Aug 24

Kaum kündigt sich der Nachwuchs an, da stehen viele Eltern schon mit Einkaufszettel parat und rechnen durch, was alles benötigt wird. Dabei können nicht nur schnell Unsummen zustande kommen, viele Anschaffungen schaden auch der Babyhaut und der Umwelt.

Dass es einfacher und bewusster geht, das zeigen Eltern die auf das so genannte Zero-Waste Verfahren setzen. Der Grundgedanke hinter dem bewussten Umgang mit dem neuen Lebewesen ist der, das Baby rundum gut zu versorgen, dabei aber einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen.

Statt industriell hergestellten Feuchttüchern dürfen es da zum Beispiel gerne Stoffstücke aus ausrangierten Bettlacken sein, getränkt in etwas Kokosöl. Die reinigen ebenso gut, kosten so gut wie nichts und lassen sich sogar waschen. Ein ähnliches Verfahren bieten hier auch die Stoffwindeln. Dabei reichen etwa 20 Stück, um durch die gesamte Wickelzeit zu kommen. Die neuen Modelle können mit Druckknöpfen umgesteckt werden und wachsen so gewissermaßen mit. Das ist praktisch, bedeutet aber auch etwas Arbeit, denn das Waschen müssen die Mamas selbst erledigen. Dafür sparen sie aber auch das Geld und den Müll von etwa 5.000 normalen Windeln, die so ein Baby im Durchschnitt im Laufe seines Windeldaseins verbraucht.

Vom Stillen bis zur Trinkflasche alles ökologisch

Wachsen die Kinder, geht das Sparen weiter. Kleidung kommt aus dem Secondhand oder wird von den Geschwistern aufgetragen. Am besten eignet sich Kleidung aus Baumwolle oder Hanf, denn beides saugt Schweiß gut auf, kommt ohne Chemie aus und ist sehr angenehm zu Tragen. Kinderspielzeug aus Naturholz oder gleich Stöcke und Steine aus dem Wald reichen ebenfalls aus, um die kindliche Neugier zu befriedigen und übervollen Kinderzimmern vorzubeugen.

Ein letzter Blick gilt der Ernährung. Zunächst beginnen Babys mit dem Stillen, sehr ökologisch und günstig, denn Muttermilch ist ja direkt verfügbar. Danach erfolgt die Umstellung auf feste Nahrung. Die dürfen Zero-Waste Kinder gern selbst erkunden, darauf folgt selbstgemachter Brei statt dem aus dem Gläschen und unbedenkliche Trinkflaschen und Behälter, die ohne Schadstoffe auskommen. Schon ist viel geschafft in Sachen ökologischer Fußabdruck auf der Erde und Sparsamkeit für Mama und Papa.

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Aug 17

Eine besonders radikale Umweltidee scheint man derzeit in Norwegen zu haben. Schon seit Jahren fördert man dort das Elektroauto von staatlicher Seite, jetzt will man den Benzin- und Dieselfahrzeugen aber selbst an den Kragen. Im Rahmen des kürzlich veröffentlichten Nationalen Transportplanes sollen ab dem Jahr 2025 keine Benziner oder Dieselautos mehr zugelassen werden. Mit diesem radikalen schritt will die norwegische Regierung den CO2 -Ausstoß im Land drastisch verringern. Fünf Jahr später sollen auch Fähren und Schiffe nur noch umweltschonend zugelassen werden, in dem Land mit seiner langen Küste sind sie ein wichtiges Transportmittel. Schwerlast- und Flugverkehr sollen laut dem Plan zumindest verstärkt auf Biokraftstoffe setzen.

Was ist Ihre Meinung, ist dieser Schritt der Norweger zu radikal oder ist er genau richtig? In unserer Redaktion sind wir zumindest geteilter Meinung.

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Aug 09

Eine völlig neue Art des Grillens ermöglicht der Solar-Dogger, der vollständig auf Solar-Energie setzt. So werden Kohle, Gas und Strom überflüssig, wenn es darum geht, Würstchen zu grillen. Die interessante Technologie bietet noch viel Spielraum in der Weiterentwicklung.

Grillen-to-go – so oder so ähnlich lässt sich das Grillen mit dem Solar-Dogger am besten beschreiben. Diese interessante Art zu grillen ist tatsächlich für unterwegs gedacht. Sie funktioniert mit Solar-Energie und sorgt für den schnellen Hot-Dog zwischendurch.

