Dez 10

Eine kleine Brauerei mit einer großen Idee. Die Verpackungsringe ihrer Bierdosen sollen durch das enthaltene Plastik nicht länger die Natur verschmutzen, stattdessen sollen sie zu deren Erhalt beitragen. Dabei hilft eine eindrucksvolle Idee die schon jetzt für enorme mediale Aufmerksamkeit sorgt.

In den USA ist es üblich, die beliebten Sixpacks Bier mit Plastikringen zusammen zu halten. Diese sorgen nicht nur für große Müllberge, sie landen auch immer wieder in den Ozeanen und verursachen dort große Probleme.

Nicht nur die Tatsache, dass sich Plastik nicht abbaut und dort noch Jahrhunderte verweilen wird, ist beängstigend für Umweltschützer. Auch die Gefahren für kleine Meeresbewohner, die sich in den runden Öffnungen verfangen und zu Tode kommen können macht die Sache mit dem ungetrübten Biergenuss nicht besser. Bis jetzt, denn eine kleine Brauerei aus dem sonnigen Florida hat eine Idee. Sie wollen die Verpackungen künftig aus einem speziellen Ökomaterial herstellen, welches sich zu 100 Prozent biologisch abbauen lässt und nicht nur das, Fischen und Schildkröten dienen die Ringe zusätzlich als Futterquelle.

Ein einfaches Motto mit Wirkung

Nach dem Motto „Wir wollen die Fische nicht töten, wir wollen sie füttern“ sorgt die Werbeaktion der Saltwater Brewery schon jetzt für Billionen von begeisterten Fans, ohne dass die Aktion vorher groß angekündigt wurde. In Zusammenarbeit mit der New Yorker Werbeagentur WeBelievers solle die neuen Öko-Ringe nun auf den Markt kommen und natürlich im besten Fall nicht nur für das eigene Bier als Halterung dienen, sondern künftig für alle Hersteller als effizienter und umweltbewusster Ersatz herhalten. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg, doch den sozialen Medien sei Dank, mit der Unterstützung so vieler Fans ist die Werbewirkung jetzt schon enorm und damit sind die Wege geebnet für künftig noch viel mehr Verpackungen dieser Art.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Dez 06

Aus Altem Neues machen: In diesem Fall aus U-Bahn Sitzbezügen schicke Designertaschen die ihre ganz eigene Geschichte erzählen, eine Modeidee der besonderen Art. Mit viel Geduld und noch mehr Kreativität gehen zwei Münchner Designer neue Wege.

Wer eine Tasche des Labels Kurzzug sein Eigen nennt, der trägt damit auch ein Stück Geschichte spazieren. Jede Tasche ist ein Unikat und zwar nicht nur aufgrund ihrer Verarbeitung, sondern in erster Linie aufgrund der Herkunft des Materials aus dem sie geschaffen wurden. Das stammt nämlich nicht aus einer Manufaktur, es stammt aus Münchner U-Bahnen, genauer aus ausrangierten Zügen. Bevor das Kunstleder der Sitze nämlich auf den Müll wandert, nehmen sich die beiden Designer Wolfgang Bischoff und Jörg Schleburg den Stoffen an und lassen sie zu schicken neuen Taschen umarbeiten.

Kurzzug – Design mit Geschichte

Bis dahin war es allerdings ein langer Weg, denn allein 1,5 Jahre dauerte es, bevor die Idee Realität werden konnte. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich kein Ansprechpartner für das Anliegen finden wollte, die alten Bezüge zu recyclen und sie nicht einfach kostspielig zu entsorgen. Kaum war das endlich geschafft, mussten die beiden kreativen Köpfe Geld sammeln, um die Idee auch in die Tat umzusetzen. Sie starteten eine Crowdfounding-Kampagne und erreichten das Herz vieler Modefans.

