oder Matador, will sich ab März einer (Zitat) “modernen, sozial und ökologisch nachhaltigen Ökonomie” widmen, so der Nachrichtenticker kressexpress.
Die Berichterstattung des neuen Magazns Enorm rankt sich kressexpress zufolge um “Macher, Projekte und Unternehmen, die sich Social-Business-Modellen, ethischem Wirtschaften und der sogenannten Corporate Social Responsibility verpflichtet fühlen. Die Publikation wird am Kiosk 7,50 Euro kosten und zunächst vier mal jährlich erscheinen. Für das Folgejahr 2011 sind sechs Ausgaben vorgesehen. Die Hamburger Verleger wollen mit 80.000 Exemplaren Auflage starten. Ein Teil möglicherweise erzielter Gewinne wird sozialen Projekte zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen bei Kress oder auf der Website enorm-magazin.de. Unter der Teaser-Webadresse enorm-magazin.de/promotion finden Interessierte eine 60-seitige Promotionsausgabe (Anmeldung erforderlich).
Jan 15
Die NABU hat jetzt einen Ratgeber zusammen gestellt, der faktische und mögliche Folgen des großflächigen Anbaus transgener Pflanzen für die Umwelt aufbereitet. Das Szenario wird am Beispiel von Bt-Mais und Glyphosat-resistenten Pflanzen dargestellt.
Naturgemäß verfolgt die Landwirtschaft das Ziel, Erträge zu steigern. Die Gentechnik verspricht heute Möglichkeiten, der Schöpfung etwas nachzuhelfen und “Natürliches zu optimieren”. Die weltweit agierenden Agrochemiekonzerne planen nun, den Landwirten Europas neue transgene Gewächse anzubieten. In erster Linie handelt es sich hier um herbizid- und schädlingsresistente Raps-, Mais-, Soja-, Zuckerrüben- und Baumwollsorten. Mit den proklamierten “innovativen Sorten” solle der Einsatz von Agrochemikalien verringert und die Landwirtschaft somit nachhaltiger werden.
Der Ratgeber zeigt den aktuellen Forschungsstand zum Thema Bt-Mais und stellt mögliche Folgen für Käfer, Bienen, Schmetterlinge oder Wasserorganismen zusammen. Bestehende Forschungslücken werden gezeigt und die Dimension des mangelnden Wissens um potenzielle Auswirkungen erörtert. Viele der genannten Arten stehen bereits europaweit auf der Roten Liste, so das Dossier. Hier gehts zum PDF.
Jan 10
Ein interaktives Schaubild zum Thema “Strom aus der Sahara” gibt es bei der Welt. Hier wird anschaulich, wie die Sache grundsätzlich funktioniert. Und wie die Verentzung aussehen könnte. Hier geht’s zum Schaubild auf welt.de.
Jan 10
In 2009 gab es einen signifikanten Zuwachs beim Handel mit CO2-Zertifikaten. Dies besagt eine jüngst veröffentlichte Studie. Zu dem Ergebnis kommt das norwegische Unternehmen Point Carbon. Die Skandinavier schreiben sich auf die Fahnen, regelmäßig kritische, die Umwelt betreffende Fakten zu kolportieren.
Obwohl der Emissionshandel Zuwächse verzeichnet, konnte im vergangenen Jahr jedoch nicht entscheidend mehr verdient werden in diesem Business. Laut einer Studie von Point Carbon wurden 2009 8,2 Milliarden Tonnen CO2 zum Preis von rund 94 Milliarden Euro umgeschlagen. Im Vorjahr lag der Handel noch um 68 Prozent geringer, der verbuchte Wert allerdings lag nur zwei Milliarden Euro niedriger. Es werde spekuliert, dass die globale Wirtschaftskrise zu einer niedrigeren Industrieproduktion und dies zu einem Rückgang der Kohlendioxid-Emissionen führe. Dies wiederum drücke den Preis der Zertifikate.
CO2-Handel ist so etwas wie der Ablasshandel, gegen den Martin Luther einst rebellierte. Besonders die großen Energieversorger pumpen - derzeit systemimmanent - Tonnen von Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre. Im Gegenzug müssen hierfür “Umweltgebühren” entrichtet werden, seit die EU 2005 den Emissionshandel gestartet hat und jede Tonne CO2 entsprechende Kosten verursacht. Oder anders: Wer CO2 “produziert”, braucht im gleichen Umfang CO2-Zertifikate. Mit den Zertifikaten wird der CO2-Ausstoß in Europa kontrolliert. Pferdefuß und moralische Grauzone dabei: Unternehmen können mit ihren individuellen Verschmutzungssünden untereinander handeln. In der Ablasshandel-Analogie hieße das “gibst Du mir zwei Diebstähle gegen einen Ehebruch”.
Weitere Informationen unter Yahoo News und bei CO2-Handel.