Würstchen in der Röhre

Der Solar-Dogger ist ein praktisches Gerät für unterwegs. Wichtigste Bauteile sind sicherlich die beiden Parabolreflektoren, die die Sonnenenergie einfangen. Diese sorgen dafür, dass die vorhandene Solar-Energie verdreifacht wird. In dem praktischen Solar-Dogger können zwei Würstchen gleichzeitig gegrillt werden. Diese werden in eine Röhre aus feuerfestem Glas gesteckt, die sich dann auf bis zu 288 Grad Celsius erhitzt.

In zehn Minuten fertig

Nur etwa zehn Minuten dauert es, bis die Würstchen durch sind. Die Hitze kann nicht entweichen, weil die Röhre mit einem Deckel mit Silikonschicht vollständig abgedichtet ist. Im Inneren sorgt ein Vakuum dafür, dass sich die Hitze gleichmäßig in der ganzen Röhre verteilen kann.

Besonders praktisch ist auch die Möglichkeit, den tragbaren Griller in den unterschiedlichsten Positionen zu nutzen. Verschiedene Neigungswinkel von 0 bis 75 Grad lassen es zu, auch die letzten Sonnenstrahlen am Abend zu nutzen. Wer den Solar-Dogger kaufen möchte, muss 59 US-Dollar investieren. Allerdings wird er voraussichtlich erst im Dezember geliefert.

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Aug 04

Das Thema Energie ist in Zeiten zunehmender Ressourcenknappheit ein besonders Wichtiges und das zu lernen und sich bewusst für das Energiesparen einzusetzen ist bereits im Grundschulalter erlernbar. Deshalb hat die Karl-Ludwig-von Gutenberg-Grundschule in Bad Neustadt jetzt 48 neue Energiedetektive ernannt.

Die Ressourcen der Erde sind begrenzt, das sollen auch die Jüngsten schon wissen und sich mit den Alternativen für Erneuerbare Energien ganz bewusst auseinandersetzen. Zu diesem Zweck hat die Grundschule in Bad Neustadt gemeinsam mit dem Expertenteam LandSchafftEnergie (http://www.landschafftenergie.bayern/) vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ein Projekt ins Leben gerufen, welches Kinder zu echten Energiedetektiven ausbildet. Aufgerufen waren alle Schüler der dritten Klassen, die sich im Unterricht mit den Themen Klimawandel, Einsparmöglichkeiten von Strom, dessen Erzeugung und den Quellen für Erneuerbare Energien beschäftigten.

Ein Projekt macht Schule

Ausgerüstet mit so viel Grundlagenwissen durften die Schülerinnen und Schüler dieses dann gleich im Praxistest erproben und das Schulgebäude auf mögliches Einsparpotenzial in Sachen Energie zu untersuchen. Am Ende dieses einzigartigen Unterrichts erhielten die engagierten Kinder dann einen Prüfausweis zum Energiedetektiv. Künftig soll das gesamte Projekt weitergeführt werden, nach Möglichkeit an allen Grund- und Mittelschulen in den angrenzenden Landkreisen. Zu diesem Zweck bietet das „LandSchafftEnergie“- Team kostenlose Beratungen an den einzelnen Schulen an, damit die Lehrer auch eine Vorstellung über die Unterrichtsinhalte gewinnen und sich so intern weiterbilden können. Ein Beispiel was also tatsächlich Schule machen könnte, nicht nur am Main, sondern bald schon in ganz Deutschland.

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Jul 27

Das Thema Energiewende geht uns alle an und da macht es durchaus Sinn, schon Grundschüler an das Thema heranzuführen. Das dachten sich jüngst die Schulen im Hochtaunuskreis und organisierten gemeinsam mit der „Beratungsstelle für ökologische Bildung“ einen Wettbewerb in dem das schönste und effizienteste Solarmodellauto prämiert wurde.

Themen aus der Umweltpolitik bereits im Grundschulalter zu erfassen und sich damit bewusst auseinanderzusetzen, das war Ziel der neuerlichen Bauaktion, bei dem es um die Konstruktion von solarbetriebenen Elektroautomodellen gehen sollte. Dabei kam es hier allerdings nicht allein auf die Geschwindigkeit der kleinen Flitzer an, sondern auch auf die technische Umsetzung und die gestalterischen Ideen.