Die 30.000 Euro Marke war schnell geknackt und damit der Weg frei für die Produktion. Die findet in Italien statt. Dorthin verschicken die Designer die Stoffe und lassen in aufwendigen Fertigungsverfahren Taschen herstellen. Die kosten dann ab etwa 300 Euro, je nach Größe und Ausführung. Demnächst soll es eine Sonderkollektion geben, aus mit Graffiti besprayten Stoffen, extra bunt und noch außergewöhnlicher als ohnehin schon. Abnehmer finden sich genug für die Taschen und die leben längst nicht nur in München, sondern auch in Hamburg, Berlin und über die Grenzen Deutschlands hinweg.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Nov 30

Hanf gilt noch immer als natürliches Rauschmittel, dabei kann die Nutzpflanze so viel mehr, nämlich zur Gewinnung von Stoffen eingesetzt werden und das hat viele Vorteile. Hanf ist günstig, 100 % Bio und frei von schädlichen Substanzen und Allergenen. Höchste Zeit also, dass der Rohstoff aus der Natur seine große Bühne findet.

Umweltfreundliche Stoffe sind stark nachgefragt, denn sie gelten als besonders hautverträglich und gut für das Klima. Dabei setzen viele Label auf Baumwolle und Leinen, beides robuste Materialien die als atmungsaktiv gelten und deshalb gerade in den warmen Sommermonaten beliebt sind. Hanf allerdings steht kaum auf der Liste vieler Modehersteller, zu Unrecht findet Elizabeth Thamm, die Gründerin von Elzbag. Das StartUp steckt aktuell in der Relauchphase und hat großes vor, nämlich Kleidung und Accessoires zu produzieren, die zu 100 Prozent aus Hanf bestehen.

Hanf: Unterschätzter Rohstoff aus der Natur

Die Vorteile dieses Vorhabens liegen für Thamm klar auf der Hand. Die Hanfpflanzen gelten als unempfindlich gegenüber Krankheiten und Schädlingen, dementsprechend sind keine Chemikalien oder Pestizide notwendig, die giftig sind und zum Schutz vieler empfindlicher Pflanzen auf den Feldern versprüht werden. Das wiederum macht Hanf zum echten Bio-Produkt, was sich besonders gut für Allergiker eignet.

Bei der Produktion von Hanf gibt es weitere Vorteile gegenüber anderen Nutzpflanzen. Hanf kommt, ganz anders als Baumwolle, mit 14 Mal so wenig Wasser aus, es schont also die Ressourcen schon beim Anbau. Außerdem lässt sich die unempfindliche Pflanze nahezu überall kultivieren, da sie kaum Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit oder das Klima hegt.

Trotzdem gibt es noch immer keine Wertnutzungskette, die an den Nutzhanf geknüpft wäre und ihn damit attraktiv macht für den Anbau, auch im Ausland. Das will die kreative Modemacherin nun ändern und setzt dabei auf Crowdfounding, um Spenden für die neue Elzbag- Kollektion zu sammeln. Dann lassen sich schon bald Bettwäsche, Rücksäcke und vieles mehr aus Hanf bestellen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Nov 24

Allein in Deutschland werden jährlich zwischen 2 und 3 Milliarden Pakete verschickte. Dabei fällt eine Menge Versandmüll an und der wiederum belastet das Klima. Ein Start-Up aus Finnland will damit nun Schluss machen und bietet alternativ ein neues Versandsystem an.

Mit RePack soll es gelingen, Versandmüll einzusparen und somit für ein besseres Klima zu sorgen. Durch das Einsparen von Müll sinkt so die CO2-Bilanz und ganz nebenbei bekommt das Thema Nachhaltigkeit eine ganz neue Bedeutung. Die Idee dazu kam den finnischen Entwicklern durch den eigenen Einkauf im Internet.

Die Nachfrage steigt, die Produkte müssen irgendwo hinein und so steigt auch der Aufwand für Verpackungen aus Plastik und Karton. Die meisten dieser Verpackungen legen nur einmal den Weg zum Kunden zurück und landen danach in der Mülltonne. Nicht so die Versandtaschen von RePack. Diese lassen sich bis zu 20 Mal problemlos wiederverwenden. Möglich macht das nicht nur das innovative Design, sondern auch ein ausgeklügeltes Versandsystem.