Die Kinder waren mit Feuereifer dabei und konnten so eine ganze Menge lernen. Für jedes Auto spendierte die Stadt selbst einen Beitrag von 11 Euro. 280 Kinder aus unterschiedlichen Schulen des Hochtaunuskreis waren mit dabei und beteiligten sich an der Aktion. Auch die Eltern und Lehrer zeigten großes Interesse, wenngleich das Thema eine zuvor organisierte Fortbildung notwendig machte, um die kleinen Ingenieure bestmöglich beim Bau unterstützen zu können.

Ein Unterricht der speziellen Art

Aktionen wie diese sind um Hochtaunuskreis übrigens nicht neu. Bereits zum 7. Mal in Folge findet eine Umweltaktion wie diese statt, natürlich Jahr für Jahr mit neuen Themen, die gibt es schließlich genug. Neben dem eigentlichen Bau hängt damit immer auch die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht zusammen. So macht Lernen nicht nicht Spaß, sondern bietet Platz zum Anfassen und Umsetzen des Gelernten. Preise gab es dann natürlich auch, 30 Euro für die Klassenkasse, die die Kinder glücklich in eine Runde Eis zum Einläuten des Sommers investierten. Sonne kann schließlich nicht nur Autos zum Fahren bringen, sie macht auch hungrig auf Eis!

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Jul 21

Der beschauliche Ort Ganderkesee ist noch bis zum 31. August Austragungsort einer ganz besonderen Gutschein-Aktion. Hier wird belohnt, wer sich besonders aktiv für den Klimaschutz einsetzt und zwar nicht etwa in Vereinen, sondern ganz konkret im eigenen Alltag.

Für jeden Einsatz für das Klima gibt es Punkte, die in ein Sammelheft eingeklebt werden können. Die Möglichkeiten reichen von der Mülltrennung über Fahrgemeinschaften bis hin zu klimafreundlichen Elektrogeräten und deren Entsorgung. Für eigene Einfälle gibt es zusätzliche Punkte. Bereits ab 100 Punkten lässt sich teilnehmen. Doch eigentlich lohnt es sich erst mit mindestens 750 Punkten wirklich, denn dann warten Prämien.

Außerdem gibt es am Ende unter allen Teilnehmern eine Verlosung. Hauptpreis ist unter anderem eine Reise nach Juist und ein Gutschein für das Fahrrad im Wert von 500 Euro. Ansporn genug für fast 2000 Menschen, aktiv etwas für das Klima zu tun.

Eigene Ideen werden extra belohnt!

Start der speziellen Aktion war im September letzten Jahres. Nun, fast ein Jahr später, neigt sie sich dem Ende zu. Noch liegen 150 Hefte im Rathaus, den Büchereien und den regionalen VHS- Zweigstellen in Ganderkesee aus. Interessierte können also in den Endspurt gehen und teilnehmen. Alle Hefte sollten dann pünktlich zum 31. August wieder zurück sein. Als kleiner Tipp: Für große Aktionen wie dem Kauf eines klimafreundlichen Autos mit Elektroantrieb gibt es extra viele Punkte, die sich auch jetzt schon anrechnen lassen, wenngleich das neue Auto vielleicht erst zum Herbst wirklich vor der Tür steht und bislang nur bestellt wurde. Es gibt also viel zu gewinnen, viel zu erreichen und der wichtigste Gewinn der steht natürlich an erster Stelle, etwas Sinnvolles für den Klimaschutz zu tun und sich bewusst darüber zu werden, mit wie vielen Kleinigkeiten hier ein Beitrag geleistet werden kann.

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Jul 12

Das Thema Klimaschutz ist aktuell wie nie. Mit der Klimawoche vom 26. Juli bis zum 8. August möchte das Bundesland Bayern nicht nur auf die Probleme des Klimawandels aufmerksam machen, sondern auch aktiv Möglichkeiten aufzeigen, wie sich jeder Einzelne am Klimaschutz beteiligen kann.

Mitten auf dem Königsplatz im Herzen Münchens dreht sich in der letzten Woche des Julis alles um das Thema Klimawandel. Der geht alle Menschen gleichermaßen an und deshalb ist er nicht nur Thema dieser Veranstaltung, sondern auch gleichzeitig eine Aufforderung, aktiv mitzuhelfen, den Klimawandel aufzuhalten oder zumindest einzudämmen. Dazu hat die Bayrische Klima-Allianz in Zusammenarbeit mit der Bayrischen Staatsregierung eine bunte Projektwoche ins Leben gerufen. Dazu wird es einen zentralen Infostand in München geben. Zusätzlich finden unterschiedliche Veranstaltungen in ganz Bayern statt. Neben einem Symposium zum Thema Energiesparen in Würzburg und einer Radtour in Stadt Neumarkt in der Oberpfalz bietet Oberstreu eine Einführung in den Anbau von Zwischenfrüchten an.

Ein Bundesland wird aktiv

Ein ganzes Bundesland ist also auf den Beinen, um die breiten Themenfelder des Umweltschutzes und Klimawandels abzuarbeiten und die Bevölkerung über Möglichkeiten der aktiven Teilnahme zu informieren und zu motivieren. Dabei werden Themen wie Umweltverschmutzung ebenso mit einbezogen wie alternative Energieerzeugung und der Erhalt von Rohstoffen. Das breit gefächerte Angebot macht es allen Bürgern möglich, Projekte in der Nähe des eigenen Wohnorts zu finden. Die Anreise erfolgt am besten über eine Wanderung oder das Rad, aber auch mit dem PKW oder den öffentlichen Verkehrsmitteln sind alle Veranstaltungsorte gut erreichbar. Mehr Informationen über die einzelnen Projekte sowie den kompletten Veranstaltungskalender finden Interessierte unter www.klimawandel-meistern.bayern.de.

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Jul 07

Der Beliebtheitsgrad von Kreuzfahrten ist in den vergangenen Jahren beträchtlich angestiegen. Doch dass Kreuzfahrtschiffe die Umwelt belasten, ist nur den wenigsten wirklich bewusst. Das saubere Image täuscht über die Tatsachen hinweg. Trotzdem versuchen die Kreuzfahrtgesellschaften mit gutem Beispiel voranzugehen und investieren in den Schutz der Umwelt.

Schmutziger als Lastwagen und schädlicher als Flugzeuge für das Klima – auch das sind die strahlendweißen Kreuzfahrtschiffe. Was vor allem am hohen Treibstoffverbrauch liegt. Deshalb orientieren sich einige Reedereien nun endlich um.

Flüssiggas statt Schweröl

Die meisten Kreuzfahrtschiffe werden mit Schweröl betrieben. Dabei handelt es sich um ein Abfallprodukt der Erdölraffinerien. Der CO2-Ausstoß ist geradezu gigantisch und übertrifft den von Flugzeugen sogar mehrfach. Aus diesem Grunde haben verschiedene Reedereien inzwischen andere Möglichkeiten gesucht, um ihre Schiffe umweltfreundlicher zu betreiben. Zwei Schiffe der AIDA sind bereits auf Flüssigerdgas umgestellt worden.

Auch die Reederei Costa ist auf dem Weg, die Umwelt zu entlasten. 2019 und 2020 sollen Kreuzfahrtschiffe in See stechen, die ebenfalls mit Flüssigerdgas betrieben werden. Es scheint ein kleiner Trend in Sicht.

Große Gefahr für Meer und Klima

Da Kreuzfahrtschiffe meist auch in geschützten Gewässern unterwegs sind, können die Schäden kaum geschätzt werden. Die Abgase beeinträchtigen nicht nur die Naturlandschaften, sondern auch die Hafenstädte, in denen die Schiffe vor Anker gehen und oft einige Tage liegen. Die Bewohner sind starker Belastung durch enorme Abgase ausgesetzt, da die Kreuzfahrtschiffe häufig die Motoren einfach weiterlaufen lassen, obwohl sie eigentlich vor Anker liegen. Besonders dramatisch ist der Feinstaubausstoß, der sich stark auf den Klimawandel auswirkt.
Im Laufe der vergangenen Jahre wurden große Summen in die Erforschung neuartiger Abgasreinigungssysteme investiert. Ein kleiner Lichtblick ist bereits erkennbar. Trotzdem reichen die innovativen Technologien längst nicht aus, um die Kreuzfahrt wirklich „grüner“ zu machen. Katalysatoren und andere Abgasfiltertechnologien können noch immer nicht genug bewirken, um die schädliche Belastung ausreichend einzudämmen.

Fakt ist, dass Kreuzfahrten noch immer stark zu Lasten der Umwelt gehen. Dies muss sich schnellstmöglich ändern.