Eine Versandtasche geht um die Welt

So zahlt jeder Kunde bei der Nutzung der Versandtasche einen Obolus in Pfandform. Dafür erhält er die Tasche und einen Rücksendeschein, der dann sofort genutzt werden kann. Kommt die Versandtasche damit zurück, erhält der Kunde das Pfand zurück. Die Versandtasche lässt sich einfach im Briefkasten platzieren. Ein simples wie auch geniales System für das sich längst kleinere Firmen aus der Modebranche gefunden haben, die dieses einsetzen. Das Ziel der inzwischen sechs Mann starken Mannschaft hinter dem Start-Up liegt klar auf der Hand, sie wollen ihren Handel mit den Versandtaschen weiter ausbauen und zwar nicht nur in Finnland, sondern auf der ganzen Welt. Die Nachfrage dürfte in jedem Fall groß sein, beim stetig wachsenden Umsatz im Online-Handel.

PS: 2014 erhielten die Finnen übrigens für ihre Idee bereits den europäischen Green Alley Award. Und wenn Nachmachen die beste Form der Bewunderung ist, dann hat RePack auch das bereits erreicht. Vor Kurzem machte ein Student, der die Idee von RePack schlicht kopierte und dem britischen Guardian als Story anbot, unfreiwillig PR für das finnische Unternehmen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Nov 18

Wissenschaftler des  französisch-japanischen Forschungslabor NextPV planen in Zukunft, Solarballons in den Himmel zu schicken und so das Energieproblem auf der Erde zu lösen.

Die Idee: Über den Wolken ist nicht nur die Freiheit laut Schlagersänger Reinhard Mey grenzenlos, sondern auch die Sonneneinstrahlung. Die ließe sich nutzen, um viel mehr Solarenergie zu erzeugen, als dies aktuell möglich ist, selbst an wolkenverhangenen Tagen. Diese Möglichkeit der fast grenzenlosen Stromerzeugung vor Augen, tüfteln französische und japanische Wissenschaftler derzeit an einer Revolution. Sie wollen gasgefüllte Ballons in den Himmel steigen und von ihnen die Solarenergie aufsaugen lassen. Die gewonnene Energie sollen die Ballons dann zum Boden leiten und damit die Energiegewinnung mächtig ankurbeln.

Dabei streben die Wissenschaftler eine Flughöhe von sechs Kilometern an, denn oberhalb der teilweise dichten Wolkendecke ist die Intensität des Sonnenlichts bis zu fünf Mal stärker als am Boden. Der Strom, der dadurch gewonnen werden kann, soll dabei nicht nur unmittelbar umgesetzt werden für die Haushalte und Unternehmen, aus ihm soll durch Elektrolyse zusätzlich Wasserstoff entstehen. Eingefasst in einer Brennstoffzelle ließe sich auf diese Weise immer nur so viel Energie freigeben, wie wirklich gebraucht wird.

Solarballons: Der Traum vom Fliegen

Ein ausreichend großer Ballon könnte das Zehnfache der eigenen Tagesproduktion speichern. Schon in zwei Jahren soll der erste Prototyp bereit sein für die Testphase. Bis dahin müssen die Wissenschaftler noch so einige Probleme lösen. Zum Beispiel die Frage klären, wie hoch die Ballons steigen dürften, um den Flugverkehr nicht gefährden und wie am besten mit den kilometerlangen Kabeln zu verfahren ist. Trotzdem ist die Idee von der enormen Anziehungskraft von Solarballons revolutionär und es bleibt abzuwarten, wann tatsächlich die ersten Ballons den Himmel bevölkern und für neue Energie sorgen. Langfristig ließe sich vielleicht so der Ausstieg von den herkömmlichen Energiequellen wie Atomenergie und Kohlekraft noch schneller schaffen. Zumindest ist die Idee aber eine weitere Möglichkeit das Spektrum der Erneuerbaren Energieformen zu erweitern.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Nov 14

Innovative Ideen müssen nicht immer mit hohen Kosten für deren Umsetzung verbunden sein. Bestes Beispiel ist der Hipporoller, der für viele Menschen in Afrika inzwischen eine enorme Erleichterung darstellt.