Quellen: umwelthaushalt.de, www.n24.de, www.blog-kreuzfahrt.ch

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Jun 30

Laut aktuellen Angaben von Friends of the Earth sind 85 Prozent der Umweltgesetze in Großbritannien Ergebnis des Beitritts in die Europäische Gemeinschaft / Union. Nach dem Brexit befürchten Umweltschützer nun, dass alte Probleme wieder einreißen und das Thema Umweltschutz im Land weniger streng gehandhabt wird. Das wäre eine akute Bedrohung für viele Naturschutzgebiete und würde auch die Energiepreise in die Höhe treiben.

Zwar ist der Brexit längst beschlossene Sache, doch der Austritt wird nur langsam voranschreiten können. Das Prozedere hat die EU im Vertrag von Lissabon genau festgeschrieben und in den ersten Tagen nach dem Referendum scheint es auch so, als hätte es die britische Regierung erst einmal nicht so eilig. Trotzdem sind nicht nur viele Politiker und Bürger besorgt über die Folgen dieser Entscheidung. Auch Naturschützer sehen dem Brexit mit Angst entgegen. Fakt ist, Großbritannien hatte lange Zeit mit einer laschen Umweltpolitik zu kämpfen. Fehlende Gesetze für den Umweltschutz wurden erst nachgeholt, nachdem die EU ihre Richtlinien festlege und somit neue Beschlüsse erzwang. Nach dem erfolgten Austritt aus der Staatengemeinschaft darf das Land nun wieder selbst entscheiden, wie es verwaltet wird. Somit könnte auch ein lascher Umgang mit der Natur eintreten. Dabei war London doch gerade erst seinen Smog los, das Klima für die Bürger wesentlich besser geworden, Flüsse und Strände sauberer und auch in der Energienutzung zeigten sich positive Veränderungen.

Neue britische Umweltpolitik gefragt

Deshalb sind Umweltschützer nun dabei, Großbritannien zu warnen vor den Folgen, die der Brexit haben könnte. Schon in den 1970iger Jahren taufte man Großbritannien heimlich „dirty man of Europe“, das soll sich nun keinesfalls wiederholen. Durch den Ausstieg aus der EU könnte das Land in eine Wirtschaftskrise schlittern, immer auch ein Grund für sinkende Umweltstandards, denn Umweltschutz ist teuer. Nun heißt es, vollen Einsatz zeigen in Sachen Klima- und Umweltpolitik.

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Jun 22

Ein deutscher Autoreifenhersteller entwickelt ein einzigartiges Verfahren in Sachen Nachhaltigkeit. Künftig soll der Kautschuk im Reifen aus Löwenzahn gewonnen werden. Das ist nicht nur umweltbewusst, sondern auch innovativ.

Der neue Naturkautschuk verspricht viele Vorteile für den Reifenhersteller Continental. Es soll nicht nur umweltbewusst und damit nachhaltig produzierbar sein, es soll sich auch auf die Motorschwingungen positiv auswirken. Diese reduzieren sich nachweislich und sorgen für einen besseren Gripp auf der Fahrbahn. Für so viel Innovation wurden die Entwickler bereits im Jahr 2015 sogar mit dem „Joseph-von-Fraunhofer-Preis“ geehrt. Das einzigartige „Projekt Kautschuk aus Löwenzahl“ stellt damit ganz neue Weichen für die Zukunft einer ganzen Industrie.

Innovationen für die Zukunft

Angebaut wird der neue Naturstoff im Fraunhofer Institut für Molekularbiologie. Das Entwicklungsprojekt soll langfristig dafür sorgen, dass auf günstigem Wege der Kautschuk ersetzt werden kann und zwar ganz industriell und trotzdem absolut naturnah. Bislang erreicht der Naturkautschuk einen Prozentanteil zwischen 10 und 30 Prozent, je nach Reifentyp. Das Geheimnis liegt in der Löwenzahnart. Diese stammt aus Russland und hat sich als besonders effizient gezeigt, da er auf Böden wächst, die sich aufgrund von Nährstoffarmut nicht zum Anbau von Obst und Gemüse eignen. So nimmt der Löwenzahn beim Anbau keinen wertvollen Raum ein.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Automobilen und den stark begrenzten Anbaugebieten des derzeitigen Kautschuks, bietet der Löwenzahn-Kautschuk die Chance, den Markt umweltfreundlich zu erweitern und das nicht etwa in Brasilien oder Indonesien, sondern direkt vor der eigenen Tür. Das macht das Produkt nicht nur preislich interessant, es bietet zudem die qualitativ gleichen positiven Eigenschaften wie der herkömmliche Kautschuk.

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