Vorhandene Dinge umzufunktionieren kann ganz einfach sein. Trotz der Einfachheit kann ein riesiger Nutzen entstehen. Mit dem Hipporoller wird der oft sehr mühselige Wassertransport nun zu einer angenehmen Angelegenheit.

Wasserversorgung erleichtern mit Hipporoller

Zwei Südafrikaner hatten vor rund 25 Jahren die Idee, ein Hilfsmittel zu schaffen, das der Bevölkerung den Wassertransport aus entlegenen Gebieten erleichtern sollte. Besonders ärmere Bevölkerungsgruppen leiden darunter, das Wasser von weit her schwer zu tragen. Mit dem Hipporoller wurde ein bereits vorhandenes Gefäß einfach umfunktioniert und in ein praktisches Utensil verwandelt.

Container mit Schiebegriff

Es ist bekannt, dass viele Menschen in ärmeren Regionen Afrikas oder Asiens oft lange Strecken zu Fuß zurücklegen müssen, um Wasser für den täglichen Bedarf zu holen. Dabei tragen sie auf dem Rückweg die schweren Eimer mit einem Gewicht von etwa 20 Kilogramm meist auf dem Kopf. Der Hipporoller ermöglicht den Transport von rund 90 Litern auf wesentlich einfachere Weise. Bei dem Gerät handelt es sich um einen Container, der bequem mit Hilfe des Schiebegriffes nach Hause gerollt werden kann. So wird deutlich mehr Wasser mit jedem Weg mit weniger Anstrengung geholt.

Hipporoller kennt Grenzen

Obwohl der Hipporoller bereits eine große Verbesserung bringt, hat auch diese innovative Idee leider Grenzen aufgezeigt bekommen. Sobald der Weg zur Wasserstelle uneben oder steil ist, kann das Gerät nicht so funktionieren, wie die Erfinder Petty Petzer und Johan Jonker es geplant hatten. Aber mit ihrer Idee haben sie gezeigt, dass selbst kleine, kostengünstige Dinge den Alltag vieler Menschen sehr wirkungsvoll vereinfachen können. Große Investitionen sind dafür nicht notwendig.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Nov 04

Wenn der FC Bayern München am 5. November zum Spitzenspiel der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim antritt, sollte auch den Trikots der Bayern einige Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die sind nämlich aus recycelten Plastik aus unseren Ozeanen.

Das Unmengen von Plastikmüll die Meere verschmutzen, ist leider eine traurige Tatsache. Der Stoff baut sich quasi so gut wie nie ab, schlimmer noch, viele Meerestiere verwechseln ihn sogar mit Futter. Auf diese Weise gelangt übrigens so manch unbedacht weggeworfene Plastiktüte wieder auf dem heimischen Küchentisch.

Der Sportartikelhersteller adidas möchte zusammen mit Bundesligaspitzenreiter FC Bayern ein Zeichen gegen diese Verschmutzung der Weltmeere setzen. Zum Spitzenspiel gegen die TSG Hoffenheim laufen die Schützlinge von Trainer Carlo Ancelotti in speziellen Trikots auf, die komplett aus wiederverwendetem Ozean-Plastik gefertigt werden. Die Garne und Fasern wurden aus recycelten Plastikabfällen hergestellt, die vor der Küste der im indischen Ozean gelegenen Malediven gesammelt wurden.

Die gemeinsame Aktion wird wohl erst einmal auf ein Spiel beschränkt bleiben. Allerdings soll mit dem Champions League-Sieger Real Madrid demnächst ein weiterer internationaler Spitzenclub in diesen speziell recycelten Trikots auflaufen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Nov 03

Eine Tasse gemacht aus dem, was beim Trinken niemand möchte, Kaffeesatz. Eine clevere Idee, die dann aber doch nicht ganz so einfach umzusetzen war. Trotzdem ist Produktdesigner Julian Lechner dran geblieben und hat nach jahrelanger Entwicklung die perfekte Recycling-Tasse entwickelt.

Die Grundidee kam ihm ausgerechnet im Ursprungsland eines guten Espresso, Italien. Da studierte Julian Lechner Produktdesign und bei einem guten Espresso gefiel ihm der Gedanke, eine Tasse aus Kaffeesatz zu entwickeln. Die besteht allerdings nicht ausschließlich aus den Resten des Kaffees, sondern aus einer ausgeklügelten Mischung von Holzanteilen und Biopolymeren. Dadurch ist die Tasse nicht nur ausgesprochen widerstandsfähig, sie ist sogar spülmaschinenfest und so immer wieder nutzbar.

Die Grundlage bildet nach wie vor getrockneter Kaffeesatz, am besten der von sehr fein gemahlenem Kaffee. Den bezieht der Entwickler, der das Thema kurzerhand für seine Abschlussarbeit aufgearbeitet hat, von umliegenden Kaffeehäusern. Dann geht es an die Produktion der Espressotassen mitsamt Unterteller. Die sehen am Ende nicht nur stylisch aus, sie erfüllen auch sehr gut ihren Nutzen. Das Material ist robust und nimmt selbst wenig Wärme auf, wodurch das Getränkt sehr lange warm hält.

Produktivität steigern, Umsatz verbessern

Mit der Entwicklung einer Idee und der produktiven Umsetzung ist der Produktdesigner aber längst nicht am Ziel. Jetzt geht es darum, die Tassen einer großen Menge an Interessenten schmackhaft zu machen. Noch liegt der Preis für eine Tasse mit Untertasse bei rund 20 Euro, im Zweierpack gibt es sie für etwa 35 Euro. Das soll künftig günstiger gehen. Außerdem möchte Lechner das Sortiment stetig erweitern. Tassen für unterschiedliche Kaffeearten und Wegwerfbecher sollen folgen und sobald die gängigen Plastikbecher ersetzen. Das könnte die Umwelt schonen, den Abfall reduzieren und ganz nebenbei sind die Ökotassen auch einfach angesagt. Ein rundum gelungenes Projekt also.

Mehr Infos gibt es unter der Webadresse www.kaffeeform.com.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Okt 26

Innovative Ideen in Sachen Umweltschutz können auch so aussehen: Man nehme mehrere Plastikflaschen und lässt daraus Kleidung entstehen. Klingt erst einmal seltsam, wird aber bereits von einem Unternehmen namens Teeki praktiziert.

Plastik als Ausgangsstoff für die Produktion von Kleidung zu verwenden, ist eine Idee, die in den USA und in Großbritannien bereits erfolgreich umgesetzt wird. Damit ist es gelungen, eine Methode zu entwickeln, Plastikflaschen noch besser zu recyceln. Ganz im Sinne der Umwelt werden diese so dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt.

Recyclinggleichung: 25 Plastikflaschen = 1 Yoga-Hose

Dank der innovativen Methode von Teeki erhält das Recycling von PET-Flaschen eine völlig neue Dimension. Dabei hat sich das Unternehmen auf die Produktion von Active-Wear spezialisiert und benutzt dafür Plastikflaschen als Ausgangsmaterial. Was im ersten Moment noch etwas seltsam klingt, könnte ein großer Schritt dahin sein, den Plastikbergen ein Ende zu setzen oder sie zumindest umweltgerecht deutlich zu reduzieren.

Etwa 25 Plastikflaschen werden gebraucht, um eine Yoga-Hose entstehen zu lassen. Dabei setzt das Unternehmen zusätzlich auch bei der Herstellung auf Umweltfreundlichkeit, die entsprechende Produktionsstätte wird durch Solaranlagen betrieben.

Leggings mit tollen Eigenschaften

Nicht nur in Sachen Design versucht man sich bei Teeki einiges einfalle zu lassen, sondern bringt auch noch weitere Eigenschaften mit. So sind beispielsweise die Leggings antibakteriell und können etwa gut zum Surfen getragen werden. Das Material ist strapazierfähig und für so für die meisten Fitness-Aktivitäten geeignet. Das gesamte Active-Wear-Sortiment erfreut sich bereits großer Beliebtheit.

Plastik: Besorgniserregende Zahlen

Plastik braucht mehr als 400 Jahre, um von selbst zu verrotten. Vor allem in den Meeren richten Plastikabfälle große Umweltschäden an. Tiere fressen sie und sterben an den Folgen. Es wird geschätzt, dass bis 2017 etwa 19,1 Millionen Tonnen PET-Verpackungen verbraucht werden. Mit Hilfe normalen Recyclings wird es kaum möglich sein, diese Massen umweltgerecht zu entsorgen. Umso interessanter ist die innovative Idee von Teeki, die ihren Anteil dazu beiträgt, der drohenden Überflutung zu entkommen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather
Okt 19

Inzwischen gibt es eine große Anzahl an Modelabeln, die bei der Produktion ihrer Produkte auf deren Nachhaltigkeit achten, doch gute und fair produzierte Laufschuhe zu finden ist nach wie vor schwierig. Die großen Label wie Nike und Adidas führen zwar ein hochwertiges Sortiment, jedoch lassen sich wirkliche Aspekte von Nachhaltigkeit nicht finden, das stellt auch die Stiftung Warentest fest.

Die Wege zu nachhaltigen Produktionsverfahren sind lang, die zu wirklich fairen Laufschuhen scheinen noch länger zu sein. Das liegt nicht nur am mangelnden Engagement vieler Hersteller, sondern auch am Anspruch des Verbrauchers. Sportschuhe müssen nicht nur gut sitzen, sie sollten perfekt federn und atmungsaktiv sein. Ansprüche, die sich mit speziellen Materialien auf synthetischer Basis gut umsetzen lassen, leider belasten die aber auch die Umwelt, da sie erdölbasiert sind.

Und nicht nur das. Das Ursprungsland der meisten Sportschuhe ist nach wie vor China, ein Land in dem kaum faire Produktionsbedingungen zu finden sind. Ein Niedriglohnsektor eben, und das bei Schuhkosten von 100 bis 400 Euro im Handel. Zwar gibt es erste Anstöße, die Laufschuhe künftig auch nachhaltiger zu produzieren, aber diese Anstrengungen stecken noch in den Kinder-Laufschuhen.

Kleine bis mittlere Traditionsunternehmen setzen auf Nachhaltigkeit

Zu diesem Ergebnis kam jüngst auch die Stiftung Warentest. Die wollte wissen, welche Laufschuhe bestehen den Nachhaltigkeitstest? Dazu hatte sie alle großen Hersteller zum Fragebogeninterview eingeladen, um mal hinter die Kulissen zu schauen. Dabei blieben viele Fragen zu den Produktionsbedingungen weiter unbeantwortet, mancher Hersteller wollte sich erst gar nicht zu Wort melden und verweigerte eine Teilnahme am Test.

Darum bekamen Nike, Asics und New Balance auch gleich die Beurteilung „mangelhaft“. Erste Versuche, nachhaltige Laufschuhe auf hohem Niveau herzustellen, die finden sich dann aber doch noch und zwar bei Traditionsfirmen wie Lunge, Bär oder Brütting. Alle Schuhe sind „Made in Germany“ aus hochwertigem Leder und in echter Handarbeit. Dafür müssen Verbraucher allerdings tiefer in die Tasche greifen. Das liegt auch daran, dass wer in Deutschland produziert EU-Standards erfüllt. Das betrifft dann nicht nur die zu zahlenden Löhne, sondern auch anspruchsvolle Umweltstandards.

Umwelt und, nicht zu vergessen, Qualität sollten einem aber dann vielleicht doch den höheren Preis im Schuhgeschäft wert sein, oder etwa nicht?

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailby feather